Mehrseitiger Erfahrungsbericht

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Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

Helfried
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Ungard hat geschrieben: Ich muss aber auch nicht wie Jupp noch schnell mal 600 km abends abreißen.
Es macht wohl politisch schon Sinn, dass solche Exzesse nach und nach eingebremst werden sollen.
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Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

nr.21
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Abgesehen davon, dass niemand gezwungen ist, die Ladepause auf einer ungeschützten Bank an der Ladesäule zu verbringen, sind solche Szenarien wohl eher selten. Die Vorteile auf anderen Gebieten kann man ja dagegen rechnen. Ich bin früher in meinem alten 4-Gang Golf1-Diesel mit Tempo 110 auch Nächte durchgefahren und vermisse diese Zeit überhaupt nicht..
Heute würde ich ein halbes Stündchen Powernap im geheizten ladenden Auto vorziehen und mit frischen Kräften weiterfahren

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

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Mal ganz provokativ: Es geht in der Diskussion um Besitzstandswahrung von Privilegien, an die wir uns gewöhnt haben, die uns aber eigentlich nie zugestanden haben.

Woher nehmen wir uns denn das Recht, bekanntermaßen endliche Ressourcen und Emmisionsbudgets ausschließlich nach persönlichen Vorlieben und zweifelhaften Legitimierungsversuchen zu benutzen und zu verbrauchen?
Diese Anspruchshaltung ist aus globaler Sicht nicht tragbar gehört normalerweise reglementiert.

Wem dann 3000km Individualmobilität im Jahr reichen, soll sein Budget dann gerne mit dem ans Herz gewachsenen Auspuffauto seiner Wahl mit Vollgas auf der Autobahn verblasen. Danach wäre für den Rest des Jahres halt kalt Duschen und Radfahren angesagt ;)
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

Jupp78
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Ungard hat geschrieben: Ich muss aber auch nicht wie Jupp noch schnell mal 600 km abends abreißen. Wenn man will schafft man die mit dem BEV aber auch in ca 5,5h (also gerade mal 1h mehr) würde ich mal sagen, 7h wie er meint sind natürlich mit altem Kurzstrecken BEV auch im Bereich des möglichen, aber nicht zwingend.
Jo, mit richtig fetten teuren E-Autos geht das auch schneller, keine Frage. Aber ist trotzdem eher nervig.
Und nein, mit kleinen Kindern wartet man ggf. noch eher eine Stunde länger (dann schlafen die nämlich hübsch ein) und dann reißt man das lieber noch schneller runter. So mache nicht nur ich das, sondern auch das Umfeld das ich kenne. Und dann kommt es eben auf 1-l/100km Mehrverbrauch auch nicht an.
Aber richtig ist, die wenigsten tun sich das mit kleinen Kindern überhaupt an, aber wenn, dann nur so.
Helfried hat geschrieben: Es macht wohl politisch schon Sinn, dass solche Exzesse nach und nach eingebremst werden sollen.
Zu Weihnachten die engste Familie zu besuchen. Das ist ein Exzess, der sofort verboten gehört und zwar mit allen Mitteln die nur zur Verfügung stehen!!! Ja, da bin ich voll auf deiner Linie. Kopf ab am besten, oder nicht?

P.S.:
Im Anhang ist das Bild des Exesses zu erkennen.
5,8l_129kmh_555km.jpg

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

Jupp78
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spark-ed hat geschrieben: Woher nehmen wir uns denn das Recht, bekanntermaßen endliche Ressourcen und Emmisionsbudgets ausschließlich nach persönlichen Vorlieben und zweifelhaften Legitimierungsversuchen zu benutzen und zu verbrauchen?
Diese Anspruchshaltung ist aus globaler Sicht nicht tragbar gehört normalerweise reglementiert.
Ich persönlich sehe es ähnlich, dass man da ran muss sich an die eigene Nase zu fassen. Aber ich sehe das Potential weniger im Verzicht, sondern mehr in der Technologie (E-Auto statt Verbrenner ist übrigens in erster Linie Technologie). Das kostet zwar Geld,, viel Geld, aber Geld welches durchaus machbar ist. Natürlich kosten z.B. klimaneutrale synthetische Kraftstoffe deutlich mehr, aber eigentlich ist das fast Peanuts, gegenüber was Fahrzeuge mit großem Akku kosten. Ich denke wir werden da hin kommen klimaneutral zu sein und klar, nicht ohne echten Aufwand.

