EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

Blick in die Zukunft der Elektroautos

EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

Guglhupf
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Der Technologieträger VISION EQXX von Mercedes-Benz hat seine herausragende Reichweite und Effizienz auf den Straßen Europas bewiesen: Auf seiner Jungfernfahrt von Sindelfingen über die Schweizer Alpen und Norditalien nach Cassis an der Côte d’Azur hat er über 1.000 Kilometer im realen Alltagsverkehr zurückgelegt – mit einer einzigen Batterieladung.

Erfolgreicher erster Roadtrip hebt Effizienz eines Elektrofahrzeugs auf ein neues Niveau

Stuttgart/Cassis. Der Technologieträger VISION EQXX von Mercedes-Benz hat seine herausragende Reichweite und Effizienz auf den Straßen Europas bewiesen: Auf seiner Jungfernfahrt von Sindelfingen über die Schweizer Alpen und Norditalien nach Cassis an der Côte d’Azur hat er über 1.000 Kilometer im realen Alltagsverkehr zurückgelegt – mit einer einzigen Batterieladung. Der VISION EQXX startete bei Kälte und Regen, fuhr die regulären Geschwindigkeiten und war auf deutschen Autobahnen zeitweise auch mit bis zu 140 km/h auf der Überholspur unterwegs. Der Ladezustand des Akkus bei der Ankunft betrug rund 15 Prozent, die Restreichweite somit rund 140 Kilometer. Der Durchschnittsverbrauch hat all unsere Anforderungen übertroffen und lag bei rekordverdächtig niedrigen 8,7 kWh pro 100 Kilometer.

Damit hebt der VISION EQXX erwiesenermaßen die Reichweite und Effizienz eines Elektrofahrzeugs auf ein neues Niveau – unter realen Bedingungen und von einer neutralen Instanz bestätigt. Die Langstreckenfahrt erfolgte mit versiegelter Ladesteckdose und wurde von einem unabhängigen Sachverständigen des TÜV Süd begleitet. Damit ist auch offiziell bestätigt, dass der neue Entwicklungsansatz von Mercedes-Benz großes Potenzial aufweist: Effizienz über den Antriebsstrang und die Aerodynamik hinaus ganzheitlich bis ins kleinste Detail zu denken sowie bereichsübergreifend und mit externen Partnern enger als jemals zuvor zusammenzuarbeiten – dieses Konzept ist zu 100 Prozent aufgegangen. Es ist eine Blaupause für den Automobilbau, die neue Maßstäbe für die Effizienz und Reichweite von Elektrofahrzeugen setzt. Viele der Technologien des VISION EQXX werden daher in künftigen Mercedes-Benz Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen.

„Wir haben es geschafft! Wir sind mühelos mehr als 1.000 Kilometer mit einer einzigen Batterieladung und einem Verbrauch von nur 8,7 kWh/100 km unter realen Verkehrsbedingungen gefahren. Der VISION EQXX ist der effizienteste Mercedes, der jemals gebaut wurde. Das Technologieprogramm, das dahintersteht, markiert einen Meilenstein in der Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Es untermauert unseren strategischen Anspruch ‚Lead in Electric‘“, sagt Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG.

Startklar für den längsten Roadtrip seit Erfindung der Elektromobilität

Lange Touren mit dem Auto sind seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil unseres Kulturguts – viel besungen, gerne beschrieben und oft verfilmt. Roadtrips umweht stets ein Hauch von Freiheit und Abenteuer. Es geht um Individualität und die Entdeckung der Welt auf vier Rädern.

Auch der Weg zur Elektromobilität ist ein Roadtrip – spannend, herausfordernd und mit einem klaren Ziel vor Augen: maximale Effizienz durch Innovation. Der VISION EQXX steht für einen ganzheitlichen Ansatz mit Innovationen in allen technischen Bereichen, die Einfluss auf den Energieverbauch haben. „Mit dem erfolgreichen Roadtrip nach Südfrankreich haben wir gezeigt, dass Effizienz die neue Währung ist. Und der Erfolg spricht auch klar für unseren neuen kollaborativen Entwicklungsprozess, in den viele Erkenntnisse aus dem Mercedes-AMG F1-Team und seinem führenden Know-how bei Elektroantrieben eingeflossen sind. Der VISION EQXX ist das Ergebnis eines umfassenden Technologieprogramms, das eine Blaupause für die Zukunft des Automobilbaus liefert. Viele der innovativen Entwicklungen werden bereits in die Produktion integriert, einige davon auch bei der nächsten Generation der Modularen Architektur für Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge von Mercedes-Benz. Und die Reise geht weiter. Mit dem VISION EQXX werden wir die Grenzen des Machbaren weiter ausloten“, sagt Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Chief Technology Officer verantwortlich für Entwicklung und Einkauf.

