Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

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Dann leite ich für mich daraus ab, dass man A/C im Winter nur anmachen sollte, wenn die Scheiben zu beschlagen drohen. Ansonsten ist es zumindest bei trockenem Wetter sparsamer, ohne A/C zu heizen, weil die Wärmepumpe dann trotzdem arbeitet (sofern eine verbaut ist).
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Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

ccnacht
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Korrekt. Und die "-5°C" stecken wir mal ins Märchenbuch.
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Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

Mola
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Norbert W hat geschrieben: Wusste ich es doch, die Wärmepumpe dient auch der Kühlung im Sommer....
Das steht da aber nur da die WP kein separates Gerät ist, sondern einfach die Klimaanlage mit ein paar Leitungen / Ventilen um diese umkehren zu können.
Fürs kühlen im Sommer reicht die Klimaanlage, dazu muss man nicht die WP bestellen, bzw. mit WP ist das keinen Deut anders/besser.
ccnacht hat geschrieben: Korrekt. Und die "-5°C" stecken wir mal ins Märchenbuch.
Märchenbuch hin oder her. Mit sinkender Außentemperatur geht die Arbeitszahl immer mehr runter, irgendwann ist die auch ohne Abschaltung bei 1 -> Stromdirektheizung.
Weit unter 0 Grad muss dann der Wärmetauscher auch immer mehr mit Vereisung kämpfen bzw. mit Energieaufwand abgetaut werden. Macht schon Sinn dann irgendwann abzuschalten, aber nicht schon bei -5 Grad hoffe ich.

Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

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Rein aus Neugier wäre es schon interessant zu wissen wann elektrisch Heizen in der Auto-Realität besser wäre. Wenn ich mich richtig an Physik erinnere hat eine optimale Wärmepumpe immer noch einen "Wirkungsgrad" von knappen 200%, wenn die Temperaturdifferenz an die 100K beträgt... so richtig wichtig isses aber wohl nicht ;)

Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

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Norbert W hat geschrieben: Wusste ich es doch, die Wärmepumpe dient auch der Kühlung im Sommer. Super, gut dass ich die WP beim neuen i3 mit bestellt habe. Insgesamt ist der i3 damit sicher noch etwas effizienter.
Eine Luft-Wärmepumpe kann nur aktiv kühlen (es fehlt ja das Grundwasser als Kühlungsquelle). Wo soll jetzt der Effizienzgewinn sein, ob man den Klima-Kompressor oder den WP-Kompressor benutzt??
Und im Winter ist es eben auch fraglich, ob bei Temperaturen <0 Grad überhaupt noch eine vernünftige Arbeitszahl zustande kommt. Solange keine konkreten Zahlen vorliegen bez. kWh-Gewinn/Arbeitszahl etc. ist WP beim E-Auto für mich ein Hype.
Wieviel mehr bringt da eine Sitzheizung (und bitte endlich auch für die Rücksitze; so eine Wärmematte verbauen ist doch keine Kunst)!
Merkwürdig, dass das Thema Infrarotheizung beim E-Autobau nicht ankommt.
BMW i3 (94Ah), Smart (451) ED Cabrio mit 22kW-Bordlader
Audi etron reserviert
bald 10kWp PV auf dem Dach und Erd-Sole-WP im Keller

Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

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Gängige Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie auch Klimaanlagen für die Gebäudebeheizung schaffen locker auch noch bei -10 Grad Außentemperatur Arbeitszahlen größer als / nahe an 2, das ist immerhin auch dann noch eine Verdopplung der zur Beheizung eingesetzten elektrischen Leistung. Wieso sollte jetzt die WP im i3 denn soviel schlechter arbeiten ? Natürlich braucht sie dabei ordentlich Außenluftdurchsatz über einen Ventilator, besonders beim energieintensiven Aufheizen des Innenraumes, den hört man ja auch dann deutlich.
Diese ganze Infrarotheizungs-Sache bringt keinerlei Wärmegewinne, Leute die meinen damit Heizenergie einsparen zu können, egal wo, sind wohl den Verkäufern dieser Heizgeräte schön auf den Leim gegangen. Gut allerdings dass es unsere Autoindustrie (noch) nicht ist. Wenn man dicht vor so einem Heizelement ist bekommt man (natürlich) hauptsächlich die Infrarotstrahlung und damit die Wärme ab, das ist aber dann auch schon Alles.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

ccnacht
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Soll der Fahrzeuginnenraum aufgeheizt werden, so werden die Komponenten des Wärmepumpenkreislaufs je nach Umgebungsbedingungen unterschiedlich genutzt.

Bei Außentemperaturen kleiner 17 °C wird der Wärmepumpenkreislauf genutzt.
Bei Außentemperaturen größer 17 °C wird nur der elektrische Zuheizer genutzt.
Zum Kühlen, Entfeuchten der in den Fahrzeuginnenraum geblasenen Luft und bei bestimmten Anforderungen der Regelung wird der Wärmepumpenkreislauf im Mischbetrieb betrieben. Hierbei wird der Kältemittelkreislauf einerseits zum Kühlen des Verdampfers und zusätzlich die durch den Verdichtungsprozess erzeugte Wärme zum Aufheizen des Kühlmittelkreislaufs genutzt.

