Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

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Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Nety » Di 12. Dez 2017, 15:30

Hier eine Petition wo es um Preis Transparenzen an öffentlichen ladesäulen geht

Macht euch die mühe und unterzeichnet es.

Denn es betrifft euch bzw. uns alle direkt

https://epetitionen.bundestag.de/conten ... 75216.html

Beispiel:

swisscharge: 6,20 €/h

TheNewMotion: 0,69 €/kWh

plugsurfing: 0,69 €/kWh

ENTEGA Flatrate: 35 €/Monat

EnBw: 21 €/h, zzgl. 1 € pro Ladevorgang


————————————————

swisscharge: 4,65 €

TheNewMotion: 19,32 €

plugsurfing: 19,32 €

ENTEGA Flatrate: Nicht vergleichbar da Flatrate

EnBw: 15,75 €, zzgl. 1 € pro Ladevorgang = 16,75 €

Zwischen dem günstigsten Angebot und dem teuersten Angebot liegt demnach der Faktor 4.

Dem Kunden ist dies vor Start des Ladevorgangs nicht bekannt, da er nicht alle verfügbaren Tarife kennt!

Damit wird der an Ladestationen verkaufte Strom vollkommen intransparent angeboten.

Der genaue text steht in der Petition
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Re: Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Tigger » Di 12. Dez 2017, 17:34

IONIQ electric Premium Phantom Black seit 18.05.2017. Bestellt am 18.01.2017 (Sangl #94).
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BMW i3 94 Ah (LCI) Fluid Black ab 04?/2018. Bestellt am 29.11.2017. Ich persönlich finde Sixt seit dem 09.01.2018 eher nicht mehr empfehlenswert...
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Re: Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Kellergeist2 » Di 12. Dez 2017, 17:41

Eine Art Martktransparenzstelle macht das Durcheinander der verschiedenen Tarifstrukturen nicht besser.
Viel wichtiger wäre es, wenn der Preis vor Beginn des Ladevorgangs barrierefrei dem Verbraucher angezeigt würde, also nicht in irgendeiner App, sondern auf einem Display/Schild/... direkt an dem Ladepunkt.
Falls AC und DC unterschiedliche Preise haben, dann entsprechend zwei Preise ausweisen.

Wenn ich an eine Tankstelle fahre, dann zahle ich für einen Liter Kraftstoff zu dem Zeitpunkt einen Preis, der mir im Vorfeld an der Zapfsäule bzw. der großen Preistafel angezeigt wurde, unabhängig davon, ob ich in bar, mit EC-Karte, VISA, Mastercard, AmEx, Routex, DKV, ... bezahle.

Genauso sollte es an den Ladesäulen sein:
Ich sehe den Preis bevor ich lade.
Die kWh AC kostet 0,35 €, die kWh DC kostet 0,45 €.
Zahlbar mit TNM, PS, EnBW, ...

Eine Abrechnung nach Zeit stellt eine Benachteiligung der Fahrer dar, dessen Fahrzeuge nur "langsam" laden können, während ein ZOE-Fahrer in der gleichen Zeit mehr als die 10-fache Menge laden könnte (43 kW vs. 3,7 kW).
An der Tankstelle variiert der Preis ja auch nicht danach, ob ich den Hebel der Zapfpistole nur in der ersten oder bis in die letzte Raste einhake.

Wenn ich mich recht entsinne, dann verstoßen zur Zeit fast alle öffentlich zugängigen Ladesäulen der Preisangabenverordnung.
Nach §3 PAngV muss Elektrizität in kWh abgerechnet werden.
Nach §5 müssen die Preise am Ort des Leistungsangebotes einsehbar sein.
Nach §8 müssen die Preise für den Autofahrer von der Straße aus einsehbar sein.

Egal, ob sich der Betreiber jetzt als "Tankstelle" oder als "Dienstleister" ansieht:
Er muss die Preise pro kWh deutlich sichtbar machen.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon AbRiNgOi » Di 12. Dez 2017, 18:21

Kellergeist2 hat geschrieben:
Nach §3 PAngV muss Elektrizität in kWh abgerechnet werden.

Gilt nur für Leitungsgebundene Abgabe. Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/pangv/__3.html


Kellergeist2 hat geschrieben:
Nach §5 müssen die Preise am Ort des Leistungsangebotes einsehbar sein.

