Renault Zoe Q210 oder doch den R240

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Re: Renault Zoe Q210 oder doch den R240

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art
    Beiträge: 6
    Registriert: Do 29. Mär 2018, 23:35
folder Do 23. Aug 2018, 18:40
hi
wenn ich 140km/h auf der Autobahn fahren würde, dann sind glaube ich nicht einmal 70km möglich.
Meine Autobahngeschwindigkeit ist zwischen 100 und 110 km/h mit wenigen Überholvorgängen von 120km/h aber auch nur wenns unbedingt sein muss. Damit komme ich 110 km weit dann 20 bis 25 Minuten Laden an der 43kw Säule auf der Autobahn, und weiter fahren . Kommt ein Berg fahre ich sogar unter 100km/h den Berg hoch.
So kann man die Q210 schon ganz gut als ein vollwertiges Auto nutzen mit angenehmer Reisegeschwindigkeit und annehmbarer Lagezeit. Mit dem R240 ist das gar nicht möglich.
Schnelladefähigkeit ist schon sehr sehr wichtig beim Elektroauto.

Mein Punkt ist, dass in der Praxis kein Mensch bis auf 0% Akkustand das Auto fährt. Und deshalb sind 180 km nur theoretisch machbar.
Ich glaube einfach nicht dass es Leute gibt die an eine Ladesäule fahren und mit 0% an der Ladesäule ankommen.
Jeder lässt oder versucht es jedenfalls, mindestens 20 km Restreichweite im Akku zu belassen, da unter 20 km Restreichweite dann die ganzen Warnungen kommen.
Ausserdem kann es sein dass die Ladesäule defekt ist und man kann meistens im Umkreis von 20 km eine Notladesäule finden.
Wer vorsichtiger ist und nicht zitternd die letzten Restkilometer bis zur Ladesäule fahren will oder im Bergland unterwegs ist muss sogar noch mehr Restreichweite im Akku lassen.

Der zweite Punkt ist dass es keinen Sinn macht bei einer Fahrt mit Zwischenladungen auf 100 % zu laden weil das einfach sehr sehr lange dauert. An einer Schnellladesäule lädt man sehr schnell auf 80% , hängt man noch ein paar Minuten dran kann man mit 90% Akkustand weiterfahren.

In der Praxis hat man also bei einem 22 kWh Akku etwa 18 kWh zum Fahren.
Die Betonung liegt in der Praxis wo man ein Kompromiss zwischen Ladedauer und Geschwindigkeit also Verbrauch finden muss.
Wenn ich zuhause auf 100% lade dann losfahre eine 180 km lange Runde mache und mit 0% Akkustand wieder zuhause ankomme und die Zoe wieder an meine funktionierende Steckdose zuhause anschließe, ja dann kann man diese Reichweite von 180km erreichen.

Bei der täglichen normalen Nutzung des Zoe kann man das einfach nicht fahren.
180 km oder auch 250 km sind sicherlich möglich aber das sind Testfahrten für mich, oder ihr addiert einfach die von der Zoe angezeigten Restkilometer zu den gefahrenen Kilometern und sagt ich komme 180km weit.

Ich finde jemand der sich eine Zoe anschaffen will und sich hier im Forum informiert sollte das bedenken.

Gruß
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Re: Renault Zoe Q210 oder doch den R240

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ZoeInteressierter
    Beiträge: 38
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folder Do 23. Aug 2018, 19:47
Bei dieser Reichweitendiskussion machen Viele leider den Fehler ihre Streckenbedingungen und Erfahrungen als DIE Wahrheit darzustellen. Man darf bei diesem Thema einfach nicht verallgemeinern. ;)
art hat geschrieben:Schnelladefähigkeit ist schon sehr sehr wichtig beim Elektroauto.
Bei deinen Straßenbedingungen kann es gut sein, dass ein Q210 besser geeignet ist als ein R240 aber je nach Fahrprofil kann Schnellladefähigkeit auch mal fast egal sein.
Mein Punkt ist, dass in der Praxis kein Mensch bis auf 0% Akkustand das Auto fährt. Und deshalb sind 180 km nur theoretisch machbar.
Ich glaube einfach nicht dass es Leute gibt die an eine Ladesäule fahren und mit 0% an der Ladesäule ankommen.
Spricht doch eigentlich wenig dagegen mit 3-4% anzukommen, z. B. wenn die Ladesäule "zu Hause" heißt :lol: (oder man weiß, dass man sich zu 100% auf sie verlassen kann.).

