Laden im Alltag

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Re: Laden im Alltag

Beitragvon SL4E » Mo 6. Feb 2017, 23:32

Joe-Hotzi hat geschrieben:
- Du fährst wieder zum Laden ohne die Zeit sinnvoll verbringen zu können!


Ja und das ist mit einem 22kW Lader besser? Was machst du die 2,5h mit einem R90 wenn du alle 2-3 Tage laden musst? Im Aldi mit der Kassiererin plauschen? Für mich ist das kein Argument. Entweder das Auto fährt oder es steht (meist >22h pro Tag). Wenn es steht dann lädt es und da kann es langsam laden. Wenn man nicht laden kann während der Standzeit muss man sich was zum Laden suchen und da muss es dann schnell gehen. Ergo ist 22kW für solche Leute zu langsam. Kosten und Infrastruktur jetzt mal außen vor gelassen. Alles andere ist nicht Praxisgerecht.
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon Karlsson » Mo 6. Feb 2017, 23:46

AndiH hat geschrieben:
Ob diese Leute dann einen schnellen teuren AC Lader wollen oder mit einem langsamen Lader und CCS als Notlösung für unterwegs zufrieden sind sollte man diesen Leuten selbst überlassen.

Das ist für mich so ähnlich wie so Diskussionen über den Leaf mit 24kWh Akku....mehr braucht man doch gar nicht und das kostet doch alles und so... nö, damit gewinnste heute keinen Blumentopf mehr, wenn die Reste abverkauft sind, fliegt der komplett aus dem Programm.
Das bissl Material was der 3P Lader mehr kostet....leute, ihr kauf Euch da sauteure Autos mit allem Schnickischnacki an Assistenssystemfirlefanz und haste nicht gesehen, aber das eine Extra, was mal wirklich was bringt, das ist so böse teuer?

SL4E hat geschrieben:
Ja und das ist mit einem 22kW Lader besser? Was machst du die 2,5h mit einem R90 wenn du alle 2-3 Tage laden musst?

Also ich hab das erste Jahr den Q210 fast nur öffentlich geladen und kam da oft mit 1x in der Woche hin. Beim R90 wären es dann alle 1,5-2 Wochen.
Und was hab ich da gemacht....jo, immer beim Einkaufen hab ich halt Strom für ein paar Tage mitgenommen, hab geladen während ich im Schwimmbad war oder mit meiner Frau spazieren. Manchmal hab ich beim Laden auch ein Buch gelesen.
Wenn das mit 22kWh klappt, wird es mit 41kWh ja wohl erst recht klappen.
Eins kann ich Dir aber mit Sicherheit sagen - ohne den 3P Lader wäre ich komplett aufgeschmissen gewesen, bzw wäre es bald wieder, weil ich vielleicht wegen Bauarbeiten für 5 Monate meinen Parkplatz mit Steckdose verliere und ausschließlich öffentlich laden muss.

Das ändert matürlich nichts daran, dass 22kW für Touren deutlich zu langsam ist. Aber warum denn nicht 22kW AC UND CCS?
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon Joe-Hotzi » Di 7. Feb 2017, 16:16

AndiH hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Wir denken Deinen 50kW-Gleichstromlade-Ansatz konsequent zu Ende:
Du unterschlägst wieder generös das im Orginal steht "wer nicht daheim laden kann".

Im Gegenteil!
Genau um die geht es doch! Kann ich daheim laden und habe einen Akku >30kWh kann ich recht gut damit leben, wenn die Urlaubsfahrt mit CCS dann halt etwas teurer wird. Dass der Wunschtraum "nur CCS" nicht durchsetzbar ist, hoffe ich doch stark.

AndiH hat geschrieben:
Da es doch deutlich mehr als ein Kleine Minderheit ist die zuhause laden kann, wird es AC Lader weiterhin geben müssen wenn man nicht die Hälfte des Marktes verlieren will. Ob diese Leute dann einen schnellen teuren AC Lader wollen oder mit einem langsamen Lader und CCS als Notlösung für unterwegs zufrieden sind sollte man diesen Leuten selbst überlassen.

So ist es. Hoffentlich wird mir diese Wahl auch tatsächlich überlassen ...

AndiH hat geschrieben:
Für eine große Menge an E-Autos wird es sich kaum vermeiden lassen das im Alltag so langsam wie möglich/nötig geladen wird und für unterwegs aus Komfortgründen so schnell wie möglich. Die Nische für das "dazwischen" ist vorhanden aber sicher nicht als "Standard" geeignet.

