Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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bm3 hat geschrieben: Das Eine ist der Bleianker, der könnte schon längst auf Li umgestellt sein, wahrscheinlich kostet dass dann aber ein paar Euro mehr in der Produktion und dann gibt es ja noch das Bestreben in vielen Köpfen so lange es nur irgendwie geht am Althergebrachten festzuhalten...Was mich daran wundert ist dass es scheinbar genug Leute gibt für die heute 50000€ oder noch mehr für ein Auto hinzulegen absolut kein Problem darstellt, sieht man ja schon hier im Forum, und dann hängt es aber an ein paar Euros in der Produktion ? Das Zweite ist, dass es sicher (mit einem entsprechenden Konzept) auch ganz ohne einen 12/24/48V-Akku realisierbar wäre, wurde ja schon so realisiert, beispielsweise beim Vectrix-Roller.
mlie hat geschrieben: Die Bleibatterie geht in derartigen Mengen, dass die defacto, Im Verhältniß zur Lithium, aus Autoherstellersicht, nichts kostet. Man nehme das Lopez Beispiel bei Opel.
Es wurden die Toleranzen der Radmuttern und Radmutter-Bordwerkzeugschlüssel so lange vergrößert, bis beide im Aufgetretenen Extremfall nicht mehr zusammenpassen.
Die Bleibatterie kostet ca 23, bis 40 €, und vor allem, die geht kaputt, muss man tauschen.. Bringt somit Umsatz und Kunden.



Nette Verschwörungstheorie, in der Tat. Was hindert denn nach dieser Theorie die Hersteller daran, zwei Wechselrichter auf 12V einzubauen, um die Redundanz zu erreichen?
Nur, wie willst du das Sicherheitsfeature (unter anderem für die Feuerwehr) kein 12V im System verfügbar-> Batterieschütz ist garantiert offen (Einfach erreichbar durch abklemmen der 12V-Batterie) dann umsetzen, wenn zwei Wechselrichter nachspeisen?
Wie wird es bei Mercedes eqv heute umgesetzt?

Ein Kabel in einem Gewebesäckchen, mit einem Schild, Sinngemäss"hier durchschneiden", und das hinter der Batterie angebracht.
Der Unterschied zu 2 Gleichrichter ist?
Nicht existent, bzw, diesen kann ich sogar noch die Redundanz der "Nicht liefern Ansteuerung" verpassen.
Was bei einer Batterie schwer geht.

Und, das sind keine Verschwörungstheorien, das sind sogar Teilweise nachles, bzw. nachschaubare Fakten im Internet, von Teils Werthaltigen Quellen, bzw. aus Normen definiert.
Nur,dass manches schon zu lange her ist..., da lag das Internet noch in den Kinderschuhen.
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Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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Warum ist die 12V Batterie im Auto und das verpflichtend?

Ein Bekannter arbeitet bei einem der beiden Südwest-Deutschen Hersteller, gerade in der Entwicklung von 12V Batterien und ihm stellte ich die gleiche Frage und hatte ein Aha-Erlebnis, kurzgefasst:

Crash-Sicherheit!

Es ist mittlerweile über die ECE (EU Zulassungsvorschriften) so festgelegt, dass ein PKW nach einer Kollision noch min. 30min. mit Strom versorgt werden muss, dazu zählt die volle Beleuchtung/Warnblinker, Notruf-Assistenz, Türentriegelung und was man sich noch so vorstellen kann.

Vorallem bei BEV gilt es über die 12V Batterie das Hochvoltsystem soweit möglich zu trennen.

Hier spielt also die Redundanz eine weit größere Rolle, als irgendwelche Verschwörungen, dass dies durch irgendwelche Hersteller getrieben worden sei.

Also im Falle eines Crashes muss es sein, dass man euch sieht, dass das Hochvoltsystem deaktiviert wird aber auch, dass ihr (sollte das Auto verriegelt sein) das Auto verlassen könnt.

