Rekuperation

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Rekuperation

Beitragvon Zwerg71 » So 20. Apr 2014, 06:05

Hallo Zusammen
Ich bin seit einer Woche glücklicher Besitzer eines e up.
Tolles Fahrzeug mit für mich kleinen Verbesserungsmöglichkeiten.
Bei Fahrten mit Tempomat sollte man die Geschwindigkeit auch mit dem Schalthebel (B) reduzieren können.
Ebenfalls finde ich es nicht ungefährlich (wenn man es einmal gewohnt ist), dass die Rekuperation nicht funktioniert, wenn der Akku voll geladen ist. (Überladung des Akkus)
Sonst bin ich sehr zufrieden.
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Re: Rekuperation

Beitragvon Nichtraucher » So 20. Apr 2014, 09:34

Zwerg71 hat geschrieben:
Ebenfalls finde ich es nicht ungefährlich (wenn man es einmal gewohnt ist), dass die Rekuperation nicht funktioniert, wenn der Akku voll geladen ist. (Überladung des Akkus)
Sonst bin ich sehr zufrieden.
Zwerg71


Mein Glückwunsch!

Ich meine auch, dass sich das Auto hinsichtlich "Gas wegnehmen" und bremsen immer gleich verhalten muss. Egal wie voll der Akku ist. Technisch sollte das lösbar sein.
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Re: Rekuperation

Beitragvon dedetto » So 20. Apr 2014, 13:57

Kein Problem.
Du lässt ihn nur zu 80% laden und schon gehts.

Es ist deine Entscheidung.
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Re: Rekuperation

Beitragvon dreamfish86 » So 20. Apr 2014, 14:48

Hallo Zwerg71,

zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch! Ich erblasse vor neid, muß ich doch auf meinen noch 72 Tage lang warten.

Hier ein paar Antworten und Fragen:

Das die Rekuperation bei vollständig aufgeladenem Akku nicht (bzw. nicht in vollem Umfang) funktioniert, ist technisch leider unvermeidbar. Beim generatorischen Bremsen wird kinetische in elektrische Energie umgewandelt und diese muß weg. Nun kann ein voll geladener Akku sie aber nicht in der gegebenen Zeit einlagern. Abhilfe schafft nur (so wie manche EVs es machen), den Akku nicht wirklich voll zu laden (der Ampera z.B. lädt nur bis 80%). Das gefällt dem Akku sowieso besser, und er kann sofort Unmengen an Energie aufnehmen. Alternativ könnten die Hersteller die gewonnene Energie auch über Bremswiderstände in Wärme verheizen.
Ich hatte damit keine Probleme und ich denke auch nicht, daß sich das Auto immer gleich verhalten muß (beim Gag wegnehmen). Wenn Du auf die Bremse trittst, dann bremst er. Wenn er es vom SOC her kann, dann durch Rekuperation, alles was darüber hinaus an Bremswirkung abgefordert wird erledigt dann die Scheibenbremse. Das hat auch einen kleinen Vorteil: Scheibenbremsen vergammeln, wenn sie nie benutzt werden. Es bildet sich Rost (durch Luftfeuchtigkeit, Regen & Spritzwasser) und wenn du den nicht von Zeit zu Zeit mal "runterbremst" dann sieht die Oberfläche der Bremsscheibe irgendwann aus wie die Mondoberfläche.

Für alle, die keinen e-up! haben, oder ihn noch nicht selbst gefahren sind, sei an dieser Stelle angemerkt, daß die Rekuperation kontinuierlich mit leerer werdendem Akku einsetzt. Es macht also nicht bei 90% "plopp" und er rekuperiert wie verrückt, sondern er rekuperiert auch schon bei 99% nur eben ganz leicht. Und je weiter der Akku sich entlädt, umso stärker wird die Verzögerung. Finde ich eigentlich sehr pfiffig gelöst.

Jetzt kommt aber meine Frage an alle Besitzer/Fahrer der Drillinge: Wie machen die das? Auch ein gerade von der Steckdose abgezogener C-Zero rekuperiert bereits auf den ersten 10 Metern der Ausfahrt-Rampe eines Parkhauses. Und der lädt den Akku auf 100%. Hat mal jemand auf einem Rollen-Prüfstand ausprobiert was passiert, wenn ich beim C-Zero mit vollem Akku den Fuß vom Gas nehme? Den e-up! würde man damit nicht aus der Fassung bringen. Ich hab die vage Vermutung, daß ich einen C-Zero damit den Akku auskochen könnte.
Das klingt jetzt natürlich wie eine hirnverbrannte Schnapps-Idee. Wer würde sowas ausprobieren??? Zum Beispiel Heidi, die ihren C-Zero auf der Alm in 1200 Meter Höhe gerade voll aufgeladen hat, und jetzt zu Peter ins Tal (auf, sagen wir 600 Meter) fahren möchte. Wenn sie für die 600 Höhenmeter nicht die Motorbremse nehmen kann, kommt sie unten mit sonnen-gelb glühenden Bremsscheiben an.

