Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon tommy_z » Mo 19. Jan 2015, 01:19

thomasfm hat geschrieben:
Wo liegt der Unterschied zwischen Geldkarte und EC Karte (Bankomatkarte)?
Die gibts bei uns scheinbar nicht im Ösiland.

Nur für den Fall, dass das in A tatsächlich nicht gebräuchlich ist :old: (abgekupfert bei Wikipedia):
Die GeldKarte hat einen Chip (siehe Bild unten), auf den man im Geldautomaten (ATM) ein Guthaben vom eigenen Konto umbuchen kann. Der Chip hat damit eine PrePaid-Funktion; man kann damit an Akzeptanzstellen soviel Geld "herunterladen", wie zuvor "aufgeladen" wurde. Das Logo der Geldkarte ist das dritte Symbol von links auf der Rückseite unten (siehe Foto).
Bild
Der Vorteil ist, dass man für den Empfänger anonym bezahlen kann. Wie aber schon Spürmeise geschrieben hat, ist die Zahlung gegenüber der eigenen Bank nicht anonym. Der Vorteil für Elektromobilisten - zumindest die mit einer EC-Karte mit Geldkartenfunktion - wäre wie schon gesagt der, dass jeder ohne Anmeldung bezahlen kann (barrierefrei), und das Token - die EC-Karte - in beinahe jeder Geldbörse vorhanden ist. Man muss also keinen Plugsurfing- oder TNM-Schlüsselanhänger kaufen und muss dem entsprechenden Roamingpartner damit auch keine Gebühren zahlen. Für CH bzw. A müsste man die Geldkartenbezeichnung bzw. Namen der Roamingpartner entsprechend anpassen, denke ich - ich bitte meine Ignoranz zu verzeihen. :oops:
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Beitragvon thomasfm » Mo 19. Jan 2015, 02:33

Ah das ist das Gleiche wie unsere Bankomatkarte. Wir haben dann eine "Quick"-funktion. Am Automaten aufladen und dann bei Bedarf damit bezahlen. Seit neuestem auch berührungslos.

Genau das wäre es. Laden zu einem vorgegebenen kw-Preis und dann Bargeldlos zahlen. Fertig, und wer die besten Preise hat macht das Geschäft.

Naja, man wird ja noch träumen dürfen ;-)


PS. tommy_z und Zoelibat, wollte euch noch zu unserem Zoe-Treffen einladen :D
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon tommy_z » Mo 19. Jan 2015, 03:20

thomasfm hat geschrieben:
Genau das wäre es.
Habe gerade weiter gelesen ... Quick® und Geldkarte® sind inkompatibel, Cash® aus CH und Chipknip® in NL wurden eingestellt; was gibt es in CZ? Das wäre also barrierefrei nur für Deutsche; Ausländer bräuchten eine deutsche Karte.

Hmmm. Nicht gerade europäisch, das.
P.S.: Von welchem Zoe-Treffen schreibst Du? :doof:
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon thomasfm » Mo 19. Jan 2015, 06:15

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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Willy » Mo 19. Jan 2015, 11:14

Spürmeise hat geschrieben:
Willy hat geschrieben:
Die Abrechnung von kWh ist mit Abstrichen auch Nicht-EVUs erlaubt, wenn gewisse Kriterien eingehalten werden.

Danke für die Antwort. Kann man die Kriterien hier etwas aufdröseln?


Huh…… hier hat sich ja was getan. :shock:
Ok. Ich versuche mal auf div. Punkte einzugehen.

TNM und Rechnungsstellung durch Fremd-EVU´s:

Also. Gemäß § 3 Nr. 18 EnWG ist jeder der Energie an andere liefert als EVU zu sehen.
Gilt man in diesem Sinne als EVU haben laut § 40 EnWG & § 14 UStG die Rechnungen folgende Bestandteile auszuweisen.

§ 40 EnWG
1. Namen, ladungsfähige Anschrift und das zuständige Registergericht sowie Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme ermöglichen, einschließlich der Adresse der elektronischen Post,

2. die geltenden Preise.

3. die für die Belieferung maßgebliche Zählpunktbezeichnung und die Codenummer des Netzbetreibers,

4. den ermittelten Verbrauch im Abrechnungszeitraum

5. die Belastungen aus der Konzessionsabgabe und aus den Netzentgelten für Letztverbraucher und gegebenenfalls darin enthaltene Entgelte für den Messstellenbetrieb und die Messung beim jeweiligen Letztverbraucher.

