USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

Headbander
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Ich finde es nervig, wenn alte Technik weiter verwendet wird, weil es noch so viele haben. USB C ist der aktuelle Standard und sollte auch verbaut werden. In 10 Jahren nervt der Typ A Anschluss ungemein. Ich würde meine bestehende Technik nicht weg schmeißen, würde mir aber auch keine alte mehr kaufen.
Hatte auf USB C gehofft. Ein Beinbruch ist es aber natürlich auch nicht.
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Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

MKM3
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Also ich bin mir sicher, dass man das über den Zubehörmarkt - vielleicht auch von Hyundai selbst - in ein paar Monaten geradebiegen kann.
Die Ladeleistung interessiert mich dabei praktisch gar nicht, mir geht es um die Vermeidung von Wackelkontakten.
Mir haben schon ein paar unaufmerksame Beifahrer die Pins der USB Buchsen in meinen Fahrzeugen verbogen, mit Typ C tut man sich damit generell schwerer.

Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

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Ich verstehe die Aufregung nicht ganz, obwohl ich beide beide Sichtweisen als gültig ansehe.
Für mich wäre es nerviger, wenn ich überall USB-C habe, ich aber ein Gerät habe was einen USB-A Stecker braucht. Abseits von (neueren) Handys werden fast ausschließlich USB-A Stecker als Stromversorgung genommen. Oftmals auch weil die 230V-Steckerwarzen oder die Steckdosen selbst eine USB-A Buchse haben.

Lösung: Einfach ein Dreierpack USB-A auf C für 9 Euronen besorgen und gut ist. Tragen noch nicht einmal besonders auf:
https://www.amazon.de/Syntech-Adapter-C ... B085VT1VJT
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Wuzy
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Bei diesem Thema geht es nicht darum, ob es Adapter von USB-C nach USB-A gibt. Die Problematik liegt woanders.

Die Thematik, dass ein USB-C-Gerät nur über einen Adapter an USB-A-Steckdosen angeschlossen werden kann, ist in meinen Augen trivial und daher nicht dramatisch. Derartige Adapter gibt es an jeder Straßenecke in unzähligen Ausführungen (gerade, gewinkelt etc.)

Es gibt dabei jedoch ein Problem: Ein iPhone kann an einer altertümlichen USB-A-Steckdose, so wie sie im IQ5 verbaut ist, bei 5V und 2,4A Strom maximal mit 12 Watt aufladen, und auch das nur, weil Apple mit einer proprietären Erweiterung der USB-Spezifikation die Ladeleistung an USB-A-Buchsen nach oben geschraubt hat, dafür aber auf die Unterstützung der Ladegeräte angewiesen ist - sonst wird das iPhone nur mit max. 900 mA (USB-A via USB 3.0) aufgeladen. Andere Geräte (z.B. Androide) können mit dem ebenfalls proprietären QuickCharge 3.0 von Qualcomm theoretisch noch mehr Leistung (30 Watt) entnehmen, was aber wiederum voraussetzt, dass die USB-Buchse auch das QuickCharge 3.0-Protokoll unterstützt. Hyundai hält sich meines Wissens bedeckt, welche Erweiterungen die Ladebuchsen unterstützen.
Ein Laptop wie z.B. ein MacBook oder moderne Windows-Laptops benötigen jedoch in der Regel mindestens 36 Watt, um richtig laden zu können. Sie schauen somit beim Betrieb an einer der USB-A-Steckdosen im IQ 5 vollständig in die Röhre, selbst mit USB-A- auf USB-C-Adapterkabel.

Wäre die USB-Buchse jedoch als USB-C-Buchse ausgelegt und würde sie, was heutzutage selbstverständlich ist, die sog. USB-C-PD (PowerDelivery)-Profile unterstützen (jedes USB-C-Netzteil für 20 Euro aufwärts beherrscht heute zumindest einige der PD-Profile), könnte eine einzige (!) Buchse bis zu 100 Watt Leistung liefern. Selbst wenn die Buchse auf 50 oder 60 Watt Leistung limitiert wäre, könnte damit die Mehrheit der Smartphones & Laptops wunderbar geladen werden. Aber gerade diesen Weg hat Hyundai durch den bewussten Verzicht auf den seit mehreren Jahren industrieweit eingesetzten USB-C-Standard versperrt. Das ist rational nicht zu begründen, daher unbegreiflich und somit eigentlich unverzeihlich, erst recht, weil man für eine 230V-Steckdose mit 3,6 kW-Leistung ja auch genügend Reserven eingeplant hat.

Man kann jetzt natürlich argumentieren, dass man während der Fahrt ja ein schickes und energiesparendes USB-C-Gallium-Nitrit-Ladegerät anschließen kann, das mehrere USB-C-PD-Anschlüsse mit 100 Watt Gesamtleistung liefert. Aber eigentlich wäre das irgendwie absurd. Ich als Nutzer werde genötigt, mir ein USB-C-Ladegerät für 30-80 Euro anzuschaffen, nur weil der Fahrzeughersteller im Jahr 2021 bewusst ein totes Pferd geritten hat.

Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

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Das Problem bei USB-C ist neben der mitnichten weiten Verbreitung auch das Problem der proprietären PD-Protokolle.

