Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

USER_AVATAR
  • AbRiNgOi
  • Beiträge: 11764
  • Registriert: Do 27. Jun 2013, 17:43
  • Wohnort: Guntramsdorf (bei Wien)
  • Hat sich bedankt: 457 Mal
  • Danke erhalten: 3065 Mal
read
keine Angst, wenn der Konsument für sein Methangas die verursachten Kosten zahlt und nicht das Land selber, dreht sich das ganz schnell um.

Nach Deiner Logik aber müssten die Einwohner von Kartar gar nichts machen, weil die Prozentual am Gesamten keinerlei Auswirkungen haben. Das ist doch genau das Problem, weil Katar so klein ist, fällt es für dich nicht ins Gewicht. Warum gerade China? China steht mit Deutschland fast auf Augenhöhe was den CO2 Ausstoß pro Kopf angeht. Wie fair ist es dann zu sagen, weil die Deutschen sich in eine kleinere Gruppe zusammen gerottet haben, müssen die weniger pro Person zum Gesamt Ziel beitragen? Das verstehe ich nicht.

Für dich ist es eine Aufgabe des Staates und nicht deine Eigene Aufgabe, das ist schon der Erste Denkfehler. Und wen es der Staat für dich richtet, darf es dich aber bitte auch nicht einschränken... Wie soll das funktionieren?
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!
Anzeige

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

USER_AVATAR
  • AbRiNgOi
  • Beiträge: 11764
  • Registriert: Do 27. Jun 2013, 17:43
  • Wohnort: Guntramsdorf (bei Wien)
  • Hat sich bedankt: 457 Mal
  • Danke erhalten: 3065 Mal
read
Die Sicht Chinas ist aber auch nicht zu ignorieren:

Wie die meisten Entwicklungsländer auch,
betont hingegen die chinesische Regierung die
Vorleistungspflicht der Industrieländer aufgrund deren historischer
Verantwortung für den Ausstoß an Treibhausgasen.
In diesem Sinne stehen auch die sehr unzureichenden
Klimaschutz-Bemühungen vieler Industrieländer
zurecht in der Kritik seitens der chinesischen Regierung.
Insbesondere von der EU wird erwartet, klimapolitischer
Vorreiter zu sein und zu zeigen, dass Wohlstand
nicht auf Emissionen aufgebaut sein muss.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

USER_AVATAR
read
AbRiNgOi hat geschrieben: Das ist reinste Verschwörungstheorie, da reagiere ich ein wenig allergisch...
Also du unterschreibst mit Inbrunst, dass die Ökosteuer seinerzeit voll und ganz ihrem Titel gerecht geworden ist?

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

USER_AVATAR
read
AbRiNgOi hat geschrieben: Auch müssen alle Erdenbewohner auf 2 Tonnen pro Kopf und Jahr runter, also im Schnitt muss jeder Erdenbürger bis 2050 3 Tonnen CO2 einsparen, der Deutsche Erdenbürger aber 7,7 Tonnen weniger pro Kopf und Jahr...
Die Theorie ist schön, funktioniert nur nicht. Denn in 2050 ging das Vermehren so viel weiter, dass dann nur noch deutlich weniger theoretisch geht … daran erkennt man auch schnell das wahre Problem des Planeten.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

USER_AVATAR
read
Ich bin der gleichen Ansicht, wenn 1% der Weltbevölkerung 2% an Treibhausemissionen verantwortlich sind, läuft gewaltig was schief - wir konsumieren/verbrauchen zu viel, weit mehr, als uns zusteht. Wir leben sozusagen auf Kredit, dessen Tilgungsraten uns erstens nicht bekannt sind, bzw. schieben die Tilgung immer weiter auf, bis uns dann die Zinsen überrollen werden. Kaufmännisch und bildhaft gesprochen.

Das trifft auf praktisch alle Industrienationen zu. Die USA liegt bei etwa 16t CO2/Kopf, in DE sind es 9-11t CO2/Kopf, Norwegen genau das gleiche, trotz beinahe 100% Ökostrom und BEV-Zulassungen, dass uns schwindelig wird.

