Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Das Hauptproblem bei der Erstwagentauglichkeit heutiger E-Autos ist nach meiner Meinung, dass der Durchschnittsdeutsche auf etwas verzichten müsste. Bei dem Einen ist es die Möglichkeit, 400km am Stück zu fahren, bei dem Anderen die Möglichkeit mit 180km/h über die Autobahn zu jagen, beim Dritten die Möglichkeit nur alle zwei Wochen mal an der Tanke vorbeizufahren - stattdessen ein/zweimal die Woche am öffentlichen Lader zu stehen.
Diesen offensichtlichen Einschränkungen muss aber ein messbarer, persönlicher Vorteil gegenüberstehen. Ansonsten macht ein Durchschnittsbürger so was nicht (Asketen machen nur einen Bruchteil der Bevölkerung aus, diejenigen die Gemeinwohl vor Einzelwohl stellen auch).

Tesla hat das mit der irrsinnigen Beschleunigung seiner Autos und dem yuppie-Image beantwortet - und es hat funktioniert. Bei den Massenherstellern sehe ich Stand heute noch nicht, was man dem nötigen Verzicht in der Waagschale gegenüberlegen kann.
Denn, mit dem Argument, nach 100t km etwas Gutes für die Umwelt getan zu haben, bringt man die Waagschale nicht wirklich zum Umschwung.
Passat GTE MJ 2022 (seit 6/2022 - Kompromissauto)
e-Golf MJ 2020 (seit 3/2020, bleibt "für immer")
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

LeakMunde
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KillerTV hat geschrieben: Die Fakten stimmen. Sind sogar mit vertrauenswürdigen Quellen belegt.
Was sind denn für dich Fakten? Die seriösen Studien, die du verlinkt hast oder die (falschen) Schlüsse, die du daraus gezogen hast?
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Die sind so seriös wie die die definition von Erstwagen an sich. Das einzigste wo man die Tauglichkeit von Elektroautos wirklich sehen würde, wäre die Zulassungszahlen ohne jegliche Förderungen.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

Misterdublex
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Wobei dann auch der Preis zwischen Stinker und E-Auto gleich sein müsste.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Meine Erstwagen sind schon seit vielen Jahren elektrisch. Verbrenner sind für Kurzstrecken einfach ungeeignet. Und das Erstfahrzeug fährt überwiegend Kurzstrecken. Für die wenigen Langstreckenfahrten steht bisher noch ein Skoda Fabia Diesel greenline bereit. Der wurde in der letzten Zeit immer weniger genutzt und eigentlich nur alle vier Wochen oder so mal angelassen, damit die 12V Bordbatterie nicht kaputt geht. Für meine Frau ist der "Elektriker" sowieso erste Wahl und damit klarer Sieger um die "Erstwagentauglichkeit", weil er viel schöner und einfacher zu fahren ist.

Also: Elektroautos sind erstwagentauglich. Verbrenner leider nicht. Ist meine Praxiserfahrung.
Und: Verbrenner bisher noch für Mittel- und Langstrecke und Anhänger benötigt. Auch das wird wohl entfallen. Kia Niro 64 kWh wirds möglich machen.

Und nochwas: Bin Langstrecke schon elektrisch (mit-)gefahren: 4.500 km e-Tour Europe 2015, rive maroc 2800 km von Quarzazate in Marokko bis Böblingen in Deutschland. Wer heute noch glaubt, Langstrecke sei nicht möglich, hats noch nicht probiert.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
Elektrisch seit der Tour de Sol 1985. miniEl ab 1989
dann CityEl, Sinclair, ATW Ligier, 2xCitroen AX, 2xBerlingo, Peugeot Partner.
Im Besitz heute noch: City-EL Bj.1990, Hotzenblitz Bj.1995, Daum-Pedelec, Kia eSoul 64kWh seit 9.9.2021

Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Tatsache ist, finde ich, dass bei der unterschiedlichen Nutzung von Fahrzeugen für immer mehr Nutzern die neuen EV und alle Verbesserungen dazu führen, dass ein Elektrofahrzeug ein Erstfahrzeug dar stellen kann. Jedes Jahr gibt es Verbesserung in der Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Größe, Preis, Infrastruktur und dadurch jedes Jahr mehr Käufer die es als Erstfahrzeug nützen könnten. Die die sich darauf ausreden dass es noch immer nicht für alle als Erstfahrzeug tauglich ist, selber darüber aber deswegen gar nicht nachdenken sollte man informieren. Weil das Potential ist viel Größer als man denkt.

