ZOE Winterreichweite in der Praxis

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE
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Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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umberto hat geschrieben:Hattest Du jeweils frisch geladen (d.h. Akku wenigstens ein bißchen warm).
Etwa 3h vor der Hinfahrt hatte ich den Akku voll aufgeladen. (Davor bin ich ca. 30km in Hannover rumgegurkt.) Am Ankunftsort dann gleich angestöpselt (in warmer Autohaus-Werkstatt). Also der Akku war für die Rückfahrt auf jeden Fall gut temperiert. Sieht man ja auch am höheren Rest-SOC. Kam trotzdem auf die gleichen km raus.
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Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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Elektrolurch hat geschrieben: Macht selbst unter diesen Bedingungen eine Reichweite von jeweils rund 120km.
Das kann ich nach zwei Wintern bestätigen! Mit Vorheizen sind 120 kein Problem! Wenn das nicht geht muß man aber damit rechnen das von -5 auf 22° Heizen eben ca. 1,5 kwh aus dem Akku mopst.
Elektrolurch hat geschrieben: .... an der Heizung sparen.
Ich bin doch nicht blöd! ;)

Grüße
GC

Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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Fahrt Ihr alle so viel braver als ich??
Zz hat's ja Dauerfrost, waren ca. -5°C die letzten Tage, und jetzt kratz' ich schon hart an der 90km Reichweite. Ja klar, Winterreifen (Luftdruck übrigens erst vor kurzem kontrolliert), manchmal Schnee und Matsch auf der Straße und geheizt wird auch - aber eher auf der kühlen Seite. Und in der früh' fahr ich manchmal recht rasant zum Bahnhof, das muss ich zugeben. Auto steht übrigens draussen und wird' auch draussen geladen - aber auch am Kabel vorgeheizt ...
Sind die 90+ Reichweite jetzt erwartbar, oder sollte ich mal beim Händler vorbeischauen.
lg,
stephan
Manchmal beschleicht mich ja das Gefühl, dass Individualelektromobilität trotz aller Lippenbekenntnisse verhindert werden soll ...

Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

Jack76
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Hallo Stephan

Dazu kommt die übliche Frage aller Fragen: Wie viel km fährst Du denn am Stück "bis zum Bahnhof"? Du wirst nämlich gute 40km fahren müssen (bzw. mehr) bevor der Eisblock "aufgetaut" ist und die Reichweiten auf dem Schätzeisen wieder steigen. "Rasant" ist ebenfalls relativ, bei nem Durchschnittsverbrauch von 20kWh/100Km hast Du den Akku (25,9kWh) ja auch nur mit ~0,77C "belastet" also recht entspannt.... Kein Wunder, dass man bei nem Monsterklotz wie dem Tesla-Akku mit ner Heizung arbeiten muss um den auf Temp. zu bekommen... Wobei Akkuheizung beim "Vorwärmen" daheim täte der Kleinen auch gut....

Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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stephan0h hat geschrieben: Sind die 90+ Reichweite jetzt erwartbar, oder sollte ich mal beim Händler vorbeischauen.
Wenn Du nur kurze Strecken fährst, paßt das schon.

Wobei die Anzeige wie immer etwas paranoid ist. Wenn man den Akku ein bißchen leer gefahren hat, setzt die Reku auch bei diesen Temperaturen wieder ordentlich ein (d.h. > 22 kW) und man kriegt wieder ein paar mehr Kilometer Reichweite raus, als die Anzeige nach dem Volladen prognostiziert hat.

Viele fahren hier im Flachland oder außerhalb von Städten und da ist die Reichweite signifikant höher als in der Stadt oder in hügeligem Gelände. Meine Verbräuche schwanken zwischen 11.5 kWh/100km im Sommer überland und 27 kWh/100 km im Winter in der Stadt auf Kurzstrecken (Werte immer so nach 100 gefahrenen Kilometern)....

Weil das E-Auto soviel effizienter wie ein Verbrenner ist, sind die Schwankungen einfach etwas größer. Bei nem Verbrenner mit nem 6l/100 km Durchschnitt verwendest Du halt immer 4l/100km, um die Umwelt aufzuheizen...

Gruss
Umbi
Zoe seit 2013, 41kWh seit Ende 2018 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild

Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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Jack76 hat geschrieben:Wie viel km fährst Du denn am Stück "bis zum Bahnhof"? Du wirst nämlich gute 40km fahren müssen (bzw. mehr) bevor der Eisblock "aufgetaut" ist und die Reichweiten auf dem Schätzeisen wieder steigen
Eine Strecke 20km. Ok, heisst dann wohl, dass der Akku nicht auf Betriebstemperatur kommt, oder?
umberto hat geschrieben:Meine Verbräuche schwanken zwischen 11.5 kWh/100km im Sommer überland und 27 kWh/100 km im Winter in der Stadt auf Kurzstrecken
Und ich bin grad' konsistent bei ca. 20 kWh/100km. Ich bin jetzt echt schon gespannt, wie sich das in den wärmeren Jahreszeiten entwickeln wird, denn ich hab die Wägin erst seit Anfang November - also mir fehlt noch die "Sommererfahrung".

