Elektroautos sind zu teuer?

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon me68 » Mi 14. Okt 2015, 03:14

AlexDD hat geschrieben:
Hallo Martin, gibt's das Excel Sheet irgendwo zum selber rechnen?


Hallo Alex!

Zur Zeit nur auf meinem Rechner, da es in Zusammenarbeit mit einem ehemalige, lieben Arbeitskollegen entstanden ist. Ich muss noch sein Einverständnis einholen, bevor ich das weitergeben kann.

Martin
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon me68 » Mi 14. Okt 2015, 03:21

Karlsson hat geschrieben:
Du hast da sehr hohe Steuern angenommen, die es in Deutschland so nicht gibt. Auch rechnest Du mit 19Cent/kWh. Zuhause habe ich aber 29 Cent/kWh.
Bei der Auflistung Deines Drilling scheinen mir auch einige Posten zu fehlen, die ich einrechne. Also Autowäsche, Zubehör, Reifen und Ersatzteile wie Wischenblätter etc. Das scheint in Deinen Werkstattkosten nicht drin zu sein, weil zu niedrig.
Du kannst so natürlich rechnen, ich kann es nur so nicht mit meiner Rechnung vergleichen, weil ich halt wirklich alles berücksichtige.

Hallo!

Die Beispiel sind für Österreich gerechnet. Da ist die Kfz-Steuer leistungsabhängig. PS-Protze werden entsprechend zur Kasse gebeten. Strom ist in Österreich auch billiger als in Deutschland, ich weiß.

Die Beispiele sind allgemein gehalten. Da macht es m.M. keinen Sinn allgemeine Posten mitaufzunehmen, die bei beiden Fahrzeugen gleich sind. Ich lade Dich aber gerne ein mir ein paar Zahlen zu nennen, um einen ganz individuellen Vergleich zu rechnen.

So kann man auch bei gleichwertigen Fahrzeugen vom gleichen Reifenverschleiss ausgehen - ist auch nicht drinnen.

Die Beispiel sollen in erster Linie die Unterschiede aufzeigen. Wenn dann jemand für sich eine konkrete Berechnung haben möchte: gerne - die Werte sind alle einstellbar. Inflation, Preissteigerung von Strom, Preissteigerung von Benzin/Diesel sind genauso Parameter, wie die Jahreskilometerleistung oder der Normverbrauch eines Wagens. Statt dem Normverbrauch kann man auch einen Realverbrauch einsetzen. Detto bei den CO2-Emissionen. NOx kommt allerdings nicht vor in der Kalkulation ;-)


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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon me68 » Mi 14. Okt 2015, 03:47

Karlsson hat geschrieben:
Bei der Auflistung Deines Drilling scheinen mir auch einige Posten zu fehlen, die ich einrechne. Also Autowäsche, Zubehör, Reifen und Ersatzteile wie Wischenblätter etc.


Hallo!

Das ist alles drinn, bis auf Autowäsche - nehmen wir für die letzten drei Jahre so 4 pro Jahr a €8,- dazu ... dann habe ich €96,- unterschlagen. An Zubehör habe ich mir ein Thermometer mit Funk-Aussentemperaturfühler um €20,- gegönnt, da der C-Zero keine Temperaturanzeige hat. Ein grosser Posten fehlt allerdings tatsächlich - Asche über mein Haupt: das Nexus 7 Tablet samt Halterung für caniOn, der OBDLink MX und der USB-Anschluss für den 12V-Zigarettenanzünder für das Tablet - da muss ich erst die Rechnungen suchen.

Ich hab jetzt noch die Kilometerkosten ergänzt zum besseren Vergleich:

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In der Spalte Sonstiges sind im ersten Jahr die Winterreifen drinnen und heuer die getauschte Zelle 23. Wischerblätter sind noch original. Werkstätte ist auch voll enthalten. Heuer war das der TÜV.

Martin
Zuletzt geändert von me68 am Do 15. Okt 2015, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon me68 » Do 15. Okt 2015, 03:14

Hallo!

soho hat geschrieben:
Als 48 Quardartmeter PV + Hausspeicher. Mit 8kWh kann man dann so 60km elektrisch im Sommer fahren?

Nein. Schau Dir bitte nochmal den Unterschied zwischen kW und kWh an.

