Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

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Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

suneater
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Ja, die Motivationen gehen von rational bis hin zum Statement Auto, das sinnbildlich für Aufbruch und vielleicht auch sonstige Lebensführung steht.
Ich frage mich gerade, wie BMW diesen tollen und wertvollen i3/i8 Haufen in die zu erwartende Produktepalette überführen will. Ich würde diese extrem wertvolle Kundengruppe CRM-mässig sehr, sehr achtsam behandeln...bei uns in der Schweiz nehme ich da nichts wahr, wie ist die Situation in Deutschland?
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Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

suneater
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Ein weiterer Punkt, der mich im Zusammenhang mit der Denkhaltung beschäftigt:
Viel Denkarbeit fliesst heute in diesen unsäglichen Autonomes-Fahren-Müll...warum? Ganz einfach, da kann der Hersteller günstig rumpröbeln, Risiken quasi auf einen grossen Testmarkt mit unklaren Haftungsregeln outsourcen. Und zusätzlich eine grosse Marge abschöpfen...Risiken sozialisieren, Gewinne privatisieren...

Will ich das? Definitiv nein! Der Hirnschmalz soll primär in clevere Hardware und dessen Steuerung fliessen, das bringt uns allen echten Mehrwert.

Nichts gegen Assistenzsysteme. Auch autonomes Fahren, beispielsweise Autobahn Pendelstrecken zu Stosszeiten, kann durchaus intelligent und dem Verkehrsfluss förderlich sein, da müsste aber der Staat als Strassenbetreiber in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Privatwirtschaft ein System entwickeln, welches dann via Modullösung sämtlichen Fahrzeugen nützen würde.

Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

umali
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Ich will einen Button haben, der den AutoPilot aktiviert, damit ich mit meiner Besten rumknutschen kann (bei 130km/h).
Nicht jeder findet es g..., so überflüssiges Zeug wie manuelles Lenken fortbestehen zu lassen. Bei der Kupplung kommen ja auch immer mehr Leute zur Überzeugung, dass diese Bedieneinheit ziemlich sinnfrei ist und deshalb ausgelagert werden kann.

Der i3/i8-"Haufen" wird schon etwas passendes finden. Der Markt wird größer und wenn BMW nichts anbietet, wird es eben ein anderer OEM.
VG U x I

Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

umali
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R400 hat geschrieben: Mal eine andere Sichtweise: Die "i3-Denkhaltung" lebt solange weiter wie die Leute, die ihn bewusst fahren - ganz egal, wo in aller Welt dessen Entwickler inzwischen auch weiterwirken.
Wer ihn fährt, ohne ihn wertzuschätzen, hat ihn eben nicht begriffen.
.....
Nun mach' mal nicht so ein Bohei um die Kiste. Das CfK mag' ganz nett sein, aber recyclingfreundlicher ist Stahl allemal.
Ein richtiger "Treffer" am life-Modul und des Ding ist schredderreif oder was meinst Du, warum da nur Spezialwerkstätten für CfK-Reparaturen zugelassen sind?

Man hätte ihn konsequent weiterentwickeln müssen und auch das Thema Nachhaltigkeit, was beim Besichtigungsrundgang in der Leipziger i-Produktion in gefühlt jedem 2. Satz vorkommt, auch leben müssen.
Wenn z.B. keine Akku-upgrades angeboten werden, dann ist "Nachhaltigkeit" leider nur eine hohle Phrase, denn das Chassis ist ja noch tauglich, aber wenn nach 8 Jahren der Akku bei ~80% liegt, soll man die Kiste abgeben statt den Akku zu wechseln?

Die Verursacher dieser Fehlentwicklung ist allerdings die Nachhut der i3-Entwickler und die ticken anders bzw. werden vom Management dazu verdonnert.

