Elektroautos sind zu teuer?

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 23. Okt 2015, 13:19

Wald ist für mich wichtig und ich fühl mich dort wohl. Mehr weiß ich nicht, das genügt mir aber.
Der Link zum Wüstenkraftwerk find ich toll, ist nur gerade mal 6 Jahre alt. Die Leitungen durch Spanien werden schon gebaut, aber für Frankreich. Deutschland braucht das scheinbar nicht... Übrings: so eine Strom-Pipeline (Hochtemperatur Supra Leitung, gerade mal -120°C) ist nicht viel teurer als eine Öl-Pipeline (weil die Trasse und die Erdbewegungen am meisten Kosten, nicht das Material) , und hat einen besseren Wirkungsgrad... (Weil die Ölpipeline zum Pumpen das eigene Öl verbraucht statt Strom...)
Auch ist das Kraftwerk viel billiger als eine PV, weil eigentlich nur Dampf erzeugt wird, also mittels Spiegel aufgekocht. Der Wirkungsgrad pro Fläche ist zwar schlechter als Biodiesel, aber was soll's, die Fläche kostet nix. Ich finde diese Ideen toll. Auch kann man Dampf auf Vorrat erzeugen und so durch die Nacht durch erzeugen...
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Karlsson » Fr 23. Okt 2015, 13:31

me68 hat geschrieben:
Ich dachte eigentlich an einen konkreten Vergleich für meine Excel-Tabelle mit der grafischen Aufbereitung der Gesamtkostenrechnung. Corsa vs. Zoe oder so.

Ja, kann ich mal machen.

me68 hat geschrieben:
Würde mich interessieren auf welche km-Kosten Du mit dem Corsa gekommen bist.

Der Corsa lag ungefähr bei 20 Cent/km in 8 Jahren und etwas über 160tkm.
Gekauft als 3-jähriger mit 20tkm zum halben Listenpreis. Wurde bis zum Schluss Checkheft gepflegt und war ein "ordentliches Auto", wo alles funktioniert.
Das konnte ich von meinem Golf 3 Variant vorher nicht behaupten und lag da wohl...ich meine es lag mehr bei 25 Cent. Der Corsa war dabei vom Standard aber viel besser.

Ich bereite das noch mal auf. Aber nicht unbedingt heute oder die nächsten 3 Tage.

me68 hat geschrieben:
Vergiss die ollen 3-Phasen Lader - CHAdeMO rules

Ne, ich will zb demnächst zum Stammtisch meiner Exkollegen, wo ich so 180km fahren werde - und Chademo kannste in der sehr ländlich geprägten Gegend zB völlig knicken. 22kW Typ 2 ist dort das einzig sinnvoll verfügbare.

AbRiNgOi hat geschrieben:
Das Verbrennen von was auch immer geht mit einem sehr guten Wirkungsgrad.

Das Erzeugen von "was auch immer" aber nicht. Solarzellen sind da deutlich effektiver als Biomasse bildende Pflanzen.

villus hat geschrieben:
AHK=Kangoo!

- beschränkte Anhängelast (mein Kumpel, der oft Holz aus dem Wald holt, würde gerne mehr als die bei seinem Passat zulässigen 1,6Tonnen ziehen)
- beschränkte Optik
- beschränkte Lademöglichkeiten
- beschränkte Reichweite

=> Der Punkt AHK wird auch nicht "richtig" abgehakt, dafür hat man aber nen Sack voll neuer "Probleme".

Klebaer hat geschrieben:
PS: Ein Wald für die Holzproduktion kann man mit Maismonokulturen gleichsetzten!!!!! Nur weil da Bäume rumstehen, bedeutet es nicht das es dort der Natur gut geht.

Das kann so sein, muss es aber nicht.

Klebaer hat geschrieben:
Mit einpaar Milliärden wäre das wahrscheinlich möglich.

Den Invest aufzubringen. Am Ende kommt das doch nicht teurer als konventionelle Energie.

Fremont hat geschrieben:
So einfach ist es leider nicht.
http://www.welt.de/wirtschaft/article39 ... ringt.html
VG und schönes We.

Das Projekt ist nicht an der Technik gescheitert. Und trotzdem geht in Marokko zur Zeit einiges in Betrieb, bloß halt nicht durch Desertec.
Der Gedanke war gut und wir werden da noch einiges sehen. Sie sind es nur halt falsch angegangen.
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Karlsson » Fr 23. Okt 2015, 13:33

AbRiNgOi hat geschrieben:
Auch kann man Dampf auf Vorrat erzeugen und so durch die Nacht durch erzeugen...

Ja, 24 Stunden am Tag Strom sind möglich und man kann auf Lastspitzen sehr flexibel reagieren.
Die zur Zeit entstehenden Anlagen sollen aber Marokko mit Strom und nicht uns mit Wasserstoff oder Strom versorgen.
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon JoDa » Fr 23. Okt 2015, 16:46

JoDa hat geschrieben:
Elektroautos sind zu teuer.
Biodiesel, Ethanol und Biogas aus der europäischen Lebensmittelüberproduktion führen zum Welthunger.