Anspruchsvolles Streckenprofil und unterschiedliche Wetterbedingungen

Der VISION EQXX ist vollgepackt mit Innovationen. Als softwareoptimierter Prototyp ist er Teil eines weitreichenden Technologieprogramms, das neueste Digitaltechnik mit dem Mercedes-typischen Pioniergeist, der Agilität eines Start-ups und dem Tempo der Formel 1 verbindet. Die Mission bei der Entwicklung des VISION EQXX lautete, an die Grenzen des Machbaren zu gehen. Um zu zeigen, was elektrisch „machbar“ ist, hat der Technologieträger einen eintägigen Roadtrip über mehrere innereuropäische Grenzen absolviert: von Deutschland in die Schweiz, weiter nach Italien, vorbei an Mailand und schließlich bis ans Ziel, dem südfranzösischen Hafenstädtchen Cassis bei Marseille.

Das Streckenprofil – von Autobahnetappen bis hin zu Bergpassagen und Baustellen – und die Wetterbedingungen stellten den VISION EQXX vor unterschiedlichste Herausforderungen. Die Temperaturspanne reichte von nur 3 Grad Celsuis bei der Abfahrt am Forschungs- und Entwicklungszentrum in Sindelfingen bis zu 18 Grad Celsius am Ziel. Nördlich der Alpen regnete es leicht und weiter südlich wehte bei Sonnenschein ein leichter Wind. Die Wirkung der zahlreichen Effizienzmaßnahmen wurde anhand unterschiedlicher Streckenabschnitte dokumentiert.

Ein Auszug aus dem Tour-Tagebuch:

Mit bis zu 140 km/h auf der Autobahn: Geringer Luft- und Rollwiderstand zahlen sich aus

Die erste Etappe ab Sindelfingen bis zur nordöstlichen Grenze der Schweiz verläuft über die Autobahn 81. Der VISION EQXX schlüpft zeitweise mit bis zu 140 km/h durch den Wind. Mit seinem niedrigen cW-Wert von 0,17 bietet er dem Wind kaum Angriffsfläche. Die weltbeste Aerodynamik unter Fahrzeugen mit Straßenzulassung resultiert aus dem intelligenten Zusammenspiel vieler Einzelmaßnahmen. Angefangen bei der Grundform der Karosserie, die die glattflächige Kuppel des Greenhouse integriert und elegant wie ein Wassertropfen nach hinten fließt. Ebenso vorteilhaft in Sachen geringer Luftwiderstand sind die geringe Stirnfläche von 2,12 m² und die verringerte hintere Spurbreite. Sie ist 50 mm schmaler als vorne, wodurch die Hinterräder im Windschatten der Vorderräder rollen. Der aktive Heckdiffusor, der bei 60 km/h automatisch ausfährt, sorgt für eine bessere Luftführung und trägt somit maßgeblich zum verminderten Luftwiderstand bei.

Weitere Effizienzvorteile gewinnt der Technologieträger durch seine mit 4,7 Promille extrem rollwiderstandsarmen Reifen, die Mercedes-Benz gemeinsam mit seinem Entwicklungspartner Bridgestone für den VISION EQXX kreiert hat. Zum Vergleich: Das aktuelle EU-Reifenlabel fordert für die Bestwertung in der Klasse A einen Rollwiderstand von 6,5 Promille. Beim EQS werden Reifen eingesetzt, die mit 5,9 Promille bereits deutlich darunterliegen. Mit dem VISION EQXX geht Mercedes-Benz jetzt noch einen Schritt weiter. Eine auffällige Besonderheit ist die neue Reifendimension 185/65 R 20 97 T, die für einen großen Durchmesser bei schmaler Lauffläche steht. Die speziellen Turanza Eco-Reifen kombinieren zwei innovative Technologien von Bridgestone, die eine höhere Reichweite ermöglichen: Die ENLITEN-Technologie reduziert den Rollwiderstand und das Gewicht um bis zu 20 Prozent. Die ologic-Technologie verringert die Verformung des Reifens während der Fahrt – unter anderem durch einen stärker gespannten Reifengürtel. Darüber hinaus wurde in Zusammenarbeit mit dem Aerodynamik-Team von Mercedes-Benz der Strömungsübergang vom Reifen zur Felge optimiert.