[i]§ 14 UStG

1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,

2. das Ausstellungsdatum,

3. eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),

4. die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,

5. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,

6. den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt,[/i]


Bei Mengen unter einem Wert von 150,- € entfallen die Angaben
- zur Vertragsdauer,
- Angaben zum nächstmöglichen Kündigungstermin und die Kündigungsfrist,
- Angaben zum Anfangszählerstand und den Endzählerstand des abgerechneten Zeitraums,
- Angabe des Verbrauch des vergleichbaren Vorjahreszeitraums,
- Grafiken, wie sich der eigene Jahresverbrauch zu dem Jahresverbrauch von Vergleichskundengruppen verhält,
- Informationen über die Rechte der Haushaltskunden im Hinblick auf Streitbeilegungsverfahren, die ihnen im Streitfall zur Verfügung stehen, einschließlich der für Verbraucherbeschwerden nach § 111b einzurichtenden Schlichtungsstelle und deren Anschrift sowie die Kontaktdaten des Verbraucherservice der Bundesnetzagentur für den Bereich Elektrizität und Gas
- Angabe der dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilten Steuernummer oder die vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
- Angabe zum Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung; in den Fällen des Absatzes 5 Satz 1 den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt,
- in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers und
- in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten gemäß Absatz 2 Satz 2 die Angabe "Gutschrift".


Und ja. Das ist „eine Ansicht“ unserer Rechtsabteilung. Kann sein, dass da andere Rechtsabteilungen andere Ansichten haben. Generell bin ich aber natürlich gegenüber meiner Rechtsabteilung verpflichtet und muss mich somit an die oben genannten Angaben halten. :?
Was da Quatsch, Unfug, Bürokratie und/oder sonstiges ist, kann ich nicht beurteilen. Ich bin kein Jurist.
Und ich weiß auch nicht, was TNM da alles wirklich geprüft hat und was nicht. Der Ansicht unserer Rechtsabteilung nach, ist die Rechnungsstellung halt nicht ausreichend und könnte – so die Meinung dort – angezweifelt und angefechtet werden.

Kann mir aber – wie schon erwähnt – egal sein, da das Vertragsverhältnis TNM zum Kunden lautet. Meine Rechnung an TNM wird alle Bestandteile ordnungsgemäß enthalten.
Und generell – ebenfalls wie schon erwähnt – will ich da gar nicht weiter rumdoktern, da ich TNM z.B. gut finde und auf meinen Ladesäulen auch freigeben möchte. ;)


Zum EC-Karte-Bezahlsystem
Genau so war meine erste Denke und genau das hätte ich mir gewünscht. Der Zahn ist mir aber schnell gezogen worden.
Warum? Relativ einfach. :|
Zum Einen sind solche EC-Kartenbezahlsysteme sehr wartungsintensiv, was sich rein auf die laufenden Kosten durchaus merkbar auswirkt.
Zum Anderen kosten solche Systeme auch dem Betreiber Geld, welches er an das Kreditinstitut abtreten muss.
Bisher waren diese Gebühren fix auf mindestens 8ct/Vorgang oder 0,3% fixiert.

Da macht das bei dem was hier „geladen“ und abgerechnet wird echt keinen Spaß, das noch zu integrieren. Weder euch, noch dem Betreiber. Mal abgesehen davon, dass es echt wenige Hersteller gibt, die solche Systeme in ihren Ladesäulen bereits anbieten.
Interessanter könnte es ab September rum werden. Meines Wissen fallen dann diese Einheitsgebühren und die Bankinstitute können dann selbst entscheiden. Mal gucken ob es was wird.

Ich glaube auch, dass die RFID nur der Anfang ist, bzw. am Ende nur eine Lösung für die direkten Kunden. Für die „Durchreisenden“ etc. wird es dann andere Methoden geben. Welche wird sich zeigen müssen. Aktuell ist EC-Karte zu teuer, NFC nicht verfügbar, Kreditkarte gleich gar nicht interessant, etc. etc.
Somit haben viele Säulen halt die SMS-Funktion. Nicht schön, aber größtenteils zumindest verfügbar.

