Haltbarkeit Drillinge

Haltbarkeit Drillinge

Beitragvon stromion » Sa 4. Nov 2017, 08:34

Hallo zusammen,

angeregt von einigen Beiträgen zu gebrauchten Drillingen und der Kostenvergleich zu neuen, habe ich mich gefragt wie lang ich den meinen Ion BJ 2011 fahren kann bzw. Wann er aufgrund von zu hohen Reperaturen oder eines Defektes wirtschaftlich unrentabel wird.

Meine Annahme bei einem Km stand von ca.35000 und jährlicher Fahrleistung von 10000km wäre, dass ich in frühstens 10Jahren mir ein neues Auto kaufen müsste, denn dann ist er wahrscheinlich schon stark am rosten und die Reichweite wahrscheinlich auch nur noch knapp bei 50km im Sommer und 30km im Winter. Dies reicht zwar für meinen täglichen Arbeitsweg und kleine Ausflüge noch, aber ist nicht mehr sehr bequem. Und bis dahin hab ich auch genug für einen gebrauchten Tesla angespart ;-).

Wie denkt Ihr über das weitere Leben eures Drillings und findet ihr meine Einschätzung realistisch?

Gruß Heiko
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Re: Haltbarkeit Drillinge

Beitragvon TeeKay » Sa 4. Nov 2017, 13:33

Nach 5,5 Jahren hatte ich bis jetzt 0 Reparaturen, Defekte oder Verschleißteilersatz. Die Batterie ist bei den 2011ern nicht sonderlich zyklenstabil. Ab 100.000km wirds eng - aber da haben die je nach Fahrweise auch schon 1000 Zyklen weg.

Hab allerdings nach 1,5 Jahren Unterbodenschutz auftragen lassen. Untenrum sollen die Drillinge nicht so gut geschützt sein - also das besser machen lassen. Der Vorbesitzer hatte das Auto billig folieren lassen. Überall hatten die Folierer in den Lack geschnitten. Selbst dort habe ich noch keine Rostprobleme.
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Re: Haltbarkeit Drillinge

Beitragvon joloeber » So 5. Nov 2017, 11:05

Hallo Heiko,

in den letzten 6,5 Jahren und 146.700km hatte ich an Verschleißteilen: Wischergummis, Kennzeichenleuchte, H11 Glühlampe, Radlager, Scheibenwaschanlagenschlauch. Rost sieht man an den Achsteilen der Hinterachse und durch Steinschläge an der "Motorhaube". Die Fahrerfußmatte ist durchgewetzt und die Lackierung der Türverkleidung um die Griffe zum Schließen ist stark abgeschabt. Natürlich ist von der Originalbereifung nicht mehr viel übrig.
Der kritischste Punkt ist der Akku. Meiner ist mittlerweile nach mehr als 18MWh eingeladener Energie auf knapp unter 70% der ursprünglichen Kapazität gesunken. Das führt im täglichen Betrieb zu keiner Einschränkung. Viel störender ist die Einschränkung bei der CHAdeMO Ladung. Da die Zellen immer hochohmiger werden, wird immer früher die Obergrenze von 4,105 Volt bei einzelnen Zellen erreicht und dann der Ladestrom gedrosselt.
Konkret bedeuter das: im Juni 2015 (86.900km) kam ich noch auf mittlere Ladeleistungen von 16kW - 26kW, jetzt nur noch auf 11kW - 15kW. Schnellladen wird immer langsamer, obwohl immer weniger reingeht.
Trotzdem finde ich den Wagen immer noch toll und spreche eine klare Empfehlung für ihn aus. Allerdings glaube ich nicht, dass mein i-MiEV weitere 10 Jahre durchhält. Dann wäre die Gesamtlaufleistung bei knapp 400.000km - irgendwie mehr, als ich dem Kleinen zutraue.

Gruß

Joakim
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Re: Haltbarkeit Drillinge

Beitragvon stromion » So 5. Nov 2017, 18:05

Hallo Joakim,

Danke für deinen Erfahrungsbericht. Die Sache mit dem Akku sehe ich dahingehend entspannt, das es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass dieser total kaputt geht.
Und wer weiß, wenn die Karosserie und Tragenden Achsen mit Konservierung mehr als 20Jahre halten sollte, dann lohnt es vielleicht in 5-7 Jahren einenen neuen (vielleicht größeren) Akku einzubauen. Obwohl es dann wahrscheinlich auch Gebrauchte ab 2015 günstiger wären...

Hat eigentlich schon jemand Mal einen Motorschaden gehabt und wüsste, wie viel ein neuer kosten würde?
Der Motor wäre wahrscheinlich das 2. teuerste Teil am Drilling oder kostet ein Lader z.B. noch mehr?

Gruß Heiko
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Re: Haltbarkeit Drillinge

Beitragvon TeeKay » So 5. Nov 2017, 19:25

Batterien wird man sicher immer wieder mal welche aus Unfallwagen bekommen. 150.000 oder sogar 400.000km sind für so einen Pendler-Kleinwagen ungewöhnlich hoch. Toll, dass er überhaupt 150.000km hält und nur zyklenbedingt Batteriedegradation zeigt. Bei mehr als 1000 Zyklen war das bei den alten Zellen zu erwarten. Die neueren LEV50N, die bei Citroen und Peugeot ab 2012 eingebaut wurden, dürften deutlich mehr Zyklen aushalten.

Ersatzteilpreise gibts hier: c-zero-i-miev-ion/reparatur-und-teilekosten-fuer-peugeot-ion-t5513.html

Das teuerste ist mit Abstand die Batterie, die als Ersatzteil beim Hersteller inzwischen mehr kostet als der Neuwagen inklusive Batterie abzgl. Kaufprämie... Motor kostet bei Mitsubishi 4.236,88 Euro. Bei eBay gibts aber ab und an auch Gebrauchtmotoren für etliche tausend Euro weniger.
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