Es geht hier nicht um "Enteignung" oder "dem Michel seinen letzten Euro aus der Tasche ziehen", nein. Es geht darum, dass wir großfüßig auf Pump leben, nichts anderes, als externalisierte Verantwortung, die uns nun auf die Füße fällt.

Darum finde ich es ja so überaus dringlich, dass wir massiv unsere Treibhausgas-Emissionen reduzieren und hier an den größten und schwersten Brocken anpacken, womit wir am schnellsten was bewirken. Nur wird das in der bisherigen Manier so nicht klappen.

Vom UBA hatte ich den CO2-Rechner angeschmissen und das Auto ist bei mir der größte Batzen mit knapp über 2t CO2/Jahr, im Verhältnis zu ca. 5,5-6t CO2 insgesamt. Warum ist das möglich? Weil mein Vermieter mit Holzpellets heizt, wäre es Gas oder Öl, kämen nochmal etwa 2t pro Jahr dazu.
Ein BEV würde (da ich keine PV habe), jährlich ca. eine Tonne einsparen, da ich gezwungener Weise am Netz laden müsste, geschweige denn einen permanenten Stellplatz oder eine Ladestation in der Nähe hätte, außer ca. 1km entfernt, im Ortskern.

Darum muss auch ich sagen, im Verhältnis der Größen, der Infrastruktur, der Fahrzeugkosten, der (mMn) falschen Subventionierung, ist das BEV nicht der Klimaretter, wie gern dargestellt wird und auch nicht so sparsam wie eine LED, im Vergleich zur Glühbirne.

Aber ich stimme AbRiNgOi grundlegend zu: was sich für einen persönlich umsetzen lässt, soll man auch machen und die Zeit wird ganz klar pro-BEV spielen (was nötig und wünschenswert ist), nur die Moralkeule mancher ist mehr als unangebracht und die reale Verbesserung durch BEV-PKW ist recht überschaubar.
co2-kopf.JPG
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
(c) Carl Rogers

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
  • Beiträge: 1447
  • Registriert: Di 12. Mär 2019, 16:03
  • Hat sich bedankt: 2798 Mal
  • Danke erhalten: 625 Mal
read
AbRiNgOi hat geschrieben: Ok, beide Punkte verstanden, so weit akzeptiert, trotzdem bin ich in beiden anderer Meinung.
Das sehe ich auch so
Ich bin der Meinung, ich kann mich nicht über die "Brocken" der politischen Gründe aufregen, wenn ich meine eigene Hausaufgabe nicht gemacht habe, das wäre verlogen.
Wäre meines Erachtens auch so.... wenn die "Hausaufgaben" sinnvoll und verhältnismäßig sind.
btw: Ich esse kein Fleisch und fliege nicht. Darf ich mich daher ein bisschen mehr über Brocken aufregen? ;)
Ich bin der Meinung, die Ladeinfrastruktur wäre nicht da wo sie jetzt ist, wenn die Verkäufe der Elektrofahrzeuge nicht kontinuierlich nach oben gegangen wäre.
Nein, das sehe ich z. T. anders.
Die Infrastruktur muss zunächst massiv vorangehen!

Erst mal Mobiltelefone anbieten und D-Netz erst ausbauen wenn genügend Telefone im Umlauf sind wäre ja auch ziemlich blöd gewesen.

Zu einem späteren Zeitpunkt kann bzw. muss sich das natürlich aufeinander einspielen.

Aber ich sehe, dass da - mit wenigen Ausnahmen - in Sachen flächendeckende Versorgung (anfänglich sogar Überversorgung) mit AC-Ladern für Jedermann eher wenig passiert ist. Da gibt's schon ein Fest, wenn es im 15.000- Einwohner-Ort jetzt schon unglaubliche dreiiiiii Ladesäulen in 5 Ortsteilen gibt.

