Ein FI Typ B für mehrere Keba?

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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon Tho » Fr 15. Sep 2017, 10:27

Wenn der Leakage Detektor ausfällt sollten die Ladeboxen doch so konstruiert sein, dass auch die Ladung beendet wird.
Die Keba P30X geht auf jeden Fall sofort auf Störung wenn eine Phase fehlt.

Trotz allem muss laut Norm ein FI B oder FI A EV rein, ich weiß. ;)
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon eDEVIL » Fr 15. Sep 2017, 11:07

Dachte die Norm wurde kürzlich geändert?#Oder betrifft das nur mobile LAdelösungen?

Steuerung ohne Strom müsste doch Schütz ohne Storm bedeuten d.h. Stromzufuhr unterbrochen
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon Tho » Fr 15. Sep 2017, 11:43

Richtig, wenn die Fehlerstromerkennung auf der gleichen Phase wie der Ladecontroller liegt.
Der Schütz könnte auch noch kleben. Die Frage ist nur: Wieviel Redundante Sicherheiten braucht die Ladestation? ;)
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon EVduck » Fr 15. Sep 2017, 12:00

Tho hat geschrieben:
Die Frage ist nur: Wieviel Redundante Sicherheiten braucht die Ladestation? ;)

Hab' in euren Beiträgen noch keine redundante Sicherheitseinrichtungen gesehen. Bis jetzt wars immer für weitere mögliche Fehler.

Anyway...

Ich habe ja schon gesagt, wie ich es machen würde. Ich würde auch für Geld und gute Worte nicht davon abrücken. Und wenn der Kunde / Freund / Nachbar es anders haben möchte, muss er sich jemand anderes suchen, mir wäre in diesem Fall das Risiko zu groß. FIs sind ja nicht aus Spass vorgeschrieben. Und letztlich würde ich für die Ausführung haften, wenn etwas passiert und ich nicht Normgerecht gearbeitet hätte.
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon eDEVIL » Fr 15. Sep 2017, 12:07

Tho hat geschrieben:
Richtig, wenn die Fehlerstromerkennung auf der gleichen Phase wie der Ladecontroller liegt.
Der Schütz könnte auch noch kleben. Die Frage ist nur: Wieviel Redundante Sicherheiten braucht die Ladestation? ;)

Die Sollte doch wohl "auf allen Phasen liegen" ;)

Redundantes Schütz ist günstiger als echter FI-B
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon EVduck » Fr 15. Sep 2017, 12:37

eDEVIL hat geschrieben:
Die Sollte doch wohl "auf allen Phasen liegen"

Die Auswertung der Differenzstromerkennung* nicht. Also muss zusätzlich eine Außenleiterüberwachung vorhanden sein und auch (wie vom FI gefordert) innerhalb von 0,2 Sekunden abschalten. Ich baue also immer mehr Dinge ein, um einen FI, den ich ab €260,- inkl. Märchensteuer (FI A EV) kaufen kann zu ersetzen. Die dann auch kaputt gehen können. Meine Boxen sind, wie die CF Boxen, nach dem Motto aufgebaut, 'was nicht drin ist, kann auch nicht kaputt gehen'.

[*]Warum immer alles Englisch benannt werden soll ist mir ein Rätsel.
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon JoDa » Fr 15. Sep 2017, 13:23

Hallo,
zur FI-Endlosdiskussion wie immer der Link zum Wiki-Artikel
Normgerechtes errichten von Ladeinfrastruktur
Kurzfassung: Außer in Deutschland genügt in Europa für Ladepunkte Mode2 (=fix verdrahtet = Wallbox) ein günstiger 30mA FI TypA (um 30-50€). (Und selbst in Deutschland ist die Norm für Ladepunkte Mode2 so schwammig formuliert das du keinen zusätzlichen Schutz vor glatten Gleichfehlerströmen brauchst.)

Jupiter642 hat geschrieben:
Also eine 50kW Anschlussleistung aufgeteil auf 10 Keba's ... das wären dann ja fast 10,000 Euro nur für die Keba's.

