Wasserstoff vs. Elektroauto

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Wasserstoff vs. Elektroauto

Solar1138
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Hallo zusammen,

hier geht es um die Frage: Wasserstoffantrieb oder Elektroauto.

Auch wenn der Wasserstoff, vor allem in Deutschland, aktuell in aller Munde ist, sehe ich als Ingenieur die Zukunft des Wasserstoffs nur eingeschränkt im Mobilitätsbereich.

Bei einem E-Auto wird der (in Zukunft auch sehr grüne) Strom direkt von den effizienten Netzen in Batterien mit immer höher werdenden Kapazitäten gespeist. Das führt zu Wirkungsgraden von 70-80%.

Wohingegen Wasserstoffautos eher bei 30% liegen und damit deutlich weniger effizient sind.

Das verwundert auch nicht, da durch aufwendige Prozesse viel Potential verloren geht.
Elektrolyse, Kompression & Verflüssigung, Transport & Befüllung von Tanks; anschließend Stromerzeugung in der Brennstoffzelle... und weil bereits so viele Bauteile mitgenommen werden müssen, können dem Auto auch nur kleine Batterien mit niedriger Kapazität mitgegeben werden.
Zumal noch einiges an Infrastruktur und Lademöglichkeiten fehlt. Bei E-Autos baut man quasi jeden Tag neue Ladestationen.

So sehr sich auch einige Politiker, Medien und Influencer darauf eingeschossen haben: der Markt hat bereits entschieden und geht den Weg des besten wirtschaftlichen, physikalischen und ökologischen Wirkungsgrad.
VW, Tesla, die Chinesen... es wird auf den Elektroantrieb gesetzt und nicht auf Wasserstoff.

Dennoch halte ich weitere Forschung & Entwicklung für Wasserstoff notwendig, um die Energiewende zu schaffen. So könnte er in Konzepten wie der Sektorenkopplung als Power-to-Gas Speicher fungieren, oder anderweitig energetisch sinnvolle Aufgaben erfüllen.

Für LKW-Langstreckentransporte kann ich mir bspw. einen gewissen Anteil an Wasserstoffantrieben vorstellen, sodass man 2040 vllt. 30-40% der LKW -Fahrten mit Wasserstofftechnologie durchführt.

Wie seht ihr das? Seid ihr pro oder contra Wasserstoff? Habt ihr weitere Argumente, die dafür oder dagegen sprechen? Wie stellt ihr euch die Zukunft vor?

Bin auf eure Antworten gespannt!

Gruß, Solar1138
Tags: Elektroautos Speicher Wasserstoff
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Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

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Wir haben schon einen Thread dazu.
viewtopic.php?f=36&t=14339

Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

electic going
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Auch ein Wasserstoffauto ist ein E-Auto.

Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

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Dieses Thema ist so "Doof" wie Mini-Atom-Reaktoren. Anhang weniger Fakten ist klar das es Unsinn ist was aber faktenresistente Menschen oder Interessengruppen nicht daran hindert es immer wieder hochzupuschen. Mich nervt es einfach nur noch. Man sollte einfach nicht mehr drüber reden.
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Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

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Auch Benzinfahrzeuge sind Wasserstoff Fahrzeuge, die fahren mit 60% Wasserstoff gebunden in Kohlenstoff.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

Meinereiner
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Wasserstoff = Ausredestoff.

Es ist eine Ausrede, den Abschied vom Verbrenner auf den Sanktnimmerleinstag zu verschieben, weil Wasserstoff immer in 20 Jahren kommt. Auch in 20 Jahren noch. Wie Kernfusion.

In meiner Umgebung gibt es eine Wasserstofftankstelle (im Umkreis von 100km). Im Umreis von 5km gibt es aber 10AC und 2 DC-Ladestellen (ohne Tesla, da gibt es noch mehr).
Wasserstoff vereinigt die Nachteile von Verbrenner und E-Auto: Die lange Ladezeit (Wasserstoff tanken dauert 20 Minuten) mit der Umweltbilanz des Verbrenners.
Es gibt in Deutschland eine zweistellige Anzahl von Wasserstoffautos, aber eine sechsstellige Anzahl von BEV.

Der einzige Grund, warum davon immer noch geredet wird, sind zwei Würste. Eine sitzt im Verkehrsministerium, die andere im Wirtschaftsministerium. Die Autohersteller (außer Toyota) haben das Thema schon lange begraben.

Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

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;) Werter ambi Valent,
wie stellst du Dir denn vor, wenn Verbrenner fahren, sagen wir mal das dreifache kostet, von, sagen wir als Vertreter von München nach... Kiel zu kommen?
PHEV sind ein Brückenprodukt welches aussterben wird.
BEV werden dafür noch lange nicht geeignet sein, gestern waren es bei mir auch wieder 800 km.
In einem BEV, wenn man noch was zu arbeiten hat eine Unmöglichkeit in einem Tag, oder der Tag ist noch mal ca. 4 Std. länger, also dann von 04.30 wegfahren bis 24.00 heimkommen?
Es wird irgendeine Lösung geben müssen.
Jedoch wäre ich ein Feind von Wasserstoff anstatt der heutigen Kohlenstofftankstellen.
Dies, da der Transport von Wasserstoff weitere Energie verschwenden, oder dort am Ende, und Da will es garantiert ein Lobbyismus hintreiben, dieser "Lokal" aus Kohlenstoff wie Kohle, Erdöl oder Erdgas produzieren möchte.
Sonst sind nämlich die:
1) Erdölmultis
2) Kohlemultis
3) Tankstellenketten
In 10 Jahren so gut wie Einkommenslos.
Jedoch eine Wasserstoff Infrastruktur aufzubauen wie Tankstellen?

Es wird Wasserstoff für den Antrieb schon alleine deshalb geben, da weder Gewichte, noch lange Strecken wirklich mit BEV's sinnvoll zu bewerkstelligen sind.
Leider.
Was bringt die Feststoffbatterie für eine Energiedichte?
Wiewohl, Wasserstoff statt BEV ist in vermutlich 80% der Fahrzeuge Sinnlos, da reicht ein BEV genauso.
Hier stimme ich dir zu, nur, man ist doch so gewöhnt einen Schlauch an ein Auto anzuschließen. ..
Ohne Sarkasmus: Es geht in absehbarer Zeit nicht ohne Wasserstoff, nur dass daraus aus wiederum nicht Umwelt, sondern Grschäftsinteressen eine größere Nummer versucht wird zu drehen.

Man will doch weiter eine S-Klasse mit "350 PS, 400 Nm und 700 km Reichweite bei 250 km/h Spitze anbieten wollen..
Geht halt nur mit Wasserstoff und Batterie.
Aber, Mercedes setzt ja nicht das erste Mal aufs nicht ganz richtige Pferd..
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

electic going
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Der Fehler liegt ja schon darin, dass man die Strecke unbedingt mit einem PKW zurücklegen muss. Und da jetzt die Antwort kommt, dass man ja zum Kunden nicht zufuß vom Bahnhof gehen kann: So Dinge wie Taxis, Leihwagen, usw. gibt es schon länger. Jetzt kommt der Grund, dass ja die ganzen Demo-Koffer auch immer die 800km mitfahren müssen, da man sie vor Ort braucht. Was ja schon Irrsinn genug ist, dass man einen kompletten Kombi-Kofferraum mit allen Demos da immer mit rum fahren muss wenn man zu einem Kunden fährt.

Vielleicht sollte man auch dafür mal eine Lösung finden. Das ist aber nicht Aufgabe der Autobauer.

Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

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env20040 hat geschrieben: ;) Werter ambi Valent,
wie stellst du Dir denn vor, wenn Verbrenner fahren, sagen wir mal das dreifache kostet, von, sagen wir als Vertreter von München nach... Kiel zu kommen?
PHEV sind ein Brückenprodukt welches aussterben wird.
BEV werden dafür noch lange nicht geeignet sein, gestern waren es bei mir auch wieder 800 km.
Ich stelle mir vor das ein Arbeitsgerät ausreichend dimensioniert sein sollte. Ein Arbeitsauto für 800km am Tag kaum der Verbrenner Golf sein kann.

Wenn sich also die Anforderung nicht ändert wird Dein Arbeitgeber also z. B. in einen Tesla mit 100 kwh Batterie investieren müssen. Damit fährst Du dann 400 km, machst eine Pause für Laden, Pipi, Essen und trinken und fährst dann die restlichen 400 km.

Oder wenn mit 800km am Tag 2 x 400 gemeint waren ist es ja noch einfacher. Du fährst 400km zum Kunden, steckst das Auto dort an den Schnelllader und während Du beim Kunden bist lädt das Auto und dann gehts wieder zurück.

Was soll daran unmöglich sein?
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Re: Wasserstoff vs. Elektroauto

Ecano
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Vielleicht sollten manche ihre tägliche Arbeitszeit mal mit den gesetzlichen Vorschriften abgleichen. Auch die Vorschriften für Berufskraftfaher, insbesondere Pausen und Ruhezeiten, sind auch für Dienstreisende eine sinnvolle Massgabe.
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