Laut technischen Unterlagen arbeitet sie bis -10°C. Hört man auch am lauten Lüfter. Wirkungsgrad 2 gibt BMW selbst an. Soweit mal Fakten.
Zuletzt geändert von ccnacht am Mo 18. Nov 2019, 14:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

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graefe hat geschrieben: Solange keine konkreten Zahlen vorliegen bez. kWh-Gewinn/Arbeitszahl etc. ist WP beim E-Auto für mich ein Hype.
Kein Hype. Luft-Wärmepumpen sind effizienter als ein "Glühdraht" :mrgreen: . Dissertation über das Thema - Energieeffizientes Heizen eines
E-Fahrzeugs: https://publikationsserver.tu-braunschw ... Gregor.pdf

Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

Mola
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graefe hat geschrieben: Eine Luft-Wärmepumpe kann nur aktiv kühlen (es fehlt ja das Grundwasser als Kühlungsquelle). Wo soll jetzt der Effizienzgewinn sein, ob man den Klima-Kompressor oder den WP-Kompressor benutzt??
Hä? Was ist eine Kühlungsquelle und was hat per se Grundwasser damit zu tun?
Eine Wärmepumpe braucht eine Wärmequelle. Beim Auto ist das logischerweise die Außenluft. Brunnen mitschleppen geht mangels ergiebiger mobiler Brunnen natürlich nicht.

Mein Haus hat eine Grundwasserwärmepumpe. Damit lässt sich theoretisch eine Arbeitszahl > 5 erreichen. In der Realität siehts leider nicht ganz so optimal aus, aber weit besser als jede Luftpumpe die nur dann effizient ist wenn man diese gar nicht braucht.
graefe hat geschrieben: Merkwürdig, dass das Thema Infrarotheizung beim E-Autobau nicht ankommt.
omg :shock: , und ich hatte mich schon gefreut dass bisher in diesem Thread keiner auf solche Ideen kam. Mal sehen wann der erste vorschlägt Teelichter unter die Windschutzscheibe zu stellen :mrgreen:
bm3 hat geschrieben: Gängige Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie auch Klimaanlagen für die Gebäudebeheizung schaffen locker auch noch bei -10 Grad Außentemperatur Arbeitszahlen größer als 2, wieso sollte jetzt die WP im i3 soviel schlechter arbeiten ? ...
Ja diese Geschichten gibt es oft. Ebensoviele male haben sich Altbau-Eigenheimbesitzer gewundert nachdem der alte dreckige Ölkessel gegen die tolle Luftpumpe getauscht wurde:
Wieso kostet das laufend so viel wie eine Stromdirektheizung?
Und das bei den Investionskosten einer WP?
Und wieso verdammt ist die Bude immer noch nicht warm obwohl diese Luftpumpe so eine tolle Arbeitszahl hat???

Wie beim besagten Altbau mit Miniheizkörpern, die gerne mit 60-70 Grad Vorlauf befeuert werden (kein Problem für den alten dreckigen Ölkessel), hat ein E-Fahrzeug leider eine echt miese Wärmesenke. Luft ist der denkbar schlechteste Wärmeträger und muss wenn es kalt wird eben recht heiß rausgeblasen werden. Also großer Temperaturhub - schlecht für die Effizenz der Wärmepumpe, Sie muss die Wärme höher pumpen.
Da mögen die -10 neben der ständigen Vereisung des Wärmetauschers noch gar nicht so schlimm sein. Die 70 Grad in der Zuluft killen den letzten Rest Effizienz und die Wärmepumpe läuft fast auf der schlechtesten Arbeitszahl: 1 = Stromdirektheizung.

Deswegen habe ich die WP nicht bestellt. Sie hilft auch nur in der Übergangszeit, nicht wenn es wirklich kalt wird -also dann wenn man diese bräuchte. Dafür ist das Ding m. E. zu teuer.

Re: Zusammenhang Wärmepumpe / A/C / elektrische Heizung?

gohz
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Mola hat geschrieben: Da mögen die -10 neben der ständigen Vereisung des Wärmetauschers noch gar nicht so schlimm sein. Die 70 Grad in der Zuluft killen den letzten Rest Effizienz und die Wärmepumpe läuft fast auf der schlechtesten Arbeitszahl: 1 = Stromdirektheizung.

Deswegen habe ich die WP nicht bestellt. Sie hilft auch nur in der Übergangszeit, nicht wenn es wirklich kalt wird -also dann wenn man diese bräuchte. Dafür ist das Ding m. E. zu teuer.
Da ist ja gut, dass das beim i3 nicht passieren kann. 70 Grad Zuluft gibt es nicht, da es den den REX nicht mit Wärmepumpe gibt. Und die -10 Grad sind die absolute Ausnahme.
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