(2) Werden entsprechend der allgemeinen Verkehrsauffassung die Preise und Verrechnungssätze für sämtliche angebotenen Leistungen in Preisverzeichnisse aufgenommen, so sind diese zur Einsichtnahme am Ort des Leistungsangebots bereitzuhalten, wenn das Anbringen der Preisverzeichnisse wegen ihres Umfangs nicht zumutbar ist. [..]
my2ct: Denke eine Bereithaltung auf der App genügt ;)

Kellergeist2 hat geschrieben:
Nach §8 müssen die Preise für den Autofahrer von der Straße aus einsehbar sein.

gilt nur für Kraftstoffe.

Leider, es gibt immer ein Schlupfloch...
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Re: Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon AbRiNgOi » Di 12. Dez 2017, 18:30

Kellergeist2 hat geschrieben:
Eine Abrechnung nach Zeit stellt eine Benachteiligung der Fahrer dar, dessen Fahrzeuge nur "langsam" laden können, während ein ZOE-Fahrer in der gleichen Zeit mehr als die 10-fache Menge laden könnte (43 kW vs. 3,7 kW).
An der Tankstelle variiert der Preis ja auch nicht danach, ob ich den Hebel der Zapfpistole nur in der ersten oder bis in die letzte Raste einhake.


Was Unfair ist oder nicht ist hier halt einmal eine Frage der Sichtweise, wenn sich eine ZOE auf eine 43kW Station verlässt ist es unfair wenn dort jemand 10 Stunden "volltankt".. Aber das ist eine andere Geschichte und gehört hier nicht in diesen Threat!

Wenn eine Säule viel Geld kostet und das Benützen der Säule und des Parkplatzes den höchsten Anteil an den Kosten hat, dann ist ein Zeittarif die beste Abrechnungsart. Was uns verrechnet wird, bleibt in der Verantwortung von dem der eine Leistung zur Verfügung stellt. Hier geht es aber nur um eine Transparenz, was Verrechnet werden wird, nicht wie, und nicht für was.
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Re: Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon georgij » Mi 13. Dez 2017, 14:22

Kellergeist2 hat geschrieben:
Eine Abrechnung nach Zeit stellt eine Benachteiligung der Fahrer dar, dessen Fahrzeuge nur "langsam" laden können, während ein ZOE-Fahrer in der gleichen Zeit mehr als die 10-fache Menge laden könnte (43 kW vs. 3,7 kW).
An der Tankstelle variiert der Preis ja auch nicht danach, ob ich den Hebel der Zapfpistole nur in der ersten oder bis in die letzte Raste einhake.

Stell dir vor du hättest einen Verbrenner gekauft der nur über einen Strohhalm tröpfchenweise zu betanken wäre, denkst du der Tankwart wäre gut auf dich zu sprechen nach dem du die Säule ein paar Stunden blockiert hast?
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Re: Petition zur Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Langsam aber stetig » Do 14. Dez 2017, 02:14

Kellergeist2 hat geschrieben:
Wenn ich an eine Tankstelle fahre, dann zahle ich für einen Liter Kraftstoff zu dem Zeitpunkt einen Preis, der mir im Vorfeld an der Zapfsäule bzw. der großen Preistafel angezeigt wurde, unabhängig davon, ob ich in bar, mit EC-Karte, VISA, Mastercard, AmEx, Routex, DKV, ... bezahle.

Nicht ganz. Mit einer Flottenkarte können auch andere Preise vereinbart werden. Und die ganzen Ladekarten sind ja mit Flottenkarten vergleichbar.

Ich sehe das zwar prinzipiell ähnlich wie Du, sehe aber keine Möglichkeit, dass die Regierung oder der Gesetzgeber hier regulierend eingreift.

Ich hoffe ja sehr, dass irgendwann eine Lösung gefunden wird, dass man bei allen Säulen eine Kartenzahlung Contactless durchführen kann, und man direkt den Säulenbetreiber bezahlt, anstatt noch verschiedenste Ladekarten zu brauchen. Auf dem Display, oder fix angeschlagen, kann dann stehen:

X,XX Euro pro Ladevorgang
+ X,XX Euro pro kWh
+ X,XX Euro pro Minute
Mindestpreis X,XX Euro.

Die Lesegeräte können dann natürlich immer noch Ladekarten erkennen, wo dann eventuell Flatrates angeboten werden, oder Rabatte gegen Zahlung einer Grundgebühr gewährt werden. Diese Preise sollten jedoch nicht an der Säule stehen.
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