Vielmehr konzentriert sich der Ausbau darauf, den Heimladern eine DC- Lade-Versorgung auf Reisen zu gewährleisten.
Wenn Deine Theorie gestimmt hätte, dass erst durch Boykott brauchbare Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen, wären diese ja nicht jedes Jahr besser geworden obwohl die Verkäufe sich jedes Jahr verdoppeln.

Nach Deiner Theorie müsste die Jährliche Verdoppelung der Verkäufe dazu führen, dass sich die Fahrzeughersteller zurück-lehnen, das haben die aber aus irgendeinem Grund nicht gemacht.
Da sind wir wirklich völlig unterschiedlicher Meinung.
Nein, Verbesserungen kommen nicht, weil sich wenige Leute mit den für die Mehrheit immer noch unpassenden Produkten zufrieden geben, sondern TROTZDEM.... weil die Markt(er)forschung den Herstellern zeigt, dass es nur mit besseren Produkten aufwärts geht.

Es haben sich ja gerade NICHT die Absatzzahlen von Dillingen (Also den Peugeot-Mitsu-Citroen-Dingern) Früh-Zoes und sonstigen Reichweiten-Zwergen verdoppelt (und zwar aus niedriger Basis heraus), sondern erst mit deren Nachfolgern und nach saftiger Aufstockung der Förderungen.
Außerdem : Verdoppelung nach massiver Förderung-Aufstockung zeigt doch schon mal eins: Der Faktor Preis (den ich schon als einen der entscheidenden Faktoren genannt habe) muss stimmen!

Andersrum: Angenommen, die Förderung wäre nicht so wie sie ist: Glaubst Du, wir würden dann immer noch von Verdoppelung der Verkäufe reden?
Da sind plötzlich die - für die Mehrheit - immer noch schlechten Produkte gekauft worfen, weil sie für Nicht-Mehrheit, bei denen der Einsatzzweck passt nun auch vom Preis passen.
(Klar, wenn ich zu Hause laden kann, max 100km am Tag fahre und für alles andere einen Erstwagen habe oder nie weiter weg fahre, dann hindert ja auch beim Reichweiten-Mini nur noch der Preis)

Ziemlich parallel sind Autos mit größeren Reichweiten und kürzeren Ladezeiten auf den Markt gekommen, weil die Unternehmen gesehen haben, dass das Potential bei bei den MiniReichweiten-Akzeptierern erreicht ist und dass auch das diesbezügliche Schönreden nicht zieht.

Mit diesen bekommt man wieder ein paar Leute, bei denen es nun besser passt, aber immer noch nicht die Mehrheit. Unverzichtbare Basis ist auch da immer noch bei (geschätzt) 80-90 Prozent der Käufer die Möglichkeit, zu Hause die sichere Lade-Burg zu haben.

Hier muss einfach mehr passieren.
Ich bin noch immer der Meinung, dass wenn gar keine BEV Verkäufe statt gefunden hätten, dann wäre daran auch nicht weiter entwickelt worden sondern man hätte sich auf den Verbrenner zurück gelehnt.
Da bin ich anderer Meinung.
Ich kenne das u. a. aus dem Bereich der Finanzprodukte, da wird von Produktentwicklern so richtig viel Mist am grünen Tisch zusammengekloppt und schöngeredet. Wenn das dann von Vertrieb und Kunden konsequent boykottiert wird, heißt es ja nicht "dann machen wir den Laden eben zu", sondern es wird so lange daran gearbeitet, bis das Produkt akzeptiert wird. (Leider aber nicht immer und überall)
Auch hätte die Politik keine Argumente CO2 Flottenziele zu fordern, wenn die BEV gar keine Akzeptanz hätten.
Ist das ein Witz?
Die EU-Politik fordert - getrieben von den Mitgliedsländern ohne Kfz-Produktion - völlig ohne Rücksicht auf praktische Umsetzbarkeiten.
Und die deutsche Regierung traut sich keinen Widerspruch.