Über alle Berge: Vorteil für Leichtgewichte

Zu den besonderen Merkmalen des VISION EQXX zählt auch der konsequente Leichtbau, der sich vor allem an Steigungen positiv auswirkt. Wer sich für Radsport interessiert weiß, warum auf Bergetappen immer der gleiche Fahrtyp die Nase vorn hat: Es sind die drahtigen Federgewichte, die den muskulösen und deshalb schwereren Sprintern bergauf das Rücklicht zeigen. Der entscheidende Faktor ist das Leistungsgewicht. Und dabei geht es nicht um die schiere Performance im Sinne von „schneller, höher, weiter“, sondern um Ausdauer und geringeren Energieverbrauch.

Genau das demonstriert der VISION EQXX bei der Anfahrt zum Gotthard-Tunnel Richtung Italien eindrucksvoll. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Amsteg und Göschenen geht es 14 Kilometer am Stück bergauf, mit bis zu fünf Prozent Steigung. Hier, wo jedes Gramm an Mehrgewicht Energie „frisst“, punktet der VISION EQXX mit seinem Leergewicht von nur 1.755 Kilogramm nachhaltig.

Das Leichtbaukonzept des VISION EQXX ist umfassend – von den verwendeten Materialien bis hin zu innovativen bionischen Strukturen, die ein günstiges Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht ergeben. Beispielshaft dafür stehen der nachhaltige Kohlenstofffaser-Zucker-Verbundwerkstoff, aus dem das Oberteil der Batterie besteht und der auch in der Formel 1 eingesetzt wird, sowie der im Aluminium-Gussverfahren hergestellte BIONEQXXTM Heckboden. Das Leichtmetall-Strukturbauteil ersetzt eine deutlich schwerere Baugruppe aus mehreren miteinander verbundenen Teilen. Es hat Lücken an Stellen, an denen keine strukturelle Festigkeit notwendig ist und spart so Material. Dieser innovative Konstruktionsansatz führt zu einer Gewichtseinsparung von bis zu 20 Prozent gegenüber einem konventionell gefertigten Bauteil.

Ein großer Teil der Gewichtseffizienz geht auch auf das Konto des rein elektrischen Fahrwerks mit leichtem F1-Hilfsrahmen und Aluminium-Bremsscheiben sowie der Traktionsbatterie. Der neu entwickelte Stromspeicher des VISION EQXX hat mit 100 kWh fast die gleiche Energiemenge wie der Akku des EQS, der im weltweiten Vergleich der kaufbaren Elektroautos Bestwerte erzielt. Allerdings hat er 50 Prozent weniger Volumen und 30 Prozent weniger Gewicht. Der Effekt: Die kompakte, nur 200 x 126 x 11 cm große und mit 495 Kilogramm vergleichsweise leichte Batterie passt in einen Kompaktwagen. Der elektrische Antrieb wurde in Zusammenarbeit mit den Experten vom Mercedes-AMG Petronas F1 Team entwickelt.

Zurück ins Tal: Wer rekuperiert gewinnt

Hinter dem Gotthard-Tunnel geht es kilometerweit bergab. Hier nutzt der VISION EQXX die Gunst der Stunde auf seine Art und tut, was Profi-Radsportlern, die der eisernen Regel „mit Vollgas bergab, um Zeit gut zu machen“ folgen, nie in den Sinn käme: Er regeneriert seine Energiereserven. Bei Elektroautos spricht man von Rekuperation, der Rückgewinnung von Bremsenergie. Auch in dieser Disziplin setzt der VISION EQXX dank seines hocheffizienten elektrischen Antriebsstrangs neue Maßstäbe.

