Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

Michael_Ohl
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Wenn ihr die MwSt. bei E-Autos streichen würdet, gäbe es für Firmen gar keinen Anreiz mehr ein E-Auto zu kaufen. Da ist es so schon schwer genug an den BWL Chaoten vorbei so etwas durch zu bekommen. Als Firma rechnet man KFZ Kosten schon immer Netto, weil die man idr. Vorsteuer Abzugsberechtigt ist. Das bedeutet das nur der Teil der MwSt. der auf Lohnkosten und Verkaufserlösen liegt ans Finanzamt abgeführt werden muss. Liegt die MwSt. die eine Betrieb bezahlt hat über den Einnahmen gibt's auch etwas zurück. Das wäre also sicher eher ein Bärendienst für die E-Mobilität denn dann denkt auch kein Pizzadienst oder Pflegedienst mehr über ein E-Auto nach.

mfG
Michael
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Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

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Michael_Ohl hat geschrieben:Wenn ihr die MwSt. bei E-Autos streichen würdet, gäbe es für Firmen gar keinen Anreiz mehr ein E-Auto zu kaufen. Da ist es so schon schwer genug an den BWL Chaoten vorbei so etwas durch zu bekommen.
Wenn der BWL-Chaot in Deinem Laden rechnen kann, dann fällt ihm schnell auf, daß sich Elektro rechnet.
Enziges Manko: für die üblichen Verbrenner bekommt man eine Restwertgarantie. Beim Elektro ist die Frage, ob man je nach Restwert knapp günstiger fährt oder mehrere 1000.-€ spart.

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

Michael_Ohl
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Dann rechne mal einem BWL Chaoten vor, wie er bei locker doppelten Anschaffungspreisen oder all inkl. Leasingraten Taler sparen kann. Das schafft man nicht wirklich. Haben will zählt auf dem Papier nicht.
Und der BWL Mensch in der Firma rechnet jeden Euro den er mehr ausgibt mit 6% Zinsen im Jahr da spielt es kaum eine Rolle ob Du nach 8 Jahren günstiger mit dem E-Auto bist denn länger als 3 Jahre interessiert ihn nicht denn länger wird selten ein Fahrzeug gehalten.
Nicht einmal der Imagegewinn ist nachweisbar so läuft vieles nur dank Subventionen.
Höhere Anschaffungspreise sind Steuerlich viel schwerer weg zu bekommen als höhere Kosten, die spielen in Firmen eher eine untergeordnete Rolle, da sie nur den Gewinn etwas drücken und damit Steuern sparen. Der teure kauf wird nicht belohnt sondern bleibt als zu versteuernder Gewinn im Unternehmen.

MfG
Michael

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

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Dann sag auch dem BWLer, dass der halbierte Listenpreis auch auf den §4 Abs.5 Nr.6 EStG (Gewinnbegriff im Allgemeinen - Die folgenden Betriebsausgaben dürfen den Gewinn nicht mindern) anzuwenden ist.

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

Triple-M
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Habe gerade gelesen das angeblich die Dienstwagensteuer für reine E-Autos von 0,5% auf 0,25% gesenkt werden soll.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 50529.html

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

Nichtraucher
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Michael_Ohl hat geschrieben: Liegt die MwSt. die eine Betrieb bezahlt hat über den Einnahmen gibt's auch etwas zurück. Das wäre also sicher eher ein Bärendienst für die E-Mobilität denn dann denkt auch kein Pizzadienst oder Pflegedienst mehr über ein E-Auto nach.
Sorry, aber das ist Unsinn. Mehrwertsteuer die ein Betrieb bezahlt, bekommt er vom Finanzamt wieder. Mehrwertsteuer die ein Betrieb bekommt, muss er ans Finanzamt abführen. Ob das eine mehr ist als das andere spielt keine Rolle. Deswegen bezeichnet man die Mehrwertsteuer auch als durchlaufenden Posten. Bringt der Firma nichts, kostet aber nichts. In der Praxis wird es aber meistens so sein, dass die Firma mehr Mehrwertsteuer von seinen Kunden kassiert als selbst Mehrwertsteuer für die gekauften Waren bezahlt zu haben. Mir fällt zumindest auf Anhieb kein Geschäftsmodell ein, wo das anders wäre.
Man darf nur nicht den Fehler machen, die vom Kunden kassierte Mehrwertsteuer als Einnahmen zu betrachten. Soll aber vorkommen.
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Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

eSmart
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Statt einer Kaufprämie sollen Ladesäulen gebaut werde, viele !!! Es muss gezeigt werden das das Laden einfach ist und immer garantiert möglich.
Dann noch eine Förderung vom Staat auf den Strom für Elektroautos, einfach keine EEG Umlage und keine Stromsteuer.
Schon wird das Laden 50% billiger
Die Hersteller sollen kostenloses Laden beim Kauf dazugeben.
Der Vorteil: Keine Benzinkosten wirken besser im Kopf als ein Pseudorabatt beim Kauf. Und der Steuerausfall fällt nicht sofort an wie bei der Kaufförderung, sondern erst wenn das Auto geladen wird.

100.000km kostenlos fahren. Das wirkt.

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

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Triple-M hat geschrieben: Habe gerade gelesen das angeblich die Dienstwagensteuer für reine E-Autos von 0,5% auf 0,25% gesenkt werden soll.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 50529.html
Nö, die bleibt bei 1%, so wie sie derzeit auch ist.


Mehr dazu findest Du hier

viewtopic.php?f=68&t=50377&start=40#p1088635
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FAQ-Thread für den BMW i3

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

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  • Anmar
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Übrigens soll auch der §8 des GewStG geändert werden. (Gewerbesteuergesetz - Hinzurechnungen)
In § 8 Nummer 1 Buchstabe d wird das Komma am Ende durch einen Punkt ersetzt und folgender Satz angefügt: „Eine Hinzurechnung nach Satz1 ist nur zur Hälfte vorzunehmen bei
aa) Fahrzeugen mit Antrieb ausschließlich durch Elektromotoren, die ganz oder überwiegend aus mechanischen oder elektrochemischen Energiespeichern oder aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern gespeist werden (Elektrofahrzeuge),
bb) extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen, für die sich aus der Übereinstimmungsbescheinigung nach Anhang IX der Richtlinie 2007/46/EG oder aus der Übereinstimmungsbescheinigung nach Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr.168/2013 ergibt, dass das Fahrzeug eine Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer hat oder die Reichweite des Fahrzeugs unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 80 Kilometer beträgt, und
cc) Fahrrädern, die keine Kraftfahrzeuge sind,“.
Jetzt weiß ich nicht, in wie weit der BWLer jetzt jubiliert.

Re: Scheuer will E-Auto Kaufprämie erhöhen

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eine Gewerbesteuerermäßigung ist nur die Kapitalgesellschaften interessant, denn Personengesellschaften und Einzelunternehmer können das 3,8% des GewSt-Messbetrags bei der Einkommensteuer wieder anrechnen; bei einem GewSt-Hebesatz von 380% ist die Gewerbesteuerbelastung für diesen Teil der Unternehmen gleich Null.
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