Die ersten 150.000 km sind geschafft

Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon iOnier » So 21. Jan 2018, 15:03

joloeber hat geschrieben:
danke für die Gedanken, die du dir für andere machst.

Schön; ich hatte schon fast befürchtet, Du könntest das evtl. als etwas "übergriffig" auffassen - manche mögen es nicht, wenn man sich "ihren Kopf zerbricht".
Ich werde aber erst mal alles so lassen, wie es ist. So lange das Tageslimit von 50km nicht unterschritten wird, ist für den Alltag alles ok.

Stimmt, hattest Du ja auch schon geschrieben.

Es könnte aber bereits vorher zu Problemen kommen: wenn eine Zelle nur noch kurz über der Entladeschlussspannung ist und Du etwas mehr Strom abrufst (Beschleunigen, Steigung) bricht da die Spannung evtl. kurzfristig so weit ein, dass die Entladeschlussspannung unterschritten wird => Notabschaltung, obwohl an sich noch etwas Reserve da wäre.

Heute habe ich eine Statistik, die ich zuletzt im Oktober gepflegt habe, erweitert.

Schon interessant, sofern Deine Jahresfahrleistung allerdings über die Zeit einigermaßen konstant ist erlaubt das keine Aussage darüber, ob die kalendarische Alterung oder die zyklenbezogene überwiegen.
Gruß
Werner
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon iOnier » So 21. Jan 2018, 15:23

stromion hat geschrieben:
Wenn ich die veröffentlichten Werte hier mit meinen vergleiche, dann sieht es so aus, dass die Laufleistung nur einen kleineren Teil zur "Akkulebensdauer" beiträgt und die kalendarische Alterung das Entscheidende der LEV50 Zellen ist.
[...]
Oder interpretiere ich meine Werte falsch?

Ich glaube, Du interpretierst auf einer zu schwachen Datenbasis.

Selbst wenn man die Datenbasis unter Zuhilfenahme [url=Datenbasis.]dieses Threads[/url] vergrößert, ist sie vermutlich noch zu klein.

Die Daten wurden immerhin mal zusammengefasst und in Tabelle / Grafik umgesetzt, allerdings wohl danach nicht weiter aktualisiert.

Die Grafik unten links zeigt immerhin, dass der Kapazitätsverlust insgesamt etwa linear verläuft, allerdings bei jungen Fahrzeugen (mit allgemein noch geringer Laufleistung) wenig streut (weitgehendes Überwiegen der kalendarischen Alterung?), während am Ende, wo das Alter gleich, die Laufleistung aber sehr unterschiedlich ist die Streuung zunimmt => zusätzliche Effekte durch unterschiedliche Laufleistung werden deutlich(?).

So würde ich es aus der Theorie heraus auch erwarten. Wenn Du die Tabelle mal nach Spalte "C" (Kapazität) sortieren lässt wirst Du zwar finden, dass die beiden Fahrzeuge mit den "schlechtesten" Batterien eine vergleichsweise geringe Laufleistung aufweisen (hier könnte man einen Zelldefekt vermuten), direkt danach aber die 3 Fahrzeuge mit deutlich > 100.000 km folgen (gut, bei 33,4 Ah ist ein i-MiEV mit gut 60.000 km gleichauf mit einem der >100.000er - wahrscheinlich auch ein "Ausreißer" mit Zelldefekt?).

Alles ein bisschen spekulativ; zur geringen Datenbasis kommt noch hinzu, dass die Messungen nicht unter definierten Bedingungen erfolgen (die Temperatur hat ja auch noch einen erheblichen Einfluss!). Ich denke aber schon, dass sich der von mir oben skizzierte Trend ableiten lässt.
Gruß
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon flechtlicht » So 21. Jan 2018, 17:20

Nach meiner Beobachtung ist das BMS darauf programmiert,13 kWh Leistung zur Verfügung zu stellen. Das entspricht beim fabrikneuen 88 Zeller dem Spannungsbereich von 4,1V bis 3,6V, beim 80 Zeller 4,1V bis ca. 3,5V.
Ein 88 Zeller wird also solange keine der Zellen vorzeitig ihren individuellen Leistungs Schlusspunkt von 2,75 V erreicht, meist rund 40 Ah durchschnittliche Zellenkapazität auslesen, vorausgesetzt er wurde bis SoC 0% entladen.
Beim 80 Zeller sind es 45 Ah.