Daher: Waren es 2013 nur ganz wenige wo alles gepasst hat (Infrastruktur, Reichweite, Größe, Ladegeschwindigkeit) sind es heute schon viel mehr. Abschließend für alle wird das vielleicht erst passieren, wenn die Infrastruktur der Benzinfahrzeuge wegen schwacher Nachfrage kleiner wird, und der Vertreter, der schon seit Jahren sein Fahrzeug nicht verlassen hat und rund um die Uhr unterwegs ist, eines Morgens bei 140km/h auf der Autobahn keine Tankstelle mehr findet.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Misterdublex hat geschrieben: Wobei dann auch der Preis zwischen Stinker und E-Auto gleich sein müsste.
Wieso gleich? Das ist schon lange vorbei.
Auf einige Jahre gerechnet sind Elektroautos billiger.

Aber danke für die korrekte Bezeichnung "Stinker". Wer liebt schon Stinker. Mir stinken die gewaltig.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Misterdublex hat geschrieben: Nach 8 Jahren nur noch 75% Restkapazität?
Wenn uns das passieren würde, würde ich direkt mal die Module mit den defekten Zellen tauschen lassen. Kostet laut Ost-West ja nur um die 500 €.
Oweia, wo soll ich da anfangen....

- der Akku ist nicht mein Eigentum (wenn er noch weiter fällt, müsste ich nach Vertrag eigentlich Ersatz bekommen. Er erfüllt bislang aber den Vertrag)
- es gibt keine Module mit defekten Zellen, die Spannungen der Blöcke haben nur geringe Abweichungen, die Alterung ist homogen, wie es sein soll
- die Werkstätten tauschen hier keine Module, sondern nur komplette Akkus und das dürfen auch nur bestimmte Werkstätten
- Ost-West ist ein VW Händler, die Info ist hier für Renault irrelevant
- auch wenn der Akku wieder 100% hätte, wird der Q210 dadurch nicht zum Erstwagen

Freunde Dich doch besser mal mit dem Gedanken an, dass das ein Verschleißteil ist und das auch nicht linear altert. Vor einem Jahr hatte ich auch noch 96%.
Und bevor wieder einer fragt - das BMS Update wurde schon vor 4 Jahren gemacht.
Misterdublex hat geschrieben: Im Moment gehen 350 km mit 2x15 Minuten nachladen ziemlich gut. Voll starten mit 225 km reeller Reichweite für NL-Autobahntempo.
Wie gesagt, unter 13kWh/100km. Wer ein bisschen Ahnung von der Materie hat, wird das ja auch einzuordnen wissen. Also mit dem Zoe wird das höchstens im Sommer im LKW Windschatten etwas. Aber auch da würde ich eher mehr erwarten.
Tipp am Rande - Zoe, 208 und Corsa lagen beim Test mit Richtgeschwindigkeit bei eher 22kWh/100km. Ich meine das war von Andreas Haehnel. Wo der E-Golf liegt, müsste ich erst suchen.
Misterdublex hat geschrieben: Ladesäulen suchen mussten wir in Richtung NL noch nie.
Ich habe auch nicht von Umwegen gesprochen, sonderm von suchen der Säule auf dem Autobahnrastplatz. Ladung starten, beenden, wieder weiter fahren. All das kostet auch Zeit, die Du nicht erwähnt hast.
Auch will nicht jeder nach Holland. Umwege können andererorts da auch durchaus noch ein Thema werden.
Misterdublex hat geschrieben: Mehr als 350 km fahren am Tag ist doch Quälerei.
Die 700km nach Füssen rutsche ich eigentlich mal eben so durch. Wenn ich nur eine Woche Zeit hab, will ich nicht 4 Tage fürs Fahren verdödeln.
Wir fahren auf dem Rückweg auch mal 1.000km am Tag wenn ein langer Ritt das kleinere Übel ist als eine Zwischenübernachtung.

Und das geht auch mit BEV. Aber halt nicht mit jedem.
env20040 hat geschrieben: Wiewohl hält doch einige mehr wie 350 km am Tag fahren müssen, wollen, sollen, KÖNNEN WOLLEN.
Also ich will auch noch an manche Ziele, die halt 1.500km weg sind und mit 350km am Tag ist das ziemlich Grütze, da hab ich ja nichts von.
KillerTV hat geschrieben: Das Hauptproblem bei der Erstwagentauglichkeit heutiger E-Autos ist nach meiner Meinung, dass der Durchschnittsdeutsche auf etwas verzichten müsste. Bei dem Einen ist es die Möglichkeit, 400km am Stück zu fahren, bei dem Anderen die Möglichkeit mit 180km/h über die Autobahn zu jagen
Mit dem Benziner bin ich auf Langstrecke auf 115km/h runter, weil mit der Verbrauch wichtig ist und das ist ein guter Kompromiss wenn man die Zeit hat.
Mit dem BEV will ich auf keinen Fall noch langsamer fahren, weil da auch noch die Ladezeiten zu kommen und dann dauert es einfach zu lang.
Ich denke 120km/h sollten es sein und dann nach 300km laden. Das heißt mindestens 350km vollgeladen reell möglich. Mit einem Enyaq 80 müsste das eigentlich passen.
kub0815 hat geschrieben: Das einzigste wo man die Tauglichkeit von Elektroautos wirklich sehen würde, wäre die Zulassungszahlen ohne jegliche Förderungen.
Daran sieht man überhaupt nichts, weil das keine Info über die Nutzung gibt. Das können auch Zweitwagen, Pflegedienste oder was auch immer sein.