Natürlich darfst Du den Alltag anders sehen als ich. Hoffentlich baut man dann auch die Millionen Ladestellen für die 3,6kW "Schnarchlader".
Zuletzt geändert von Joe-Hotzi am Di 7. Feb 2017, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon Joe-Hotzi » Di 7. Feb 2017, 16:40

SL4E hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
- Du fährst wieder zum Laden ohne die Zeit sinnvoll verbringen zu können!
Ja und das ist mit einem 22kW Lader besser? Was machst du die 2,5h mit einem R90 wenn du alle 2-3 Tage laden musst? Im Aldi mit der Kassiererin plauschen?

Kann es sein, dass Du noch kein E-Auto fährst?
Ja, mit einem 22kW-Lader ist es besser und vor allem praxisgerecht! Denn die Ladesäulen stehen dort, wo ich parken muss während meiner Besorgungen. Da muss ich nicht 2,5h warten. Ich ziehe einfach das Kabel ab nach 20-30min, wenn ich wiederkomme ...
Der Akku muss doch nicht voll werden - oder willst Du danach >200km gfahren? Dann reicht es zumindest bis zum CCS-Lader und da geht es dann schnell mit Laden und auf die Autobahn ...

Natürlich braucht es schnelle Gleichstromladung für die Langstrecke! Auch eine Zoe mit CCS ist ja wohl angekündigt. Aber dass dieser "Spaß" dann etwas teurer wird, ist ja nun kein Geheimnis und hat ja mit "Laden im Alltag" nur am Rande zu tun.

Ich kenne Deinen Anfahrtsweg zur 22kW-Ladesäule nicht. I.d.R. soll diese Ladestruktur in wenigen Kilometern Abstand in den urbanen Siedlungsräumen entstehen - dort, wo ich etwas zu erledigen habe. Wenn ich da 30min während des Einkaufes mit 22kW lade, sind das ca. 11kWh und somit Strecke für über 50km ... Wenn ich dann noch mal ins Kino gehe, oder mein Auto im Parkhaus oder an eine andere Ladesäule anschließe, ist der Akku plötzlich voll. Habe ich einen Akku mit >30kWh, muss ich ja wohl nicht immer vollladen bei üblichen Fahrstrecken /Tag <50km.

Karlsson hat geschrieben:
Und was hab ich da gemacht....jo, immer beim Einkaufen hab ich halt Strom für ein paar Tage mitgenommen, hab geladen während ich im Schwimmbad war oder mit meiner Frau spazieren.

Das scheint jemand mit praktischer Erfahrung zu sein ...

SL4E hat geschrieben:
Entweder das Auto fährt oder es steht (meist >22h pro Tag). Wenn es steht dann lädt es und da kann es langsam laden.

Kann es - wenn genügend Ladestellen für die 3,6kW-Schnarchlader vorhanden sind bei 15Mio. Kleinwagen und >40Mio. PKW gesamt. Lustig, wenn sich dann die Parkgebühren summieren.

SL4E hat geschrieben:
Wenn man nicht laden kann während der Standzeit muss man sich was zum Laden suchen und da muss es dann schnell gehen. Ergo ist 22kW für solche Leute zu langsam. Kosten und Infrastruktur jetzt mal außen vor gelassen. Alles andere ist nicht Praxisgerecht.

:lol: . :lol: . :lol: Entschuldige, dass ich mehr an praktisch umsetzbare Lösungen dachte.

Die praktisch umsetzbaren Lösungen halte ich für praxisgerechter, als den unerfüllbaren Wunsch, CCS-Schnelllader an ausreichend Stellen in den Städten und zu niedrigen Kosten zu installieren. Wer soll es bezahlen? Die Autobauer sind doch froh, dass sie die Kosten für die 22kW-Bordlader sparen können ...
Wenn es der Energieversorger macht und dann >1€/kWh an CCS verlangen will - wie viele werden das Angebot wohl nutzen, wenn es noch Typ2-Steckdosen gibt?

Also bspw.:
Laden während der üblichen Standzeiten während Besorgungen und Termine mit 22kW. Dann die Ladestelle räumen für den nächsten - wie halt schon immer bei öffentlichen (oft kostenpflichtigen) Parkplätzen.
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon SL4E » Di 7. Feb 2017, 17:02

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Kann es sein, dass Du noch kein E-Auto fährst?


Ich fahre sogar 2 davon.

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Ja, mit einem 22kW-Lader ist es besser und vor allem praxisgerecht! Denn die Ladesäulen stehen dort, wo ich parken muss während meiner Besorgungen. Da muss ich nicht 2,5h warten. Ich ziehe einfach das Kabel ab nach 20-30min, wenn ich wiederkomme ...


