Vom Elektroauto zum Verbrenner

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Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

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Björn hat gerade den Stellantis Bulli ausgequetscht. 7 Sitze kurze Version 75kWh brutto. Funktioniert eigentlich ganz gut, aber der Winter wird keine Offenbarung.

Schlimm werden die Strecken wenn nur zwischen 20-80% geladen wurde. 100% sind knappe 60 kWh netto. Damit Schrumpft die Arbeitsgröße auf e NV200 niveau und das Knapp 4 Jahre später. Wo ist der Fortschritt?
https://youtu.be/blVLguFsf58
LEAF 67000 km 15 kWh Rest Akku-Schäm Dich Nissan- ....brusa booster 22 kW AC / Solar/ akkurex / CCS in Plannung by muxsan.com...Made in Dresden arrived...Ahk liegt bereit...EV6 RunawayRot AWD LR WP AHK P1+2 in Service…Citroen AMI Rules!
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Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

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Mir als begeistertem Elektroauto-Fahrer blutet bei dem Thema auch das Herz. Leider bin ich gerade in einer ähnlichen Situation.
Unser Passat B7 muss ersetzt werden und wir haben uns auf Skoda Enyaq oder Hyundai Ioniq 5 eingeschossen. Beides Kompromissautos, aber es war fast soweit. Nun mussten wir aber unseren Sommerurlaub mit dem e-Golf bestreiten (tolles Auto, aber nicht für Langstrecken-Familienurlaube). Nach dieser Erfahrung steht fest: der nächste wird doch ein Hybrid (Passat GTE).
Warum?
Darum: Für Familienurlaub brauchen wir Dachbox und Fahrradträger - damit stehe ich selbst mit den großen Akkus alle 200-250km an der Ladesäule, mit dem Passat machen wir dann und dort Pause, wie es uns passt.
Wartezeit an Ladesäulen war dieses Jahr noch kein großes Thema in Deutschland - aber wartet mal ab, bis E-Autos einen relevanten Marktanteil haben… (siehe dieses Jahr in Norwegen). Ich habe keinen Bock, auch noch 1/2-1h zu warten, damit ich laden kann.
Am Urlaubsort vor Ort laden - ich habe in diesem Urlaub mind. 4h Urlaubszeit verschwendet, um nachzusehen/vorbeizufahren, ob die örtliche Ladesäule frei ist - schon ziemlich ätzend.
Die ganze Planerei der Strecke und der Ladestopps will ich mal gar nicht betrachten. Das ist einfach verschwendete Lebenszeit.
Nach vielen Überlegungen bin ich nun sogar in einigen Grundfesten erschüttert. Eigentlich gibt (und wird es vielleicht nie…?) es für mich nicht die richtige Akku-Größe. Alle Akkus sind für den täglichen Gebrauch zu groß, aber für die 5-6 Langstrecken im Jahr zu klein.
Ich rette mich nun über die nächsten 10 Jahre mit dem Passat GTE, der immer E fahren wird, bis auf die erwähnten 5-6 Langstrecken im Jahr. Danach gibt es hoffentlich H2-Hybride, die einen Akku für 100km mitbringen. Das wäre für mich die Eier legende Wollmilchsau. Wird dann vermutlich ein Toyota oder Hyundai…
Passat GTE MJ 2022 (seit 6/2022 - Kompromissauto)
e-Golf MJ 2020 (seit 3/2020, bleibt "für immer")
e-up MJ 2021 (bis 6/2022)
Passat B7 Variant TDI (bis 8/2021)
Polo IV (bis 3/2020)

Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

hgerhauser
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Electrohead hat geschrieben: Der ID4 ist ja recht sparsam. Ansonsten müsste ich mir ja drei Autos hin stellen. Den für die kurze Strecke. Den für die mittlere Strecke. Und den für die Langstrecke. Ob das dann so gut für Umwelt ist?
Wir überlegen, ob wir unseren Ford Galaxy wieder beleben, der seit 2019 abgemeldet im Garten steht. Zusätzlich haben wir einen C-Zero und einen Egolf.

Dass dritte Auto stört da umwelttechnisch nicht großartig, ob der nun abgemeldet im Garten steht, oder angemeldet im Carport (den wir dafür etwas von Gerümpel befreien müssten) oder ob er ganz verschrottet wird, dürfte alles wenig ausmachen (beim anmelden könnte bei eventuell nötigen Reparaturen/Schweißarbeiten wegen Rost ein klein wenig an CO2 Emissionen anfallen, die meisten Kosten dürften aber Arbeitsstunden sein - bei der Verschrottung könnte was Energieverbrauch anfallen, der aber durch das Recycling der Metalle aufgewogen wird).

Kritisch wird das dritte Auto umwelttechnisch, wenn Du Dir einen Neuwagen anschaffst, also z.B. ID3 + Caddy.

