Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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adauris hat geschrieben:
Mir kommt es in den Diskussionen so vor, als ob das BEV das Allheilmittel ist (es ist auch gut, ohne Frage und das muss noch weiter gehen) aber es werden zuviele Mittel dafür verwendet, ohne einen bedeutsamen Effekt zu zeigen.
Du hast Recht das kleinteilige Regelungen/Förderungen nicht besonders effizient sind. Aber mit der CO2 Abgabe in Deutschland und den CO2 Zertifikaten in Europa sind aber doch schon die richtigen universellen Steuerungsinstrumente in der Verwendung.

Das muss und wird halt in den nächsten Jahren massiv angezogen und "Schwupp" wird auch der Austausch von ÖL, Gas oder gar Kohleheizungen massiv zulegen. Und auch der Umstieg in der Industrie.

Hätte man damit nur 20,30 Jahre vorher langsam angefangen müsste man das jetzt nicht so übers Knie brechen. Aber hätte, hätte Fahrradkette.

Die Alternativen zu fossilen Heizungen sind ja in Form von Wärmepumpen schon deutlich weiter "ausentwickelt" als BEVs. Warum Menschen heute, bzw. seit 20 Jahren, noch Neubauten mit Gasheizungen ausstatten ist reiner Irrsinn. Wobei mir dann eben auch das Mitleid fehlt wenn denen die Heizkosten dann bald Probleme bereiten werden.
Als aller erstes, muss ein Kohlestrom-Stopp her, die Verbrenner können dann noch länger weiterfahren, ohne dass es einen größeren klimawirksamen Einfluss hätte.
Brauchen wir nicht da durch die CO2 Zertifikate die Kohle eh am Ende ist. Lassen wir doch einfach die Marktmechanismen wirken.

Das Traurige dabei ist das schon beim Verabschieden des Kohleausstiegs "bis 2038" klar war das es genau so kommen wird wie es jetzt passiert. Der Ausstieg erfolgt bereits in den nächsten Jahren. Was ja auch gut ist.
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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

TorstenW
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Moin,

yo, mehr Elektroautos, mehr Wärmepumpen, mehr Stromverbrauch und wir schalten die Kraftwerke ab.
Im Bedarfsfall (wenig/kein Wind und keine Sonne) können wir schließlich den Atomstrom aus Frankreich und den Kohlestrom aus Tschechien kaufen....

Grüße
Torsten

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
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Die Problematik zieht sich ja durch mehrere Threads:
Die "Heimlader" können damit kalkulieren, dass sie zumindest immer 1 Jahr lang den Preis des Hauptanteiles ihres Ladestromes (nämlich den zu Hause geladenen) fest kalkulieren können und nur auf Reisen ggf. teuer nachladen müssen.
Die "Laternenparker" (auch im weitesten Sinne) können das nicht, sondern finden - wenn überhaupt - eine Ladeinfrastruktur vor, deren Stromkosten voraussichtlich nur eine Richtung kennen : Nach oben.
Diese Gruppe hat dann die Qual der Wahl zwischen Verbrenner, dessen Spritkosten aus politischen "erzieherischen" Gründen angehoben werden und Elektroauto, bei dem man ständig auf Ladestellensuche gehen muss und dessen Stromkosten wegen der steigenden Infrastruktur-/Verwaltungs-Kosten steigen.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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@Blueskin Die Spritkosten sind seit 2003 und bis zum Inkrafttreten der CO2 Abgabe ausschließlich durch die Preisschraube der Mineralölkonzerne und nicht durch den Staat angehoben worden.

Super 2003: ~1,09€/L
Diesel 2003: ~88ct/L

Super E10 2019: ~1,40€/L
Diesel 2019: ~1,26€/L

Quelle: ADAC.
2003 - letzte Anhebung der Energiesteuer
2019 - weil 2020 ja Corona-Effekte eintraten

SüdSchwabe.
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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
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@SüdSchwabe :
Ich habe das mögliche Szenario der Zukunft betrachtet, nicht die Vergangenheit.
Was natürlich nicht ausschließt, dass sowohl die Preiserhöhungen durch die Mineralölkonzerne als auch die Erhöhungen des eigentlichen Strompreises durch die Energiekonzerne/Staat noch dazu kommen.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der Verweis auf den ach so pöhsen Staat, der den armen Verbrenner-Fahrern angeblich so tief in die Tasche greift, so nicht stimmt.

