Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Solarenergie - Photovoltaik
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Alexgrosy
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Hi!

Also ich kann da momentan nur von meinem Eigenbauspeicher aus 18650 Zellen berichten. Wie viele Zyklen die Zellen in den E-Bike Akkus schon hatten kann ich natürlich nicht sagen. Jetzt nach 4 Jahren Betrieb in der Eigenbaupowerwall hatte ich zusätzlich ca. 1000 Zyklen zwischen 90 und 10 %. Ein Kapazitätsverlust ist nach diesen zusätzlichen Zyklen nicht zu erkennen. Lade- und Entladeleistung maximal 0,2 C
Durch den zusätzlichen LFP Speicher jetzt ist die Lade- und Entladeleistung natürlich nochmal reduziert und steigt praktisch nicht mehr über 0,1 C. Ich denke die Akkus werden noch sehr sehr lange halten.

VG!
Dr. Alex Lange
Leaf TE 30 von 03/16 - 08/19
Kona Premium seit 05.08.19
12 kWp PV mit 90 kWh Eigenbauspeicher aus 18650 Zellen + LFP Zellen
Eigenbau ~3 kW nano BHKW
https://www.alex-lange.org/emoncms/Chicken
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

MobilesInMobile
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Ich bin kein Akku Experte aber ich glaube es weis jeder aus eigener Erfahrung dass Akkus die (relativ) hoch belastet werden (Handy, E-Auto, E-Bike) innerhalb von ein paar Jahren odentlich Kapazität einbüsen.
Ich vergleiche das mit einem 40t Sattelschlepper auf der Strase. Die Strasse ist der Akku, der 40t die hohe Belastung. Wenn ich den Akku/Strasse nicht mit einem LKW/hohes C sondern mit einem klein LKW/niedriges C belaste dann können da in Summe viel mehr Wahren/Ladungen transportiert werden bevor ich die Strasse/Akku erneuern muss. Und wenn ich einen PKW (keinen 2t SUV) nehme dann schaut es noch besser aus.

@Alex: ja würde ich auch vermuten wobei ich die obere Ladegrenze Senken würde. Übrigens Danke für deine Inspiration, ich bau mir jetzt auch selber einen Akku da ich dankenswerterweise über die Firma kostenlos an qasi neue Marken-Zellen (Panasonic NCR-18650B) komme (Fehler in der Elektronik so dass die Zellen einmal unter 2,8V entladen wurden / sind meist bei 2,7V / 1-2Wochen alt / haben einen Ladezyklus gesehen / Vertraglich müssen sie da aber getauscht werden).

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

eMarkus
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Ich muss sagen zunächst habe ich die Diskussion gar nicht richtig verstanden. Bei meinem Tesla S 85 kostet die 85kWh Batterie als Ersatz 16 000 CHF. Folglich dachte ich, kostet ein 20kWh Speicher 3800 CHF.
Jetzt schau ich die Heimspeicher- Preise an und glaubte Italien hat die Lira wieder eingeführt.

Woher kommt der riesige Unterschied PKW zu Heimspeicher ?

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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eMarkus hat geschrieben: Woher kommt der riesige Unterschied PKW zu Heimspeicher ?
Von der Goldgräber-Stimmung bei Akku-Herstellern und Solateuren?

Angeblich verlangt ja auch Nissan bis zu € 20.000,- für einen 24kWh Leaf-Ersatzakku.... :shock:
Seit 11/2015 Leaf Tekna 24kWh (EZ 03/2015), 192t gefahrene km
seit 07/2020 Leaf Tekna 40kWh (EZ 10/2019), 30t gef. km
von 08/2018 bis 01/2022 Leaf Acenta 30kWh (EZ 07/2016), 42t gef. km - fährt jetzt in Budapest!
In der Pipeline: Sono Sion 8-)

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Taxi-Stromer hat geschrieben: Angeblich verlangt ja auch Nissan bis zu € 20.000,- für einen 24kWh Leaf-Ersatzakku....
Sowas nennt man Abwehrangebot.
Ich rüste PV Speicher nach wenn es sich lohnt.
Mit Natrium Akkus sollen sie in Richtung 40€/kWh kommen auf Zellniveau.
Der Akku sollte auch 20kWh haben.
Tausende Euros für was mit 4-6kWh macht für mich keinen Sinn.
Mit dem Elektroauto unterwegs seit 2015
Citroën ë-C4 2022

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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eMarkus hat geschrieben: Woher kommt der riesige Unterschied PKW zu Heimspeicher ?
"Der Markt regelt das!!" (TM).
Viele Solarteure bieten gar keine Anlagen ohne Speicher mehr an. Die Rentabilität rechnen sie mit unrealistischen Autarkiehüben und Strompreissteigerungen gnadenlos schön. Und die Nachfrage ist auch groß. Das Gefühl, den "eigenen" Strom zu verbrauchen, anstatt ihn zu "verschenken", ist es offensichtlich vielen Leuten wert, dafür das Doppelte des Netzbezugspreises auf den Tisch zu legen.
Wenn ein Hausspeicher vom Systempreis her mal bei ca. 250€/kWh netto liegt, dann wird es wirtschaftlich rentabel werden. Aber das dauert noch.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Wattamal hat geschrieben: Wenn ein Hausspeicher vom Systempreis her mal bei ca. 250€/kWh netto liegt, dann wird es wirtschaftlich rentabel werden. Aber das dauert noch.
Da verstehe ich aber nicht, warum das heute bei einem 20kWh Akku nicht gehen soll.
Die Zellpreise sind längst runter.
Wattamal hat geschrieben: Viele Solarteure bieten gar keine Anlagen ohne Speicher mehr an.
War bei mir nicht der Fall. Der lokale hat es zwar auch angeboten, aber eben auch ohne Speicher. Ist dann aber ein anderer geworden, die Preise wichen doch sehr ab.
Mit dem Elektroauto unterwegs seit 2015
Citroën ë-C4 2022

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Ohne hohe Förderung sehe ich derzeit keine Wirtschaftlichkeit. Edit: der Speicher, weil PV ist meist wirtschaftlich.