Oder bei meinem Galaxy bei zu vielen Kilometern. Realwerte bei mir sind 10 kWh/100 km für den Egolf + 10% Ladeverluste, geladen wird mit Awattar zu günstigen Zeiten und damit niedrigen CO2 Werten, grob geschätzt 250 g / kwh. Damit bin ich bei 27,5 g / km pro Egolfkilometer. Der Galaxy braucht auf der Autobahn bei 80 km/h hinterm LKW 8 Liter und im Stadtverkehr real bei mir 12 Liter. Da rechne ich mit 2,33 kg / Liter + 28% für die Vorkette = knapp 3 kg / Liter = 240 bis 360 g / km.

Kostentechnisch habe ich das gleiche Problem wie Du, ein neuer Caddy oder anderes Auto mit 7+ Sitzen ist schon als Verbrenner teuer, als Drittwagen aber komplett untragbar.

Der Drittwagen macht auch kostentechnisch Sinn, wenn der nicht für allzuviele Kilometer verwendet wid, dann wird ID3 + 15 Jahre alter Verbrenner Galaxy statt ID4, sowohl von den Anschaffungskosten als auch von den laufenden Kosten und dem Umwelteffekt besser sein als der Caddy. Brauchst du den Caddy für viele Kilometer wird der hohe Verbrauch alter Verbrenner zum Problem werden. Du hast für die Galaxykilometer einen gewissen Komfortverlust gegenüber dem neuen Caddy.

Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

Electrohead
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Wir sind vom ersten kleinen Urlaub wieder zuhause, hier mal noch meine 5 Cent und dann ist das Thema erstmal durch.
Der Caddy selber ist ein super Auto. Als BEV mit ID4 Technik würde ich den vermutlich sofort nehmen. Der Verbrauch wird wohl bei 120 vmax und mitschwimmen so bei um die 24 kWh liegen, daher tut ein 77kwh Akku wie im ID4 schon not. Beim Diesel war es jetzt die erwähnten 5 Liter, zurück bin ich öfter 130 und auch mal 140 gefahren da waren es 5,4 Liter.

Was @KillerTV schreibt, auch ich fand es jetzt sehr beruhigend und einfach und auch mal wieder anders einfach 900km im Tank zu haben. Nicht dass dies zwingend nötig ist, aber bei Langstrecke mit dem eTron war es immer ein geplante und geguckt und gehofft und Plan B ausgearbeitet wie und wo man denn laden muss kann und soll. Nach knapp 4 Jahren Elektro war das jetzt ungewohnt. Einfach fahren und wenn Pause ansteht Pause machen. Am Hotel parken und nicht noch gucken wo ist die nächste Ladesäule.
Jetzt schreibt vielleicht einer: machen wie im BEV ebenso. Ja vielleicht. Wir haben jetzt als Beispiel öfter auf einem Rastplatz ohne Ladestationen und ohne Restaurant gehalten. Brote raus kurz essen, Pipi und weiter. In Summe hätten die Pausen sicher gereicht um einen entsprechenden HDK in elektrisch voll zu bekommen (mit großem Akku, 4x wie im eRifter keine Chance), keine Frage. Aber noch muss man eben planen. Und am besten keine Ladestationen anfahren die nahe am Restaurant sind. Die waren alle zugeparkt. Jedenfalls wo wir da waren. Liegt vielleicht auch am neuen VW Navi im Diesel
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Mal ernsthaft warum bringt er mir im Verbrenner ionity ;-)

Die Ladestationen die weiter weg vom Schuss waren waren soweit alle frei von Falschparkern. Also das geht.

Was noch, tanken stinkt. Laufruhe bei 120 ist ok, auch nicht schlechter als im vergleichbaren BEV.
Preislich, 90 Euro für 1300 km ist ok.
BEV wäre ca das doppelte.

Schauen wir mal wann der Buzz kommt und wie es dann so aussieht.
Zuletzt geändert von Electrohead am Do 12. Aug 2021, 00:13, insgesamt 1-mal geändert.
Alt: BMW i3, Audi eTron55
Derzeit: ̶S̶m̶a̶r̶t̶ ̶E̶Q̶ ̶F̶o̶r̶f̶o̶u̶r̶ (Nicht lieferbar), dafür Renault Twingo ab Feb., Kia eSoul (64kWh)

Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

hgerhauser
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KillerTV hat geschrieben: Alle Akkus sind für den täglichen Gebrauch zu groß, aber für die 5-6 Langstrecken im Jahr zu klein.
Ich rette mich nun über die nächsten 10 Jahre mit dem Passat GTE, der immer E fahren wird, bis auf die erwähnten 5-6 Langstrecken im Jahr. Danach gibt es hoffentlich H2-Hybride, die einen Akku für 100km mitbringen. Das wäre für mich die Eier legende Wollmilchsau. Wird dann vermutlich ein Toyota oder Hyundai…
Große Akkus können viel schonender geladen werden, 20-80% ist da überhaupt kein Problem und man kann Spitzen in der erneuerbaren Erzeugung viel leichter mitnehmen. Das wird noch nicht ausreichend belohnt, wird sich aber ändern, und wenn man umwelttechnisch rangeht, ist ein großer Akku auch heute eine gute Sache und kein Grund deswegen einen Plug-in Hybrid zu nehmen.