Was viele nicht wissen: die Energiesteuer ist ein Fixbetrag pro Liter ist und nicht prozentual erhoben wird. Lediglich der MwSt Anteil ist prozentual.

Das verdeutlicht, dass die eigentlen Abzocker beim Sprit nicht der Staat, sondern die Konzerne sind.

Und ja, natürlich ist der Strompreis hier in Deutschland extrem hoch und mit sehr vielen Abgaben belastet.

SüdSchwabe.
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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
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SüdSchwabe hat geschrieben: Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der Verweis auf den ach so pöhsen Staat, der den armen Verbrenner-Fahrern angeblich so tief in die Tasche greift, so nicht stimmt.
Mir ging es nicht darum, sondern ich beziehe mich auf die Stimmen (welche in Form der CO2-Abgabe ja auch Gehör finden) , die fordern, der Staat müsse den Sprit durch Abgaben nur noch viel teurer machen, dann würde der dumme Pöbel schon "freiwillig" zum Elektroauto greifen. (Oder noch besser zu ÖPNV, Fahrrad, E-Bike)

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

TorstenW
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SüdSchwabe hat geschrieben: Was viele nicht wissen: die Energiesteuer ist ein Fixbetrag pro Liter ist und nicht prozentual erhoben wird. Lediglich der MwSt Anteil ist prozentual.
Das verdeutlicht, dass die eigentlen Abzocker beim Sprit nicht der Staat, sondern die Konzerne sind.
Ja neee, is klar!
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Grüße
Torsten

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

nr.21
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Blueskin hat geschrieben:
Mir ging es nicht darum, sondern ich beziehe mich auf die Stimmen (welche in Form der CO2-Abgabe ja auch Gehör finden) , die fordern, der Staat müsse den Sprit durch Abgaben nur noch viel teurer machen, dann würde der dumme Pöbel schon "freiwillig" zum Elektroauto greifen. (Oder noch besser zu ÖPNV, Fahrrad, E-Bike)
Es ist vollkommen klar, dass die Strompreise für das Laden runter müssen. Wieso müssen Ladesäulenbetreiber Endverbraucherpreise zahlen ? Solche Dinge lassen sich ändern und sind kein Naturgesetz.
Natürlich muss die CO2-Abgabe an die Leute zurückfließen, die sie sich am wenigsten leisten können
Und wer soll der "dumme Pöbel" sein ?
Die Leute, die trotz mehrerer Jobs - egal ob mit oder ohne Auto - kaum über die Runden kommen ?
Für diese Menschen muss man die Einkommenssituation verbessern ( was war da nochmal mit dem Mindestlohn, der angeblich Arbeitsplätze gefährdet ?)

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Man hätte nur den Petrolhead´s früher an den Karren fahren müssen.
So bescherten uns die Ameriakener eine Energiewende mit der Aufdeckung der Branchenbekannten lügerein.
Warum hat "die Mehrheit" noch Zweifel?
Weil "die Mehrheit" JAhrelang angelogen wurde, da Ölverbrennen und Motorenbau Gewinnbringender war, wi das zu tun, was sich um, in erster Linie die Deutsche Automobilindustrie zusammebraute: Eine Antriebswende.

Gestern, 800 km, eine Stunde länger unterwegs als bisher, vollelektrisch, entspannt, mind. um 50% der bisherigen Kosten.
DAS sind die Argumente....
auch in meiner Nachbarschaft, insbesonders da diese nun langsam kapiert, wie das mit der Solaranlage am Dach, und dem Auto funktioniert.
Teils mit fast wehmütigem Auge, da gerade erst der Neuwagen angeschafft wurde... zum Pendeln, 70 km täglich.
was klassisch elektrisch erheblich günsitiger, bis hin zu den Servicekosten gehen würde.
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.
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