Die mir am verlässlichst scheinenende Methode den Gesundheitszustand des Akkus zu beurteilen, besteht in einer Entladung bis zur ursprünglichen Lade Schlussspannung von 3,6 bzw. 3,5V und dem Notieren der angezeigten Rest SoC.
Erreicht sie beim 88 Zeller 20%, beim 80 Zeller 10%, dann ist die eingeplante Leistungs Reserve aufgebraucht und die Reichweite beginnt zu schwinden.
Um sicher zu gehen, dass keine geschwächte Zelle den Ladeschluss vorzeitig auslöst, entlädt man den Akku dann von 3,6V bis zum Ende und behält die Zellen mit Canion sorgfältig im Auge.

Nachtrag:
Beim 80 Zeller ist das BMS vermutlich auf die Freigabe von ca. 12 kWh Leistung programmiert, die Leistungsreserve beträgt damit ca. 15%.
Zuletzt geändert von flechtlicht am So 21. Jan 2018, 22:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon iOnier » So 21. Jan 2018, 18:29

wp-qwertz hat geschrieben:
ich habe recherchiert und eine FA angetroffen, die mir schrieb, auf meine frage, ob sie sich zutrauen würden, einen solchen akku zu überholen/ einzelen zellen auszutauschen:

Wow. Das klingt schon mal toll. Dazu 2 Fragen von mir:
- Wie hast Du recherchiert (ich müsste jetzt ziemlich überlegen, welche Suchbegriffe bei Google oder einer anderen Suchmaschine hilfreich / zielführend sein könnten) und
- war das die einzige Firma, die in Frage kam oder gab es noch mehr, nur halt nicht in Deinem Einzugsbereich?

Jetzt zu den Fragen der Firma, soweit ich Antworten geben kann:
Wo bekommen wir die neuen Zellen her?

Das ist in der Tat eine schwierig zu beantwortende Frage. Mitsubishi scheint ja den modulweisen Tausch als Reparaturmöglichkeit anzubieten; insofern sollte man dort Module zu AFAIR 4 Zellen als Ersatzteil ordern können. Ist halt die Frage ob sie an jeden (oder wenigstens: auch an freie Werkstätten) liefern oder nur an Mitsubishi-Werkstätten mit EV-Kompetenz. Und - wichtig für Besitzer eines iOn oder C-Zero - ob Besitzer der PSA-Geschwister da auch 'rankommen können.
Wir haben nur eine BOSCH - Diagnose. Da kann sein wir müssen bezüglich der Batterieanpassung zu Mitsubishi.

Ein MUT-III Gerät kann man als Klon vom Chinamann bekommen. Ob diese Werkstatt das so möchte? AFAIR sind die Autohersteller aber auch verpflichtet, Diagnosegeräte und Software sowie Werkstatthandbücher an freie Werkstätten abzugeben (verkaufen natürlich; umsonst ist der Tod ...). Erhebt sich die Frage: was kostet das die Werkstatt und ist sie bereit, diese Investition zu tätigen?
wenn ich das der FA habe, werde ich sie hier namentlich nennen.

Danke schon mal für diese (zumindest ja schon teilweise erfolgreichen) Bemühungen!
Gruß
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon iOnier » So 21. Jan 2018, 19:02

[quote="flechtlicht"]Nach meiner Beobachtung ist das BMS darauf programmiert,13 kWh Leistung zur Verfügung zu stellen.
ich hab' irgendwo mal eine Tabelle über Fahrbatterien von E-Autos gesehen, die jemand hier aufgestellt oder zumindest den Link dazu hier gepostet hatte ... den Link hatte ich auch schon mal zitiert ... ja, hier ist er.
Demnach hätten die Modelle mit 88 Zellen (i-MiEV, ältere iOn und C-Zero) eine Nettokapazität von13 kWh, die frz. 80-Zeller eine Nettokapazität von nur 12 kWh.

Ich fürchte es ist schwierig, dazu gesicherte Aussagen zu bekommen. Auch relativiert das leider Deine Annahmen zu den 80-Zellern ...
Gruß
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon Solarmobil Verein » So 21. Jan 2018, 19:03

joloeber hat geschrieben:
Da die Frage nach der Anzahl an Schnellladungen aufkam, habe ich mir die Mühe gemacht und mal nachgezählt.
Ok, danke.
Ich hatte in Sinsheim beim Treffen der alternativen Antriebe 2017 einen Drillingfahrer getroffen, der mit der Restkapazität auch schon ziemlich runter war. 90km mit einer Vollladung und eine gute Stunde am Chademo bis 80%. Laufleistung um die 130000km damals.

Die Anzahl der Chademoladungen an unserem i-MiEV kann ich beinahe noch an einer Hand abzählen.
Aber der hat auch noch längst nicht die Laufleistung wie deiner. Ich komme im Sommer relativ problemlos noch auf 130-140km (2012er Modell mit 88 Zellen).
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon flechtlicht » So 21. Jan 2018, 19:15

iOnier hat geschrieben:
flechtlicht hat geschrieben:
Nach meiner Beobachtung ist das BMS darauf programmiert,13 kWh Leistung zur Verfügung zu stellen
Demnach hätten die Modelle mit 88 Zellen (i-MiEV, ältere iOn und C-Zero) eine Nettokapazität von13 kWh, die frz. 80-Zeller eine Nettokapazität von nur 12 kWh.