Klar, im normalen Alltag sind 20km Restreichweite ein sehr guter Richtwert, aber das gilt halt nicht immer und nicht für Jeden.
art hat geschrieben:In der Praxis hat man also bei einem 22 kWh Akku etwa 18 kWh zum Fahren.
Ich würde eher sagen, dass man das Auto vor einer längeren Tour auf 100% auflädt und dann fährt man mit ~22,5kWh verfügbarer Akkuladung los und je nach Ladeplanung hat man bis zur ersten Ladepause dann schon ~120km hinter sich. Wenn es dann noch 20-30km bis zum Ziel sind, kann man die meist auch noch durchfahren. Erst anschließend kommen die Unterschiede beim Q210/R240 zum Tragen. Man darf nicht vergessen, dass man einen R240 nicht vollladen muss. Wenn das Ziel nur noch 75km weit weg ist, muss man mit ihm auch nur eine halbe Stunde laden. Kurz gesagt würde ich behaupten, dass es bei einer Strecke bis 200km keinen großen Unterschied zwischen Q210 und R240 gibt.
Wenn ich zuhause auf 100% lade dann losfahre eine 180 km lange Runde mache und mit 0% Akkustand wieder zuhause ankomme und die Zoe wieder an meine funktionierende Steckdose zuhause anschließe, ja dann kann man diese Reichweite von 180km erreichen.
Bei der täglichen normalen Nutzung des Zoe kann man das einfach nicht fahren.
Das ist wieder eine Verallgemeinerung, die nicht immer zutrifft. Was ist denn z. B. wenn man einfach nur 5x die Woche 35km (=175km) zur Arbeit fährt. Dann kommt man am Ende mit 2-3% zu Hause an, wo man mit 100%iger Sicherheit laden kann. Klar kann unterwegs immer was passieren und man muss mal einen Umweg fahren, aber es ist halt nicht so praxisfern wie du schreibst. Ein Alltag ist oft planbar und vorhersehbar.

Man kann sich durchaus mal sagen "ich lade erst morgen nach der Arbeit beim Supermarkt XYZ weil das Laden da gratis ist. Ich kenne die Strecke und brauche von den 25% Restakku nur 22%, also ist das gar kein Problem".
oder ihr addiert einfach die von der Zoe angezeigten Restkilometer zu den gefahrenen Kilometern und sagt ich komme 180km weit.
Naja, wenn man z. B. 160km weit gefahren ist und die Zoe den Verbrauch bis dahin zur Kalkulation der 20km Restreichweite nimmt, dann kann man in dieser Situation durchaus sagen, dass man IN DER PRAXIS 180km weit kommen WÜRDE. Man muss nicht so mutig sein, dass auch bis zum Ende auszufahren. :mrgreen:

Ich will mit diesem Post einfach nur sagen, dass es mehrere "Wahrheiten" gibt und man seine Situation nicht auf bei anderen Leuten anwenden kann. Z. B. die folgenden Sätze sind alle wahr:

"Die R240-Zoe kommt tatsächlich 240km weit!" -> Stimmt wenn man durchgehend 30-40kmh auf ebener Strecke fährt.
"Eine 22kWh-Zoe kommt gerade mal 60km weit!" -> Stimmt wenn man direkt auf eine Autobahnfährt und dann 140kmh fährt.
"Eine 22kWh-Zoe schafft in der Praxis 150km im Sommer und 120km im Winter" -> Stimmt und das scheint ein guter Durchschnitt zu sein. Diesen Werten dürften die meisten hier im Forum zustimmen.

@Topic: Wenn man nicht öfters mehr als 200km am Stück fahren muss, würde ich eher zum R240 tendieren. So vom Gefühl her hat man mit der Q210 öfters mal Probleme. Ja, die Motoren wurden ausgetauscht aber bei den älteren Modellen fallen jetzt scheinbar öfters die Inverter aus. Es wird sich zeigen, ob es auch den R240 so sehr damit trifft. Wie wichtig die Schnellladefähigkeit ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Renault Zoe R240 (EZ 03/2016)
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