Zum Datenschutz
Sorry, wenn ich das so sagen muss, aber die Diskussion „Mit RFID mehr Daten“ grenzt ein bisschen an Paranoia. :)
Von der RFID bekomme ich außer euren Ladevorgängen gar keine Infos. Nur wann und wie viel. Ok. Ich könnte vielleicht noch anhand des Ladeverhaltens den Autotyp rausbekommen. Aber dann?
Was soll ich machen mit den Daten? Cross selling betreiben und euch die neuesten Eiskratzer verkaufen? Wird nicht das Kerngeschäft der EVUs werden.
Die Stadtwerke sind nicht Apple. Zum Einen sind wir was Datenschutz angeht katholischer als der Papst, zum Anderen könnten wir mit so vielen Daten gar nichts anfangen, weil wir weder Dritt-Werbung schalten möchten noch jetzt wirklich spaßige Abverkaufsprodukte im Portfolio haben.
Ich will jetzt hier nicht für div. Kollegen die Hand ins Feuer legen. Für mich und unser Haus kann ich aber sagen, dass wir nicht mal die Daten die wir haben und die für uns relevant wären vernünftig ausgewertet bekommen…. Um hier wirklich irgendwann böse zu sein brauchen wir langsamen Stadtwerke noch ein paar Jahre. Wir haben da Nachholbedarf… :oops:

Allgemein
Allgemein würde ich – bitte nicht falsch verstehen - zur Diskussion „Elektromobilität fördern / verhindern“ gerne mal sagen, dass am meisten geholfen werden würde, wenn die bestehenden Säulen auch genutzt werden. ;)
Das mag jetzt in einzelnen Großstädten bereits so sein, ist aber in vielen kleineren Städten mit ca. 200.000 Einwohnern noch lange nicht der Fall.
Wenn ich mich mit Kollegen austausche, dann haben die z.B. das Problem, dass bei deren bestehenden Ladesäulen kaum „Frequentierung“ da ist.
Da reden wir dann bei 4-5 Ladesäulen im Stadtgebiet von gesammelten 70 Ladevorgängen im Jahr. :(
Warum? Weil zum Einen natürlich noch nicht so viele E-Flitzer unterwegs sind. Ok. Aber weil die Ladesäule den Strom nicht kostenlos hergibt? (wird als Grund genannt)
Weil man zwar einen 55.000,- € teuren BMW fährt, sich aber beim Handy nicht mehr wie PrePaid beim billigsten Anbieter leisten will und an heimischen Stromversorger lieber den günstigen Jakob von Sonstwo nimmt und somit keinen Zugriff via RFID auf die Ladesäule hat? ;)
Öffentliche Ladestationen decken Statistiken zu Folge eh nur ca. 10% der Ladevorgänge von E-Fahrzeugbesitzern. Wenn jetzt diese 10% auch nicht an der LS stattfinden, weil da die Karte doof ist, der Preis um 1,5 ct teurer als daheim und/oder sonstiges nicht gefällt, dann erschwert das den weiteren Ausbau maßgeblich.
Das ist jetzt auch bitte wirklich nicht als Kritik zu sehen, sondern nur als Beispiel, warum das mit der öffentlichen Infrastruktur nicht ganz so einfach ist, wie manche oft in Diskussionen meinen. Jede darf machen wie er meint es machen zu müssen und niemand soll zu etwas gezwungen und/oder gar genötigt werden. Aber jede Medaille hat immer zwei Seiten und ich trau mich wetten, dass nicht immer nur die dummen Stadtwerke die Alleinschuld haben, weil die zu blöd sind Infrastruktur aufzubauen zu Preisen die jeder freudestrahlend auch akzeptiert. :)

Ich kann ja euch durchaus verstehen, dass jeder da auf seinen Geldbeutel guckt und wo was für einen persönlich sinnvoll ist. Aber das müssen auch Stadtwerke etc.
Mit einer solchen Ladesäule geht man mal schnell 12.000 – 15.000 Euro in Vorleistung, die dann in ct-Beträgen wieder erwirtschaftet werden sollen. Das ist jetzt – wenn ich es nicht als Marketing nutze – nicht ganz so einfach.
Das Thema Elektromobilität wird auch bei Stadtwerken von vielen Idealisten betrieben und diese wollen das tun. Für die Energiewende, für die E-Fahrer, etc.
Die müssen sich aber trotzdem immer wieder rechtfertigen wenn die Mittel verteilt werden und karitative Budgets sind selten. :)

