Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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LeakMunde hat geschrieben:
Schön ist es, wenn die Fakten auch stimmen. Mit den Korrekturen oben sehen die Rechnungen nämlich schon wieder ganz anders aus..
[/quote]

Die Fakten stimmen. Sind sogar mit vertrauenswürdigen Quellen belegt.
Ich möchte gerne Durchschnitte verwenden, weil es sonst viel zu sehr aufdröselt. Natürlich ist der Manager der HypoVereinsbank, der am Tucherpark arbeitet und in Bogenhausen wohnt einer, der auf die Malediven fliegt und sich nicht 1000km ins Auto setzt. Auf der anderen Seite gibt es aber tausende Leute, die täglich von Hanau 30km zum Frankfurter Flughafen pendeln und ihren Sommerurlaub mit dem Auto in der Türkei verbringen. Ich will aber gerade nicht Einzelfälle, sondern das große Ganze sehen.
Und das sieht eben 2021 - nach meiner Rechnung - noch nicht so gut in Sachen Erstwagen aus. In 2025 sicher anders. Aber heute eben noch nicht.

Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen @Super-E Ich weiß ja nicht in welcher E-Fahrer perfekten Welt sich Kollegen und Freunde so verteilen. Aber jenseits von Arbeitgebern im Automobilbereich und bei Energieversorgern ist das mit dem Laden am Arbeitsplatz eine absolute Nullnummer. Bei Großunternehmen noch vereinzelt möglich, im Mittelstand absolut, aber wirklich absolut unmöglich. Ich habe leider keine Quelle gefunden und kann auch nur aus meinem Umfeld berichten: Alle Großbanken in Frankfurt: Niente (außer für einzelne Vorstände/Manager), öffentliche Verwaltung/Universitäten: Nix, Flughafen Frankfurt: ich bin mir nicht sicher ob man beide Hände für Ladeplätze der 81.000 Beschäftigten braucht - und da reden wir nur über Großunternehmen. Der Kleinunternehmer wird einen Teufel tun und die Leute laden lassen - das kann nämlich steuerlich/EEG-Umlagemäßig richtig nach hinten los gehen.
Ich würde mir wünschen, wenn es anders wäre. Ist es aber nicht. Quellen (auch welche, die mich widerlegen), gerne!
Passat GTE MJ 2022 (seit 6/2022 - Kompromissauto)
e-Golf MJ 2020 (seit 3/2020, bleibt "für immer")
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Passat B7 Variant TDI (bis 8/2021)
Polo IV (bis 3/2020)
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

Misterdublex
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Super-E hat geschrieben: Mein Bruder könnte sich an seinen Tiefgaragenstellplatz eine Ladestation legen lassen, will aber darauf verzichten, da er es für unnötig hält.
Halte ich auch für unnötig.

Wir haben zwei E-Autos mit kleinen (17,6 kWh) und mittlerem (36 kWh) Akku. In normalen Jahren in Summe 37.000 km/a.
Wir haben zwei Wallboxen, da wir die durch die NRW-Förderung fast für lau bekommen haben installiert. Im Dezember 2020 und Januar 2021 gar nicht benutzt. Ausschließlich öffentlich AC geladen und das obwohl bei uns im Dorf nur 2 AC-Ladesäulen existieren und wir mit maximal 7,2 kW AC laden können. DC laden wir so gut wie nie.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Misterdublex hat geschrieben: Wir haben seit 2017 einen e-Golf300 als Familienerstwagen.

Die Menge des zu Hause geladenen Stroms ist marginal.

Wir laden (weil es billiger ist als zu Hause der PV-Strom) zu 90% öffentlich und das war nie unbequem und derzeit zu 100% für uns alltagstauglich.
Also der bussinescase für lau irgeentwo laden wird bald vorbei sein.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

Misterdublex
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Wir bezahlen für den Strom. ;-) Man muss nur den passenden Stromanbieter haben.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Schon der Versuch mir im Urlaub nach einem Unfall ein Auto mit AHK und mindestens 1600kg Anhängelast zu mieten hat nicht funktioniert. Daher habe ich den Diesel vor zwei Jahren gegen einen neuen Diesel eingetauscht. Der fährt zwar ohne Corona 15000km pro Jahr, im Alltag schaffen meine beiden Kangoo ZE aber mehr Kilometer pro Jahr, den Rest erledigt meine Frau mit meinem E-UP den ich ab und an mal für sie zum laden fahren darf :-)


MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

Mooriemer
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Michael_Ohl hat geschrieben: Schon der Versuch mir im Urlaub nach einem Unfall ein Auto mit AHK und mindestens 1600kg Anhängelast zu mieten hat nicht funktioniert.
Wir schauen gerade nach einem neuen Fahrzeug und zu uns passt für den Alltag und auch für die paar Langstrecken ein BEV als Erstwagen. Nur fahren wir 3 bis 4mal im Jahr mit dem Wohnwagen in den Urlaub. Das wollen wir auch auf keinen Fall ändern. Ein BEV das dafür funktioniert würde 40000 Euro mehr kosten und etwa das 3fache an Fahrtkosten erzeugen. Dazu dann alle 200km an der Raststätte an- und abkuppeln. Fällt also raus.
Also habe ich mir mal letzte Woche geschaut ob man mit einem Mietwagen weiterkommt. Fehlanzeige; für Pfingsten ist hier in der Gegend bei keinen Autovermieter ein Fahrzeug mit garantierter Hängerkupplung zu bekommen. Davon abgesehen kann man von den Mietkosten sich auch einen alten Benziner/Diesel kaufen und als Zweitwagen versichern. Läuft bei uns also in Richtung PHEV oder Benziner hinaus.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Um die Kommunikationsform beizubehalten:
Fakt ist, wer will der kann.
Fakt ist, wer ich will, der kann nicht.

Fakt ist weiters dass man viele Argumente gegen die Neuerung finden kann.

Vor den Verbrennen musst am Anfang ein Mann mit Fahne hergehen, was auch Fakt ist.

Es geht, wenn man möchte, oder eben, wenn man nicht möchte auch nicht.
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Misterdublex hat geschrieben: Wir machen mit dem e-Golf Strecken bis 350 km mit kleinen Kindern problemlos. Die haben eh keinen Bock 3-4 Stunden zu sitzen.
Lösung: 2x je 15 Minuten an DC.
Du hast 31kWh im Neuzustand (mein Akku ist 8 Jahre alt, da fehlt jetzt ca 1/4). Leer ankommen willst Du auch nicht, lassen wir mal 7kWh Rest drin.
In 2x15min ziehst Du mit dem Golf im besten Fall 20kWh.
=> 44kWh verfügbar für Deine 350km. Macht 12,57kWh/100km.

Ich würde sagen das ist mit der heißen Nadel gestrickt. Auch kommen zu den 2x15 min noch die Zeiten zum Aufsuchen der Säule, Aktivieren und Beenden der Ladung und wieder zur Strecke zurück zu kehren.
Und das schon bei 350km.
Misterdublex hat geschrieben: 0
Dieses Jahr wollen wir 600 km nach Frankreich. Da gilt dann der Weg ist das Ziel, so dass wir splitten. Nachmittags los fahren die ersten 300 km bis an die Grenze Belgien/Frankreich. Dann übernachten, ausschlafen und am späten Vormittag weiter nach Frankreich rein, die letzten 300 km. Auf 600 km am Stück hätten wir eh keinen Bock.
Splitten ist manchmal sinnvoll. Ich bin zwar auch schon 1.500km am Tag gefahren, aber das mache ich auch lieber an zwei Tagen.
Ich sehe es aber nicht ein, für eine 700km Fahrt an den Alpenrand noch eine Zwischenübernachtung einzulegen. Sowas muss ein Erstwagen schon akzeptabel können und das klappt mit den aktuellen Fahrzeugen auch. Also mein nächster Erstwagen wird wohl ein BEV sein, mit dem das auch geht.
env20040 hat geschrieben: Es geht, wenn man möchte, oder eben, wenn man nicht möchte auch nicht.
Ja, Hannibal konnte auch mit den Elefanten über die Alpen. Will ich das? Ganz sicher nicht.
Mit meinem 8 Jahre alten Zoe mit 76% SOH hab ich auch nicht großartig Lust, weite Strecken zu fahren, wo ich momentan vollgeladen um 80km vollgeladen im Display stehen habe.
Mit einem aktuellen E-Auto sieht das ganz anders aus. Siehe zB das Video von Carmaniac vom ID.4, der von 2-80% eine mittlere Leistung von 96kW erreichte (Peak 127kW). Dazu hat der Wagen auch noch einen familienfreundlichen Kofferraum, kann Anhänger ziehen und Dachgepäck ist auch zugelassen.
Nur dummerweise ein SUV, nur als Neuwagen zu haben und würde mehr kosten als ich für meine letzten 3 Autos zusammen bezahlt habe.
Geht, wenn ich möchte?
Ja, wenn ich meine Prioritäten so setzen würde, dass das Auto gant vorne steht, könnte ich den Wagen wohl relativ schnell vor der Tür stehen haben.
Aber ich habe nun mal auch noch andere Verpflichtungen und so wird es noch etwas dauern.
Unser jetziger Erstwagen steht gerade nicht zur Erneuerung an und selbst wenn es so wäre, wäre ich in der wirtschaftlich angespannten Corona Lage gerade nicht bereit, so vieö Geld für ein Auto auszugeben.
Michael_Ohl hat geschrieben: mindestens 1600kg Anhängelast
Mit dem Wohnwagen 1500km nach Italien kannste mit dem BEV gerade einfach noch knicken.
Zum Glück hab ich da eh keine Lust zu :)
Also für mich reicht im Urlaub der Fahrradträger und leichte Hänger brauche ich nur im Nahbereich (Hornbach, Ikea, Wertstoffhof, Baustoffhandeln.... den Minibagger musste ich dann schon anliefern lassen mangels 2,5t Anhängelast). Vielleicht spöter noch mal eine Jolle oder Motorschirm Trike.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