Den Rekuperationseffekt kann der VISION EQXX bei jeder Art von Gefälle und bei jedem Bremsvorgang nutzen und so seine Reichweite vergrößern. Positiver Nebeneffekt: Dank elektrischer Bremse werden die mechanischen Bremsen kaum beansprucht. Das wiederum ermöglicht es erstmals, neuartige Alu-Bremsscheiben einzusetzen, die deutlich weniger wiegen als ihre Pendants aus Stahl.

Solardach: Energiesnack im sonnigen Italien

Einen kräftigen Energiesnack holt sich der VISION EQXX um die Mittagszeit in der Po-Ebene nahe Mailand – nicht an der Ladesäule, sondern über sein fest eingebautes Solardach. Die 117 Solarzellen speisen die 12‑Volt-Batterie, die Nebenverbraucher wie das Navigationssystem mit Strom versorgen. Der Mehrwert ist messbar: Die Hochvoltbatterie wird entsprechend entlastet, was sich auf dem Display des Bordcomputers ablesen lässt. Insgesamt vergrößert der Solar-Booster die Reichweite um mehr als zwei Prozent – was bei über 1.000 Kilometer Fahrstrecke gute 25 Kilometer ausmacht.

Innovativer eATS: kraftvoll, genügsam, ausdauernd

Der gemeinsam mit den F1-Rennsportspezialisten von HPP entwickelte elektrische Antriebsstrang (eATS) des VISION EQXX – bestehend aus Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik – hat eine Spitzenleistung von 180 kW. Dank des ab der ersten Motorumdrehung verfügbaren Drehmoments und der sehr geringen Fahrwiderstände des VISION EQXX muss das volle Potenzial während der gesamten Tour so gut wie nie abgerufen werden. Viel wichtiger als Höchstleistung sind andere Faktoren: Der eATS ist wie die Batterie kompakt, leicht und hocheffizient. Der mittlere Wirkungsgrad für diese Anwendung liegt bei 95 Prozent. Das heißt, dass 95 Prozent der Energie aus der Batterie an den Rädern ankommen.

Damit einher gehen weitere Effizienzvorteile wie die Reduktion von Verlusten im Antriebsstrang. Konkret: Den Ingenieuren von Mercedes-Benz ist es gelungen, die Gesamtverluste im Triebstrang (Motor, Inverter und Getriebe) gegenüber einem E-Antrieb, der nicht auf diesem Projekt basiert, um 44 Prozent zu reduzieren. Auch das summiert sich unter dem Strich: Ein Prozent mehr Effizienz bringt zwei Prozent mehr Reichweite. Diesen Effekt unterstützt auch die Batterie des VISION EQXX dank ihrer bemerkenswerten Energiedichte von knapp 400 Wh/l und der besonders hohen Betriebsspannung von mehr als 900 Volt. Stichwort Hochspannung: Die erstmals eingesetzte Technologie bewährt sich während der gesamten Reise – keine Probleme wie etwa Leitungsüberhitzung, sondern alles im grünen Bereich. Weitere Effizienzgewinne resultieren aus dem aktiven Cell Balancing. Es gewährleistet, dass die Energie während der Fahrt gleichmäßig aus den Zellen entnommen wird. Dies erhöht die nutzbare Energie und damit die Reichweite nochmals.

Effizientes Wärmemanagementsystem: Passive Kühlung des Antriebsstrangs reicht aus

Da der elektrische Antriebsstrang dank seines hohen Wirkungsgrads nur wenig Abwärme entwickelt, reicht während der gesamten Fahrt eine passive Kühlung. Die Kühlplatte im Unterboden nutzt die vorbeiströmende Luft und sorgt für eine gleichmäßige Kühlung. Diese aerodynamisch effizienteste Lösung steigert die Reichweite um 20 Kilometer und der cw-Wert bleibt unverändert niedrig bei 0,17.

Selbst beim Anstieg zum Gotthard-Tunnel bleiben die Luftklappen geschlossen. Das Luftregelsystem würde nur bei erhöhtem Kühlbedarf des E-Antriebs oder stärkerem Klimatisierungsbedarf für Insassen an heißen Tagen oder im Wärmepumpenbetrieb an kalten Tagen einen zusätzlichen Luftpfad öffnen. Die Luftführung verbindet dann das Staudruckgebiet der Fahrzeugfront mit dem Unterdruckgebiet der Motorhaube. Dies ermöglicht ein hocheffizientes Thermomanagement bei minimalen Luftwiderstand. Der cw-Wert würde nur um sieben Punkte (0,007) steigen.

