Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon Biggi » Mi 9. Nov 2016, 19:02

Hallo,
nachdem unsere Entscheidungsfindung doch länger gedauert hat als gedacht, gehört seit ungefähr 6 Wochen ein gebrauchter E-UP zu unserem Fuhrpark. Gekauft als Zweitwagen für die Kurzstrecken, ein Diesel steht für längere Fahrten noch zur Verfügung.
Der Wagen ist 2 Jahre alt, hatte beim Kauf nur 9.700 km auf dem Tacho und außer der Farbe (weiß) erfüllt er alle Anforderungen. Da gebrauchte Up in unserer Gegend nicht so häufig angeboten werden, hat es sich gut getroffen, dass der Gebrauchte in nur 12 km Entfernung von einem VW Händler angeboten wurde.

Gleich zu Anfang hatten wir mit dem gelieferten Ziegel das Problem der Ladeabbrüche. Da dies auch in der Werkstatt sofort auftrat, bekam ich umgehend den Ziegel des Vorführwagens und es wurde bei VW reklamiert. Nun habe ich ein brandneues MK6 Kabel bekommen und keine Ladeabbrüche mehr. Dafür war es natürlich sehr praktisch, dass die Wege zum Händler zwecks Reklamation nur so kurz waren.

Der Wagen fährt sich prima, auch hinten können noch 2 Personen auf Kurzstrecken einigermaßen bequem sitzen. Selbst der Hund findet im kleinen Kofferraum (wenn der Boden nach unten gestellt ist) ausreichend Platz. Bei umgeklappten Rückenlehnen ist der Kofferraum sowieso riesig groß. Der Klang des Radios ist eher schlecht, das würde ich mir besser wünschen. Die Bedienung über das Maps and More finde ich einfach, die störanfällige und kostenintensive App habe ich mir gespart, da ich sie nicht nutzen würde. Geladen habe ich bisher nur zu Hause in der heimischen Garage über Schuko.

Der Verbrauch in den ersten Wochen war sehr moderat, ca. 12 kwh auf 100 Kilometern für den Anfang finde ich ganz ok. Jetzt, wo es draußen doch kälter wird, steigt der Verbrauch natürlich spürbar an und damit sinkt natürlich die Reichweite. Ist für unsere Zwecke aber immer noch völlig ausreichend.

Folgende Fragen stelle ich mir und erhoffe mir Antworten von erfahrenen Nutzern:

- Unser Up hat die werksseitig gelieferten Allwetterreifen auf Stahlfelge aufgezogen. Die genaue Bezeichnung müsste ich nachsehen. Da bei uns Schnee wirklich höchstens 2 oder 3 Tage im Winter fällt, kommen wir mit den Allwetterreifen auch gut übers Jahr. Allerdings lese ich immer wieder, dass Allwetterreifen gegenüber Sommerreifen einen deutlichen Mehrverbrauch aufweisen. Wie sieht es denn im Vergleich zu Winterreifen aus? Im nächsten Jahr müssten zumindest die Vorderreifen wohl ersetzt werden, da diese für den Winter 2017 nicht mehr ausreichen werden. Da stellt sich natürlich die Frage, ob Sommer- und ein zweiter Satz Winterreifen auf Dauer die bessere Wahl wären.

- Gerne würde ich natürlich die Ladungen möglichst Akkuschonend ausführen und daher frage ich mich, wie man das im Winter am besten macht. Ladezeit inkl. Vorheizen über Maps & More programmieren und morgens in ein vorgewärmtes Auto einsteigen ist natürlich prima! Allerdings fahre ich zur Arbeit bloß 3 km und das würde ich auch im kalten Auto überleben. Wenn ich jetzt im kalten eine weite Strecke gefahren bin, und für den nächsten Tag laden muss, mache ich das dann direkt, weil der Akku dann ja vorgewärmt ist und das besser sein soll. Dann steht er aber über Nacht mit 100 % in der Garage. Generell lade ich zur Zeit immer auf 100 %, da die Reichweite ja nicht so dolle ist und ich ungern auf Heizung und Gebläse verzichten möchte. Ist das generell ein Problem für den Akku oder macht ihm das Stehen für einen halben oder ganzen Tag mit vollem Akku nichts aus?

- Ziemlich nervig finde ich, dass automatisch nach einiger Standzeit beim Starten die Innentemperatur auf 22 Grad geht, egal was vorher ausgewählt wurde. Ich würde es gut finden, wenn die gewählte Temperatur bei jedem Start wieder auftauchen würde. Habe schon gelesen, dass das bei einigen von euch auch nicht funktioniert, bei anderen aber schon. Hat das was mit irgendwelchen Updates zu tun?

- Obwohl ich meistens 20 Grad und AUTO eingestellt habe, beschlagen bei Regen häufig die Seitenscheiben. Ich habe schon einen Beutel mit Luftentfeuchter im Auto liegen, aber das nutzt auch nichts. Welche Einstellung verhindert das Beschlagen am besten?

- Der Händler, bei dem ich das Auto gekauft habe, ist kein Elektrospezialist. Kennt vielleicht jemand eine kompetente Werkstatt im Raum Paderborn/Soest/Lippstadt/Bielefeld (also Ostwestfalen-Lippe). Sollte mal ein wirkliches Problem zu lösen sein, glaube ich kaum, dass nach Ablauf der Händlergarantie dieser Händler der richtige Ansprechpartner wäre.

Ansonsten bin ich mit dem kleinen Flitzer voll zufrieden. Unser Diesel fristet sein Dasein jetzt als "Stehzeug" und kommt kaum mehr vor das Tor. Wir sind schon fast 1500 km gefahren und haben großen Spaß. Auch alle Mitfahrer waren bisher begeistert.

Gruß Biggi
Biggi
 
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon PowerTower » Do 10. Nov 2016, 03:21

Hallo Biggi,

zunächst einmal Glückwunsch zum e-up!, der euch hoffentlich viele Jahre Freude bereiten wird. ;) Nun zu deinen Fragen.

- Thema Ganzjahresreifen: du sagst, ihr habt welche auf Stahlfelge bekommen. Das heißt es ist vermutlich nicht das e-up! Standardmaß 165/65 R15, sondern irgendwas mit 14"? Für Gegenden wo es wirklich wenig Schnee gibt, ist z.B. der Michelin CrossClimate entwickelt worden, der als Sommerreifen mit eingeschränkter Wintertauglichkeit beworben wird, aber gesetzlich alle Bedingungen eines Winterreifens erfüllt. Durch den meist leicht erhöhten Rollwiderstand gegenüber reinen Sommerreifen steigt der Verbrauch schon an, was von der Reichweite 2-3 km wegknabbert. Andererseits hat man den Luxus, drei Jahre am Stück ohne Reifenwechsel fahren zu können und einen zweiten Radsatz spart man auch. Wobei die original Alufelgen dem e-up! schon ein sehr elegantes und hochwertiges Erscheinungsbild verleihen. Bezogen auf die Sicherheit gibt es kaum Nachteile, denn zum einen bewegt man das Auto wohl kaum permanent über dessen Limit und zum anderen sind auch Sommer- und Winterreifen unter bestimmten in Mitteleuropa auftretenden klimatischen Bedingungen nur Kompromisse, was aber niemand wahr haben will. Die Tests in irgendwelchen Zeitschriften, bei denen es für einen halben Meter mehr Bremsweg eine Schulnote Abzug gibt, kann ich ohnehin nicht mehr ernst nehmen. Außerdem werden zwei getrennte Reifensätze prinzipiell länger genutzt und verlieren somit durch Alterung ihre guten Eigenschaften.

Ich lasse jetzt auf die Orignalfelgen den Vredestein Quatrac 5 mit Kraftstoffeffizienzklasse E aufziehen. Leider gibt es da für die von VW gewählte Reifengröße kaum Auswahl, aber ich denke er wird seine Sache gut machen. Und wenn es auf 100 km einen Mehrverbrauch von 0,3 kWh bedeutet, dann ist das eben so. Diesen Mehrverbrauch hat ein reiner Winterreifen ebenfalls.

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- Thema Ladung: du kannst bei Programmierung der Abfahrtszeit über das Maps&More System festlegen, dass das Auto nur laden soll ohne zu klimatisieren. Und du kannst Ladegrenzen in 10% Schritten festlegen. Wenn dir also 90% Ladezustand genügen, wäre dies die einfachste Variante der Umsetzung. Selbst damit hast du im Winter bei vollem Komfort gut 80 km Reichweite zur Verfügung. Alternativ kannst du den Ladevorgang auch über Car-Net steuern und jederzeit manuell unterbrechen. Der Zugang dafür kostet aber 100 Euro im Jahr. Du kannst aber natürlich auch den Akku einfach ein paar Stunden bei 100% stehen lassen, das stört nicht weiter. Wie du aber sicher schon festgestellt hast, funktioniert dann die Reku erstmal nicht.

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- Thema Temperatur: ja diesen "bug" (oder ist es ein feature?) mit der 22°C Amnesie habe ich ebenfalls. Das gleiche gilt für die Fahrmodi, denn ECO und ECO+ sind scheinbar ebenfalls keine dauerhaft speicherbaren Einstellungen. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden und glaube, dass das eine Firmenwagen- oder Carsharingsoftware sein muss. :lol:

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- Thema beschlagene Scheiben: die habe ich aktuell nur, wenn wir zu viert unterwegs sind. Ansonsten kannst du auch die Lüftung ein wenig aufdrehen, die beim Auto Modus ja meist recht moderat (Stufe 1-4) eingesetzt wird. Am Einfachsten lässt sich das über die entsprechende Taste zur Scheibenbelüftung umsetzen. Der ECO Modus sollte dabei ebenso abgeschaltet sein wie die Umluftfunktion. Beim up! ist antriebsübergreifend das Problem bekannt, dass bei verstopften Wasserabläufen im Motorraum Feuchtigkeit über die Ansaugung an der Beifahrerseite in den Innenraum gelangen kann. Wenn das Auto aber erst frisch vom Händler kommt, dann sollte das ausgeschlossen sein.

Viele Grüße
Micha
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon wp-qwertz » Do 10. Nov 2016, 07:36

auch von mir einen herzlichen glückwunsch :!:
was ich mir bzgl. der akku-ladung vorstellen kann, ist, dass wenn 100% angezeigt werden, dies physikalisch gar nicht vorliegt - zum schutz der akkus.
ein fachmann bin ich da bei weitem nicht, kann es mir halt nur vorstellen, gibt es diese hinweise hier ja für viele (alle?) ev´s.

die autom. hiezungseinstellung kenne ich auch vom zoe und habe es mittlerweile geschluckt.

allwetterreifen kommt auch für mich gerade in frage: auch wenn wir mal mehr schnee hier auf dem berg im tal haben :D, sind die strassen doch i.d.r so geräumt, dass ich mit allwetter durchkommen müsste.
erfahrung damit habe ich noch nicht, finde aber die vorstellung sehr attraktiv deutlich weniger zahlen zu müssen, dann diese 3 jahre fahren zu können ohne wechsel und zum schluss eben dafür einen etwas höheren verbrauch hinzunehmen.

also, viel spaß euch beiden, dreien, vieren... :D
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon rolfrenz » Do 10. Nov 2016, 10:25

Also meine Erfahrungen nach 2,5 Jahren e-Up! und knapp 50.000 km sehen so aus:

Thema Reifen: Wo ich wohne in den österreichischen Bergen, ist Winterreifenpflicht von 1.11. bis 15.4. und auch sehr oft eine Notwendigkeit. Ich fahre sehr viel im Winter bei Eis und Schnee, brauche dann auch die Ketten mit, weil bei uns sehr schnell einmal eine Bergstraße mit Kettenpflicht versehen wird und dann benötige ich die 14"-Felgen soundso, weil Ketten auf den Original 15" lt. Typenschein nicht erlaubt sind. Im Sommer möchte ich aber schon die schicken 15" Alus fahren.

Stromverbrauch Erhöhung gibt es bei mir räderwechselbedingt keinen. Nachdem ich vor allem im April oft bei frühlingshaften Temperaturen den direkten Vergleich habe, kann ich das mit Sicherheit sagen. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass ich bei den Winterreifen den Rollwiderstand als ein Hauptmerkmal in meine Überlegungen mit ein beziehe und dass die 14"-Räder schlicht und einfach weniger Gewicht haben, als die 15" (quasi: Gummi schlägt Metall, vom spezifischen Gewicht her)

Das Thema Reifenalterung ist bei meinen km-Leistungen pro Jahr auch kein Thema. Da sind beide Reifensätze fertig, bevor irgendeine Alterung eintreten kann. Meine Reifen im Vergleich bisher, für die diese Angaben gelten. Sommer: Original Ab Werk montiert Dunlop Street Response. Im Winter die Dunlop Winter Response 2. Ab heuer habe ich die Goodyear Ultragrip 9 drauf, aber in der verstärkten Version 85, denn die haben interessanterweise den viel geringeren Rollwiderstand als jene mit Tragkraft 81. Nächsten April brauche ich dann neue Sommerreifen, die alten sind mittlerweile mehr Slicks... ;-)

Mein Fazit: Es hängt wirklich sehr von deinem Nutzungsprofil, Kilometerleistung und der Fahrgegend ab, welches die optimale Lösung ist. Wer kaum einmal Eis und Schnee und kaum jemals Temperaturen unter 10 Grad hat, im Notfall auch einmal auf das Auto verzichten kann, für den könnten sogar durchgehend Sommerräder eine Option sein...

Zum Thema Laden: Ich habe mir zu Beginn auch jede Menge Sorgen zur Batteriegesundheit gemacht. Mittlerweile lade ich im Winter grundsätzlich auf 100%, aber erst sobald der Ladestand unter ca. 75% gefallen ist, außer ich habe ein geplante längere Fahrt. Im Sommer auf 60% immer wenn ich darunter bin und sonst tagsüber bis 16:00 dazu, was die PV-Anlage an Überschuss hergibt. Also an sehr sonnigen Tagen auch immer wieder einmal 100%. Wenn ich irgendwo über Nacht unterwegs bin und weiß, dass es am nächten Tag zunächst nur bergab geht, dann beschränke ich auf 90% oder 80%, weil es ja sinnlose Energieverschwendung wäre, die volle Reku nicht zu nutzen. Bei all diesen Dingen habe ich für mich festgestellt: Nach knapp 50.000 km keine Degradation feststellbar. Ich fahre immer noch im Sommer 160-170 km, wenn ich es darauf anlege und im Winter 120 km, wenn ich alle Tricks auspacke, die ich beim e-Up! mittlerweile kenne (Vorheizen auf 25 Grad, Heizung/Lüftung komplett aus - nur Front-, Heckscheiben-, Sitz- und Spiegelheizung je nach Komfortbedarf, Gleiten statt Reku, etc.)

Auch hier also: Das persönliche Profil macht es aus, das Batteriemanagementsystem sorgt dafür, dass du dabei nicht viel falsch machen kannst. Das berühmte 22 Grad Problem habe ich übrigens nicht, bei mir merkt er sich jede Temperatur-Voreinstellung, auch unabhängig von der eingestellten Vorheiz-/kühltemperatur (Winter: 25, Sommer 21). Hängt vielleicht davon ab, dass ich einen relativ frühen e-Up! (MJ 2014) habe. Der einzige Bug bei mir: Umluft muss man beim ersten Mal bei jeder Fahrt zwei mal drücken, wenn man es braucht. Beim ersten Mal wird es nach 3 Sekunden wieder automatisch deaktiviert, danach klappt ein und ausschalten ganz normal, bis man das nächste Mal das Auto geparkt hat..

Generell muss ich aber sagen: Freu dich an deinem e-Up!, denn das geniale an diesem vielfach stark unterschätzen Fahrzeug ist eben, dass jeder Nutzer es nach seinem Profil sehr fein individuell abstimmen kann. Von 4-stufiger Reku bis zu Gleiten, von Fernprogrammierung der Heizung un Ladung, bis zur händischen Variante über das M&M, das alles bekommst du in dieser Vielfalt bei kaum einem Fahrzeug dieser Preiskategorie!

Phuu, soviel wollte ich ja gar nicht schreiben. Also Entschuldigung für das Zutexten und alles Gute mit dem e-Up!
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon AndiH » Do 10. Nov 2016, 10:33

Hallo und herzlichen Glückwunsch,

zum Akku schonen noch folgende Anmerkungen. Im "normalen" Betrieb verhindert das BMS alles was für den Akku schädlich sein könnte, d.h. es passt sowohl die Ladeleistung als auch die Motorleistung an um immer im grünen Bereich zu sein. Das einzige womit man den Akku wirklich stressen kann ist *komplett* leerfahren, also nach dem Abschalten im Notbetrieb nochmal weiter machen oder wirklich lange (mehrere Monate) komplett geladen stehen lassen bzw. über Monate weder laden noch entladen. Steht auch so in der Betriebsanleitung. Das Problem mit tiefen oder hohen Temperaturen tritt nur dann auf, wenn die Temperaturen wirklich extrem sind (<-20 oder >40) und das über einen längeren Zeitraum verbunden mit (DC) Schellladung oder hoher Leistungsabgabe. Wenn du also den e-Up bei dauerhaft -15° mehrere Tage stehen lässt sollte deine erste Fahrt nicht zum 100m entfernten Schnelllader sein, das war es dann aber auch schon.

Gruß und viel Spass

Andi
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon dedetto » Do 10. Nov 2016, 12:41

Hallo Biggi.
Herzlichen Glückwunsch zum e-UP!

Zu den Reifen kann man eigentlich nur sagen: Ausprobieren. Ich vermute jedoch das allgemeine Wetter und Fahrbedingungen mehr ausmachen als die reine Reifenauswahl sofern man keine ganz besch... nimmt. Du wirst vermutlich schon gemerkt haben das man den Verbrauch des e-UP! wesentlich direkter merkt und beeinflussen kann als beim Verbrenner.

Ich denke das das Lademanagement die schlimmsten Fehler des Fahrers behebt. Ich verlasse mich da drauf und lade an meiner Wallbox sobald der Akku unter 50% ist eigentlich immer bis er von selber abschaltet. Mit einer Ausnahme: Wenn in der Nacht ein Temperatursturz angesagt ist breche ich die Ladung ca. 15-30min früher ab und starte den Rest kurz bevor ich losfahre. Ich mache das händisch da ich den Start nicht vorher auf eine Uhrzeit festlegen kann.
Wenn wirklich einmal Strom fehlt, dann fahre ich zur nächsten CCS Säule und packe dort i.d.R. bis zu 95% rein. Den Rest spare ich mir, das Ausbalancieren der Zellen dauert zu lange.

Da ich meist auch nur 3-5km Stückchen fahre spare ich mir meist die Heizung, wenn ich sie wirklich benötige ist es ja binnen 500m angenehm warm im Auto. Ein Hinweis: Viele 3 km Stücke bei denen der Wagen zwischenzeitlich auskühlt minimieren die Reichweite auf unter 70 km. Die Heizung, die machts ;) .

Dagegen kannst du auf Langstrecke mit 18/1 auch 100km fahren. 18° und 1 Strich Lüftung ist auch die Lösung für eine beschlagenen Fenster. Minimallüftung ohne A/C klappt im Winter prima. Im Sommer bleibt die Klima aus (Lüftung - mehrfach betätigen bis die Anzeige aus ist) du machst entweder das Schiebedach oder die Fenster in den hinteren Türen auf. Ab 22° Außentemperatur am Besten beides ;). Übrigens brauchst du bei gekipptem Schiebedach keine Angst vor etwas Regen zu haben. Gekippt kommt bei mir nichts rein.

Das mit der 22° Dauerstarteinstellung haben einige (mE wenige) und andere nicht. Meiner ist nicht betroffen.

Ich denke du fährst ihn einfach und denkst weniger nach. Bekomm ein Gespür wie viele km du mit welcher Geschwindigkeit bei welchem Wetter schaffst und suche mal zu Testzwecken die nächsten CCS Säulen auf. Das reicht.
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon Horse » Fr 11. Nov 2016, 15:00

Biggi hat geschrieben:
Hallo, nachdem unsere Entscheidungsfindung doch länger gedauert hat ... gehört seit ungefähr 6 Wochen ein gebrauchter E-UP zu unserem Fuhrpark. ... 2 Jahre alt, hatte beim Kauf nur 9.700 km ...
Der Wagen fährt sich prima, auch hinten können noch 2 Personen auf Kurzstrecken einigermaßen bequem sitzen. Selbst der Hund findet im kleinen Kofferraum (wenn der Boden nach unten gestellt ist) ausreichend Platz. Bei umgeklappten Rückenlehnen ist der Kofferraum sowieso riesig groß. ...
Geladen habe ich bisher nur zu Hause in der heimischen Garage über Schuko.

Folgende Fragen stelle ich mir und erhoffe mir Antworten von erfahrenen Nutzern:
...Ansonsten bin ich mit dem kleinen Flitzer voll zufrieden. Unser Diesel fristet sein Dasein jetzt als "Stehzeug" und kommt kaum mehr vor das Tor. Wir sind schon fast 1500 km gefahren und haben großen Spaß. Auch alle Mitfahrer waren bisher begeistert.

Gruß Biggi

Erstmal Gratulation und viel Freude mit dem e-up!

Danke für die Infos! Leider kann ich nichts beantworten, da ein e-up! voraussichtlich erst noch in der Zukunft liegt - habe aber deshalb im Vorfeld selbst einige Fragen:

Zum Kofferraum: Ließe sich mit vorgeklappten Rücksitzen evtl. auch ein Fahrrad über wenige km transportieren (keine Fernstraße, Kofferraumklappe bräuchte notfalls nicht einrasten - oder fährt dann ein E-Auto nicht?)

Zum Laden: Wie lang ist denn das Kabel mit dem Schukostecker?

Vielleicht wissen das erfahrene E-Autofahrer: Ist es bedenklich, ein e-Fahrzeug, z. B. den e-up bis zu ca. 10 Tage (während des Urlaubs) stehen zu lassen mit aufgeladenem Akku? - Oder wie macht man es am sonst, wenn man direkt nach der Rückkehr damit losfahren will, ohne erst langwierig aufzuladen?

Im Bekanntenkreis sagte jemand, den Akku soll man besser erst aufladen bevor man losfährt...
- Stelle ich mir aber ziemlich unflexibel vor, da ich das vor dem langen Ladevorgang nicht immer genau weiß oder planen kann...
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon wp-qwertz » Fr 11. Nov 2016, 15:19

also, beim eBike heißt es, dass LiOn-Akkus (oder wie die heißen) es gerne mögen, wenn sie nach jedem gebrauch direkt geladen werden.
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- Zoe 13.02.2015 - 30.12.2016.
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon Helfried » Fr 11. Nov 2016, 15:21

wp-qwertz hat geschrieben:
also, beim eBike heißt es, dass LiOn-Akkus (oder wie die heißen) es gerne mögen, wenn sie nach jedem gebrauch direkt geladen werden.


Das ist aber eine urbane Legende. Man soll die Akkus keineswegs nach jeder kurzen Fahrt ganz voll laden, wenn später wieder eine kurze Fahrt folgt.
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Re: Es ist ein UP geworden, erste Erfahrungen + Fragen

Beitragvon rolfrenz » Fr 11. Nov 2016, 17:28

Horse hat geschrieben:
- habe aber deshalb im Vorfeld selbst einige Fragen:

Zum Kofferraum: Ließe sich mit vorgeklappten Rücksitzen evtl. auch ein Fahrrad über wenige km transportieren (keine Fernstraße, Kofferraumklappe bräuchte notfalls nicht einrasten - oder fährt dann ein E-Auto nicht?)

Zum Laden: Wie lang ist denn das Kabel mit dem Schukostecker?

Vielleicht wissen das erfahrene E-Autofahrer: Ist es bedenklich, ein e-Fahrzeug, z. B. den e-up bis zu ca. 10 Tage (während des Urlaubs) stehen zu lassen mit aufgeladenem Akku? - Oder wie macht man es am sonst, wenn man direkt nach der Rückkehr damit losfahren will, ohne erst langwierig aufzuladen?

Im Bekanntenkreis sagte jemand, den Akku soll man besser erst aufladen bevor man losfährt...
- Stelle ich mir aber ziemlich unflexibel vor, da ich das vor dem langen Ladevorgang nicht immer genau weiß oder planen kann...


Fahren mit offener Kofferaumklappe ist kein Problem - es gibt ja nicht einmal bedenkliche Abgase :-). Wir selbst waren schon beim IKEA einkaufen - rund um uns staunende Zuschauer, die nicht glauben konnten, was im den e-Up! alles reinpasst ;-) Also Fahrradtransport auf kurzer Strecke ist sicher möglich, hab ich selbst auch schon gemacht (Normales MTB)

Bezüglich Laden und stehen lassen: Wir haben das Fahrzeug im Sommer schon 6-8 Wochen stehen gehabt mit ca. 80% Ladung. Da verlierst du nicht einmal ein paar km Reichweite in der Zeit. Das einzige, was du komplett abdrehen musst ist das Maps&More Navi, denn das hält im Standby nicht einmal eine Woche...

Original-Kabel ist ca. 3-4 m lang würde ich sagen - ich habe mir für unterwegs ein 8m langes von Volvo zugelegt, das hat mir in manchen Situationen schon sehr geholfen, wo die Ladestation verparkt, oder die Steckdose zu weit weg war.

Ansonsten - mach' dir keinen Kopf: e-Auto fahren ist im Gegensatz zu vielen Meinungen die von Unbedarften verbreitet werden eine recht unkomplizierte Sache. Nur auf der Langstrecke braucht es halt etwas Planung, wenn man nicht zuviel Zeit beim Laden verbringen will...
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