Oder du bewirbst dich bei bei Tesla als Destination Charger Partner. Dann bekommst du die Ladestationen für die Teslas Gratis und die "Tesla Wall Connectoren" für die anderen E-Autos um jeweils 550€ (inkl. MWSt.). Diese haben auch ein einfaches Lastmanagment wodurch du an deinen 10 Ladestationen mit angeschlagenem Typ2-Kabel dann mit jeweils max. 3x32Ax230V=22kW laden kannst. :D
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon enabler » Fr 15. Sep 2017, 13:57

Pfoa, die Diskussion ist ja wieder mal ein Paradebeispiel dafür, warum in D elektromobil nichts weiter geht: "german angst" in Reinkultur (https://de.wikipedia.org/wiki/German_Angst).

Für mich sind zwei Dinge klar:
1.) ein großer deutscher Elektroausstatter mit dem Slogan "Wir geben Ihnen unser Wort – wir machen Strom sicher" entwickelt ein Schutzmechanismus und stellt diesen als normgerecht fest (@EVDuck: drei Zeilen weiter im verlinkten Prospekt steht, dass diese Lösung der Norm entspricht). Wenn man etwas deutschem Engineering nachsagen kann, ist, dass wenn dem nicht so wäre, Bender das auch nie behaupten würde. Das gleiche gilt für Keba.
2.) Wenn wirklich jemand tot an meiner Ladestation umfallen würde, weiß ich ganz genau, wer haftet. Und das bin nicht ich und nicht der Elektriker (so er sich ebenso an die Normen hält).
Der einzige, welcher ggf. Interesse an der x-ten zusätzlichen Redundanz hat, ist eben dieser Elektroinstallateur: Ein Typ B FI bekomme ich auch bei kleinen Stpückzahlen im Einkauf bereits um unter 200 Euro. Wenn ich dieses Teil dann um 300 Euro und mehr dem Endkunden verticken kann, dann ist der Sicherheitszugewinn (falls überhaupt) marginal, der finanzielle Zugewinn aber deutlich höher.

Deutsche E-Mobilität: Man kann mit aller Gewalt einen Ladepunkt unter Auslassung jedes Pragmatismus' künstlich verteuern.
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon ecopowerprofi » So 17. Sep 2017, 05:49

enabler hat geschrieben:
Pfoa, die Diskussion ist ja wieder mal ein Paradebeispiel dafür, warum in D elektromobil nichts weiter geht: "german angst" in Reinkultur
.......
Deutsche E-Mobilität: Man kann mit aller Gewalt einen Ladepunkt unter Auslassung jedes Pragmatismus' künstlich verteuern.

+1 :thumb:

PS: Zusätzlich mal zur Info für die Leute mit "German Angst": Wenn die Steuerelektronik wg. fehlender Phasenspannung ausfällt, dann fehlt auch das CP-Signal und der Lader im Auto muss abschalten. D.h. nicht doppelte Sicherheit sondern dreifache. Und wenn der Gleichstrom entsteht, weil der Lader defekt ist, dann gibts immer noch die normale Sicherung. Das ist die vierte Sicherungsebene. Zusätzlich überwacht das CP-Signal die sichere Erdung des angeschlossenen Fahrzeugs. Das ist die fünfte Sicherungsebene.

Nimm eine separate Zuleitung für die WB und dann reicht theoretisch der Si-Automat. Der 10 kV-Netztrafo verträgt das bisschen Gleichstrom bis zum Auslösen der Sicherung ohne Probleme. Das Eisen im Netztrafo ist von der Sättigung zur Reduzierung der Verluste noch weit genug entfernt.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ein FI Typ B für mehrere Keba?

Beitragvon EVduck » So 17. Sep 2017, 18:37

@enabler: Ja, ich habe schon 100000de damit verdient, dass ich Leuten überteuerte FIs aufgeschwatzt habe, die keinerlei Sicherheit bringen. Genauso wie früher, als die 30mA FIs fürs Bad eingeführt wurden, DAS war eine Goldgrube! Ich rutsche heute noch vor Dankbarkeit auf den Knien! Die klassische Nullung reicht doch völlig aus!!!!1111elf

Man was hab ich diese Diskussion satt. Sagt mir nur bitte, wo ihr Ladestationen angeschlossen habt, damit ich sie meiden kann. Nicht weil ich Angst habe, sondern well ich euren Blödsinn nicht unterstützen will.
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