Tipps Solar-Anlage

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Tipps Solar-Anlage

Singing-Bard
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c2j2 hat geschrieben: Wenn es mal gute öffentliche Speichermöglichkeiten gibt, dann sehe ich das anders. Aber so ist mein nächster Stausee in Österreich und Speicherung ein Problem.
Hallo @c2j2

Die öffentlichen und sinnvollen Speichermöglichkeiten gibt es ja in Deutschland. Jedoch werden diese zur Zeit nicht betrieben weil sie aufgrund von politischen Entscheidungen bewusst boykottiert werden.

Ein Pumpspeicherwerk in Deutschland muss zweimal Netzentgelt zahlen, einmal beim Einladen und einmal beim Ausladen. Das ist natürlich unwirtschaftlich und darum wurden bereits viele Pumpspeicher in der Vergangenheit stillgelegt und manchen funktionierende Anlagen sind zur Zeit ausser Betrieb.
In Österreich sind die Speicher von dieser doppelabgabe befreit, deshalb Exportieren wir unseren Strom (ohne Netzentgelt) nach Österreich und importieren wir den Österreichischen Pumpspeicherstrom (ohne Netzentgelt) anstatt unsere Pumpspeicher zu nutzen.

ja, das ist WAHNSINN!

Aber weil die Politik das so will, dann gesellschaftlich daraufhin zu steuern allen Bürgern einen eigenen unwirtschaftlichen Speicher in den Abstellraum zu stellen ist halt nicht sinnvoll.

"... Hemmnis: Netzentgelt wird doppelt fällig

Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen ist der wirtschaftliche Betrieb von PumpSpeicherWerk (PSW) jedoch nur eingeschränkt möglich. Das derzeit in Deutschland praktizierte Stromnetzentgeltmodell erschwert den wirtschaftlichen Betrieb von PSW, indem ihre Betreiber zur Zahlung von Letztverbraucherabgaben verpflichtet werden. Im gesamten Prozess der Pumpspeicherung fällt das Netzentgelt doppelt an. Das PSW zahlt Netzentgelt beim Bezug von Strom im Pumpbetrieb als sogenannter Letztverbraucher, obwohl der endgültige Abnehmer des aus dem PSW in seiner Funktion als Kraftwerk in das Netz eingespeisten Stroms nochmals Netznutzungsentgelt zahlt. Hier ist die Politik gefordert, rasche Lösungen zu entwickeln. Denn die Vorlaufzeit bis zur Inbetriebnahme eines PSW ist lang: Wird heute mit der Projektplanung begonnen, kann das Kraftwerk erst in 10 bis 20 Jahren in Betrieb gehen. ..."


https://www.dena.de/themen-projekte/ene ... pspeicher/
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Re: Tipps Solar-Anlage

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kutscher_tom hat geschrieben:[mention]Garry[/mention] Noch ein anderer Aspekt: Wenn du eh mit einer Wärmepumpe planst, hast du schon mal überlegt, einen größeren Wärmepuffer zu installieren? Wenn du sagen wir mal 1000L Wasser von 30°C auf 70°C erwärmst, sind das um die 45 kWh, die dann im Wasser gespeichert sind. Dann könntest du deine Wärmepumpe immer dann laufen lassen, wenn sonne scheint und hast keine Speicherverluste in einem potentiellen Akku.
Ich halte es für ein Gerücht, dass ein Warmwasserspeicher ohne Verlust ist. Hier tritt halt der Verlust in Form von Wärmeverlusten auf - das Wasser kühlt über die Zeit einfach ab.

Darüber würde ich nicht die WP laufen lassen, um das Wasser zu heizen, sondern wie Du selbst vorgeschlagen hast, einen Heizstab direkt ansteuern, um das Wasser zu heizen.
Außerdem kostet so ein 1000L Pufferspeicher "nichts" im Vergleich zu nem Akku mit 11 kWh.
Das ist richtig. Nur ist halt ein Batteriespeicher universeller. Ein Warmwasser Speicher hat halt warmes Wasser. Der betreibt mir beispielsweise keinen Kühlschrank, die Gefriertruhe oder macht das Licht an.
Bei meinen Eltern verheize ich seit die PV Anlage ihre Ü20 Grenze erreicht hat den überschüssigen Strom ganz ordinär mit einem 5kW Heizstab im Pufferspeicher, weil das bei minimaler Neuinvestition (Heizstab 50 Euro rest eigenbau) immer noch billiger ist, als dafür die Pelletheizung laufen zu lassen.
So sollte man das meiner Meinung nach auch machen.

SüdSchwabe.

--
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Re: Tipps Solar-Anlage

Garry
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kutscher_tom hat geschrieben: @Garry Noch ein anderer Aspekt: Wenn du eh mit einer Wärmepumpe planst,
Ich HABE LWWP ... ob/inwiefern ein zusätzlicher Wasserspeicher möglich und sinnvoll ist, kann ich jetzt gerade nicht bewerten ... "richtigen" Stromverbrauch (also laufende Wärmepumpe, ohne Heizkartusche natürlich) sehe ich eigentlich erst aber <11° Außentemperatur, die E-Heizung greift erst irgendwo bei < -5° oder so ein ... ansonsten läuft nur einmal am Tag die WP mal kurz, um den Warmwasserspeicher für das Brauchwasser wieder auf Temperatur zu bringen ...
Auf jeden Fall eine interessante Idee die man zumindest mal zusätzlich ins Auge fassen kann ... auch wenn sie quasi nur 5-6 Monate im Jahr überhaupt relevant ist.
I5 Uniq LR RWD Atlas White 19"

Re: Tipps Solar-Anlage

kutscher_tom
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SüdSchwabe hat geschrieben:
Ich halte es für ein Gerücht, dass ein Warmwasserspeicher ohne Verlust ist. Hier tritt halt der Verlust in Form von Wärmeverlusten auf - das Wasser kühlt über die Zeit einfach ab.

Darüber würde ich nicht die WP laufen lassen, um das Wasser zu heizen, sondern wie Du selbst vorgeschlagen hast, einen Heizstab direkt ansteuern, um das Wasser zu heizen.

Das ist richtig. Nur ist halt ein Batteriespeicher universeller. Ein Warmwasser Speicher hat halt warmes Wasser. Der betreibt mir beispielsweise keinen Kühlschrank, die Gefriertruhe oder macht das Licht an.

SüdSchwabe.
- Klar hat ein Wärmespeicher auch Verluste. Aber ist halt deutlich billiger. Das muss man sich einfach ausrechnen. Kommt ja auch aufs Haus, den Warmwasserverbrauch, die benötigte Vorlauftemperatur der Heizung usw... an.

- Die Wärmepumpe hat halt (je nach Temperaturdifferenz) einen COP von sagen wir mal 3 sprich mit einer kWh Strom kann ich 3 kWh Wärme erzeugen. Mit dem Heizstab ist das aber nur 1:1 also wäre es, wenn eh schon eine Wärmepumpe vorhanden ist blödsinn, den Strom per Heizstab zu verschwenden.

- Ja, der Stromspeicher ist universeller aber wie weiter vorne schon vorgerechnet nicht wirtschaftlich.

- Bei meinen Eltern mach ich das nur so, weil eben KEINE Wärmepumpe vorhanden war und es mit minimaler Investition verbunden sein sollte.
Zoe Phase 1 R110 EZ 6/2019
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