Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon OidaHund » Di 6. Jun 2017, 09:20

Also ich hoffe ich habe mich richtig ausgedrückt. Ich wüsste gerne wie stark der Akku beim eUp im Jahr degradiert. Ist das mit einem Drilling vergleichbar?
Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mit mir selbst rede. Und dann lachen wir beide.
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Beitragvon AndiH » Di 6. Jun 2017, 11:35

Hallo,

das lässt sich pauschal nicht sagen da die Alterung des Akku eine komplexe Sache ist. Subjektiv betrachtet würde ich vermuten das der e-Up! Akku mit zum stabilsten am Markt gehört, wohl auch weil VW beim Zielkonflikt Kapazität/Lebensdauer die Kapazität nicht übermäßig bevorzugt ;-)
Durch den langsamen eingebauten AC Lader ist die Standardladung auch immer Akku schonend und damit auch keine zusätzliche Alterungsgefahr. Mir ist bis jetzt auch kein (Garantie) Fall bekannt bei dem der Akku des e-Up! hätte saniert werden müssen. Allerdings ist im Vergleich zu den Drillingen natürlich zu beachten das diese schon länger am Markt sind und deshalb natürlich eher Ausfälle bzw. deutliche Degeneration auftreten werden.
Falls es um den Kauf eines Gebrauchtwagen geht bitte im Falle der Drillinge im entsprechenden Forumsteil noch mal nachlesen, dort wurde ab ich meine Bj. 2012 ein anderer Akku verbaut der langzeitstabiler als die erste Generation sein soll. Ob er damit mit dem e-Up! gleichzieht oder besser wird kann ich allerdings nicht beurteilen.

Gruß

Andi
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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon OidaHund » Di 6. Jun 2017, 12:41

Danke für die Info Andi. Aber offizielle Zahlen wird man wohl eher nicht bekommen, gell?
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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon AndiH » Di 6. Jun 2017, 14:01

Es gibt keinen Vergleichswert den man angeben könnte. Es gibt sehr viele Parameter die einen unterschiedliche großen Einfluss haben und die teilweise vom Fahrer abhängen, deshalb wird es das auch nie geben.
Als Anhaltspunkt kann man die Garantiezusage verwenden, da der Hersteller nichts garantieren wird was langfristig ein finanzielles Risiko darstellt. Allerdings wird auch kein Hersteller ohne Druck mehr Garantiezusagen machen als die Konkurrenz, selbst wenn der Akku länger haltbar wäre.

Die Drillinge haben meines Wissens nach 8 Jahre / 100tkm (ab EZ 2015)
Der e-Up! 8 Jahre / 160tkm

Gruß

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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon OidaHund » Do 8. Jun 2017, 06:55

OK Danke erst mal. VW scheint sich beim Akku des eUP ja sehr sicher zu sein. 160.000km ist schon eine Ansage für mich.
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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon ChristianF » Fr 21. Jul 2017, 13:30

Ich meine, irgendwo mal etwas von 8 Akku-Defekten je 1000 Fahrzeuge gelesen zu haben?! Wie sich aber "Defekt" definiert (also ob damit Totaldefekt, Austausch von Zellen, selbstverursachte Schäden zB durch Aufsetzen usw. gemeint sind) kann ich nicht sagen. Anyhow: das ist nicht mal 1%, in sofern mache ich mir recht wenig Gedanken darum. Hält man sich dann auch noch diese Zulassungszahlen vor Augen https://www.goingelectric.de/zulassungs ... e-up/2016/ scheint das wirklich ein geringer Anteil zu sein.
Viele Grüße,
Christian
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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon TimoS. » Fr 21. Jul 2017, 14:49

160.000 km / 8 Jahre bezieht sich auf 70%. Und wenn du nach der Zeit noch 71% hast und das werden sie immer behaupten, ist die Garantie nutzlos. Nach meinen Messungen hat der Akku von Anfang an nur ca. 15kWh. Wenn das 100% sein sollen, ist im Winter bei 70% nicht mehr viel drin.
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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon Helfried » Fr 21. Jul 2017, 15:02

Dazu kommt, wenn ein Lithium-Akku schon so fertig ist, dass er nur mehr 71% hat, ist er ein Jahr später ganz hinüber, weil die Kapazität nicht linear fällt und zudem der Innenwiderstand ins Unermessliche steigt.
Die Herstellerfirma lacht sich ins Fäustchen, der User fährt dann wieder Diesel. :)

Außerdem gibt es die theoretische Kapazität (unter sommerlichen Idealbedingungen bei Schleichfahrt) und die praktisch nutzbare Kapazität (bei Kälte und sportlicher Fahrweise). Unter die Garantie fällt freilich nicht die letztere.

Ein Akku, der also mit Augenzudrücken gerade noch die Garantie erfüllt (das werden Akkus immer tun), wird im Winter unfahrbar sein, da alte Akkus viel kältesensibler reagieren als neue.
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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon AndiH » So 23. Jul 2017, 13:58

Trotzdem bleibt Fakt das die Hersteller keine Garantie abgeben, bei der sie nicht ziemlich sicher sind das es kaum jemand in Anspruch nehmen wird, auch wenn man sich nur im Grenzfall an die Betriebsanweisung hält und ansonsten wenig Rücksicht auf die Technik nimmt. Genauso wie die Hersteller alles versuchen um den Garantiefall "wegzumessen" werden die Kunden natürlich versuchen den Akku falls er nach 7 Jahren deutlich nachgelassen noch über die Klippe zu bringen. Schon aus diesem Grund wird kein Hersteller zu sehr ans Limit gehen um finanzielle Risiken zu vermeiden.


Gruß

Andi
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Re: Kann jemand die Degradation des Akkus beurteilen?

Beitragvon rolfrenz » Sa 19. Aug 2017, 21:11

So, habe einmal gestern testweise auf Schildkröte und dann 0 km Restreichweite herunter gefahren, um nach knapp 65.000 km die aktuellen Akkuwerte lt. OBDeleven zu nehmen. Ergebnis: mein "Fenster" liegt derzeit zwischen 7% (bei "offiziellem" SOC 0%) und 95% (bei SOC 100%).

Interessant dabei: bei SOC 4% meldete ODBeleven dann 13,6%, das müsste angesichts der 7% bei leer eigentlich weniger sein. Spannung der HV-Batterie war bei leer 357 V (kaum Drift zwischen der min und der max Zelle) und bei voll dann 412 V, auch hier alle 102 Zellen zwischen 4,035 und 4,041...

Im Fahrbetrieb merke ich, dass ich mittlerweile max. 154 km bei voll sehe, nach rund 10.000 km waren es schon mal 158. Von der Machbarkeit muss ich mich für 160 km im Sommer schon erheblich mehr bemühen, als vor 3 Jahren. Ich schätze bei gleicher Fahrweise schaffe ich heute irgendwas zwischen 150 und 155. Also vermutlich ein realer Verlust um die 5% herum. Damit kann ich ganz gut leben. Es liegt weit über dem, mit dem ich vorsichtig bei Anschaffung des Fahrzeugs kalkuliert habe.

Ich bin schon gespannt, ob es linear so weiter geht (was sehr schön wäre), oder ob die Kurve Richtung 100.000 km dann etwas stärker nach unten geht... Mal sehen.
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