Am Besten wir fahren mit Diesel und Benzin weiter :wand:

Das war ironisch gemeint!!! Bin schockiert, dass einige zugestimmt haben. :shock:

Wie ich hier schon ausführlich erläutert habe sind Elektroautos nicht zu teuer!

Auch bin ich für den Einsatz von lokaler Lebensmittelüberproduktion zur lokalen Produktion und Verwertung von Biotreibstoffen. (Egal ob Raps in Österreich, Mais in den USA, oder Zuckerrohr in Brasilien). Damit bleibt die Wertschöpfung beim Produzenten.
Selbst wenn die Weltmarktpreise für Lebensmittel gleich Null wären, würde sich am Hunger nichts ändern, weil sich dann die Entwicklungsländer den Transport immer noch nicht leisten könnten. Die Hungersnöte in der Welt entstehen nicht weil es global zu wenig Lebensmittel gibt, sondern weil die reichen Länder kein Interesse daran haben für eine gerechte Verteilung zu sorgen.

Es freut mich daher, wenn jemand von Benzin/Diesel auf Biogas/Biodiesel umsteigt!
Selbstverständlich gibt es immer eine noch bessere Lösung. So braucht man z.B. weniger Antriebsenergie pro Fahrgast für einen E-Zug als für ein Elektroauto.
Und wenn in Zukunft mehr Leute von zu Hause aus arbeiten, gibt es sowieso weniger Verkehr.
(Ich meine den Straßenverkehr ;) ).
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Alex1 » Fr 23. Okt 2015, 20:49

AbRiNgOi hat geschrieben:
Erste Aussage ja, zweite nein. Warum? Weil es wichtig ist zu sehen mit welchen Wirkungsgrad wird hier weitergearbeitet.
Zuallererst ist der Wirkungsgrad auf der Fläche wichtig. Und der ist eben bei Solarzellen 20-mal besser als auch bei Holz.
Wenn man den Biotreibstoff nimmt um die Sonnenenergie auf die Räder zu bekommen, ist der Wirkungsgrad sau schlecht, und daher reine Verschwendung.
Er wird aber auch nicht besser, wenn man das Biomaterial nur verfeuert, um niederwertige Energie (Wärme ist die niedrigste Form von Energie) herzustellen. Wenn schon, dann sollte man das Holz (aber eben auch nur Abfälle) in einem Heizkraftwerk verbrennen, dann kommt auch noch hochwertige Energie (Strom) raus, und der Ertrag an Wärme sinkt kaum.
Auch weil die Fläche gut für zum Beispiel Lebensmittel geeignet ist (Richtige Tempertatur, Wasser, Infrasturktur usw).
Ja eben.
Das Holz aber verbrennen mit einem guten Wirkungsgrad und der Wald ist notwendig, wegen Lawinen, Feuchtigkeitshaushalt, Muren etz. Die Fläche also nicht anders nutzbar. (Nachhaltigkeit unbedingt beachten, also richtiges Aufforsten).
Wenn ich gar nichts fälle, brauch ich keine Aufforstung. Gerade die Bannwälder brauchen mW überhaupt keine Fällungen und damit nur Aufforstung, wenn besondere Ereignisse auftreten (Sturmschäden, Erdrutsch etc). Der Holzschnitt ist mW auch überhaupt nicht für die Erhaltung des Waldes nötig, sondern nur für den Profit (Holzplantage). Wälder, denen Holz entnommen wird, sind prinzipiell nicht so ökologisch wertvoll wie in Ruhe gelassene Wälder. Es geht dabei rein ums Geld.
Die PV ist nun genial, weil Flächen verwendet werden können, welche nicht für die Landwirtschaft gebraucht werden (Fasaden, Dächer, Wüstengebiete...) und weil es einen guten Wirkungsgrad hat. Daher habe ich mich für ein Elektroauto entschieden.
Meine Rede :mrgreen:
Holzheizung ist mir noch zu umständlich.
Das sollte auch so bleiben :mrgreen: Holzheizung ist nur für ganz kleine Nischen interessant. Das Holz für die Pellets wird ja bekanntermaßen längst nicht mehr aus D geholt, sondern die Polen und Tschechen ölündern ihre Wälder für uns :roll:
Eher etwas Elektrisches mit Wärmepumpe, mal sehen.
Genau. Oder gleich ein Passiv- oder gar Aktivhaus :mrgreen:

Upps, schon wieder ins OffTopic gerutscht :oops:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon me68 » Do 31. Dez 2015, 14:19

Hallo!

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Alex1 » Do 31. Dez 2015, 15:21

Geht doch :mrgreen:
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