Effizienz-Assistent: Aktive Unterstützung beim Stromsparen

Ob E-Antrieb oder Verbrenner: Wieviel Energie ein Motor in der Praxis verbraucht, hängt letztlich stark von der Fahrweise ab. „Pedal to the metal“ ist in der Schweiz sowie in Italien und Frankreich ohnehin keine Option, dafür sorgen Tempolimit und aufmerksame Ordnungshüter. Der VISION EQXX erweist sich darüber hinaus aber als intelligenter Partner, der dem Fahrer wie ein Co-Pilot mit Tipps zur bestmöglichen Fahrweise zur Seite steht. Der Effizienz-Assistent informiert über Energiefluss, Batteriestatus, Topografie und sogar über die Richtung und Intensität von Wind und Sonne.

Das UI/UX besitzt ein völlig neues, einteiliges Display, das sich über die gesamte Innenraumbreite erstreckt. Elemente der Benutzeroberfläche unterstützen die nahtlose Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug. Unter anderem durch Künstliche Intelligenz (KI), die die Funktionsweise des menschlichen Gehirns nachahmt. Im VISION EQXX verfolgt Mercedes-Benz einen radikal neuen UI/UX-Ansatz. Eine „Game Engine“ hebt die UI-Grafik auf ein völlig neues Niveau. Die Benutzeroberfläche zeigt, wie Echtzeitgrafiken neue digitale Möglichkeiten eröffnen, indem sie sofort auf die Bedürfnisse des Fahrers reagieren und die reale Welt ins Fahrzeug bringen.

Finale in Frankreich: Zieleinlauf mit rund 140 Kilometern Restreichweite

Kurz vor seinem Zieleinlauf in Cassis sammelt der VISION EQXX nochmal Energie durch Rekuperation. Nach 11 Stunden und 32 Minuten reiner Fahrzeit beendet er seinen 1.008 Kilometer langen Roadtrip mit einer Restreichweite von rund 140 Kilometern. Damit könnte er ohne Nachladen wieder aufbrechen zu einem kleinen Trip entlang der südfranzösischen Mittelmeerküste.

Der VISION EQXX hat im realen Verkehr ein enormes Effizienzpotenzial für Elektrofahrzeuge unter Beweis gestellt. Sein erster Roadtrip nach Cassis ist ein Meilenstein auf einer langen Reise, die längst nicht zu Ende ist.

VISION EQXX: Das Tour-Tagebuch in Zahlen

Start


Sindelfingen, 5. April 2022, 7:00 Uhr

Ankunft


Cassis, 5. April 2022, 19:02 Uhr

Fahrtroute


Sindelfingen, Gotthard-Tunnel, Mailand, Cassis

Fahrstrecke


1.008 Kilometer

Fahrzeit gesamt/
in Bewegung


12 Stunden und 2 Minuten/
11 Stunden und 32 Minuten

Durchschnittsgeschwindigkeit


87,4 km/h

Höchstgeschwindigkeit auf Autobahn


140 km/h

Durchschnittlicher Verbrauch


8,7 kWh pro 100 km

Batterieladezustand bei Ankunft (SoC)


rund 15 %

Restreichweite bei Ankunft


rund 140 km


VISION EQXX: Das Wichtigste auf einen Blick

#MissionAccomplished: Mehr als 1.000 km mit einer einzigen Batterieladung im realen Alltagsverkehr ermöglichen entspannte Langstreckenfahrten.

#EnergyWizard: Effizienzsteigernde Maßnahmen führen zu einem hervorragend niedrigen Verbrauch von 8,7 kWh pro 100 km.

#AeroChamp: Herausragende Arbeit in den Bereichen Aerodynamik und Exterieur-Design ermöglicht einen Benchmark-Luftwiderstandsbeiwert von 0,17, der sich besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn positiv auf den Verbrauch auswirkt.

#RollingEfficiency: Reifen mit einem deutlich geringeren Rollwiderstand als die Klasse A des EU-Reifenlabels fordert und verbesserter aerodynamischer Geometrie sorgen in Kombination mit leichten Magnesiumrädern für mehr Reichweite.

#ElectricDrive: Das radikal neue, von Mercedes-Benz entwickelte Antriebskonzept erreicht einen Benchmark-Wirkungsgrad von 95 Prozent von der Batterie bis zu den Rädern.

#PassiveCooling: Innovative passive Kühlung des Antriebsstrangs mittels Kühlplatte im Unterboden.

#BionicEngineering: Fortschrittliche digitale Tools ermöglichen innovative Leichtbaukonstruktionen, die die Effizienz und Reichweite steigern.

#SolarPower: Ultradünne Dachpanele speisen das Batteriesystem und sorgen für bis zu 25 km zusätzliche Reichweite.

#SoftwareDriven: Softwaregesteuerter Ansatz als Schlüssel zum Erfolg bei der Erreichung von Effizienzzielen und einem schnellen Entwicklungsprozess, einschließlich eines ausgeklügelten Batteriemanagementsystems.

#GlobalResponsibleLeadership: Mit dem VISION EQXX erhöht Mercedes-Benz das Tempo, um „Lead in Electric“ und „Lead in Car Software“ zu werden und Maßstäbe für nachhaltige Mobilität zu setzen.

VISION EQXX: Die wichtigsten technischen Daten auf einen Blick

Energiegehalt der Batterie


kWh


< 100

Nennspannung


Volt


> 900

Energieverbrauch


kWh/100 km

(Meilen/kWh)


8,7

(7,1)

cw-Wert




0,17

Stirnfläche





2,12

Leistung


kW


180

Radstand


mm


2.800

Länge/Breite/Höhe


mm


4.977/1.870/1.350

Leergewicht des Fahrzeugs


kg


1.755

Artikel und Fotos: Daimler AG
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Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

RiffRaff
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Deutlich unter 10 kWh pro 100 km: Mercedes legt die Messlatte für Effizienz!

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

Leto89
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War da ein Notar dabei? Kombiniere Enterhaken mit LKW.... ;-)
eSoul SK3

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

RiffRaff
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Wenn du statt destruktive Kommentare abzulassen gelesen hättest, könntest du dir die Antwort selber geben: ja, verplompte Ladeklappe.

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

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Also was Du Dir erlaubt zu unterstellen!
Das würde kein Konzern machen welcher durchprzessierte und verlor dass seine Verbrennermotore nur in einem gewissen Temperaturbereich die Abgas Werte schaffen dürfen....

Im Frühling gibt es weiters typischen Ostwind.....

OH, einmal 140 km/h. Für 0,2 sec?

Ja, Windschlüpfrigkeit zahlt sich aus.
Warum erhalten dann allerdings heutige E Fahrzeuge nicht alle bei den Verbrennern des Konzerns üblichen Abdeckungen um deren Windschlüpfrigkeit schon heute zu erhöhen?

Hochglanzschönrederei
Ja, ein Bericht welcher viele Überlegen lässt ob ein E Auto nicht doch etwas für einen sei, danke hierfür.

Ich lade lieber 3 x auf so einer Strecke, zahle 30.000 € weniger für eine andere Marke da mein Mercedes in 11 Monaten gut 5 davon in Werkstätten stand und noch mal gut 2 Monate mit defekten Teilen herumfahren musste.

Der Laden sollte mal das was sie verkaufen beherrschen und sich an Zusagen halten anstatt wieder was neues rauszubringen.
Hat dieses supertolle Ding wenigstens die Möglichkeit am Navi selektiv, wie die Billigheimer am Markt, nach Ladeleistung im Navi Ladestationen zu selektieren?
Was wichtiger ist als ohne Laden, vermutlich unter 0,001% aller gefahrenen Strecken zu bewältigen.
Und das Solar Dach... 2,5 % Einsparung um... Wieviel € lt. Preisliste?
Nennen wir es Hochglanz-Machbarkeitsstudie.
Sorry aber nach 11 Monaten Dauerbaustelle ist man nicht gerade ein Markenfreund.
Der Nissan? Läuft seit Anbeginn 60.000 km ohne Werkstättenbesuche und Software updates welche Geräte unbrauchbar machen.
Was im Alltagsgebrauch wichtiger ist, zumindest mir.
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

RiffRaff
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Im Gegensatz zu merkwürdigen Start-ups mit S macht dieser Mercedes mehr PV km pro Tag. Und das einfach so nebenbei, ohne Rumgemurkse.

