Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

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Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

Nachbars Lumpi
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@Jupp78 juppda in vielen Autobahnsituationen der ACC viel zu nervös arbeitet sind diese Teile der Fahrt angenehmer per Strompedal zu bedienen.

Nach bald 100.000 elektrischen Kilometern dürfte ich ein aussagefähiges Bild haben was ich bevorzuge. ;)

Dauerhaft volle Reku benötigt ein ständiges Nachregulieren des Fußes und dadurch wird die Fahrt wieder krampfig auf der Autobahn. In Baustellen auf der Autobahn, der Landstraße und in der Stadt ist volle Rekuperation die erste Wahl, jedoch meiner Meinung nach nicht bei freier oder fast freier Fahrt.
Bei den Autobahnsituationen neigt man auch dazu mehr vom Pedal zu gehen als nötig. Das erneute beschleunigen verbraucht mehr Energie als Rollen lassen und nur wenig die Geschwindigkeit wieder auf Reisetempo zu erhöhen.

Segeln ist nicht um sonst die energiesparenste Form auf Verkehrssituationen zu reagieren wo es geht.

Viele Situationen kann man einfach durch Rollen lassen ohne großen Geschwindigkeitsverlust durch die Rekuperation sehr entspannt fahren. Dadurch muss man auch nicht das Pedal wechseln oder das Pedal in die Topographie bedingte Idealstellung zu bringen.
Wird mehr Verzögerung benötigt kann man immer noch auf das Bremspedal wechseln oder eine stärkere Rekuperation einstellen und dem Strompedal nachregulieren.

Eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei oder drei Rekuperationsstufem eröffnet weitere Möglichkeiten und erlaubt es dem Fahrer nach eigenem Belieben den Antriebsstrang ein zu stellen.

Warum soll ich auf eine Kompforteinstellung verzichten müssen, wenn ich elektrisch fahre? Das ganze ist rein durch Software geregelt. Das muss sowieso programmiert werden. Warum dann nicht den Qullcode duplizieren und ein paar Parameter anders setzen sowie die ganzen einen Knopf zuordnen?

Also bei meinem letzten Stromer waren die Bremsen rund rum bei knapp 100.000km auf der Uhr noch voll in Takt.
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Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

Wernerz
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GrauerMausling hat geschrieben:
Äh ne. Der Ioniq rekuperiert ja auch beim Bremsen mit dem Bremspedal - der verwendet die 'echten' Bremsen nur bei den letzten paar Stundenkilometern, wenn es mal einen 'Ruckler' gegeben hat und ein Rad kurz gesprungen ist oder bei einer richtig heftigen Bremsung wenn das Rekuperieren alleine nicht mehr ausreicht - ist aber dann schon eher so eine Notbremsung.
Beim Ruckler geht die Rekuperationsleistung auf null runter. Man merkt dann aber auch recht deutlich das er anders bremst. Ich finde es fühlt sich schwammiger an.
Danke, wieder was gelernt. da muss ich beim nächsten Bremsen mal drauf achten.
Dachte beim Bremsen bremst er über die Bremsen. (Liest sich jetzt irgendwie seltsam :lol: )
Aber ich will es meiner Frau eh angewöhnen, 1-2 mal im Monat ordentlich in die bremsen zu steigen, da weiß man dann wenigstens, dass sie noch da sind. :mrgreen:
Gruß Werner
Hyundai ioniq Premium, blau, vFL, EZ 07/20

Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

abrensch
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ubit hat geschrieben: Daher ist es spürbar effizienter wenn man den Wagen ausrollen lässt als per Rekuperation Energie zu "vernichten". Leider funktioniert das mit dem ausrollen lassen z.B. im Stadtverkehr überhaupt nicht weil man so schnell zum Verkehrshindernis bzw. verursacht Hupkonzerte ;-)
Stadtverkehr ist garnicht so das Thema, denn bei den niedrigen Geschwindigkeiten sind die Energien (= 1/2 * m * v^2 ) ja auch kleiner. Und vor einem Kreisel von 50 auf 40 kmh ausrollen und dann erst Reku, dann hat Du fast die Hälfte der Energie in Strecke verwandelt und bist noch kein Hindernis.

