2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    spark-ed
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folder Sa 21. Nov 2015, 10:12
Der Ansatz mit elektrifizierten LKW, die für den Fernverkehr Oberleitungsgespeist sind, kommt mir gar nicht so abwegig vor.

Könnte mir vorstellen, daß mehrere Auflieger mit atonom fahrenden Zugmaschinen im Verband gekoppelt auf einer zusätzlichen Verkehrsspur fahren (praktisch abstandasfrei reduziert aerodynamische Verluste drastisch, wie wir E-Autofahrer wissen ;) )
Nach Bedarf lösen sich die Verbände auf und werden an Verteilerbahnhöfen dann für den manuellen Weitertransport im Nahverkehr übernommen. (kann mit völliger Autonomisierung dann auch noch entfallen)

Gut, die Geschwindigkeit eines ICE ist da wohl nicht zu erreichen und der Rollwiderstand auf einer Schiene ist schon ziemlich optimal, aber welche Vorteile hätte ein schienengebundener Zug sonst noch?

Wie Berndte schon beschreibt, die Bahn ist zu unflexibel und nur für den geringsten Teil der Transporte optimal geeignet. Entgegen der Meinung vieler lässt sich die Transportkapazität praktisch auch kaum noch erhöhen. Aus heutiger Sicht muss man das Konzept schienengebundenem Transports daher eigentlich langsam in Frage stellen.

Wenn das Bahnnetz nicht schon seit >100 Jahren existent wäre, dürfte nach heutigen Maßstäben niemand auf die Idee kommen, so etwas neu zu planen und zu bauen.
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    rolandp
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folder Sa 21. Nov 2015, 11:47
Hallo,

die Technik ist schon uralt, aber Sinnvoll. Eine automatischer Abstandstempomat in jedem LKW und der Fahrstreifen wird optimal und sicherer genutzt.

Ihr seht hier den Nutzen nicht so richtig...wenn die Leitungen gebaut sind und die Planer etwas Mitdenken, dann hat man an dieser Strecke sicher einige Schnelllader an den Park und Rastplätzen, den der zusätzliche Aufwand ist dann sehr gering.

RolandP
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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dctdct
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folder Sa 21. Nov 2015, 12:05
Wundere mich warum die technolgie der peitschen-stromabnehmer nicht tauglich bis ~100 km/h gemacht wird.
Wäre weniger komplex, vor allem auf seite LKW.

Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    eDEVIL
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folder Sa 21. Nov 2015, 12:12
Autonome Einheiten nehme dem Straßentransport den Nachteil des höheren Personalbedarfes.

Sowas wäre aver auch azf der schiene automatisierbar
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

.

Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    Kelomat
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folder Sa 21. Nov 2015, 12:18
Was kostet diese Infrastruktur? Zu viel!

Billiger sind 800kW Ladesäulen für Akku LKWs an allen Rastplätzen.

Diese Meldung ist nur wieder mal so ein "Wir könnten ja aber die Akkus sind zu Schwach - Die gehen nur wenige Km" Ding.
Ich glaube das wird niemals kommen. Deutschland ist nicht mal Fähig eine Flächendeckende Ladeinfrastruktur zu bauen, aber für Oberleitungen auf Autobahnen ist Geld da?
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller

Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    rolandp
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folder Sa 21. Nov 2015, 12:23
Auf der Schiene wäre das Automatisieren sicher einfacher, aber das Weiterfahren zum Kunden erfordert dann ein Umladen und wieder einen LKW.

Stellt Euch vor die rechte Spur wird mit automatischen Abstands und Geschwindkeitestempomat ausgerüstet, dann könnte man die Staus verkleinern und die Unfälle reduzieren plus die Transportkapazität erhöhen...die LKW würden z.B. in einer Kolonne von 25KW fahren und dann 300m frei halten um das Einfädeln auf die Aubahn zu ermöglichen.

Ein LKW der dann in einen Stau rein fährt werde damit auch viel geringer !

RolandP
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    Alex1
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folder Sa 21. Nov 2015, 13:49
Sooo teuer wird es nicht werden, ein paar Drähte zu spannen.

Die müssen ja auch nur auf die Autobahnen. Für die paar km Landstraße reicht ja dann ein kleiner Akku. Der natürlich auf der Fahrt voll geladen wurde!

Weiterer Vorteil: Bremsenergie wird in die Oberleitung wieder eingespeist.

Probleme beim Ein- und Ausscheren erwarte ich jetzt nicht, da muss halt die Sensorik und Steuerung entsprechend ausgereift sein.

Zusammen mit der "elektronischen Deichsel" oder gar fahrerlosem Fahren könnte was Gutes draus werden :mrgreen:

Die Investitionen sehe ich überhaupt nicht als Bremse. Wenn über 800.000 Euro für eine H2-Zapfstelle geschwafelt wird, fallen die paar Euro pro km sicher nicht ins Gewicht.

Mich würde mal die notwendige Höhe des Fahrdrahts interessieren. Mit Niederspannung wird das Ganze ja wohl kaum funktionieren?

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Herzliche Grüße
Alex
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    rolandp
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folder Sa 21. Nov 2015, 13:55
Fahrerlose LKW sind technisch sicher kaum ein Problem, wenn ich mir die jetzigen fahrerlosen Systeme von Google, Audi usw. ansehe.
Ich finde das die LKW sowieso rechts und mit Verkehrsleitsystem geregelt werden müssen...die Überholmanöver ala ich fahr 83Kmh und Du 80kmh dann wird 2-3 Minuten lang überholt ist ein echtes Sicherheisrisiko plus Stauproduzent und eingeschlafene LKW Fahrer die nach links ausscheren (hatte ich schon 2 mal) sind damit auch weg.

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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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folder Sa 21. Nov 2015, 19:04
Alex1 hat geschrieben: Mich würde mal die notwendige Höhe des Fahrdrahts interessieren.
Den legen die Autobahnbrücken automatisch fest, also ca. 4.50 m.
Mit Niederspannung wird das Ganze ja wohl kaum funktionieren?
Züge ziehen aus dem Fahrdraht bis zu 15 MW. Das schafft so ein Unterwerk gerade so. Soviel wird man hoffentlich nicht brauchen. Ich sage mal 3kV könnten reichen.

Gruss
Umbi
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

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    Alex1
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umberto hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:Mich würde mal die notwendige Höhe des Fahrdrahts interessieren.
Den legen die Autobahnbrücken automatisch fest, also ca. 4.50 m.
Hatte ich blöd ausgedrückt, die 4,5 m waren ja klar :doof: Es muss ja erst einmal ein Abstand vom Fahrdraht zur Unterseite der Brücke sein und dann nochmal der selbe Sicherheitsabstand zu den Fahrzeugen darunter. Bei der Bahn ist es ja glaubich ein Meter, das wäre hier nicht machbar. Deswegen geht die Spannung sicher nicht über die von Dir genannten 3 kV.

Muss man bei der nächsten Eisenbahnbrücke schauen, wieviel Abstand da ist.

Das Problem sehe ich bei Lkws, die nicht korrekt beladen sind. So sind ja schon Manche an Brücken gescheitert mit ausgefahrenen Hubsteigern oder so. Vor Fahrdraht bekommen die dann ordentlich Einen gewischt.
Zuletzt geändert von Alex1 am Sa 21. Nov 2015, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
Herzliche Grüße
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