Da schließe ich wieder den Kreis zum Ladeinfrastruktur-Ausbau:
- Medial wirkungsvoll unter Händeschütteln tolle CO2-Senkungs-Ziele verkünden: sehr gerne!
- Elektroauto-Ziele in Millionen ankündigen: Kein Problem!
- Errichtung einer öffentlichen Lademöglichkeit, um die Karre auch aufzuladen: Bürokratie-Marathon in Kleinklein-Provinzmanier mit Prüfung hoch 10 und ungewissem Ausgang in jedem Einzelfall.

Da wird seitens der Politik wie so oft nicht nach Argumentation, Logik oder Sinnhaftigkeit gefragt

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

LtSpock
read
Wer das Klima und die Welt retten möchte sollte sich statt in ein Elektroauto zu setzen, um sich selbstgefällig Klimaschützer schimpfen zu können, lieber auf das Essen von Fleisch verzichten. Das ist billig, von jedem umsetzbar und sofort wirksam.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

USER_AVATAR
read
Noch wirksamer währe der Verzicht auf Kinder.

mfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
  • Beiträge: 1447
  • Registriert: Di 12. Mär 2019, 16:03
  • Hat sich bedankt: 2798 Mal
  • Danke erhalten: 625 Mal
read
adauris hat geschrieben:
Das trifft auf praktisch alle Industrienationen zu. Die USA liegt bei etwa 16t CO2/Kopf, in DE sind es 9-11t CO2/Kopf, Norwegen genau das gleiche, trotz beinahe 100% Ökostrom und BEV-Zulassungen, dass uns schwindelig wird.
Vielleicht sollten die Norweger besser wieder umsteigen auf Verbrenner ;)

Im Ernst:
Wie kommt es?
Ein Zeichen, dass Verhaltensänderungen Einzelner wie die Elektroautomobilisierung nicht wirklich etwas bringen und/oder andere Faktoren viel kräftiger reinhauen, wenn der Wert eines Landes auf den einzelnen Einwohner umgerechnet wird?
(Wobei mir gerade wirklich nicht einfällt, was das in Norwegen sein könnte.)

So wird ja z. B. auch der CO2-Ausstoß der deutschen Zement-, Stahl- oder Auto-HERSTELLUNG auf den einzelnen Bundesbürger umgelegt, nicht aber auf die Nutzer dieser Produkte in anderen, ggf. nicht so industrialisierten Ländern.
Oder habe ich da etwas falsches gelesen?

P. S. :Wenn ich da Palau sehe.. tztztz....57t/Einwohner! Das sind bestimmt auch wir Deutschen schuld, weil das vor über 100 Jahren mal Kolonie war!. ;)

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

USER_AVATAR
  • env20040
  • Beiträge: 3331
  • Registriert: So 6. Okt 2019, 11:33
  • Wohnort: Ostösterreich
  • Hat sich bedankt: 561 Mal
  • Danke erhalten: 734 Mal
read
Ja, der "German Chanel" in Palau wird heute noch genutz, welchen die Deutschen in ein Riff sprengten damit Guano abtransporterit werden konnte, es waren aber nur 15 Jahre....

Ja, es geht um die Herstellung, die beim Nutzen entstehende CO² Last, die geht dann zu Kosten in den Nutzerländern....da ist was falsch gelesen.

Wenn der einzelne einmal die Masse wird, ist die Verbleibende Masse irgendwann.... vereinzelt....
Irgendwer muss anfangen.
Wäre Berta nicht mit´m Mercedes vom Hausherren rumkutschiert... ganz einzeln........ nicht abzusehen, wir würden heute noch in der Pferdescheisse in den Städten waten...
Nach "Freizeit" ist Mobilität die grösste CO² Quelle in Deutschland, somit ist dort ein Promile mehr wie woanders das zehnfachedessen an Einsparung.
Aber, wir könne ja von Absolutwerten reden, bezogen auf die m² des Landes....
oder, oder oder.
Egal was und wie, runter muss der Wert !
Und das seit gut 10 Jahren.
Nicht der Nachbar soll anfangen,
die Devise muss heissen:
Der Nachbar soll mitmachen !
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Allgemeine Themen“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag