E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon dkt » Sa 17. Mai 2014, 16:40

Kann mir jemand die KW Leistung nennen, die der E-Golf maximal mit der Rekuperationsbremswirkung aufbaut und ist es dann die selbe Leistung, die er auch in die Batterie einspeist?

Ich stoße immer wieder auf diese Frage auch bei anderen E-Autos und habe bisher noch keine plausible Antwort gefunden. Kann es sein, dass er mit der maximalen Motorleistung bremst? Kann es auch sein, dass er diese maximale vom Motor gelieferte Energie, dann auch zur Gänze dabei in die Batterie einspeist?

Möglicherweise gibt es darauf eine einfache Antwort, dann entschuldige ich mich gleich vorab für diese dumme Frage.
dkt
 
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon alles elektrisch » So 18. Mai 2014, 01:03

Die Erfahrung beim Re ist bei meine Kangoos das die mit der Max Leistung rekubieren und der Akku , wenn das denn
auch annehnem kann ( nicht voll ist ) auch annimmt .
beim Bergabfahren bei 8-10% Gefälle 25 kW
bei 125 kmh auf der Schnellstrasse - in Richtung Ausfahrt
bis max 34 kW ( kurzfristig ) man ist ja gleich auf 60-70 kmh und dann in die Kurfe !!!!!!

bin gespannt wie das mit dem Golf wird - :?:
der soll man ja einstellen könne
bekomme mein Golf erst - im Juli :mrgreen:
ist denn schon einer mit der Karre unterwegs ???????
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon a-kino » So 18. Mai 2014, 07:54

Wann hast du den eGolf denn bestellt? Meiner soll erst im November kommen!
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon dkt » So 18. Mai 2014, 08:43

alles elektrisch hat geschrieben:
bin gespannt wie das mit dem Golf wird - :?:
der soll man ja einstellen könne


Da gibt es soweit ich es weiß, drei Rekuperationsstufen zum Einstellen. Warum muss man denn überhaupt einstellen?

Wenn der E-Motor als Bremse genutzt wird, dann kann er doch bis zu seiner vollen Leistung, in die Verzögerung eingreifen. Damit wäre auch eine maximale Ernte, des damit produzierten Stroms, für die Rückspeisung in die Batterie möglich.

In diesem Zusammenhang fiel mir auch auf, dass VW in der Webseite zwar viele allgemeinen Bemerkungen zu technischen Fähigkeiten des E-Golf macht, aber wenig Daten und spezifische technische Funktionen beschreibt (Bsp. WP). Mir fehlt einfach ein umfangreiches Datenblatt über die 'Technik und ihre Auslegung.

Denn, Überraschungen nach dem Verkauf will ich, vielleicht auch viele andere, möglichst vermeiden.
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon DeJay58 » So 18. Mai 2014, 09:45

Natürlich kommt die gesamte Energie in den Akku (abzüglich ein paar Verluste). Wo soll sie denn sonst hin?
Es fehlt der Allgemeinheit offenbar noch sehr am physikalischen Verständnis. Wenn der Motor als Generator genutzt wird und Strom erzeugt dann funktioniert das ja im Grunde ganz einfach über eine Veränderung des Widerstandes. Je geringer der elektr. Widerstand ist umso mehr wird der Motor abgebremst. Der Strom der dadurch fließt hat nur zwei Möglichkeiten:

1: Er wird in die Akkus geleitet wo er diese natürlich lädt.
2: Er wird direkt in Wärmeenergie umgewandelt (was schwachsinnig wäre bei E-Autos)

Das heißt der Motor kann das Auto nicht bremsen, ohne dass er Energie produziert. Eine klassische Motorbremswirkung über Verdichtung, eventuell Reibung gibt es nicht mehr.

Bei den meisten E-Autos wird es auch so sein, dass wenn man den Wählhebel auf N stellt, einfach der Widerstand nach dem Motor wo hoch gedreht wird, dass dieser einfach keinen Strom produziert. Das was Dich dann bremst ist die Motorbremswirkung durch irgendwelche Lager.

Wenn wer noch einen Fahrrad Dynamo daheim hat oder einen kleinen E-Motor aus Spielzeugautos kann das auch selbst testen:

Zuerst dreht man den Motor an und merkt: Wenig Widerstand vorhanden, der Motor dreht leicht.
Nun schließt man die beiden Pole kurz und versucht nochmals den Motor zu drehen. Man wird einen sehr deutlichen Widerstand spüren, der Motor dreht deutlich schwerer.
Die Energie die dabei erzeugt wird, wird direkt über das Kabel das man zum Kurzschluss verwendet hat in Wärme umgewandelt.

Ich hoff das hilft ein wenig.

Eines möchte ich noch sagen:

Theoretisch müsste weniger Rekuperation einen etwas besseren Wirkungsgrad bedeuten, weil es weniger Wärmeverluste gibt. Aber grundsätzlich ist es egal ob man leicht, dafür länger rekuperiert, oder kurz und viel. Außer halt die Verluste, die aber nicht viel ausmachen dürften bei dem wenigen Rekuperieren das in der Praxis vorkommt.
Video: i3 geht auch quer (neu 2018): https://youtu.be/yZzz71pzOQA


BMW i3 Verbrauch inkl. Ladeverluste:
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon Spüli » So 18. Mai 2014, 10:22

dkt hat geschrieben:
Da gibt es soweit ich es weiß, drei Rekuperationsstufen zum Einstellen. Warum muss man denn überhaupt einstellen?


Einfach Antwort...weil man es kann. ;)

Mein Smart kann das ja auch. Je nach Verkehr und Topografie eine sehr schöne Sache. Im Stadtverkehr fahre ich gerne mit starker Reku, bei Überlandfahrten macht ein Segelmodus absolut Sinn. Bei längeren Gefällestrecken kann eine per Bremspedal gesteuerte Reku auch ganz schön nerveig sein. Gerade erst mit dem Leaf im Bayr. Wald erlebt.
Gruß Ingo
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon rolfrenz » Mo 19. Mai 2014, 20:26

Spüli hat geschrieben:
dkt hat geschrieben:
Da gibt es soweit ich es weiß, drei Rekuperationsstufen zum Einstellen. Warum muss man denn überhaupt einstellen?


Einfach Antwort...weil man es kann. ;)



Kann mich hier nur anschließen. Bei meinem e-Up! funktioniert das System mit den 4 Stufen (3 x in D plus 1x B) ja genauso wie im Golf. In der Praxis (wohne auch in gebirgiger Gegend) heißt das: Überland bei leicht kupiertem Gelände > "Segeln" ohne Reku (ist in Summe ökonomischer, weil das Fahrzeug ja nicht sinnlos abgebremst wird, wo es doch einmal so schön in Schwung ist). Wenn es dann steiler wird, kann man mit den 4 Stufen die Fahrt sehr fein ans Gelände anpassen und so ohne permanent auf die Bremse zu latschen entspannt auch steil bergab fahren und dabei Energie zurückgewinnen.

Übrigens: auch im Segelmodus rekuperiert der e-Up! natürlich volle Kanne, wenn man auf die Bremse steigt. Und wenn man den Tempomaten an hat und es geht steil bergab ebenso (schön an der Anzeige zu beobachten, bzw. natürlich auch zu spüren ;-), ganz im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen GRA's. Einzige Einschränkung - wenn die Batterie komplett voll ist, aber auch hier setzt dann relativ bald (so ab ca. 95% SOC) die Reku sanft und stufenlos immer stärker ein. Ebenfalls sehr angenehm.

Fazit: Man braucht sich also - egal in welcher Stufe - keine Sorgen machen, dass wertvolle Energie ohne Notwendigkeit nur in Wärme umgesetzt wird. Das erledigt der kleine Stromer ganz von alleine… ;-)
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon Derpostler » Mo 19. Mai 2014, 21:35

@rolfrenz: wie segelt man mit dem e-up? Schaltet man auf N oder geht man auf die schwächste Rekustufe in D?
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon rolfrenz » Mo 19. Mai 2014, 21:51

Derpostler hat geschrieben:
@rolfrenz: wie segelt man mit dem e-up? Schaltet man auf N oder geht man auf die schwächste Rekustufe in D?


Ganz einfach: Du startest und fährst los... ;-) Segeln ist nämlich der Standard-Modus beim e-Up! Dann kannst du mit Schalthebel links/rechts drücken zwischen den Reku-Stufen 1-3 hin und her schalten, oder mit Hebel kurz nach hinten ziehen gleich "B" aktivieren/deaktivieren, das ist quasi der "Maximal-Bremsfallschirm".

Hoffe, das hilft weiter - lg
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Re: E-Golf maximale Rekuperationsbremsleistung?

Beitragvon fdl1409 » Do 5. Jun 2014, 16:28

Ich hatte bis vor 8 Wochen einen i-MiEV mit 3 Rekuperationsstufen. Hab anfangs mit der schwächsten Stufe gearbeitet, dann aber bald auf die mittlere gewechselt, weil die näher am Segelmodus lag, den ich auch immer wieder genutzt habe. Fand es zu der Zeit gut, daß es diese 3 Stufen gibt. Die stärkste Rekustufe B ist nur noch wenig stärker als die mittlere Einstellung.

Jetzt hab ich einen BMW i3 mit nur noch einer Stufe, und die ist deutlich heftiger als beim i-MiEV. Der i3 rekuperiert mit bis zu 50 kW. War anfangs skeptisch, find es jetzt aber richtig gut. Die Reku ist auch insofern besser, als man damit im i3 bis zum Stillstand abbremsen kann, sogar bergab. Beim i-MiEV braucht man unterhalb 18 km/h die Fußbremse. Schwächere Stufen fehlen mir gar nicht, das kann man sehr schön mit dem Fuß dosieren. Das Bremspedal braucht man im i3 fast gar nicht mehr, bin neulich mal 50km Landstrasse und Ortsverkehr gefahren, ohne auch nur einmal die Bremse abzutippen.

Was ich gerne hätte wäre ein Tempomat, speziell für Bergabfahrten. Den gibt es leider nur in einem umfangreichen Zusatzpaket, das ich nicht wollte. Und ich hätte gerne eine leichter zu aktivierende und deaktivierende Segelfunktion. Die kann ich momentan nur mit dem Schaltknauf bedienen. Sehr gut wäre da ein kleiner Knopf am Lenkrad, um auf Stellung N zu gehen. Und bei einem leichten Druck auf Gaspedal und Bremse müßte sofort wieder der Normalzustand mit Reku hergestellt werden.

Grüße
Frank
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