Eine PV-Anlage mit 1kWp hat eine Leistung von 1kW. Sprich wenn die Sonne scheint erzeugt diese in einer Stunde 1kWh, in zwei Stunden sind es dann 2kWh, usw. Arbeit bzw. Energie = Leistung * Zeit.

Für die 8kWh reicht im Sommer eine PV-Anlage mit 1kWp. Das wären dann 4 PV-Module.

So eine Anlage hat sich Frank Farenski einfach auf sein Balkongeländer gehängt, fix fertig zum Einstöpseln an die Schuko. Ich hab jetzt leider auf die Schnelle die Videosequenz nicht gefunden, aber bei der Fülle an Videos, sieht man mir das vielleicht nach. In einer Sendung stellt er so eine "Ein-Modul-Mini-PV-Anlage für den Balkon" nochmal vor: https://youtu.be/HOaVDAx6Mss?t=1h41m35s.

Der Youtube-Kanal "Leben mit der Energiewende" ist übrigens sehr empfehlenswert. Die Idee "packen wir's an und machen wir was - jeder kann was tun, viele kleine Schritte läppern sich".

soho hat geschrieben:
Und ich bleibe dabei. Wenn man ein CNG-Fahrzeug fährt, ist das E-Car zwar im Strommix defnitiv nicht sauberer.
> Kohle.

Und ich bleibe dabei: die Erde ist eine Scheibe.

Merkst Du was? Ohne seriöse Quellenangaben kommen wir bei dieser Dikussion nicht weiter.

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Ollinord » Do 15. Okt 2015, 07:37

Mal wieder zum Thema, vielleicht werden sie ja nun wirklich billiger...
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon me68 » Do 15. Okt 2015, 20:05

Hallo!

Ergänzung um Zubehör und Pflege:

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon AlexDD » Do 15. Okt 2015, 20:09

me68 hat geschrieben:
Zur Zeit nur auf meinem Rechner, da es in Zusammenarbeit mit einem ehemalige, lieben Arbeitskollegen entstanden ist. Ich muss noch sein Einverständnis einholen, bevor ich das weitergeben kann.
Martin

Das wäre prima! Das sieht optisch ganz nett aus und die Ergebnisse decken sich ganz gut mit meinen eigenen Berechnungen. Prinzipiell ist das alles ja kein Hexenwerk, es ist aber immer hilfreich, wenn ein paar mehr Leute über den Rechenweg geschaut haben. Das ist einfach glaubwürdiger...

Alex.
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Karlsson » So 18. Okt 2015, 14:18

me68 hat geschrieben:
Ich lade Dich aber gerne ein mir ein paar Zahlen zu nennen, um einen ganz individuellen Vergleich zu rechnen.

Muss ich erst aufbereiten.
Ich schreibe halt jeden Cent auf und gebe dabei auch Kategorie und Unterkategorie an. Wenn ich dann in der Jahresbilanz danach filtere, ist unter der Unterkategorie "Auto/Reparatur" eben nicht nur die Jahreswartung, sondern auch noch sämtlicher Klöterkram.
Wollte das demnächst aber noch mal ordnen und dann schauen.
Interessant sind da natürlich Verbrenner spezifische Reparaturen. Da fallen mir auf anhieb 3000€ für den Corsa ein. Aber eine neue Lichthöhenverstellung, 2x neues Radlager, 2x Achsaufhängung mit Stabihebel, Handbremsseilzug mit Kleinkram (sind auch 125€)... das kann beim E-Auto halt genauso sein.

Dein Drilling könnte aber sicherlich günstig fahren, da halt nicht so teuer in der Anschaffung und keine Akkumiete. Mich schreckt halt der extrem hohe Akkupreis ab, auch wenn ich ja mitbekommen hab, dass da auch schon mal was für kleines Geld repariert werden kann (einzelne Zelle). Aber das muss man auch organisieren. Ist beim Ampera im Prinzip dasselbe, nur ist der Einstiegspreis da noch höher und die Technik viel komplexer.
Beim Drilling kann ich mich aber halt auch einfach nicht mit der Optik anfreunden und mir war der 3-Phasen Lader wichtig. Von daher ist es für mich einfach keine Option.
Und günstige E-Autos gibt es sonst halt auch kaum. Ich habe meinen Zoe zwar billig geschossen, aber dafür auch Folgekosten (die durch den niedrigen Preis für mich zähneknirschend ok sind).
In der Preisliga darüber kommt dann der Leaf mit 2011er/2012er Modellen...aber sobald es Richtung BMW, VW, Kia...geht, gehts mit den Preisen halt schon kräftig bergauf.
Also wenn man 12.000€ zur Verfügung hat, ist die Auswahl schon extremst klein.
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon JoDa » So 18. Okt 2015, 20:10

Elektroautos sind zu teuer?

