Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

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Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon Twizyflu » Fr 2. Jan 2015, 15:38

Hallo!

Ich habe folgende Frage.
Und zwar.

Eine Typ 2 Wallbox soll durch den Überschuss einer PV gespeist werden.
Es soll eine gewisse Mindest-Ampere Ladestromstärke IMMER zur Verfügung stehen, aber damit der Überschuss am ehesten "erwischt" wird, soll diese Ladestromstärke von Haus aus so niedrig sein wie möglich.
Falls der Überschuss nicht zusammenkommt (Winter usw.), dann wird aus dem Netz entnommen.

Das Problem:

Es ist nicht bekannt (mir), mit wie wenig Ladestromstärke die E-Autos befeuert werden könnten OHNE (!), dass auch nur einer eine Fehlermeldung bringt.

D.h zB Zoe mind. 3ph. 10 A 400V, e-up mindestens .... usw.

D.h die Mindestladestromstärke richtet sich nach dem E-Auto, dass unter dieser Mindestladestromstärke zu zicken beginnen würde.

Für folgende E-Autos bräuchte ich daher EURE Hilfe und zwar die Mindest-Ladestromstärke an einer 3ph. verkabelten Typ 2 Wallbox, die normale Ladestromstärke (zB. ZOE 11 kW, 22kW) und die maximal mögliche und zu letzterem noch eine Zusatzfrage und zwar:

WAS macht ein Typ 2 ladendes Fahrzeug (BMW i3, e-Up), das an einer zB 10A 400V Wallbox via Typ 2 angeschlossen wird, aber ja nur 1 phasig lädt? Denn auch das sollte funktionieren (also nicht zu wenig sein, als dass es Ladeabbrüche gibt) UND daher ist die Mindeststromstärke so wichtig. Denn nach oben hin kann man ja auch per Software begrenzen.

Folgende Fahrzeuge interessieren mich:

Renault ZOE
Renault Fluence
Renault Kangoo
Renault Twizy
Nissan Leaf
Nissan e-NV 200
Smart ED
Mercedes B-Klasse ED
Tesla Model S
Tesla Roadster
Kia Soul EV
BMW i3
VW e-Golf
VW e-up

C-Zero, iOn, iMiev

Evtl Opel Ampera/Chevrolet Volt/Mitsubishi Outlander


Die Problematik ist halt, dass wenn ich sage: Ok, die PV gibt 5 kW Überschuss her (Hausnummer halt), und ein ZOE/Tesla usw. zieht das über Typ 2 3ph. problemlos, dann ist das fein, aber wenn nun ein 1ph. Typ 2 Lader kommt (a la e-up) und dann nur noch bsp. 1,8 kW bekommen kann, OB er dann eine Fehlermeldung bringt oder eben halt nur so langsam lädt (ich weiß, sehr langsam aber darum geht es nicht).

Somit muss also der KLEINSTE gemeinsame Nenner gefunden werden, damit ALLE E-Autos über die Typ 2 PV-Wallbox befeuert werden können, ohne, dass es Probleme oder Ladeabbrüche gibt. Und genau dieser gemeinsame Nenner würde dann fix eingestellt, sodass man mit dem PV Überschuss am ehesten hinkommt oder eh alles abdecken kann und damit nicht unnötig viel aus dem Netz gebraucht wird ;)

Bitte um eure mithilfe!


Beispiel (immer auf eine 3ph. 400V verkabelte Typ 2 Wallbox!)


Renault ZOE
- min: 8A
- norm: 16A
- max: 63A

Renault Fluence
Renault Kangoo
Renault Twizy
Nissan Leaf
Nissan e-NV 200
Smart ED
Mercedes B-Klasse ED
Tesla Model S
Tesla Roadster
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BMW i3
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon Kelomat » Fr 2. Jan 2015, 16:08

Twizyflu hat geschrieben:
WAS macht ein Typ 2 ladendes Fahrzeug (BMW i3, e-Up), das an einer zB 10A 400V Wallbox via Typ 2 angeschlossen wird, aber ja nur 1 phasig lädt?


Ganz normal Laden....

Wenn ich meinen Leaf an Typ 2 hänge ist es dem Auto egal ob die Typ2 Dose ein- oder dreiphasig ist, denn der Leaf bekommt immer nur eine Phase davon ab.

Somit ist auch an einer 400V Typ2 Dose 230V vorhanden. (Phase gegen Phase = 400V, Phase gegen Neutralleiter = 230V)

Nissan Leaf 2012er
-min: 6A
-norm: egal er "frisst" alles
-max: 16A
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon Twizyflu » Fr 2. Jan 2015, 16:28

Super, danke Kelomat :)
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon MaxPaul » Fr 2. Jan 2015, 18:36

Laut Norm für Typ2 sind 6A das Minimum.
Glücklicher e-Golfer seit 10.02.2015
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon Spüli » Fr 2. Jan 2015, 19:28

Zoe ist die Ladezicke.
Alle anderen werden von 6-32A keine Probleme machen, egal wie viele Phasen Du anbietest.
Gruß Ingo
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon Timo » Fr 2. Jan 2015, 19:42

Hallo

Opel Ampera

1 Phase

Min 6 Ah

Max 16 Ah

BJ Dürfte soweit ich weis egal sein.

Gruss Timo
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon lamouette » Fr 2. Jan 2015, 20:47

Tach.