Aber mit global denken hat das null zu tun. Am deutschen Wesen wird auch in der Frage die Welt einmal nicht mehr genesen. Die Welt wird untergehen oder überleben, aber alle von uns werden diese Zukunft nicht mehr erleben.

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

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Grüazi MaXx

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

Meinereiner
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Es macht wohl politisch schon Sinn, dass solche Exzesse nach und nach eingebremst werden sollen.
Wenn irgendetwas der "Sache" (Umstellung auf die E-Mobilität) besonders große Steine in den Weg legt, sind es solche Aussagen.

Das heißt nämlich impliziet:
E-Mobilität ist eine Einschränkung, und das ist gut so, nur wer verzichtet ist ein toller Klimaschützer. Man kommt damit nicht schnell voran, und muss für die Umwelt auf Komfort verzichten. E-Autos sind langsam, und man steht immer vor der Ladesäule.
Ich kenne mehrere Leute, die wegen solcher missionarischen Aussagen eine große Skepsis gegenüber der E-Mobilität haben. Wer will schon auf Komfort verzichten?

Muss man auch nicht, solange das E-Auto aufs Fahrprofil passt. Es gibt auch noch nicht für jedes Fahrprfil ein passendes E-Auto, das muss man akzeptieren. Verzichtspredigten nerven nur und bringen niemanden voran.

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

Ungard
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Man muss immer auf Komfort verzichten, oder wo kann man 1000km am Stück mit 180 nachts durchballern? Da kann man auch 150.000 Euro in die Hand nehmen, man bekommt kein Elektroauto (BEV) was dies kann.
200km/h fahren für 7 Euro kann man sich auch Knicken. Noch ein Komfort Verlust.
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

mifra
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Das ist leider eine sehr begrenzte Sicht. Mobilität ist längst nicht das einzige Problem und EVs sind längst nicht die einzige Lösung. Die Menschheit insgesamt (im wesentlichen Europa und die USA) leben massiv und seit Langem drastisch über die Verhältnisse des Planeten. Zu Reduktion, Verzicht, Einschränkungen jetzt gibt es keine Alternative. Für das eine oder andere, vielleicht für Vieles wird es technologische Lösungen geben, aber jetzt haben wir diese nicht, verursachen jetzt aber die Probleme unserer Kinder. Man muss ja nicht leben wie ein Eremit, aber vieles ist ganz einfach zu tun, und im nachhinein fragt man sich oft, was der ganze Mist, den man mal für nötig hielt, eigentlich sollte. Und viel Freizeit gewinnt man oft noch dazu, oft ist ein Verzicht ein Gewinn.
Twizy 02/2014-06/18
BMW 225e 11/18-11/20
Smart 44 EQ 6/18-6/20
Zoe R110/ZE50 CCS 6/20- GJR
Bild reell inkl. Ladeverluste, überwiegend 3.6kW

Re: Mehrseitiger Erfahrungsbericht

Helfried
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Meinereiner hat geschrieben: Wer will schon auf Komfort verzichten?
Zu Weihnachten um Mitternacht noch schnell 600 Kilometer heimhetzen, nur weil Weihnachten ist, wie es oben einer beschrieben hat, ist für mich auch mit dem Diesel kein Komfort. So etwas wird bald gebremst werden (und sei es nur durch ein schnödes Tempolimit, mehr fürchte ich aber die GPS-Maut).
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