Meine Frau hat ein Huawei P20, ich ein HTC U11. Beide mit USB-C. Der eine kann mit dem Netzteil des jeweils anderen nicht laden. Null. Nada. Nur eine Fehlermeldung auf dem Display, dass das Ladegerät nicht kompatibel ist.

USB-A ist der Fallback, mit dem alle (!) Geräte wenigstens etwas Strom ziehen können, wahrscheinlich genug um sie wenigstens am Laufen zu halten, aber eventuell nicht schnell laden lassen.

Für das Schnelllader unterwegs wird dann halt das Netzteil hergenommen für die Steckdose unter der Rücksitzbank. Die TECHNIQ-Ausstattung wird ohnehin von der großen Mehrheit geordert werden.

Stimmt, das ganze ist unschön, und Hyundai hätte gut wenigstens A und C mischen können, aber meiner Meinung nach ist das nicht unverzeihlich. Außer einem Raspi haben wir sonst keine Geräte mit USB-C, wir nutzen aber unsere elektronischen Geräte auch über Jahre, wir haben da nicht den Drang, immer das neueste Gadget zu haben. Der IONIQ 5 ist jetzt die Ausnahme ;-)
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Wuzy
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Dass ein Hersteller wie Huawei oder HTC seine serienmäßig mitgelieferten Netzteile nur mit einem einzigen unterstützten USB-C-PD-Profil ausliefert, weil er genau weiß, welche Leistung die Smartphones jeweils zum Laden benötigen und weil der Verzicht auf die Unterstützung unterschiedlicher USB-PD-Profile die Kosten für das Netzteil senkt, mag sein.

Das ist aber das Problem des jeweiligen Netzteils, nicht jedoch des USB-C-Standards an sich.

Die USB-PD-Profile an sich sind nicht proprietär, sondern industrieweit genormt. Es steht jedem Hersteller jedoch frei, welche Profile er bei seinen Geräten jeweils unterstützt und welche nicht. Ich nutze beispielsweise ein USB-C-Netzteil von Anker (2 Ports, 60 Watt).

Das hat mal an die 45 Euro gekostet. Es unterstützt selbst 4 unterschiedliche USB-C-PD-Profile an jedem der Ports (5V / 3A, 9V / 3A, 15V / 3 A, 20V / 3A). Man kann davon ausgehen, dass man mit dieser Flexibilität schätzungsweise 95% der am Markt befindlichen Smartphones, Tablets und auch nicht so leistungshungrige Laptops wie z.B. ein MacBookAir oder ein MacBookPro mit M1-Prozessor problemlos aufladen kann - garantiert auch ein Huawei und ein HTC-Smartphone.

Hyundai hätte, wie Du richtig schreibst, wenigstens 2 der 5 USB-Buchsen nach USB-C-Standard auslegen können. Es wären dann 95% der Anwender wunschlos glücklich. Die Produktionskosten wären hier sicherlich nur um ein paar Dollar je Fahrzeug gestiegen.

Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

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Kommt halt auf den Nutzer an. Ich bin froh, dass die mp3-Player und der iPad Air 2 meiner Kinder einfach angestöpselt werden können. Nicht zu reden von diversen anderem China-Billig-Spielzeug, das immer noch mit USB-A auf micro-USB Ladekabeln ausgeliefert wird. Geht mir aber auch gegen den Strich, alleine schon wegen der nicht vorhandenen Verdrehsicherheit. Mit Gewalt ist bestimmt einer der beiden Ports hinten bald kaputt :-/

Wahrscheinlich wollte sich Hyundai ein paar "Modernisierungen" fürs Facelift in zwei Jahren aufsparen, dann kommen wahrscheinlich USB-C, nVidia ccOS und Matrix-Scheinwerfer.
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Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

Dicker_Tanzbär
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Ich verstehe das Problem nicht wirklich. Wer Leistung braucht, kann sich doch einfach ein usb-c-Netzteil in den 12V-Anschluss stecken und fertig. (Wobei icu zustimme, dass Hyundai einfach die Anschlüsse hätte mischen können).

Was mich aber so richtig nervt, ist, dass nur ein einziger USB-Port datenfähig ist.
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Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

Wuzy
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Ja, vor allem verstehe ich nicht, dass ausgerechnet der USB-Port nicht datenfähig ist, der am sinnvollsten gewesen wäre - direkt in der Mittelarmlehne, in der sich auch die induktive Ladestation und ein Ablagefach für ein weiteres Smartphone befindet. So liegt das Smartphone mit Kabel in der runden Öffnung unterhalb des Armaturenbretts herum.

Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und Hyundai schaltet bei einem Update endlich den vorhandenen, aber deaktivierten WiFi-Hotspot frei, zumindest für Apple CarPlay oder Android Auto. Dann braucht man kein Kabel mehr anzuschließen.

Re: USB-C Buchsen vom Kia EV6 übernehmen

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Zur Not gibt's ja auch so kleine Pinöpeladapter C zu A, den kann man dann halt einfach immer drin lassen. Kosten auch nicht die Welt. Klar, verbaut wäre praktischer und hübscher, aber immerhin.
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Bestellung 08/2021 (CH):
Kia EV6 GT-Line, Yacht Blue, AWD, volle Hütte (inkl. GSD), 77.4kWh, 20"
Produktionsdatum: Mitte Juli 2022 (MJ'22)
Voraussichtliche Auslieferung: Anfang/Mitte Oktober 2022
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