Ich hab mich schon mit der gleichen Frage beschäftigt.
Wie schon gesagt wurde unter 10A pro Phase (= 6,9 kW im dreiphasigen Ladebetrieb) ist die Zoe-Ladung wohl unstabil.
D.h. deine Ladebox müsstest Du so einstellen, dass o.g. 6,9 kW immer abzapfbar sind, auch nachts (oder wenn der Überschuß nur sehr gering ist).
Einphasig, langsamladende Autos (2kW-3,7 kW) brauchen somit die Steuerung nicht.
Und um den Zoe genauer an der Überschuss-Kurve (oder Erzeugungs-Kurve) entlang zu laden, wäre eine Umschaltung von 1- auf 3-phasigen Ladebetrieb Überlegungen wert. Ist aber schwierig, erst Ladung beenden, dann die überflüssigen Phasen wegschalten, einphasige Ladung neu starten - Phasenschieflast beachten/ignorieren...etc..)

Meine Solar-Ladestation:
Die Solaranlage hat 61kWp (DC) bzw. 55kVA (AC); PV-Logger: Powerdog (Überschuss-Steuerung per 0-10V Ausgang); Wallbox-Controller: Bettermann-Platine 63A mit 0-10V Eingang.
Seit Monaten wartet jetzt der Zoe und die ganze Technik auf eine erste erfolgreiche 100%-Solarstrom-Druckbetankung.
Im Oktober hatte erst der 63A-Typ2-Stecker zur Ladebox gefehlt, und seit der Stecker installiert ist fehlt das richtige Wetter.
(43kW-Normalladung mit Netzstrom funktioniert aber problemlos, zumindest wenn der Autoakku warm genug ist).

Bin etwas desillusioniert:
Bei trüben Winterwetter gibts wochenlang kaum Solarüberschüsse und die geregelte Ladetechnik macht keinen Spaß.
Und mit passendem Wetter gehts eigentlich auch viel einfacher - Mobile Ladebox einstecken sobald die Sonne rauskommt.
Und die (wenigen) E-Mobilisten, die zum Laden vorbeikommen, kommen sowieso erst nach Feierabend/Sonnenuntergang.

Eigentlich war mein Traum eine Stromtankstelle mit zwei Stromsorten:
- "Normal" = 0-43 kW Netzstrom (24h pro Tag) für 30 Cent/kWh.
- "Super" = 0-43kW reinster, selbstgestrickter Solarstrom (nur bei entsprechendem Sonnenschein) für 15 Cent/kWh.
Das wär doch echt "super" - Solarstrom für 15Cent/kWh x Verbrauch von 16kWh/100km = 2,40€ für 100km Fahren mit edelstem, abgasfreien Solartreibstoff.

Bin gespannt, wie es im März/April läuft, wenn die Sonne knallt und manchmal dicke Wolken durchziehen (Überschüsse von 0 - 50 kW)...

Gruß
L.
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon egolf38 » Fr 2. Jan 2015, 20:59

ich lade meinen eGolf an einem E3DC-System: 7kWp PV-Anlage mit S10-Hauskraftwerk und 7kWh Pufferspeicher. An der E3DC-Wallbox kann man wählen ob man mit maximaler Leistung oder mit PV-Überschuß laden möchte. Bei dieser Einstellung läßt sich optional eine minimale Ladestärke festlegen, welche in jedem Fall geleistet wird (also notfalls auch aus der Hausbatterie oder dem Netz) damit es seitens des Fahrzeugs nicht zu einem Ladeabbruch kommt. Diese beträgt beim eGolf 6A.
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon Berndte » Sa 3. Jan 2015, 08:14

Hallo,

du kannst mit dem Zoe an Drehstrom bis auf 2,2kW runter gehen!
Das sind nur knapp 800W pro Phase. Leider ist dann ein Sonnentag nicht so lange, denn Vollladung dauert über 14h.
Hier habe ich das ausführlich getestet und auch mit Messwerten belegt:
infrastruktur/neuer-43kw-typ2-ladepunkt-direkt-am-bremer-kreuz-t7272-70.html
Die Theorie wurde durch Praxis bestätigt... jetzt dürfen sich die findigen Programmierer und Elektroniker gern damit beschäftigen und daraus eine Ladesteuerung für PV Strom machen.

Renault Zoe: Stufenlose 3-Phasenladung von 2,2kW (4,1kW siehe Beitrag) bis 43kW

Gruß Bernd

PS: An Lichtstrom (230V) kann ich das gern auch nochmal testen, wie weit man damit runter kommt... aber wer will schon sooo lange laden?
Sep 2014: Renault Zoe
Nov 2014: Eigene 43kW Ladesäule
Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
Dez 2015: Kangoo Maxi und Verkauf des letzten Verbrenners -> jetzt 100% elektrisch!
Mär 2016: Reservierung Tesla Modell = mit Nummer 11 in Hamburg
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Re: Ladestromstärken der E-Autos an PV gespeisten Wallboxen

Beitragvon Spüli » Sa 3. Jan 2015, 09:46

Moin!
Eine Laderegelung über den Kodierwiderstand ist aber eher ungewöhnlich.

Nach meinem Wissen hat der Zoe auch ein Problem mit der PWM Verfolgung. Die TU bastelt hier ja am Ladepunkt Taubenstraße etwas herum. Ich kenne den letzten Stand nicht, aber der Zoe konnte dem Signal von 6A aufwärts nicht folgen. Vielleicht kann dibu etwas dazu sagen wenn erst wieder mal im Lande ist.
Alle anderen Modelle sind jedenfalls unkritischer was so eine dynamische Regelung betrifft. Wenn der Zoe also mit einer Regelung klar kommt, sollten andere Modelle damit auch kein Problem haben.
Gruß Ingo
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