Und dann am Ende noch zum Preis. Wenn ich jetzt nicht kWh-genau abrechne sondern z.B. für Durchreisende, Nicht-Kunden, etc. einen stundenbasierten Preis generieren muss. Was ist denn da fair? :shock:
1,99 € die Stunde? 2,50 € die Stunde? 4,- € die Stunde?
Ich hab eine Ladesäule mit 22 kW und Autos die zwischen 3,6 kW und 22 kW pro Stunde daran laden können.
Dazu kommen dann noch Parkgebühren für z.B. die Parkplatzmiete die man zahlen muss. :(
Was bleibt dann am Ende für ein Stundenpreis, wenn meine Kunden (mit KWh-Abrechnung) natürlich Vorrang haben sollen und nicht größtenteils mehr zahlen müssen als der Nicht-Kunde?
Meiner Ansicht ist eine stundenbasierte Abrechnung nie fair.
Und da lasse ich mal laufende Kosten für Wartung, Abwicklung, die komplette Inbetriebnahme, etc. noch nicht mal reinlaufen. Ganz zu schweigen von den E-Fahrern die 1kWh nachladen und 6 Stunden an der Säule hängen, weil der Parkplatz dann echt günstig wird.

Also ehrlich gesagt. Schwer. Ich sitze da grad drüber und hab meinen Stundenpauschalpreis bereits gefühlt 40x neu berechnet weil er mir immer am Enden nicht fair erschien. :?
kWh-Abrechnung für alle. Das wäre die Lösung. Nur hab ich außer RFID noch kein System gefunden was mir auch für Durchreisende da eine Abrechnung wirklich schön erlaubt. TNM. Ok. Die ersten mit oben genanten Fragezeichen. Aber genau darum find ich die gut und will ich die auch haben. :D Also nicht wegen den Fragezeichen, sondern wegen der kWh-Abrechnung.
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon thomasfm » Mo 19. Jan 2015, 11:41

Jawoll, mal endlich eine Schlüssige Erklärung! Danke Willy!

Ich bin derzeit nur sporadisch betroffen von dieser Problematik. Aber wenn ich zu verschiedenen Veranstaltungen unterwegs bin und auch mal außerhalb meines Bundeslandes (Oberösterreich) Laden möchte, wird es teilweise echt schwierig. Und oft auch teuer.
eRuda 2014, aus Wels/OÖ an den Ammersee. Das alleine war schon eine Erfahrung. Die ersten Ladekarten hab ich etwa 4 Wochen vorher schon Bestellt. Zwischen Grenze Salzburg und München war es nicht möglich als AUswertiger eine Ladekarte der verschiedenen EVU's zu bekommen. Die Grundaussage war: Wir richten uns Grundsätzlich an Kunden und auch an Personen in näherer Umgebung (evtl. zukünftige Kunden ?). Als Österreicher auf Durchreise, keine Möglichkeit.
Die Stadtwerke Weilheim haben mir "Ausnahmsweise" zwei Karten zugeschickt, weil sie auch die Veranstaltung unterstützt haben. Wie es sonst ausgesehen hätte kann ich nicht sagen.
Eine Ladenetz Prepaidkarte für 20€ + 10€ Versand musste dann auch her. Wurde letztendlich zu zweimaligem laden verwendet = 15€ je Ladevorgang.

Also du siehst was ich meine. Entweder es schaffen so gut wie ALLE EVN auf eine einheitliche Ladekarte (kann ja auch immer was anderes draufstehen, der Inhalt ist wichtig) zu kommen, oder ich organisiere das mit bestehenden Zahlungsmöglichkeiten.
Auch wenn das bedeutet das ich nicht den kW/h preis wie zu Hause bekomme. Bei TNM ist das jetzt auch schon so. Preise bis etwa 0,5€ gibt es da ja schon.
Und das mit den Kosten ist schon klar, aber das es zu dieser Zeit der Entwicklung kein gewinnbringendes Geschäft ist wissen wir alle. Wenn allerdings nicht eher bald was in diese Richtung passiert, fürchte ich, wird es auch in Zukunft nicht besser werden. Im Gegenteil, dann werden Säulen abgebaut, weil keine Nachfrage.

Schwierig halt :roll:
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Spürmeise » Mo 19. Jan 2015, 11:51

Willy hat geschrieben:
Sorry, wenn ich das so sagen muss, aber die Diskussion „Mit RFID mehr Daten“ grenzt ein bisschen an Paranoia.

