Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

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Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

fitzwilliam
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Hallo in die Runde!

Bin noch Student und habe mir jetzt 6000 Eur angespart, um mir einen gebrauchten Kleinwagen zu holen. Auf dem Verbrennermarkt gibt es in meinem Preisbereich ganz gute Angebote - ich könnte mir irgendwas mit 60 bis 100 Tkm holen und relativ sorgenfrei ein Paar Jährchen bis zum Berufseinstieg fahren. Dann würde ich die Kiste ohne riesige Verluste wieder loswerden.

Ab und zu werden auf einschlägigen Seiten auch E-Fahrzeuge angeboten. Meistens handelt es sich in meinem Preisbereich um 10-Jahre alte Zoes und Leafs mit einer Laufleistung von rund 100 Tkm und mit ~30 kWh Akkus. Das ist insofern interessant, da meine Eltern einen Ladeanschluss und 2 Verbrenner besitzen. Die Autos werden vA für Hausbesuche im Umland gebraucht, die täglichen Fahrten beschränken sich auf 40-80 km. Da ich selbst keine Möglichkeit zum Laden habe und längere Strecken fahre, wäre es also möglich, dass ich so einen Leaf für meine Eltern kaufe und gegen ihren Verbrenner tausche.

Macht diese zweite Möglichkeit technisch und wirtschaftlich Sinn? Schaffen die e-Fahrzeuge von vor 10 Jahren die angestrebte tägliche Laufleistung, wenn man sie über Nacht lädt? Und würden die eingesparten Sprit-, Reparaturkosten und die Steuer den Wertverlust ausgleichen? Einen 6000 Eur Verbrenner werde ich nach ein Paar Jahren schon los für 3000-4000, aber kann ein 6000 Eur E-Auto dann überhaupt noch nennenswerte Reichweite speichern und ist es dann noch was Wert?
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Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

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Es ist immer die Frage, was deine Eltern da mitmachen. Aber aktuell ist immer noch Fakt, dass die E-Mobilität nicht wirklich günstiger ist.

Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

Elektronator
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Würde ich nicht machen.

Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

fitzwilliam
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Jupp78 hat geschrieben: Es ist immer die Frage, was deine Eltern da mitmachen. Aber aktuell ist immer noch Fakt, dass die E-Mobilität nicht wirklich günstiger ist.
Mitmachen würden sie, man kann zur Not untereinander tauschen und auf die Verbrenner ausweichen. Habe nur die Befürchtung, dass man derzeit in meinem Preissegment Sondermüll auf Rädern bekommt.

Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

Helfried
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Das Modell, das zweite rechts unten, bzw. links unten als trendiger Pickup, sieht mir auch preiswert aus, vierstellig kann ich aber nicht garantieren:

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Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

TorstenW
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Moin,

bei den ZOEs aufpassen, dass sie keinen Mietakku haben!

Grüße
Torsten

Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

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fitzwilliam hat geschrieben: Habe nur die Befürchtung, dass man derzeit in meinem Preissegment Sondermüll auf Rädern bekommt.
Sondermüll auf Rädern ist pauschal zu hart, aber in dem Segment ... ich würde es nicht tun. Seit über 8 Jahren ist unser Zweitwagen ein VW EcoUp ... Energiekosten 4€/100km. Ist kein automobiles Highlight, aber durchaus stabil und wenn mal was kaputt ist, dann ist es auch nicht furchtbar teuer. Das aber nur, wenn auch Kilometer anstehen, ansonsten einfach einen kleinen Benziner.

Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

Misterdublex
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@fitzwilliam:
Ich kann folgende Rechnung aufmachen:

Wir fahren seit 2017 ausschließlich elektrisch. Unser damaliges Zweifahrzeug (neben dem e-Golf300) war ein Smart Ed 451, dem wir damals als Dreijährigen Leasing-Rückläufer gekauft haben. Der kostete damals 7.500 €. Ein vergleichbarer Verbrenner 5.500 €. Der Smart Ed war also 2.000 € in der Anschaffung günstiger.

Genutzt hatten wir den ausschließlich zum täglichen Pendeln von 80 km (Gesamtstrecke). Dank Autostromflatrate (gibt es heute in der Form nicht mehr) hatten wir 10 €/Monat für Strom ausgegeben, also 120 €/a.

80 km/d bei 7 L Super/100 km und 1,50 €/L bei 220 d/a wären in Summe also ca. 1.850 €/a. D.h. Den Mehrpreis hatten wir nach 1,15 Monaten reingefahren.

So einfach ist die Rechnung nun leider nicht mehr.

Würden wir nun ausschließlich öffentlich zu 0,39 €/kWh laden, dann wären das bei 15 kWh/100 km, also Stromkosten von: 1.030 €/a.

Unter den Bedingungen wäre der Smart also erst nach 2,4a reingefahren.

Wenn ein 6-7 Jahre alter Leaf genauso teuer ist, wie ein vergleichbarer Verbrenner, würde ich auf jeden Fall dem Leaf nehmen. Denn mit Strom kannst du auch bei 0,39 €/kWh gut sparen im Vergleich zum Verbrenner. Beim Verbrenner kommen zudem bei 6-7 Jahre alten Fahrzeugen ggf. teure Reparaturen hinzu. Die dürften beim Leaf nicht fällig werden.

Du solltest beim alten Leaf mit 30 kWh Akku kalkulieren, dass er ggf. nur noch 80-90% seiner ursprünglichen Kapazität hat.
VW E-Golf300 als Zweitfahrzeug, mit AHK (Heckträger) von Bosstow nachgerüstet
VW e-Up Aktiv als Erstfahrzeug

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Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

Accept
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Ich selbst fahre 1 e-Golf sowie einen hybride Audi q7 Etron. Eigentlich würde ich klar zu Elektro tendieren. Natürlich ist die Auswahl bei 6000 € noch sehr klein, da es ja noch nicht wirklich viele alte Stromer gibt. Allerdings hat sich der Strompreis gerade astronomisch verschlechtert. Im Moment kannst du noch für 39cent öffentlich tanken. Zu Hause redeten wir bisher von durchschnittlich 30 Cent. Aber Achtung, im Moment steigt der Preis auf bis zu 68cent wie bei einem bekannten. Und es ist keine Entspannung in Sicht.
Ehrlich gesagt würde ich dir eindeutig zu einem Verbrenner raten. Im Moment,bei diesen Strompreisen ist ein e Auto nicht zu empfehlen. Und das sage ich als überzeugter e Fahrer.
Als kleines Beispiel so am Rande, du tankst wirklich für 68cent, brauchtest 20 kw auf 100 km so kostet dich der Spaß 13,60 und der ladeverlust noch nicht mit eingerechnet. Da kannst du nochmal 5-10% dazurechnen. Wenn du öffentlich für 39 Cent lädst, kommst du auf 7,80€. Schon besser.
Bei einem sparsamen Verbrenner und Vorsichtiger Fahrweise kommst du auf 6 L bei einem Preis von 1,60€ liegst du bei 9;60€. Wie du siehst du liegst irgendwo dazwischen. Es ist im Moment einfach verdaut schwer zu sagen wo hin die Reise geht.
Vielleicht solltest du noch 1 Jahr warten und schauen wie sich alles entwickelt.
Hoffe dir geholfen zu haben

Re: Elektro oder Verbrenner für 6000 Eur?

hgerhauser
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Die THG Quote beim Vergleich nicht vergessen.
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