Stromverknappung und nun ?

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Re: Stromverknappung und nun ?

Jupp78
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MaXx.Grr hat geschrieben: In dem anderen Thread hatte ich auch schon mal eine Quelle genannt, die von "mehreren Stunden für 10 %" sprach...
Warum sprechen die Quellen so unterschiedlich?
Das liegt daran, dass man die %/min nicht pauschalisieren kann. Das macht die Materie so komplex und das ist auch ein Umstand, den unser Wirtschaftsminister nicht versteht (oder verstehen will).

Wie viel %/min kann der Akku in meinem Auto geladen werden? Bergab lädt der Generator den Akku mittels Rekuperation von 45% auf 47% innerhalb von 10 Sekunden. Rechnerisch sind das 12%/Minute. Warum aber kann man den Akku von 40% auf 100% an der Ladesäule nicht auch mit 12%/min aufladen, also innerhalb von 5 Minuten das durchziehen?

Einfach weil es thermisch einen Unterschied macht, ob man einen großen Hub oder kleinen Hub macht. Auch ein Akku bzw. eine Zelle ist thermisch träge, genauso wie ein thermisches Kraftwerk. Eine kleine Änderung kann man sehr schnell vollziehen, eine große bei weitem nicht in dem Tempo. Und dann kommen im Kernkraftwerk noch weitere Komponenten hinzu, wie die angesprochene Xenonvergiftung. Bei 2% Laständerung, merkt man praktisch nichts davon, beim Hochfahren von 0% auf 100% sehr viel. Und dann kommt es darauf an, ob man technisch dagegen arbeiten kann. Mit einem frischen Reaktorkern geht das, mit einem absolut Ausgelutschten null. Darum ist die habecksche Idee des Reservebetriebs, wo die Kraftwerke mit ausgelutschtem Kern in Reserve kalt da stehen, auch so eine Schnapsidee. Wenn es eng wird brauchen die erstens enorm viel Strom um sie heiß zu machen und dann dauert es sehr lange, bis die das Netz entlasten.
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Re: Stromverknappung und nun ?

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An der Front der EE

Die Gemeinde Brunnthal will energietechnisch unabhängiger werden und verhandelt mit drei Investoren über Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Welches Unternehmen seine Panels wohin stellen kann, wird noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit besprochen. Doch hat der Gemeinderat am Mittwoch mehrheitlich einen Kriterienkatalog verabschiedet, der etwa Mindestflächengrößen, Abstände zu Wald und Gebäuden und notwendige Eingrünung vorgibt.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/la ... -1.5658143

Paywal

Warum ein Unternehmer seine Windräder lieber in Uruguay statt auf der Schwäbischen Alb aufstellt

Ausgerechnet Baden-Württemberg mit seinem grünen Ministerpräsidenten kommt beim Ausbau der Windkraft nicht voran. Dabei hatte Winfried Kretschmann große Versprechungen gemacht. Was ist nur schiefgelaufen?

https://www.spiegel.de/panorama/schlepp ... 473c0811d7
LEAF 75000 km <15 kWh Rest Akku-Schäm Dich Nissan....Hand-Made egolf Dresden...Ahk liegt bereit...EV6 FailICCU=noch 0 AWD LR AHK WPnutzlos…Citroen AMI Getriebedefekt 1300km-nie wieder Stellantis = Citroen D:Km=6500

Re: Stromverknappung und nun ?

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Meinereiner hat geschrieben:
env20040 hat geschrieben: Na ja, man muss allerdings nicht viel rechnen dass man dumm wäre in einer, an sich schon immer trockenen Region Wasserintensive Batterien zu fertigen und, solange man dazu auch noch derartige Energiekosten absehbar auf Jahre zahlen soll.
Für die Braunkohleförderung hat man auch genug Wasser, so 250mal soviel wie Tesla braucht. Da störts komischerweise nicht.

Das ganze Herumgegreine ums Wasser kommt IMHO ausschließlich aus der Nimby-Ecke. Natürlich reiten diverse AFD-"Umweltverbände" auf der Welle mit.
Wird die Braunkohle neuerdings ausgeschwemmt, oder warum braucht diese "so viel" Wasser.

Die Frage ist immer von wo man im Detail schreibt.

Nicht dass ich nicht ein paar Schwubbler zureden möchte, nur, ne Fertigung wohin stellen, wo es seit Jahren immer trockener wird, dieses als Argument verwendet wird gegen eine Betriebsansiedlung zu oportunieren und weiters der Energiepreis durch die Decke geht, wie auch dieser die nächsten Jahren auf einem hohen Neveauo stagnieren wird,

Warum sollte man dort einen Betrieb ansiedeln, insbesonders wenn schon heute die Personalsituation angespannt ist, da es in dem Land so nett ist für nicht´s arbeiten auch ausreichend Geld zu bekommen ?

Da gehe ich doch, wenn es Europa sein soll, lieber woanders hin.
Z.B dort, wo ein Arbeitgeber, geschätzt wird, Energie und Wasser vorhanden ist, z.B. Kosloduj, liegt an der Donau, ein Atomkraftwerk in der Nachbarschaft und Arbeitskräfte um "Traumgehälter".
Ob in Bulgarien oder woanders, es sind doch sowieso grossteils Automatenfertigungen.
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Re: Stromverknappung und nun ?