Aber eine PV war vor 20 Jahren auch nicht wirtschaftlich, trotzdem wurden welche gebaut.

Ein EV war vor ein paar Jahren auch nicht wirtschaftlich, aber trotzdem wurden Sie gekauft.

Es muss sich nicht immer alles rechnen. Schaut mal in euren Schrank - braucht ihr soviele Hosen, T-Shirts und Schuhe in allen Formen und Farben? Ist das wirtschaftlich?

Ob die Speicher umweltfreundlich genug ist, das ist eine weitere Frage. Die vielen Anziehsachen in eurem Schrank sind es definitiv nicht (Ausnahme ist der selbst gestrickte Pullover aus der selbst gesponnene Wolle der selbst gehaltenen Schafe. Oder auch nicht, weil die furzen ja auch wieder so viel). Und ja, ich hab auch genug Mist im Schrank.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Ralf Rösch
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Wo ich nicht ganz einverstanden bin bei dieser Betrachtung ist, dass man einfach annimmt, der Speicher entlädt sich nur nachts, und er wird nur an ca 200 Tagen tagsüber wieder voll. In der Realität werden es mehr Zyklen sein. Es ist nämlich auch so, dass auch viele, nennen wir sie mal „Mikrozyklen“ dazukommen werden, weil zum Beispiel die Sonne (gerade) nicht ausreicht, um beispielsweise
- zu kochen, zu backen, zu saugen, zu waschen und zu trocknen
- die Wärmepumpe laufen zu lassen
- das Auto zu laden
- etc
dann kommt der Rest aus dem Speicher. Das kann viele Male am Tag geschehen. Wenn man es also schafft, soviel wie möglich des gespeicherten Stroms selbst zu verbrauchen, dann erhöht sich die Amortisation des Speichers.
Wenn man es sogar schaffen würde, die garantierte Anzahl Zyklen zu erreichen (bei den meisten Herstellern ca. 5000, bei manchen sogar 12‘000), dann würde sich der Speicher rechnen. Und der Speicher geht ja nach der Garantiezeit nicht sofort kaputt, sondern läuft hoffentlich noch eine Weile (wenn auch mit verminderter Kapazität), dann wird die Rechnung noch besser.
Ok, ob man das tatsächlich schafft ist schon die Frage, aber so schwarz - weiß ist die Sache eben auch nicht

Grüsse
Ralf
Enyaq IV80 (seit 06.10.2021) und ABB Terra AC 11kW

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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Die ausschlaggebende Parameter für die Wirtschaftlichkeit sind
- die Systemkosten des Speichers (inkl. Eigenverbrauch, anteilige WR-Kosten, Installation, Wartung usw.) über die Lebensdauer
- die Energiemenge in Summe, die ich während seiner Lebensdauer aus dem Speicher beziehe (und die NICHT gleich der eingespeisten Menge ist)
Der Quotient aus beiden ergibt den de facto bezahlten Strombezugspreis in €/kWh.
Was man dann gespart bzw. draufgezahlt hat, hängt von der Strompreisentwicklung, der entgangenen Einspeisevergütung und den persönlichen steuerlichen Verhältnissen ab.

Es ist dabei egal, wie die Energiemenge zustande kommt, ob mit vielen "Mikrozyklen" oder mit 250-mal 20/80%-Zyklus im Jahr oder mit 200-mal 10/90% oder einer Kombination aus allem. Am Ende zählt nur die entnommene Summe. Das mit den Zyklenzahlen bzw. Tagen im Jahr ist ein Hilfsmittel zur Abschätzung. Aber die Systeme sind ja normalerweise recht auskunftsfreudig, was Ladung und Entladung betrifft, also weiß man ja recht schnell bzw. kann es hochrechnen, was so eine kWh aus dem Speicher wirklich kostet.
Die maximalen Zyklenzahlen der Hersteller glänzen natürlich im Prospekt und suggerieren ein langes Speicherleben. Aber sie zu erreichen ist utopisch. Wenn man in die Garantiebedingungen schaut, so ist dort überhaupt maximal ein Vollzyklus (der sich auch aus Mikrozyklen zusammensetzen kann) pro Tag erlaubt. Also höchstens einmal pro 24h Nennkapazität entnehmen und wieder auffüllen. Aber die Erfahrung zeigt, dass selbst 200 Vollzyklen im Jahr schon eher sportlich sind und einer vergleichsweise großen PV bedürfen (Verhältnis etwa 3-4kWp zu 1kWh Speicher).
Man muss es bei den Preisen als Hobby sehen, und als eine Wette auf lange Lebensdauer (wobei der Speicher nicht nur aus Zellen, sondern auch aus Leistungselektronik besteht, die kaputtgehen kann) und stark steigende Strompreise, damit es zumindest 0 auf 0 aufgeht.

Und nein, es muss nicht immer alles wirtschaftlich sein (-> Hobby!). Aber dann sollte man auch so ehrlich sein und nicht den Kauf bzw. den Verkauf (seitens des Solarteurs) mit angeblicher Wirtschaftlichkeit verargumentieren.
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