Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

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Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

Beitragvon max601 » Sa 27. Jan 2018, 23:07

Hallo!

Bei meinen Überlegungen zum Thema Elektroauto denke ich oft über eine längere Haltedauer des Fahrzeugs nach. Fakt ist, dass die gängigen Akkus im Laufe der Zeit (in unterschiedlichem Maße) an Kapazität verlieren. Außerdem gibt es stetig neue Entwicklungen im Akkusegment. Wo 2013 unter dem BMW i3 nur Platz für 22kWh waren, passen heute 33 kWh hin, bald vielleicht sogar mehr.

Wenn es um das wichtigste Ersatzteil eines bestimmten Fahrzeugs geht, will ich in der Zukunft nicht vom Goodwill der Hersteller abhängig sein. (siehe BMW Retrofit Programm oder Renaults Akkumietpflicht)

Gibt es Entwicklungen in Sachen herstellerunabhängiger Akkus? Wird es da in Zukunft etwas zu kaufen geben?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Beste Grüße

Max :clap:
Noch ohne BEV, muss sparen. :roll:
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Beitragvon BrabusBB » Sa 27. Jan 2018, 23:31

Habe noch nichts konkretes gehört.
Aber man denkt darüber nach:
renault-zoe-batterie-reichweite/ersatzbatterie-als-nachbau-t29069.html
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Re: Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

Beitragvon Themse » Sa 27. Jan 2018, 23:39

Ich würde dazu meinen, dass der Markt noch deutlich zu klein ist.

Als die Firma Kreissel ihre ersten Umbauten der Öffentlickeit vorstellte, haben viele gehofft,
dass dort in Zukunft die besseren Akkus für bestehende Elektroautos gebaut würden.

Dies hat sich aber leider als Trugschluß herausgestellt :-(

Nicht jeder heißt eben Schwarzenegger und hat dessen finanzielle Ausstattung.

Ich denke, wenn sich die Elektroauto-Neuzulassungen weiter so entwickeln,
werden wir in ein paar Jahren auch solche Ersatzakkuanbieter sehen.

Aber heute ist man ja schon froh, wenn man eine Werkstatt findet,
die sich für Elektroautos interessiert und sich dazu auch auskennt.

Elektromobilität ist eben doch noch eine Nische und für viele Autowerkstätten ein Angstfeind :shock:
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Re: Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

Beitragvon Schwarzwald-Stromer » Sa 27. Jan 2018, 23:50

Solange die meisten E-Fahrzeuge noch Garantie auf ihren Akkus haben wird sich eher kein Angebot entwickeln. Wir kennen das schon von Fahrzeugen aus der Verbrenner-Szene. Selbst bei Volumenautos dauert es einige Jahre bis freie Teileanbieter einsteigen.
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Re: Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

Beitragvon HubertB » Sa 27. Jan 2018, 23:51

Dazu kommt noch dass die Hersteller das zu verhindern suchen. Die Steuergeräte werden so codiert dass ein Austausch möglichst schwierig wird. Zudem könnte es passieren dass die Betriebserlaubnis erlischt. Es muss also mindestens eine ABE erlangt werden.
Das macht die Sache so aufwändig dass es nur bei beträchtlichen Stückzahlen funktionieren kann.
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Re: Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

Beitragvon Solarstromer » So 28. Jan 2018, 00:06

max601 hat geschrieben:
Gibt es Entwicklungen in Sachen herstellerunabhängiger Akkus?


Es gibt von den Abmessungen her genormte Zellen nach DIN 91252:
http://www.e-mob-lernwelt-berlin.org/as ... lt_IPK.pdf (Seite 11)

Ich meine der e-Golf und e-Up verwenden den Typ PHEV-2 und der i3 BEV-2. Für einen Tausch der Originalzellen müsste man ggf. die Config des BMS anpassen, da sich die elektrischen Daten auch ggf. ändern.

Die Automobilindustrie dürfte ein ureigenes Interesse haben keine proprietären Zellen zu verbauen, denn schließlich muss sie auch eine Ersatzteilversorung sicherstellen. Eine Einlagerung der Batterien inklusive den erforderlichen Erhaltungsladungen wie bei der eingestellten Zellproduktion für den Smart ED Gen. 3 ist vermutlich nicht wirklich ein gangbarer Weg sondern eher sowas wie ein Supergau.
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Re: Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

Beitragvon BrabusBB » So 28. Jan 2018, 20:01

Themse hat geschrieben:
Als die Firma Kreissel ihre ersten Umbauten der Öffentlickeit vorstellte, haben viele gehofft,
dass dort in Zukunft die besseren Akkus für bestehende Elektroautos gebaut würden.
Dies hat sich aber leider als Trugschluß herausgestellt :-(

Auf Kreisel habe ich auch gehofft - die haben wohl schon für Smart und VW gearbeitet und können demnach wohl auch BMS und Fahrzeugsoftware anpassen.

Die Reichweite mit neuen Akkus zu pimpen könnte heute schon ein Markt sein - Renault macht es mit seinem Akku-Upgrade ja vor. Die doppelte Reichweite in meinem Smart wäre mir auch einen mittleren vierstelligen Betrag wert.
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Re: Akkus von Drittanbietern - Gibt es da schon was?

Beitragvon Helfried » So 28. Jan 2018, 20:08

Solarstromer hat geschrieben:
Die Automobilindustrie dürfte ein ureigenes Interesse haben keine proprietären Zellen zu verbauen


Die Zellen sind ohnedies nicht proprietär, sondern sozusagen ganz gewöhnliche Rasenmäher-Zellen. Aber die Batterie als Ganzes wird zunehmend verdongelt werden und damit unknackbar für Zubehör-Firmen. Bosch macht es ja immer schon so bei den Elektrofahrrädern. Deren Batterien kannst nur mit Tricks knacken. Ist eine Zelle defekt => neues E-Bike (weil der Ersatzakku finanziell kaum lohnt).

Die Batterien werden zukünftig ziemlich die einzige Einnahmequelle werden für Autofirmen, zusätzlich natürlich diverse halb mit eingeplante Defekte der Elektronik. Mit Stoßdämpfern und Bremsbacken werden die nicht mehr reich werden.
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