Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

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Re: Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

Beitragvon Joe-Hotzi » So 1. Nov 2015, 21:19

soho hat geschrieben:
Ich sehe einen LNG-Hybrid als sinvoller an. Sauber, der LKW kann elektrisch anrollen und wird an Steigungen elektrisch unterstützt und gewinnt auch ein bißchen Energie zurück. LNG tankt man so schnell wie Diesel. Eine Reichweitenlimitierung gibt es auch nicht. ...

Ja, als Übergangslösung könnte es so funktionieren. Halt "Plug-In". Langfristig keine (saubere) Lösung.

Die "Erdgas-wohlwollenden" Studen übersehen gerne die tatsächlichen Umweltauswirkungen bei der Förderung:
• Abfackeln des Begleitgases (bis zu 10 Mrd. m3 pro Jahr)
• Ölruß als Rückstand
• Temperaturerwärmung um bis zu 10°C (Gefahr für Permafrosboden)
• Erhöhte Waldbrandgefahr
• Methanaustritte an undichten Leitungen oder Kompressorstationen
• Indigene Völker (Bsp.: Chanten, Mansen, Nenzen) können ursprünglicher Lebens- und Wirtschaftsweise nicht mehr nachgehen

Das die Umweltauswirkungen bei der heimischen Braunkohle eher sichtbar sind als beim sibirischen Erdgas, sollte nicht den Blick trüben ...
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Beitragvon spark-ed » So 1. Nov 2015, 21:26

EVduck hat geschrieben:
Ähm spark-ed du hast das PDF auch nicht gelesen, oder?

Hatte mir das inhaltlich schon einmal vor knapp 1 Jahr angesehen, als exakt diese Veröffentlichung hier schon einmal diskutiert wurde.
Ich weiß aber trotzdem nicht, auf was du hinaus willst.
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Re: Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

Beitragvon EVduck » So 1. Nov 2015, 21:32

Das du mit Leistungen, Kapazitäten und Gerichten argumentierst, die in der Veröffentlichung widerlegt werden...
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Re: Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

Beitragvon spark-ed » So 1. Nov 2015, 21:37

Was ich geschrieben habe, bezog sich nicht auf die PDF sondern auf die Posts davor.
Aber trotzdem verstehe ich den Einwand nicht.
Über Güterfernverkehr steht in dem PDF doch konkret gar nichts? :?
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Re: Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

Beitragvon Kelomat » Di 3. Nov 2015, 20:46

Ich Schreib mal die Eckdaten aus dem PDF hier her:

...der Stromverbrauch eines E-LKW läge bei rund 60kWh auf 100km. Mit 50% Sicherheitszuschlag käme man 90kWh....
Reichweite? Die Lenkzeit vom LKW Fahrer ist max. 4,5h. Dann muss eine min. 45min Pause eingelegt werden.
4,5h x 80kmh -> 360km. Somit kämen wir auf 324kWh mit Reserve von 100km wären wir dann bei 414kWh.

Man darf ja auch nicht vergessen das der Diesel LKW bei Gefällestrecken sehr viel Energie in Bremse und Retarder vernichten muss um nicht zu Schnell zu werden.

Diese Energie Bunkert der E-LKW wieder in den Akku...
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Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

Beitragvon spark-ed » Di 3. Nov 2015, 21:13

Ah, danke. Du meinst dieses Dokument - ich war irgendwie bei der umweltamt.at Studie

Man vergleicht dort mit einer neuen Generation aerodynamischer LKW mit deutlich rollwiderstandsoptimierten Reifen, die als Diesel dann nur noch 20Liter/100km benötigen würden. Die Rekuperation ist bei euch in der Gegend sicherlich auch ein anderer Faktor wie hier bei uns im Flachland, wo es 100te Kilometer keine Erhebung über 50m gibt. Berge sind definitiv die Domäne des E-Antriebs.
Wenn man das alles tatsächlich so hinbekommt, rücken die LKWs natürlich in den Bereich batterieelektrischer Möglichkeiten.
Also: Her mit den 500kWh Batterien und 800kW Ladeinfrastruktur und schon kann es losgehen ;)
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Re: Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

Beitragvon holobro » Di 3. Nov 2015, 22:12

Kelomat hat geschrieben:
Ich Schreib mal die Eckdaten aus dem PDF hier her:

...der Stromverbrauch eines E-LKW läge bei rund 60kWh auf 100km. Mit 50% Sicherheitszuschlag käme man 90kWh....
Reichweite? Die Lenkzeit vom LKW Fahrer ist max. 4,5h. Dann muss eine min. 45min Pause eingelegt werden.
4,5h x 80kmh -> 360km. Somit kämen wir auf 324kWh mit Reserve von 100km wären wir dann bei 414kWh.

Man darf ja auch nicht vergessen das der Diesel LKW bei Gefällestrecken sehr viel Energie in Bremse und Retarder vernichten muss um nicht zu Schnell zu werden.

Diese Energie Bunkert der E-LKW wieder in den Akku...


Die Idee beruht darauf in den Lenkpausen laden zu können.
Damit das funktioniert müsste aber an fast jeder Raststätte eine dieser sehr leistungsfähigen Ladesäulen stehen.
Es sind 100 km als Polster eingeplant.
Wenn man die braucht bedeutet dass das man 360km fährt. Dann 45min Pause macht um dann kurz loszufahren und dann wieder 45min Ladepause zu machen.
Das wäre völlig unpraktikabel
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Re: Studie alternative Antriebe vom Umweltamt Österreich

Beitragvon Dani » Mi 4. Nov 2015, 10:31

holobro hat geschrieben:
Die Idee beruht darauf in den Lenkpausen laden zu können.
Damit das funktioniert müsste aber an fast jeder Raststätte eine dieser sehr leistungsfähigen Ladesäulen stehen.
Es sind 100 km als Polster eingeplant.
Wenn man die braucht bedeutet dass das man 360km fährt. Dann 45min Pause macht um dann kurz loszufahren und dann wieder 45min Ladepause zu machen.
Das wäre völlig unpraktikabel


Verstehe deinen Einwand nicht. Die 360 km kommen ja von der max. erlaubten Fahrzeit von 4.5h her. Da gibt es wohl wenig zu rütteln. Da gilt gutes planen, aber das ist nichts neues.
Als Möglichkeit gäbe es da noch eine min. 30 minütige (Lade)Pause vor Ablauf der 4h Fahrzeit um dann die Reststrecke zu fahren. Auf jedenfalls komme ich um eine Pause nicht herum.

Hingegen sind genügend und gut Verteilte Schnelllader (800KW+) ein muss für die E-Lastwagen Konzepte im Fernverkehr.

Was nicht geht ist dann natürlich "Fahren mit zwei Lenker", die brauchen halt viel weniger "Pausen" und können nicht genügend geladen werden. Ist aber inneneuropäisch nicht so weit verbreitet weil halt sehr teuer.
Wunsch Ladeinfrastruktur
Auswärts Schnell: DC (A und HS)
Auswärts Normal: AC bis 11kW (Destination-Charging)
Zu Hause: Voll in 8h

BMW i3 BEV (60 Ah) rollt seit 3/2014 -> wurde 4/2017 ersetzt mit (94 Ah) -> 12/2018 ergänzt mit TM3
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