VG U x I

Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

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umali hat geschrieben:
R400 hat geschrieben: Mal eine andere Sichtweise: Die "i3-Denkhaltung" lebt solange weiter wie die Leute, die ihn bewusst fahren - ganz egal, wo in aller Welt dessen Entwickler inzwischen auch weiterwirken.
Wer ihn fährt, ohne ihn wertzuschätzen, hat ihn eben nicht begriffen.
.....
Nun mach' mal nicht so ein Bohei um die Kiste. Das CfK mag' ganz nett sein, aber recyclingfreundlicher ist Stahl allemal.
Ein richtiger "Treffer" am life-Modul und des Ding ist schredderreif oder was meinst Du, warum da nur Spezialwerkstätten für CfK-Reparaturen zugelassen sind?

Man hätte ihn konsequent weiterentwickeln müssen und auch das Thema Nachhaltigkeit, was beim Besichtigungsrundgang in der Leipziger i-Produktion in gefühlt jedem 2. Satz vorkommt, auch leben müssen.
Wenn z.B. keine Akku-upgrades angeboten werden, dann ist "Nachhaltigkeit" leider nur eine hohle Phrase, denn das Chassis ist ja noch tauglich, aber wenn nach 8 Jahren der Akku bei ~80% liegt, soll man die Kiste abgeben statt den Akku zu wechseln?

Die Verursacher dieser Fehlentwicklung ist allerdings die Nachhut der i3-Entwickler und die ticken anders bzw. werden vom Management dazu verdonnert.

VG U x I
Da hat jemand ganz viel Erfahrung und Wissen.
Hoffentlich nicht alles vom Besichtigungsrundgang in Leipzig.


Und Bohei ist bei der Kiste immer noch angebracht.

My 2Cent
I3 60Ah
I3s 94Ah
PV 22kw
Open WB mit Überschußladung

Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

1234567890
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umali hat geschrieben: Wenn z.B. keine Akku-upgrades angeboten werden, dann ist "Nachhaltigkeit" leider nur eine hohle Phrase, denn das Chassis ist ja noch tauglich, aber wenn nach 8 Jahren der Akku bei ~80% liegt, soll man die Kiste abgeben statt den Akku zu wechseln?
Es muss aber auch eine ausreichende Anzahl an Kunden das wollen.

Es gab ja mal ein Akku-Upgrade vom 60er auf den 94er, nur hat das kaum einer gekauft, obwohl BMW das günstig angeboten hat und dabei sogar finanziell drauf gelegt hat. Die Kunden haben lieber noch etwas mehr Geld in die Hand genommen und sich einen neuen 94er gekauft. Und nach deinen prognostizierten 8 Jahren, wer baut da in ein Fahrzeug, das nur noch einen niedrigen 4-stelligen Zeitwert hat, einen Akku ein, der den Zeitwert mehrfach übersteigt? Die kannst Du doch an einer Hand abzählen.

Eines der i3-Konzepte, die nett gedacht waren aber von den Kunden nicht angenommen wurden, war der Akku-Upgrade.
Aktuell: Mercedes EQA 250 (Ex: Tesla Model S, BMW i3 Rex, Tesla Model X)

Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

umali
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Speedlimit hat geschrieben: Da hat jemand ganz viel Erfahrung und Wissen.
Hoffentlich nicht alles vom Besichtigungsrundgang in Leipzig.

Und Bohei ist bei der Kiste immer noch angebracht.

My 2Cent
Yeap - seit 2,5 Jahren Nutzung.
Die Besichtigung war nur on top - hat Manufakturcharakter. Damit wird klar, warum die Kiste teuer ist und kein echtes Massenprodukt wurde.

Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

umali
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1234567890 hat geschrieben:
umali hat geschrieben: Wenn z.B. keine Akku-upgrades angeboten werden, dann ist "Nachhaltigkeit" leider nur eine hohle Phrase, denn das Chassis ist ja noch tauglich, aber wenn nach 8 Jahren der Akku bei ~80% liegt, soll man die Kiste abgeben statt den Akku zu wechseln?
Es muss aber auch eine ausreichende Anzahl an Kunden das wollen.
...
Warum?
Nachhaltigkeit bedeutet, dass man so etwas Wichtiges bei der Planung mit berücksichtigt, um ein Akku-upgrade kostengünstig anbieten zu können.
BMW kann sich jedenfalls nicht mit übermäßiger Nachhaltigkeit schmücken, auch wenn das in vielen Bereichen der i3-Herstellung umgesetzt wurde.

