Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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folder Mo 17. Jun 2019, 06:50
Mein 451er hat >200.000km, von Schwächeln kann keine Rede sein bei immer noch 90% Restkapazität.
smart fortwo 451er ED 3,7kW-Lader, EZ 05/2013; aktuell >210.000km
smart fortwo 453er EQ 22kW-Lader; EZ 05/2018; aktuell >60.000km
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Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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    spark-ed
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folder Mo 17. Jun 2019, 08:53
AxelG hat geschrieben:
Mo 17. Jun 2019, 03:59
Mit hoher Laufleistung sind ja zwangsläufig auch entsprechend viele Ladezyklen verbunden. Weiß jemand, für wieviele Ladezyklen der Smart-Akku ausgelegt ist?
Die reinen Zyklen machen den LiTec Zellen kaum etwas aus. Gab mal irgendwo eine Kurve aus dem Messlabor, wo bei einem Alterungsversuch der SOH (State of health) in Abhängigkeit zu Anzahl 2C/2C Lade- Entladezyklen dargestellt wurde. Ich meine, da wurden 3000Zyklen ohne signifikanten Abfall gefahren.
Die Ausfälle müssen also eine andere Ursache haben.

Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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    spark-ed
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folder Mo 17. Jun 2019, 11:11
spark-ed hat geschrieben:
Mo 17. Jun 2019, 08:53
Gab mal irgendwo eine Kurve aus dem Messlabor
Hab die Grafik eben zufällig noch gefunden, kann den letzten Beitrag aber komischerweise nicht editieren.
Voilà:
2c2c cycling Litec.png
Die getestete Zelle hatte nur 40Ah und eine etwas andere Bauform, sollte aber technologisch baugleich mit den 52Ah Zellen aus dem ED3 sein.
Das BMS im Smart erlaubt übrigens nur eine Endladetiefe bis ca. 3,4V, hier im Test wurde sogar bis 3V entladen.
Die 2C Ladung entspricht einer Lade-/Entladeleistung von ca. 35kW-40kW, das alles deutet auf eine extrem robuste Auslegung bezüglich Zyklenfestigkeit hin.

Kalendarische Einflüsse und Langzeitauswirkungen insbesondere durch Fertigungsstreuung kann man in so einem Labor-Stresstest natürlich nicht simulieren.

Meine Theorie dazu: In jedem Akku sind immerhin 93 Zellen verbaut und jeweils die schlechteste Zelle bestimmt die Lebensdauer. Wenn also nur bei jeder 1000sten Zelle eine mikroskopische Verunreinigung wie ein Impfkristall die Langzeitentwicklung verändert, kann das theoretisch bei jedem 10ten Batteriepack zu einem vorzeitigen Ausfall führen.
Möglicherweise verzögert regelmäßige Nutzung den Effekt, immerhin waren gerade die "Standuhren" unter den Smarts überproportional häufig von spontanen Ausfällen betroffen, während die Dauerläufer eher gleichmäßig degradieren.
Meiner fällt jetzt nach aktuell 87tkm mit 49,x bis 51,x Ah schon minimal aber über alle Zellen gleichmäßig ab, werde die Batteriemiete nun nach den ersten Berichten über Ausfällle definitiv weiterlaufen lassen.
Reichweitenanzeige bekomme ich nach so einer sehr sparsamen Fahrt immer noch auf 145km:
Smart BC.jpg

Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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    Welker66
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folder Mo 17. Jun 2019, 12:32
Ich werde erstmal auch weiter Mieten, die 65 Euro im Monat tun nicht weh, und bei einem total Ausfall könnte ich den Smart entsorgen.
Smart ED Bj 7/2015 black, meiner seit 8/2016 mit schnarch Lader, aber trotzdem glücklich ;)
PV: 7,45kWp
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Wallbox: ABL eMH1 Basic mit Steckdose EVSE552 (22 kW, Steckdose Typ2)

Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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Elmi79
folder Di 18. Jun 2019, 07:33
Welker66 hat geschrieben:
Mo 17. Jun 2019, 12:32
Ich werde erstmal auch weiter Mieten, die 65 Euro im Monat tun nicht weh, und bei einem total Ausfall könnte ich den Smart entsorgen.
Zumal: es ist ja keine Miete in dem Sinne sondern mehr eine Art Finanzierung, da der Preis, zu dem man den Akku rauskaufen kann, mit jedem Jahr sinkt.

Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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AxelG
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Elmi79 hat geschrieben:
Di 18. Jun 2019, 07:33

Zumal: es ist ja keine Miete in dem Sinne sondern mehr eine Art Finanzierung, da der Preis, zu dem man den Akku rauskaufen kann, mit jedem Jahr sinkt.
Ja, der Preis sinkt jährlich um 400 €, man zahlt aber 780 € an Miete, also 380 € mehr für die Sicherheit ...
Smart ED, EZ 07/14 mit Schnellader (getauscht Mai 2019), z. Zt 86.000 km

Ansonsten im Bestand: Mazda MX-5 Bj. ´99, BMW 523i Bj. ´99, Peugeot 407 HDI 170 Bj. ´07

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Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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Badman
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folder Di 18. Jun 2019, 19:03
Ein geringer Preis für die Sicherheit gegen einen wirtschaftlichen Totalschaden. Find ich.

Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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Elmi79
folder Mi 19. Jun 2019, 07:18
AxelG hat geschrieben:
Di 18. Jun 2019, 19:01
Elmi79 hat geschrieben:
Di 18. Jun 2019, 07:33

Zumal: es ist ja keine Miete in dem Sinne sondern mehr eine Art Finanzierung, da der Preis, zu dem man den Akku rauskaufen kann, mit jedem Jahr sinkt.
Ja, der Preis sinkt jährlich um 400 €, man zahlt aber 780 € an Miete, also 380 € mehr für die Sicherheit ...
Finanzierungen gibt es selten zinslos ;-)

Re: Entscheidungshilfe - Batterie kaufen oder weiter mieten? Jemand mit BMSdiag im Rheinland?

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AxelG
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folder Do 20. Jun 2019, 01:14
Badman hat geschrieben:
Di 18. Jun 2019, 19:03
Ein geringer Preis für die Sicherheit gegen einen wirtschaftlichen Totalschaden. Find ich.
Einerseits ja, andererseits verhagelt man sich damit natürlich die Kostenbilanz: Als finanzieller Vorteil der Elektromobilität werden ja oft geringere Wartungskosten oder Entfall der KFZ-Steuer genannt; wenn man das gesparte Geld aber in "Versicherung gegen Ausfall teurer Komponenten" steckt, ist dieser Kostenvorteil weg. Man kann die 65 € im Monat alternativ auch den Benzinkosten des Verbrenner-Smarts gegenüberstellen, den man für das Geld über 1000 km fahren kann, und der in der Anschaffung nur die Hälfte kostet.

Allen, die aus Überzeugung elektrisch fahren, mag das egal sein, aber die breite Masse fragt sich, ob sich ein Elektroauto finanziell lohnt, und solange es für möglicherweise weniger langlebige Bauteile keinen günstigen Ersatz bzw. keine günstige Reparaturmöglichkeit gibt und die einzigen Alternativen "teure Zusatzversicherung" oder "Gefahr des finanziellen Totalschadens" lauten, spricht das nicht gerade für's E-Auto.
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Casamatteo
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folder Do 20. Jun 2019, 03:32
AxelG hat geschrieben:
Di 18. Jun 2019, 19:01
Ja, der Preis sinkt jährlich um 400 €, man zahlt aber 780 € an Miete, also 380 € mehr für die Sicherheit ...
Noch eines: wenn man den Akku kauft und später den Smart verkaufen will wird man den Akkupreis vermutlich nicht wieder herausbekommen. Womöglich wird ein Kaufakku alsbald sogar als Nachteil gesehen weil es keinen Ersatz gibt wenn die SOH unter 80% fällt bzw. das Alter auf die 10 Jahre zu geht. Die ED3-Flotte ist ja bereits zwischen 4 und 7 Jahre alt. Meiner gehört eher zu den Senioren. Daher werde ich weiter mieten und es einem etwaigen Käufer überlassen ob er mieten oder rauskaufen will.

Ganz anders würde es aussehen wenn es von Drittanbietern überholte Akkus geben würde, bei denen die schwächsten Zellen durch gute aus einem Schlacht-Akku ersetzt werden. Dann hätte man wieder mehr Kapazität, und die Sicherheit dass der Akku auch noch nach über 10 Jahren brauchbar bleibt.
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