Halt ich auch für völligen Quatsch.

Willy hat geschrieben:
der Preis um 1,5 ct teurer als daheim

das wäre ja auch angemessen, aber öfter werden 15-150 Cent Preisaufschlag pro Kilowattstunde daraus.


Willy hat geschrieben:
Nur hab ich außer RFID noch kein System gefunden was mir auch für Durchreisende da eine Abrechnung wirklich schön erlaubt. TNM. Ok. Also nicht wegen den Fragezeichen, sondern wegen der kWh-Abrechnung.


Das klingt gut.

Ich sehe auch kein Problem darin, wenn man mehrere RFID-Karten verwendet. Natürlich nicht jeweils eine für alle ~1000 Ladesäulenanbieter in Deutschland. Man braucht sich aber auch nicht auf "es darf nur eine einzige Karte sein" versteifen.
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Willy » Mo 19. Jan 2015, 11:56

Ja, Durchreisende sind echt tricky im Moment. Da gerade z.B. hier auch das mit dem SMS oft nicht funktioniert. So Roaming-Anbieter wie TNM die europaweit tätig sind, sind hier wohl aktuell die einzig praktikable Lösung.

Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass man hier z.B. einfach die Techniken etwas weiterentwickelt. So via PayPal direkt vom SmartPhone hätte Charme, da man dafür nicht zwingend Kunde sein bräuchte. In die Richtung wird auch wohl der nächste Step gehen. Welche Hürden da aber noch warten muss man gucken.

Und das mit dem PrePaid-Karten für Ladevorgänge ist - finde ich persönlich jetzt - nicht das Gelbe von Ei. Denn 15€ für einen Ladevorgang ist viel zu teuer.
Wenn du als "Durchreisender" mit einem sauberen Betrag von z.b. 0,35 ct/kWh rauskommst, würde ich jetzt behaupten, ist das noch akzeptabel.
Die 0,50 €/kWh sind in meinen Augen zu viel. Wobei man halt da bedenken muss, dass es immer darauf ankommt wie z.B. ein Stundenpreis kalkuliert wurde.
Wenn ich eine durchschnittliche Abgabemenge pro Ladevorgang/h von z.B. 10 kW berechne...ja dann kann ein "Schnarchlader" schon schnell bei 0,50 €/kWh sein.

Ich hoffe bei unserem System noch dieses Jahr automatisiert zwischen AC1 und AC3 unterscheiden zu können. Dann ist man was "Faire Preise" angeht schon zumindest einen Schritt weiter. (Macht dann allerdings die Preistafel an der LS nicht übersichtlicher.... )


Das klingt gut.

Ich sehe auch kein Problem darin, wenn man mehrere RFID-Karten verwendet. Natürlich nicht jeweils eine für alle ~1000 Ladesäulenanbieter in Deutschland. Man braucht sich aber auch nicht auf "es darf nur eine einzige Karte sein" versteifen.


Ideal wären doch eigentlich 2. Eine vom heimischen Stadtwerk für die Ladesäulen die man oft z.B. in der nächsten Stadt nutzt (mit Vorzugs- und heimischen Kombipreisen) und eine fürs eRoaming die dann überall auf Reisen funktioniert.
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon thomasfm » Mo 19. Jan 2015, 12:11

TNM kannst dir nach Ö gar nicht schicken lassen. Verweisen auf kooperation mit Smatrics. Deren "Mitgliedschaft" kostet 15€/monatl. bei Jahresvertrag.
Geil wennst 5x im Jahr bei denen lädst. ;-)

Hätte ich meinen echt interessierten Schwiegerdaddy mit zur eRuda genommen, hätte sich allein da schon das Thema für ihn erledigt gehabt. Und das geht leider vielen so, spbald man genauer über dieses Thema spricht :-(
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Greenhorn » Mo 19. Jan 2015, 12:28

Aus meiner Sicht ist das einzige Barrierefreie System eine Nummer die vom Fahrzeug an die Säule gesendet wird. Diese Nummer ist fest zugewiesen. Wenn ich ein Fahrzeug kaufe, kann ich mich mit dieser Nummer bei den von mir genutzten Anbietern registrieren. Wenn ich dann an die Säule komme, stecke ich mein Kabel, werde freigeschaltet und Lade, mit anschließender Abrechnung. Technisch sollte man das auch bei allen Fahrzeugen über eine Box einrichten lassen.
Gruß Bernd
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