Misterdublex
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@Karlsson:
Nach 8 Jahren nur noch 75% Restkapazität?

Wenn uns das passieren würde, würde ich direkt mal die Module mit den defekten Zellen tauschen lassen. Kostet laut Ost-West ja nur um die 500 €.

Wir haben unseren Akku noch nicht auslesen lassen, aber wenn der um 12% SOC hat, gehen inkl. Ladeverluste (geeichter Zähler an EBG Compleo AC-Ladesäule) noch 30 kWh rein. Der e-Golf hat maximal 10% Ladeverlust. Rein rechnerisch, hat der nur wenige Prozent Kapazitätsverlust.

Warum tauscht du bei deiner ZOE nicht die entsprechenden Module?

Im Moment gehen 350 km mit 2x15 Minuten nachladen ziemlich gut. Voll starten mit 225 km reeller Reichweite für NL-Autobahntempo.
Dann fehlen noch 125 km. Zwischen 40 und 65 lädt der e-Golf konstant mit 40-43 kW. Dann werden in 30 Minuten ca. 20 kWh nachgeladen. Reicht locker für 125 km.

Ladesäulen suchen mussten wir in Richtung NL noch nie. Alle 20-30 km an der Autobahn stehen 2-4x Fastnet oder 1-4x Allego und zwar direkt an der Autobahn. Gesucht haben wir da noch nie. In die NL kannst du blind rein fahren, da kann nicht mal der dämlichste „Blöd“-Redakteur liegen bleiben.

Mehr als 350 km fahren am Tag ist doch Quälerei.
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Re: Erstwagentauglichkeit von E-Autos in 2021

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Ich sehe fast alles wie Misterdublex.
Nur dass halt viele Deutsche gleichzeitig in den Urlaub fahren.
Was ich, Berufstätig unterwegs, schon immer spannend fand.
Betr. EV... Im Stau, was braucht der Wagen dann noch?
Wiewohl hält doch einige mehr wie 350 km am Tag fahren müssen, wollen, sollen, KÖNNEN WOLLEN.
Was mit, bis 40 kWh Batterien schon fast eine Qual ist, mit 60 Ah locker, mit ab 60 Ah Problemlos möglich ist.
Wo, ausser für Stadtautos auch irgendwann mal die Kapazität liegen wird, bei 60 KWh und darüber.
Wie heute schon in den meisten Fällen.
Dann allerdings sind auch 500 km und mehr Problemlos möglich.
Dies, da irgendwann sowieso der Toilettengang ansteht, ausser man fährt alleine und trinkt nichts am Weg.
Das Problem, alle ca. 300, 400km oder mehr, mal mit 50, 100 kW zu laden verschließt sich mir hier.

Was ich verstehe ist das nicht wollen, die Angst,die Bedenken,welche jeder EV Nutzer nach spätestens einem Jahr ablegt und dann sogar mit Batterien mit verringerte Ladezustand für längere Batteirelebensdauer herumkutschiert.
Siehe so manchem Zweitwagen, welcher Anfangs täglich, nach Monaten Wöchentlich, und manchmal dann vergessen wird angesteckt zu werden.
Es liegt am Wollen und, 350 km müssen auch aus meiner Nutzersicht täglich locker möglich sein, eher als Minimum.
aber,so unterscheiden sich schon die Verbrennernutzer,warum soll es im EV Kreisen anders sein?
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.
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