Hier noch mal zur Defintion des Erstwagen, weil sich ja ständig Leute einen Sport daraus machen, den Begriff zu zerrupfen.

viewtopic.php?f=45&t=33902

Hier habe ich auch mal angefangen, aufzulisten:
viewtopic.php?f=45&t=20775&p=443335

Ist in der letzten Zeit aber nicht gepflegt worden.
solardaddy hat geschrieben: Wieso gleich? Das ist schon lange vorbei.
Auf einige Jahre gerechnet sind Elektroautos billiger.
Da gab es schon 2013 hier ja die wildesten Milchmädchenrechnungen. Bislang ging das in der Regel nicht auf. Mit den aktuellen Förderungen sieht das wohl öfter mal anders aus.
Aber für einen BEV Erstwagen müsste ich erstmal 20.000€ tiefer in die Tasche greifen als für unseren jetzigen und da kann ich lange für tanken.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

Misterdublex
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@Karlsson:
Wie bei der ZOE können defekte Module nicht mal eben schnell getauscht werden?

Eben weil sie Akku-Degeneration keinem linearen mathematischen Zusammenhang folgt, ist es für den Kunden umso wichtiger vor der starken Zunahme schwache Module tauschen zu können, um den Lebenszyklus des Produktes (Auto) zu verlängern.

Das ist aber nicht gerade kundenfreundlich von Renault. Denen muss doch klar sein, dass die Akkus mindestens kalendarisch altern.

Wusstest du das nicht? Wenn doch, warum hast du dir dann ein Fahrzeug mit so einem Akku-System gekauft und keines wo man einzelne Module tauschen kann. Das ist dann ja sonst ein Wegwerfprodukt.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Was Renault mit den Zellen macht ist einem mit Mietbatterie herzlich egal. Wir gehen aber davon aus, dass man im Falle eines Batterietausch wegen zu wenig Batteriekapazität keine neue Batterie im Tausch gibt, sondern eine welche aus guten Zellen zusammengestellt wurde oder eine wie meine, die wegen Upgrade auf die doppelte Kapazität zurück gegeben wurde. Wenn Renault hier so lange Garantie gibt, geht das denke ich auch nicht anders, weil ja die Zellproduktion für die alten Teile nicht aufrecht erhalten werden kann und eine Endbevorratung bei Zellen nicht möglich ist. (Werden am Lager defekt). Das Lagern einer nicht initialisierten Zelle wird gerade geprüft.
Daher werden die guten Zellen immer aussortiert und in Batterien eingebaut die aus dem Feld kommen um als Austauschbatterie Zeitnah zur Verfügung zu stehen.
Sollte aber das Fahrzeug in großer Stückzahl sehr alt werden, wird man wohl moderne Ersatzzellen einsetzen müssen mitsamt Entwicklung von neuer BMS Software. Wie auch immer, alles nicht das Problem wenn die Batterie wie bei mir und Karlsson gemietet ist :)
Die Nachtlieferverpflichtung allerdings bleibt bei Renault, 10 Jahre nach dem ein Fahrzeug aus der Produktion genommen wird. Wie die das machen ist uns egal. Bei gekaufter Batterie ist das natürlich anders, ob die Nachlieferverpflichtung durch Tausch des ganzen Teiles oder aus Einzelteilen besteht... Es muss ja dann der Kunde zahlen.

Wenn jetzt jemand OT schreit, gerne, ich gebe aber zu bedenken, dass die Definition Erstwagen auch die Reparatur gegen Lebensende betreffen muss. Und da sehe ich das Konzept des Batterietausches ohne langes Herumgebastel viel besser als ewig und drei Tage auf meinen Erstwagen verzichten zu müssen, vorallem wenn die Batterie selber dann wieder zerlegt und neu aufgebaut wieder in den Kreislauf kommt.
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