Im Lei"d"markt Deutschland möglicherweise, in Norwegen sicher nicht ;)
Die Lage in Österreich habe ich für meinen Renault ZOE nachfolgend analysiert:
renault-zoe-allgemeines/zoe-in-oesterreich-guenstiger-als-verbrenner-t10918.html

Hat man mit der geringeren Reichweite kein Problem, so scheinen mir gebrauchte Elektroautos preislich sehr attraktiv.
Einerseits werden Gebrauchte sehr günstig angeboten, weil die neuen Modelle eine größere Reichweite haben.
Andererseits scheinen die Li-Ionen-Akkus eine höhere Lebenserwartung zu haben als anfänglich erwartet.

Preistreiber sind immer noch die geringen Stückzahlen der E-Autos.
Der Antriebsstrang eines E-Autos ist günstiger, und die Li-Ionen-Akku Preise sind mittlerweile (wegen der Überkapazitäten der neuen Akku-Fabriken) auf einem nicht kostendeckendem Niveau. Beim weltweit meistverkauften Elektroauto dem Nissan Leaf beträgt der Endkundenpreis für den 30kWh-Akku nur mehr 6000€ inkl. USt., also 170€ exkl. USt./kWh. Die Akkus der ab 2017 in Betrieb gehenden Teslas Gigafactory werden die Preise wohl weiter drücken.

Problem des global schleppenden Verkaufs der Elektroautos ist jedoch nicht der Preis!
Dazu muss man bedenken, dass Autos (egal ob Verbrenner oder Elektro) nicht vernünftig sind. ;)
Währen die Leute vernünftig würden sie in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, und am Land mit dem Fahrrad oder Motorrad (bzw. mit dem E-Fahrrad oder E-Motorrad). In den seltenen Fällen in denen man ein Auto braucht, könnte man dieses Leihen oder sich eines Teilen.
Stattdessen kaufen die Leute weltweit Autos als Statussymbol.
E-Autos als Kleinwaagen für die Stadt mussten daher scheitern. (Auch wegen der fehlenden öffentlichen Ladeinfrastruktur.)
Tesla hat dies erkannt und bewirbt sein Auto als Statussymbol. (Ruckfreie, lautlose Beschleunigung von 0-100km/h in 4s, Vorne- und hinten Kofferraum, Touchscreen-Bedienung, Assistenzsysteme, Allrad, ... ). Durch den hohen Preis des Teslas kann auch ein großer Akku eingebaut werden, wodurch auch die Reichweite genügend hoch ist.
Auch ich habe mittlerweile aufgegeben Elektroautos mit vernünftigen Argumenten (Umweltschutz, Gesamtkosten, ...) zu bewerben. Stattdessen werbe ich, wenn nicht mehr Zeit bleibt, mit dem Satz: "Elektroautos sind so gut, die kann sich noch nicht jeder leisten."
Renault ZOE Intense - Neptun grau - seit 9/2014
Bild (inkl. Ladeverluste)
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon villus » Mo 19. Okt 2015, 00:17

Hallo,

wenn ich eine kurze "Berechnung" mache mit zwei Fahrzeugen, die in etwa den gleichen CO² ausstoß haben:

http://www.dena.de/publikationen/verkeh ... itaet.html

Seite 8

Erdgas Caddy Verbrauch ca.5kg/100km mit Bio Erdgas betankt (5x1,19=5,95€)

Kangoo ZE Verbrauch ca. 18kwh/100km mit Schönauer Strom betankt (18x0,26=4,26€)

Da kommt der Kangoo auf den Ersten Blick nicht schlecht weg, nur das ich für die 85€ Batteriemiete mit dem Caddy schon 1700km gefahren bin...

Soll heißen bei meinen 20000km/Jahr hat der Kangoo nur auf die Spritkosten gerechnet schon 1000€ Rückstand.

Das holt er nie wieder auf, auch wenn der unterhalt noch so billig ist.

Trotzdem würde ich, wenn genügend Geld da wäre, gerne einen als 2. Fahrzeug haben, und nicht nur einen "Dinosaurier" wie den Caddy

Gruß
villus
 
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