Jedes Mal, wenn ich zum Service bin, wird versucht, mir einen neuen i3 aufzudrängen. Wozu, wenn's doch nur 8 Module sind, die irgendwann mal fällig werden?
Vermutlich muss man sich doch noch einen HV-Techniker organisieren, der das DIY bewerkstelligt.
Das i3-Konzept ist auf einen - moderat aufwendigen - Akku-/Modulwechsel ausgelegt, nur muss es der OEM auch anbieten.

Tja - Gewinn geht VOR Nachhaltigkeit, weshalb das OEM-seitig verständlich ist. Nur dann sollte man so etwas in Bezug auf Nachhaltigkeit nicht hypen.

Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

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1234567890 hat geschrieben: Es muss aber auch eine ausreichende Anzahl an Kunden das wollen.

Es gab ja mal ein Akku-Upgrade vom 60er auf den 94er, nur hat das kaum einer gekauft, obwohl BMW das günstig angeboten hat und dabei sogar finanziell drauf gelegt hat. Die Kunden haben lieber noch etwas mehr Geld in die Hand genommen und sich einen neuen 94er gekauft. Und nach deinen prognostizierten 8 Jahren, wer baut da in ein Fahrzeug, das nur noch einen niedrigen 4-stelligen Zeitwert hat, einen Akku ein, der den Zeitwert mehrfach übersteigt? Die kannst Du doch an einer Hand abzählen.

Eines der i3-Konzepte, die nett gedacht waren aber von den Kunden nicht angenommen wurden, war der Akku-Upgrade.
Ob das Akku-Upgrade von BMW nun "günstig" angeboten wurde, sei mal dahingestellt. Solange einem OEM keinge gesetzlichen Auflagen gemacht werden, wird er, wenn er es denn überhaupt anbietet, immer eher einen Preis dafür kalkulieren, der Kunden zu neueren, weniger nachhaltigen Fahrzeugen treibt.

So ein Akku-Upgrade wird solange nicht angenommen, solange man etwa für die gleiche Preisdifferenz auch auf ein neueres Fahrzeug mit dieser Batterie wechseln kann. Über die Jahre wurde ja nicht nur die Batterie-Kapazität verbessert.

Das ganze kann sich ändern, wenn der i3 nicht mehr prodzuziert wird. Bis dahin sind dann vielleicht 200.000 - 250.00 Stück davon auf der Straße und dann gibt es nicht den Reiz des face-gelifteten Modells. Wer prinzipiell beim ikonischen und effizienzbetonten Klassiker bleiben will, wird dann bei weiter voranschreitender Batterie-Technik und weiter fallenden Zellenpreisen mehr Interesse an einem Upgrade entwickeln.
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Re: Was wird mit der i3-Denkhaltung passieren?

umali
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Hacky hat geschrieben: ... Über die Jahre wurde ja nicht nur die Batterie-Kapazität verbessert. ..
Meinst Du jetzt die Schlitzaugen, noch eine Reifenkombination beim i3s mehr und das etwas schnellere ESP?

Echte Modifikationen (außer Akkukapazität) fehlen bis dato und der Rest ist normale Modellpflege. Wegen oben genannter Mini-Mods würde ich nie einen neuen i3 kaufen.

Mal sehen, ob BMW den vollmundigen Reden auch Taten folgen lässt. Ich gehe davon aus, dass das letzte update endlich nennenswerte Neuerungen auch bei den Assistenten mitbringt (Die suizid doors werden sie bis zum Ende durchboxen ;).).. Ggf. ist dann auch mal eine brauchbare ACC mit Radar dabei.
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