Solche Lademöglichkeiten gibt es hier nicht. Hier stehen Lader an regulären Parkplätzen ohne Einkaufsmöglichkeiten. Deine Strategie würde hier also nicht funktionieren. Es gibt nur eine Ladestation am Kinokomplex, meist belegt und alle 2-3 Tage ins Kino gehen ist auf dauer doch etwas teurer wie eine 50kW CCS Ladung.
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon wp-qwertz » Di 7. Feb 2017, 17:23

switch off:
(es vergeht auch kein halbjahr ohne diese art von diskaussion, was ?! :D pro/contra ac/dc und leistung...)
switch on:
der nächste bitte...
werde naturstrom.de kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den wechselbonus.
- Zoe 13.02.2015 - 30.12.2016.
- MX 60er bestellt am 05.09.2016. Ab dem 30.12.2016 unserer.
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon Karlsson » Di 7. Feb 2017, 20:36

Na Du hast leicht reden, wo Du aus dem E-mobilen Himmelreich runter auf uns minderbefähigte Ottonormallader schaust :lol:
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon wp-qwertz » Di 7. Feb 2017, 20:46

na, na, na - immerhin bin ich 22 monate DEN (noch) tesla-volksaagen gefahren (zoe :D) und weiß recht gut, dass ich das hier:

Karlsson hat geschrieben:
Meine Thesen:
...
- 22kW sind für zuhause eine gute Leistung, um flexibel zu sein. Die Masse wird keine 3,7kW Schnarcherei tolerieren.
- 22kW sind für Touren viel zu wenig und 43kW immer noch. Echte Verbrenner Alternativen sollten mit 100kW aufwärts [...] laden können.


so ziemlich unterstüzen kann.
gerade mit meinem tesla ohne doppellade, ist es eine echte qual geworden, gerade im winter außerhalb an 22kW dosen zu stehen und nur 11 kw zu bekommen - wenn überhaupt, bei meinen vielen wirklichen kurzstrecken :D
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon Joe-Hotzi » Do 9. Feb 2017, 08:31

SL4E hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Kann es sein, dass Du noch kein E-Auto fährst?
Ich fahre sogar 2 davon.

Mmmm, einer scheint ein eGolf von VW zu sein, sogar mit AHK per Einzelabnahme (freigegeben bis 600kg ungebremst sowie 1000kg gebremst und 75kg Stützlast) - Glückwunsch! Da solltest Du mal ausführlich über die Erfahrungen berichten, denn die fehlende AHK und der 3,6kW Schnarchlader hat den eGolf bei mir aus dem Rennen geschmissen.
Derzeit 3,6kW Schnarchladung bei VW und aufpreispflichtiges CCS. Damit kann man durchaus glücklich werden, wenn man sicher daheim laden kann und keine längeren Strecken fährt. Scheint bei Dir zuzutreffen. Denn CCS ist nicht flächendeckend verfügbar und geht wohl auch tüchtig ins Geld.
Na, zumindest zweiphasig mit 7,2kW hat VW ja wohl angekündigt.

Und was ist das andere für ein Auto? Hast Du den iMiEV noch? Der hatte auch nur 3,6kW + ChaDeMo.
Hast Du die Vorteile einer Drehstromladung überhaupt schon einmal kennengelernt?

SL4E hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Ja, mit einem 22kW-Lader ... stehen dort, wo ich parken muss während meiner Besorgungen. Da muss ich nicht 2,5h warten. Ich ziehe einfach das Kabel ab nach 20-30min, wenn ich wiederkomme ...
Solche Lademöglichkeiten gibt es hier nicht. Hier stehen Lader an regulären Parkplätzen ohne Einkaufsmöglichkeiten. ...

Da ergeben sich für mich zwei Fragen:
* Was sind das für reguläre Parkplätze, wenn dort im Umkreiss "nichts los" ist?
* Was ist wohl schneller auszubauen: Drehstromladestellen an sinnvollen (Park-)Orten oder teure CCS-Schnelllader?

Ich finde die Aussicht, als Laternenparker (das ist der Alltag für viele Nutzer) zum CCS-Lader an der Autobahn fahren und dort ca. 30min warten zu müssen jedenfalls nicht als besonders attraktiv. Da geht neben der Zeit ja auch schon wieder Strecke verloren.

Dazu soll ich dann noch höheren Anschaffungspreis und geringere Reichweite in Kauf nehemen? Wo ist dann doch gleich der Vorteil "für mich" gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor?!?

Das Laden im Alltag muss problemlos und kostengünstig sein - das ist ein Argument für den Umstieg. Das Schnellladen im Urlaub darf dann auch gern etwas mehr kosten.
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Re: Laden im Alltag

Beitragvon Joe-Hotzi » Do 9. Feb 2017, 08:33

wp-qwertz hat geschrieben:
... gerade mit meinem tesla ohne doppellade, ist es eine echte qual geworden, gerade im winter außerhalb an 22kW dosen zu stehen und nur 11 kw zu bekommen - wenn überhaupt, bei meinen vielen wirklichen kurzstrecken :D

Kann ich nachfühlen. Kann beim Stromos auch nur 10kW Drehstrom ... :roll:
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