Ich fürchte es ist schwierig, dazu gesicherte Aussagen zu bekommen. Auch relativiert das leider Deine Annahmen zu den 80-Zellern ...

Ja, das wären dann ca. 15% Reserve für den 80 Zeller, ist wahrscheinlich realistischer.
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon joloeber » So 21. Jan 2018, 20:00

@Solarmobil Verein
Hallo Markus, da ich seit 2012 jedes Jahr in Sinsheim dabei war, kann ich der von dir erwähnte Drillingfahrer gewesen sein. April 2017 stand der Tacho auch gerade bei 130.000 km.
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon wp-qwertz » So 21. Jan 2018, 22:19

iOnier hat geschrieben:
wp-qwertz hat geschrieben:
ich habe recherchiert und eine FA angetroffen, die mir schrieb, auf meine frage, ob sie sich zutrauen würden, einen solchen akku zu überholen/ einzelen zellen auszutauschen:

Wow. Das klingt schon mal toll. Dazu 2 Fragen von mir:
- Wie hast Du recherchiert (ich müsste jetzt ziemlich überlegen, welche Suchbegriffe bei Google oder einer anderen Suchmaschine hilfreich / zielführend sein könnten) und
- war das die einzige Firma, die in Frage kam oder gab es noch mehr, nur halt nicht in Deinem Einzugsbereich?
...


ich habe einfach meine FA angeschrieben, die mir sonst meinen eRad-akku repeariert und habe die einfach naiv danach gefragt, ob die sich zutruen würden, einen akku der drillinge zu bearbeiten.

diese FA ist "liofit"
http://www.liofit.com/

und die gab mir dann den hinweis, wen/ welche FA ihrer meinung nach in frage käme.
und wie es der zufall so will, habe ich gestern von denen diese FA genannt bekommen und heute hier im forum auch in einem beitrag gefunden.
jetzt - nach deiner oben genannte anfrage - habe ich rechercheirt, finde den mist nicht mehr, hatte aber noch in erinnerung, dass diese FA hier auch mit einer eTanke im VZ eingetragen ist. im osten... :D
wenn ich das ok dieser FA habe, werde ich sie nennen.
solange kannst du/ ihr gerne raten und wenn ihr sie benannt habt, werde ich vlt. ja sagen :lol:

also, los gehts. wer findet diese zuerst?

ps: es ist mW die mir einzige bekannte FA, die solch ein vorhaben unterstützen würde. sonnst weiß ich nur von 1,2 privaten initiativen hier, die einen austausch versucht haben.
einer aus AT hats geschafft - für ein paar (hunder?) km
bei dem anderen hat es wohl funktioniert - ich meine, das war/ ist der typ aus deiner hier oben verlinkten seite im GEF. dein link leitet auf S6...
werde kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den bonus.
- Zoe 13.02.15 - 30.12.16.
- MX: "Wolke 7", 60er, 7 Sitze 30.12.16.
- Die Bettermänner: http://www.ladesystemtechnik.de/
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Re: Die ersten 150.000 km sind geschafft

Beitragvon iOnier » So 21. Jan 2018, 22:45

wp-qwertz hat geschrieben:
ich habe einfach meine FA angeschrieben, die mir sonst meinen eRad-akku repeariert

Ah, das war sicher eine gute Idee - mangels E-Rad habe ich eine solche Connection nicht.
wenn ich das ok dieser FA habe, werde ich sie nennen.
solange kannst du/ ihr gerne raten und wenn ihr sie benannt habt, werde ich vlt. ja sagen
also, los gehts. wer findet diese zuerst?

Ach, ich kann warten :-)
einer aus AT hats geschafft - für ein paar (hunder?) km

Das war Elko. An sich hatte er es "richtig" geschafft, dann aber festgestellt, dass noch eine weitere Zelle schwach war und sich beim Austausch dieser einen weiteren Zelle ein CMS-Modul gebraten ... Ersatz war schwer zu beschaffen, er hat den sonst noch guten Wagen jemand mit Unfallwagen und intakter Batterie verkauft.
bei dem anderen hat es wohl funktioniert - ich meine, das war/ ist der typ aus deiner hier oben verlinkten seite im GEF. dein link leitet auf S6...

Jupp, das war me68, ich habe bewusst auf Seite 6 verlinkt, weil der Thread sehr lang ist und es ab da interessant wird.
Gruß
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