Zu Toyota:

https://cleantechnica.com/2021/08/03/wh ... ification/

InfluenceMap gives Toyota a D- grade, the worst of any automaker, because of its efforts to undermine public climate goals.

Wenn selbst beim 140 kWh Akku im Passat die zwei 20 Minuten Ladepausen über 1300 km nerven, dann bitte Wechselakku, nicht Wasserstoff.

Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

Odanez
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@KillerTV da gebe ich dir Recht, in der Situation wo man a) nur ein Auto hat bzw braucht, und b) trotzdem sehr weite Strecken mit hohen Verbrauch ohne erheblichen Zeitverlust durchs Laden, ist momentan der PHEV die bessere Wahl. Sobald man aber zwei Autos braucht kann man zumindest einen reinen Stromer behalten ;)

Wir haben die Urlaubssituation so gelöst: Wir brauchen nicht so viel Zeug mit in den Urlaub schleppen, und wenn man mal vor Ort radeln will leiht man sich die dort aus, so viel radeln wir im Urlaub auch nicht, wenn überhaupt (dafür radel ich zu Hause viel), bei uns passt der gesamte Urlaubsbedarf in den Kofferraum. Und dann habe ich mir nur Unterkünfte rausgesucht, die entweder mit Absprache vorher eine Steckdose bereitstellen oder schon mit einer Lademöglichkeit werben. Somit war unser Kroatienurlaub was das Laden angeht dermaßen entspannt, es hat keinerlei Unterschied was Flexibilität anging gemacht, wie wenn wir mit einem Verbrenner fahren würden.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

panoptikum
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KillerTV hat geschrieben: Danach gibt es hoffentlich H2-Hybride, die einen Akku für 100km mitbringen. Das wäre für mich die Eier legende Wollmilchsau.
Diesen Zahn muss ich Dir leider ziehen.
https://www.youtube.com/watch?v=U3cNzXVZ34s
Renault Zoe Intens (Q210, BJ 03/2013 F-Import)
Renault Zoe Intens Complete R135 ZE50 + CCS + NBA + Einparkassistent
NRGkick 22kW BT 7,5 m

Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

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Das Ausgeliefert sein…dem Ladenetz…dem Zufall….der Ladekurve…den Fahrstrompreisen und das mit Eigenen Bedürfnissen des eigenen Körpers (bei uns 5 plus Hund) in Einklang zu bringen erfordert schon viel Opferbereitschaft. Deshalb ja auch immer die Frage der Aufgeschlossenen und Neugierigen: „Und wie weit kommt der?“

Ich war vor 4 Jahren geschockt. Ein langjähriger CityEL Freak (damit in Barcelona) stieg um auf den 30er Leaf. 4 Monate später war der Geschichte. Danach wurde die Freiheit mit einem Audi auf LPG ausgelebt. Er war dann auch kein Solist mehr.

Eigentlich sollte jedem Klar sein….jede Fahrt die nicht stattfindet ist die noch bessere Wahl als der Umstieg zum BeV. Wer ist dazu schon bereit?
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Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

Meinereiner
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Muss es im Urlaub eigentlich das unbdeingt eigene Auto sein?

Mir wäre es zu teuer, das Auto für 1-2 Gelegenheiten pro Jahr so groß auszulegen. Und ich finde es für mich inakzeptabel, das ganze Jahr Talibanunterstützung zu betreiben, nur für die 1-2 Gelegenheiten.
Der Gedanke ist übrigens nicht E-Auto-spezifisch. Ich bin 20 Jahre lang Kleinwagen gefahren, aus genau diesem Grund. Mit einem VW-Fox 1,2l 1200km fahren ist mindestens so schlimm wie mit dem Leaf, vor allem für die Leute auf der Rückbank.

Wenn es das Auto sein muss:
Leihwagen, hier oder am Urlaubsort. Autotausch mit Freunden. Mit dem Autozug fahren. Fliegen.

Für die Preisdifferenz VW-Fox <> Auto kann man Jahrelang für jeden Urlaub einen dicken Benz leihen. Gleiches gilt natürlich besondes fürs E-Auto.

Re: Vom Elektroauto zum Verbrenner

Odanez
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Als wir noch unseren Leaf hatten, haben wir mit meinen Eltern immer getauscht wenn wir in den Urlaub gefahren sind. Die haben sich über das mega Fahrgefühl gefreut und wir uns auf "500km am Stück ohne Pinkelpause" ;) Nee schmarrn, wir sind natürlich auch mindestens alle 200-300km rausgefahren um Pause zu machen, und jetzt wo man über 300km Reichweite hat kann man das auch mit Ladepausen kombinieren, aber selbst das haben wir nicht gebraucht. Eigentlich hat unser Niro zu viel Reichweite für unseren Bedarf ;)
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
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