Ihr habt mich jetzt jedenfalls etwas beruhigt ...

Eins noch: ich nehme an, wenn ich einen kalten Akku lade, wird wahrscheinlich auch ein Teil der Energie benötigt, den Akku wieder auf Betriebstemperatur zu bekommen - die Zellen werden sich wohl erwärmen. Heisst wohl, wenn ich nach längerer Strecke gleich lade, ist das besser (im Sinne von effizienter), als den Wagen in der Nacht aufkühlen zu lassen, und in der früh zu laden?
Manchmal beschleicht mich ja das Gefühl, dass Individualelektromobilität trotz aller Lippenbekenntnisse verhindert werden soll ...

Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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umberto hat geschrieben:Heisst wohl, wenn ich nach längerer Strecke gleich lade, ist das besser (im Sinne von effizienter), als den Wagen in der Nacht aufkühlen zu lassen, und in der früh zu laden?
Auf jeden Fall! Schon alleine weil der Akku wenn er leer und kalt ist, schaden nehmen kann. Ganz voll ist auch schlecht, aber wenn's richtig kalt ist ladet die Elektronik sowieso nocht ganz voll, da bleiben locker 5% Luft. Manche hier empfehlen aber bei 80% Ladung zu stoppen. Sicher ist aber: leerer Akku im Winter bei Minusgraden ist eine ganz schlechte Idee. Gleich aufladen solange er noch ein wenig warm ist!
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 100.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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Der Akku erwärmt sich durch das Laden eh nur bedingt.
Und eine Batterieheizung hat der ZOE nicht.
Fahren und das zügig bzw. eine weitere Strecke ist das einzig Wahre.
Und dann am besten gleich laden. Das bringts!

Heute bis 5% SOC runtergefahren. Kurz ausgestiegen und siehe da: 10%.

Tja das erklärt wieso es von 8km Rest so ewig lange dauerte bis wirklich --- kam.
Finde ich aber gut. Der ZOE ist pessimistischer oder genau. Aber nie zu optimistisch. Damit man immer noch ein bisschen was hat.
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Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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Für den Winter gibt es aus für mich ein paar ganz einfache, aber wichtige Regeln:

1) Sofort nach der Ankunft laden, sonst weiß man absolut nicht, worauf man sich einlässt.
2) Unbedingt Comfort-Vorheizen (nicht nur die 5min per App). Das spart in der Regel ca. 1kWh Energie aus dem Akku ein. Also etwa 4-5% SOC.
3) Wer das Auto vor einer Fahrt warm unterstellen kann, sollte es tun. Je wärmer der Akku und vor allem die 1,5 Tonnen Metall beim Start sind, desto besser für die Reichweite.
4) Sofern möglich am Zielort in einer Tiefgarage parken. Dort herrschen meist 8-10°C und Windstille. Das schützt den Akku recht gut vor schneller Auskühlung.

Meine letzte Streckenerfahrung vom Freitag 7 Uhr:
Nienburg-Braunschweig bei -6°C Lufttemperatur
Für 102km habe ich 1h24min und 18kWh verbraucht. Restkapazität waren 12%

Randbedingungen: Start mit 100% Akku bei 8°C Akkukerntemperatur. Vorheizung auf 22°C. Zoe stand die Nacht über in einer 12°C warmen Lagerhalle. Kein Windschatten-Fahren. In Hannover stand ich 5-10min im Stau. Straße trocken, kein Schnee.

Für mich ein unerwartet gutes Ergebnis.

Re: ZOE Winterreichweite in der Praxis

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AbRiNgOi hat geschrieben:Schon alleine weil der Akku wenn er leer und kalt ist, schaden nehmen kann.
Man liest ja einiges, was beim Akku gut oder schlecht ist. Aber: das ist ein Mietakku, wenn der hinüber ist, bekomm ich einen neuen! Soll heissen: Renault hat hoffentlich genügend Vorkehrungen getroffen, dass man den nicht so leicht kaputtfahren (und kaputtladen) kann. Und die Ladeelektronik scheint beim Laden die Temperatur sehr genau zu berücksichtigen: hatte mal kurzfristig bei Minusgraden 13 Stunden Ladezeit angezeigt bekommen mit meiner 11kw Wallbox. Kurze Zeit später waren's dann 3 Stunden ...
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