Meinereiner
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env20040 hat geschrieben: Wird die Braunkohle neuerdings ausgeschwemmt, oder warum braucht diese "so viel" Wasser.
Wasserhaltung.
Die Braunkohle liegt unterhalb des Grundwasserspiegels. Damit die Grube nicht volläuft, wird gepumpt. Und zwar vom Grundwasser in die Flüsse.
Das ist gleichwertig mit dem "Verbrauch" von Wasser durch eine Batteriefabrik: Das rinnt auch im Endeffekt durch die Fabrik und dann in die Flüsse.

Auch die Wasserverschmutzung durch den Braunkohletagebau ist groß, meist durch Eisenhydroxid-Ablagerungen in den Flüssen. Die entstehen durch den Pyrit in der Braunkohle.
https://taz.de/Braunkohle-bedroht-Fluesse/!5070715/

Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserhaltung_(Bergbau)
https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/umw ... rhaushalt/#

Ganz ehrlich:
Das Gejammere um das bisserl Wasser für die Batteriefabrig ist im Anbetracht der gewaltigen Mengen, die für die Braunkohle verschwendet werden wirklich nur eine Ausrede. Wenn man Wasser auf Arbeitsplätze rechnet, ist es viel besser im Batteriewerk investiert.

Aber die AFD-"Umweltschützer" im Osten haben Tesla anscheinend nachhaltig vergrausigt. Und weitere Investoren werden sich scheuen, da zu investieren, soviel ist sicher.

Re: Stromverknappung und nun ?

tommywp
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Dann wäre die lösung simple! Indem man das Wasser vom Braunkohle abpumpen nach Grünheide leiten.

Re: Stromverknappung und nun ?

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Ich wiederspreche Dir sicher nicht, wenn es um das Oberflächen-Grundwasser geht.
Wiewohl man dieses ja in der Folge als "gutes altes" Wirtschaftswasser locker zu Tesla verrohren kann...

Das Eisenhydroxyd kann man ausfällen.

Ich sehe hier eher Automobilinteressensverbänder hinter allem stehen wie irgendeine Politische Bewegung.
Nicht dass diese Bewegung nicht von den Automobillobyisten feste angeschoben werden könnten...

Ob AFD oder XY... ich sehe da eher die Industrie dahinter, sorry.

Gegenangebot:
Man stellt die Braunkohleförderung ein, dann kann man Batterien bei Tesla bauen?
Einzig, die Energiesituation ist dann noch immer nicht entspannter....

Und:
wir sind mittlerweile fernab vom Thema hier... :-)
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Re: Stromverknappung und nun ?

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Keine Blackout Gefahr, aber kontrollierter diskriminierungsfreier Lastabwurf im Roatationsverfahren möglich bei Lastunterdeckung:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/servi ... f1f5e7c2a5

Naja, mit meinen zwei Powerstations komme ich da notfalls über die Runden ...

Lohnt sich die Kommentare der „Bildungselite“ durchzulesen. Ist wie extra3😂😂
Koexistenz ist ein Fremdwort im menschlichen Sprachschatz ideologisch verblendeter Irrlichter
https://youtu.be/DzcEkdApqWw?si=_JnExjBh2MJn6KeY

Re: Stromverknappung und nun ?

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Ist eigentlich nicht wirklich etwas neues. Das wurde ja schon bei der Veröffentlichung des Stresstests so gesagt. Warum der Spiegel da jetzt eine Twitter-Meldung zum Anlass nimmt ...

Das einzige, was mich etwas irritiert ist nur die Aussage: "Das werde »stundenweise« geschehen, so Amprion, und »diskriminierungsfrei«. Man werde dabei keine Unterschiede machen zwischen Firmen und privaten Haushalten." Normalerweise hat man zu diesem Zwecke ja erst einmal die Lastabwurfs-Vertragskunden, also große energieintensive Industriebetriebe, die für die Gewährung von Rabatten zugestimmt haben, dass ihnen der Strom für bestimmte Anlagen abgestellt werden kann. Erst wenn die auch nicht reichen sollten, stellt man ganze Netzbereiche "diskriminierungsfrei" ab.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: Stromverknappung und nun ?

Jupp78
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Richtig und genau von dem Zustand reden die, dass der Punkt erreicht ist, dass diese Kunden schon tot sind. Natürlich gehe ich auch davon aus, dass man nicht in unkontrollierte Abschaltungen rein rutscht. Allerdings werden auch kontrollierte Abschaltungen zu einer echten Katastrophe. Sollte man nicht verharmlosen.

Re: Stromverknappung und nun ?

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  • env20040
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Ja, echt ne Katastrophe wenn Netflix, Fakebook und Instagram nicht funktioniert...
Hatten die Firmen, welche wollten, nun genug Zeit sich darauf vorzubereiten?

Ja, Generatoren gab es genug und wie meinte el Kapo Kanzler: wir werden den Firmen jeden Liter Diesel beschaffen den sie einlagern können.
Geht es noch deutlicher?
Nein.
Dumm nur dass in der Ukraine zwar das Internet funktioniert nur die Infrastruktur von den Russennzerklopft wird und es nun im Heimatland trotzdem rollieren wird obwohl man nicht die benötigten Panzer lieferte.

Gleich Hart handeln und der Zauber wäre schon vorüber aber der deutsche Kuschelkurs war halt angenehmer... Bisher.
Dafür dauert es jetzt länger..
Wurde halt von der Wirtschaft der Politik so angeleitet.

Wer geht Pleite?

Wohl nur der, welcher nicht übermässig Preise erhöhte.
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