Und dafür nehme ich sehr gern eine 12V Batterie mit, die 12kg machen bei 350kg Akku im Boden den Bock auch nicht mehr fett.
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
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Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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Kennt einer Preise für 12v akkus? Bei Greenakku habe ich was für 486 Euro gefunden was einer 80Ah Bleibatterie entspricht. Also grob 4mal so teuer.

https://greenakku.de/Batterien/Lithium- ... :2685.html

Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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bm3 hat geschrieben: Was mich daran wundert ist dass es scheinbar genug Leute gibt für die heute 50000€ oder noch mehr für ein Auto hinzulegen absolut kein Problem darstellt, sieht man ja schon hier im Forum, und dann hängt es aber an ein paar Euros in der Produktion ?
Das ist doch nun wirklich einfach: der Kundenpreis steht fest. Aber pro Fahrzeug spart der Autobauer da ein paar Cent, vielleicht mehr oder auch weniger. Bei zehntausenden von Fahrzeugen sind das dann aber eben tausende Euro. Einfach so, bei gleichem Kundenpreis durch Einsparung beim Einkauf. Und wir reden hier von mehr als wenigen Cent pro Fahrzeug und mehr als zehntausende Fahrzeuge.

Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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adauris hat geschrieben: Warum ist die 12V Batterie im Auto und das verpflichtend?

Ein Bekannter arbeitet bei einem der beiden Südwest-Deutschen Hersteller, gerade in der Entwicklung von 12V Batterien und ihm stellte ich die gleiche Frage und hatte ein Aha-Erlebnis, kurzgefasst:

Crash-Sicherheit!

Es ist mittlerweile über die ECE (EU Zulassungsvorschriften) so festgelegt, dass ein PKW nach einer Kollision noch min. 30min. mit Strom versorgt werden muss, dazu zählt die volle Beleuchtung/Warnblinker, Notruf-Assistenz, Türentriegelung und was man sich noch so vorstellen kann.

Vorallem bei BEV gilt es über die 12V Batterie das Hochvoltsystem soweit möglich zu trennen.

Hier spielt also die Redundanz eine weit größere Rolle, als irgendwelche Verschwörungen, dass dies durch irgendwelche Hersteller getrieben worden sei.

Also im Falle eines Crashes muss es sein, dass man euch sieht, dass das Hochvoltsystem deaktiviert wird aber auch, dass ihr (sollte das Auto verriegelt sein) das Auto verlassen könnt.

Und dafür nehme ich sehr gern eine 12V Batterie mit, die 12kg machen bei 350kg Akku im Boden den Bock auch nicht mehr fett.
Danke, das war mir neu.
Dass ich mich allerdings frage, warum dann, genau diese "Sicherheitseinrichtung" in Fahrtrichtung links, wo bei einem Frontalcrash , auch mit geringer Überdeckung die Batterie dran glaubt platziert ist sei erlaubt?

Ich dachte immer dass die Säure schön herumspritzen kann..
Wiewohl,das Gewicht des Bleiaccus ist nebensächlich nach dem Energiegrundsatz in der Kinetik.
Wiewohl die Redundanz bei einem Verbrenner mit einer Batterie auch eine Theoretische ist, wenn der Kühler im Baum, oder sonst wo steckt.
Aber danke, man lernt nie aus.
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Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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Wieso sollte ein Traktionsakku, zwischen den Achsen angeordnet und extra nochmal in einem stabilen zusätzlichen Gehäuse untergebracht, bei einem Crash jetzt eher gefährdet sein als eine 12V-Batterie? Ist doch genauso wie bei dem Tank bei Verbrenner-PKW, wenn der Feuer fängt dann braucht man auch keine Warnblinker mehr. Die HV aus dem Akku kann man ja trotzdem automatisch bei einem Crash abschalten, das müsste dann aber nicht unbedingt auch einen DC/DC-Wandler betreffen. Und was ist wenn bei dem Crash die 12V-Batterie beschädigt wird oder ein wichtiges 12V-Kabel beschädigt wird? Kurzschluss im 12V-Netz? Dann ist doch ebenfalls Schluss mit lustig Blinken und Warnen ? Und die 12V-Akkus sind in den Fahrzeugen schon immer mal eher ziemlich "locker lässig" eingebaut.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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Habe da einen Artikel bei AMS (https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... -batterie/) gelesen. Es geht wohl nicht darum, dass die 12V als Redundanz da sein muss. Es geht darum, dass es eine Redundanz geben muss und das z.Z. über ein 12V Netz mit eigener Batterie am einfachsten/günstigsten geht.

Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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@bm3 Natürlich muss auch eine 12V-Batterie Crash-Anforderungen erfüllen und dies wird auch getestet. Wenn wir von einer kompletten Zerstörung des Fahrzeugs sprechen, dann macht vieles nur noch wenig Sinn - aber darum geht es ja nicht.

Und auch beim Einbau einer 12V Batterie muss darauf geschaut werden, dass sie ordentlich montiert wird. Es gibt hier zwischen den Zulassungsvorschriften in ihrer zeitlichen Festsetzung sicherlich unterschiede aber an meinem Auto ist diese Batterie bspw. im vorderen Kofferraum, neben der Hybrid-Batterie verbaut.

Das 12V Netz funktioniert ja auch nicht in der Art, wenn ein Kabel defekt ist, dass alles still wird. Die Masse (Minus-Pol) geht über die Karosserie und hat damit kein "Kabel", die jeweiligen Verbraucher sind jeweils dann am Pluspol mit einem Kabel angeschlossen.
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
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Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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Leute, ihr wisst offensichtlich nicht, was der Begriff Redundanz bedeutet. Das bedeutet, dass im Fall der Fälle mehrere unabhängige Systeme die gewünschte Funktion übernehmen können. Das ist weder beim Verbrenner, noch beim BEV gegeben und auch nicht vorgeschrieben. Was aber in der Tat vorgeschrieben ist, dass die erforderliche Elektrik noch min. eine bestimmte Zeit funktionieren muss und dafür braucht es sicherlich einen Akku (anderes wäre denkbar, aber praktisch nicht technisch und wirtschaftlich machbar). Dabei schmeißt selbst der Verbrenner heutzutage alle nicht erforderlichen elektrischen Komponenten mittels Sprengsicherung bei einem entsprechenden Crash vom Bleiakku ab um bei Kurzschlüssen in den Systemen handlungsfähig zu bleiben.
Und den Hochvoltakku will man im Crashfall natürlich auch los werden, denn den kurz zu schließen über eine in Betrieb befindliche Komponente ... bitte nicht!

Jetzt kommt hinzu, dass es ein Niedervoltsystem eh braucht. Das wäre vielleicht auf einer anderen Spannungsebene besser aufgehoben. Aber alles in der Automobiltechnik ist aktuell auf 12V ausgerichtet und ist auch nicht komplett falsch. Dieses Niederspannungsystem braucht einen Puffer, denn kein DC/DC Wandler kann Spannungsspitzen gut glätten. Und es ist auch nicht, wie von bm3 unterstellt das Besteben in vielen Köpfen, am Bleiakku festzuhalten (ansonsten hätte es Tesla längst anders gemacht, denn das ist deren größter Trumpf der oft unsinnig überzogen wird).

Und jetzt kommen wir zu der Kernkompetenz von Bleiakkus: Die können anders als Lithium-Akkus ganz kurze hohe Ströme extrem gut. Dadurch gehen die nicht kaputt und liefern vor allem auch ... Liebling der Elektronik, also von Steuergeräten und Co. Und am Ende des Tages sind sie natürlich unschlagbar günstig im Vergleich. Da geht es auch nicht um Cent, sondern um Euro im zweistelligen Bereich. Davon abgesehen sind sie auch ökologisch mit ca. 99% Recyclingquote (das letzte Prozent ist nur Plastik an der Hülle etc.) extrem gut. Nicht alles was alt ist, ist automatisch schlecht.

Re: Warum eigentlich noch immer ein 12V Bleiakku??

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Welche hohen Stromspitzen sollen denn in einem E-Auto auftreten die ein DC/DC-Wandler nicht liefern kann ? Du bist bestimmt kein Elektroniker ? Sonst würdest du sowas hier nicht schreiben. Notfalls könnte solche Spitzen,wenn sie denn überhaupt noch da wären, bereits ein Kondensator oder (Ultra--Cap) am Ausgang des DC/DC-Wandlers abfangen. Hier wird nichts mehr "angelassen", verabschiede dich doch bitte endlich mal von deinem alten Auto-Weltbild !
Und selbst das Anlassen eines Verbrennungsmotors und sehr hohe Stromspitzen dabei meistern schon 10 Jahre lang bestimmte Hochstrom-Li-Zellen mindestens genauso gut wie Blei-Zellen und bei deutlich weniger Größe und Gewicht. In der Renntechnik kannst du lange nach einem Bleiakku suchen.
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