Die Effizienz und der konkurrenzlos leichte Akku sind der zukünftige Benchmark an dem sich alle messen lassen müssen.

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

Leto89
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RiffRaff hat geschrieben: Wenn du statt destruktive Kommentare abzulassen gelesen hättest, könntest du dir die Antwort selber geben: ja, verplompte Ladeklappe.
Ich lache mich tot!!! Ich hatte genau auf die Ladeklappe mich bezogen. Wenn Du Dich mit einer Kette vom LKW ziehen kannst, musst Du nix laden.

Vielleicht selber mal lesen und verstehen. Und nicht vergessen, einige Menschen können auch lachen ohne in den Keller zu gehen.

Schön, das @env20040 den Betrugsskandal rausgeholt hat. Einem Betrüger vertraue ich nur noch beim Betrügen.
eSoul SK3

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

Accept
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Also die Daten lesen sich beeindruckend. Aber die 140 km/h, dürften nur kurzzeitig gefahren sein den in Italien und er Schweiz gelten 120 bzw. 110. Aber sei es drum die Durchnittsgeschwindigkeit mit 87 ist realistisch. Man muss bedenken im Gotthard sind nur 80 erlaubt und die Staus muss man auch noch einrechnen so wie die Mautstationen die jedesmal Geschwindigkeit kosten. Auch ich habe wenn ich nach Italien fahre nicht viel mehr als Durchschnitt stehen. Aber mich würde interessieren was das Teil auf der Rückfahrt verbraucht hat. Denn von Sindelfingen (449m.ü.M ) nach Italien (0m.ü.M) geht es nur bergab und hoch eigentlich nur vorm Gotthardt, danach nur bergab. Auch ich habe nach Italien immer einen geilen Verbrauch. Der aber auf der Heimfahrt ganz anders aussiehst. Man hat diese Route finde ich gezielt gewählt. Und zu guter letzt was kostet das Teil.

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

Guglhupf
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Das ist wie im Motorsport, es geht darum den technischen Fortschritt sicherzustellen und eben auch öffentlichskeitswirksam zu zeigen was man kann. Ja man kann die Strecke auch mit dem Hyundai Kona fahren, darum geht es hier nicht. Bei 87.4km/h durchschnittlich auf der gesamten Strecke, kann man nicht so langsam gefahren sein.
Nicht zu vergessen 900V, die Energiedichte und das Gewicht.

Re: EQXX Prototyp fährt über 1000km mit einer Ladung

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Ob Accus Konkurenzlos leicht sind, liegt daran, was man als Accu bezeichnet, bzw was dann in einer Serie wirklich eingebaut wird.
Teilweise sind heute seitlich Rammschwellen verbaut, extra Metallplatten unter den Paketen als Auffahrschutz, etc.etc.
Desgleichen geht bei Prototypen in Kunststoff, ohne Platten oder Rammschutz.

Ein guter Marketinggag, ohne Frage.

Nicht nur die Route hat man optimiert ausgesucht,
auch die Jahreszeit betreffend Windverhältnissen und der Niedrigeen Strassentemperatur
Vielelicht den Tag betreffend eines Rückenwindes...
Um die PV-Leistung zu optimieren das ganzer bei möglichst niedrigen Temperaturen?

Sowas wird Generalstabsmässig geplant.
Ja, es ist eine plakative Leistung, Ohne Frage.
Die Hintergründe jedoch im Tiefschwarz.

Hätte man keine Bedenken gehabt, warum kündigt man dies nicht vorher an damit etwaige Journalistische Begleitung, bis hin zum Phototermin auf der Passhöhe des Gotthardt mit den Journalisten erfolgen kann?

So bleibt, in der heutigen verlogenheit der Automotive, insbesonders zweier deutscher Hersteller immer, sowie die Transparenz fehlt immer ein Schatten, bis zu einer Wolke über Vollmundigen Präsentationen.

Wer einmal lügt, lügt wieder... sagt der Volksmund...

Ich weiss nicht wer mit S lügen soll.
Ich hörte nur von Rechtsgültigen Urteilen, einem davon gegen Mercedes.
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