Frohe Ostergrüße aus dem Flachland :thumb:
Peter
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Re: Rekuperation

Beitragvon liftboy » So 20. Apr 2014, 15:00

Hallo dreamfish86,

danke für dein interessantes Statement. Ich habe einiges dabei gelernt.

:danke:
Gruß Uli
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Re: Rekuperation

Beitragvon rolfrenz » So 20. Apr 2014, 16:55

Also meine Lösung beim e-Up! ist, dass ich grundsätzlich einmal im Segelmodus fahre - ich bin das als langjähriger Toyota-Prius Fahrer einfach so gewohnt und auch bei meinem letzten Verbrenner im Haushalt, einem Tiguan ist Segeln einfach genial. Die Rekup-Stufen verwende ich nur ganz selektiv, wenn es Berg hinunter geht, oder rein in eine Ortschaft, oder zur roten Ampel und ich zu faul bin, auf die Bremse zu steigen...

So merke ich vom Übergang vollgeladen - keine Rekuperation eigentlich in de Praxis nicht sehr viel. Habe übrigens festgestellt dass mein e-Up! bei Tempomat und bergab ganz automatisch die Rekuperation benützt, um die Geschwindigkeit zu halten, was ich ziemlich cool fand. Werde das aber jetzt ganz bewusst noch einmal bei ein paar unserer Bergerln ausprobieren, um festzustellen, wie das genau funktioniert…

lg
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Re: Rekuperation

Beitragvon rolfrenz » Mi 23. Apr 2014, 17:45

Kleines Update zum Tempomaten - habe es heute ganz bewusst bei zwei steilen Abfahrten probiert - Rekuperation war auf 0, Tempomat auf 80 km/h und der e-Up! hat das Tempo ohne mein Zutun perfekt gehalten, sprich eindeutig rekuperiert, was auch die Charge-Anzeige bewiesen hat. Ich bin recht begeistert von dieser Lösung…

Übrigens auch sonst bin ich recht zufrieden. Natürlich ist bei uns heute die Witterung mit moderaten Temperaturen um 20º C dafür ideal, aber bei einer meiner längsten Strecken im Normal-Arbeitsbetrieb (74 km) bin ich soeben mit 147km Restreichweite weggefahren, mit 122 km Reichweite nach 40 km angekommen und nach bewusst anderer Rückfahrt mit vielen Höhenmetern und 3 Bergstrecken (rauf/runter jeweils ca. 200 hm Unterschied) und weiteren 34 km mit 75km Restreichweite - Anzeige Batterie halb voll wieder zu Hause angekommen. :-)

lg
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Re: Rekuperation

Beitragvon dedetto » Mi 23. Apr 2014, 18:06

Danke für die Info.
Das hört sich ja richtig gut an.
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Re: Rekuperation

Beitragvon k-siegi » Do 24. Apr 2014, 21:04

Hallo E-Up Fahrer . Die Frage wie die Drillinge rekuperiren möchte ich wie folgt beantworten :Die Rekuperation wird( wie bei fast allen neueren E - Fahrzeugen ). vom BMS gesteuert. Das BMS berücksichtigt unter anderem die Temperatur der Batterie , die höhe der Strommenge , die dauer . Es ist somit nicht möglich die HV -Batterie durch rekuperation zu überladen . Gruß Siegi
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Re: Rekuperation

Beitragvon dreamfish86 » Do 24. Apr 2014, 22:57

Hallo k-siegi,

danke für deinen Beitrag. Leider beantwortet der aber die Kernfrage nicht. Klar steuer das BMS die Stärke der Reku. Aber wie an anderer Stelle geschrieben, rekuperiert der e-up! erst mit voller Wirkung, wenn der SOC der Traktionsbatterie unter 94 % gesunken ist. Was mir auch logisch erscheint, da die Batterie - wenn sie annähernd voll geladen ist - diese hohen Leistungen nicht aufnehmen kann.

Aber die Drillinge rekuperieren wie sau, auch mit 100% SOC. Aber wohin mit der Bremsenergie bei vollem Akku? Gerade neulich wieder getestet bei Kaufland in der Schöneberger Straße: Aufgeladen auf 100% auf dem oberen Parkdeck. Dann im Schritt-Tempo die 20 Meter zur Rampe gerollt und runter. Wenn ich den Fuß vom Gas nehme bleibt der auf der Rampe fast stehen und das bei satten 40% Gefälle.

Ich sehe also nur zwei Möglichkeiten: Entweder das BMS sagt dem Bord-Computer, daß er nicht rekuperieren kann. Dann müßte er segeln, oder er müßte einen Bremswiderstand haben, (den ich dann allerdings noch nicht entdeckt hätte).
Oder das BMS sagt nichts und der Bordcomputer rekuperiert und ballert die Leistung blind in den Akku. Der könnte natürlich über die Balancer-Module der Einzel-Zellen auch eine gewisse Energiemenge in Wärme verheizen. Für meine Rampen-Abfahrt mag das noch tolerierbar sein, aber nicht, wenn ich (wie Heidi in meinem Beispiel) in gebirgigem Gelände 600 Höhenmeter abzubauen habe.

LG Peter
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