Viel schwieriger ist das beim Mitschwimmen im dichten Autobahnverkehr. Das ist wirklich verlockend da mit B-Modus und One-Pedal Feeling die Abstände zu regulieren, aber dabei werden halt grosse Energien zwischen Akku und Geschwindigkeit hin- und her geschaufelt, und das kann nicht gut sein, weder für den Verbrauch noch für die Batterie.

Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

electic going
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Was meint denn eigentlich "starkes Rekuperieren "? Geht es darum, dass bei Betätigung des Betriebsbremse (aka Bremspedal) erstmal die Bewebungsenergie in den Akku geht und erst später wenn nötig im Reibungswärme. Oder geht es darum eine Art "Motorbremse" aus Verbrennertagen zu simulieren, also nach loslassen des Beschleunigungspedal eine Bremswirkung zu haben?

Ersteres sehe ich als sehr nützlich, denn es gibt - im Stadtverkehr aber auch auf der Autobahn - genügend Situationen, da kann man nicht vorausschauend hinrollen. One-Pedal-Driving ist nicht zuletzt deshalb da sehr praktisch. Damit ist die Reku doch einstellbar, warum mancher Hersteller da noch extra Heben und Flippertasten verbaut, erschließt sich mir nicht.

Diese Motorbremse mag Bergab praktisch sein, da man nicht ständig auf den Pedalen rumlatschen muss. Und jeder hat vermutlich noch die Fahrschule im Kopf "Berg runter runter schalten damit die Bremsen nicht heißt werden". Wenn ein E-Auto aber auch übers Pedal rekuperiert, ist das nicht so arg der Fall (E-Fahrzeuge, die das nicht tun, haben da ein Problem). Sicherlich machen da 2 Modi Sinn: normaler "Rollmodus" ein ein Berg-Modus (hey, sowas wie D und B Gänge). Aber mehr als das?

Diese Motorbremse, am besten einstellbar, verleitet doch vielleicht sogar zur Verschwendung, weil ja im Kopf die Reku schön den Akku wieder lädt und nichts verloren geht. Stärkerer Reku Modus und dann die Fußbremse nicht nutzen.

Immerhin, tatsächlich ist jede Reku besser als die Bewegungsenergie in Reibungswärme zu wandeln.

Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

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Mal eine Frage an die e-mobil Erfahrenen: da ich mehrere Fahrzeuge habe, bremse ich die nach längerer Standzeit noch in unserer Wohnstrasse frei, indem ich im ersten Gang fahrend mit rechts auf Gas links sanft bremse. Merkt man sehr gut, wie der Biss bei gleichem Pedaldruck mit der Wegstrecke zunimmt.

Geht das beim Stromer auch, oder beginnt die Steuerung zu spinnen, wenn man auf beiden Pedalen steht ?

Gruß SRAM
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Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

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Normalerweise in N schalten und dann kräftig auf die Bremse treten.

Wenn ich mit beiden Füssen Brensen und Fahren gleichzeitig machen möchte, so fahre ich Stapler!
2000 - 2003 Opel Corsa B 1.6 Gsi
2003 - 2010 Opel Meriva A 1.8
2010 - 2012 Honda Jazz 1.4
2012 - 2020 Toyota Prius+
2015 - 2019 Smart ForTwo mhd
2019 - 20xx Mitsubishi iMiev Style
2020 - 20xx Audi eTron 55 Attraction

Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

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die Software die wir ausliefern bildet Softwaremäsig die summe und stellt dass dann auf die Räder. Weiers wird das Gaspedal so lange ignoriert bis sich der Wert ändert. Wenn du also am Gas stehst und die Bremse drückst wird das Gas sofort ignoriert. (Sichrlerheitsfall: Gaspedal hängt). Bewegst du aber das Gaspedal wieder wird dieses als gültig eingestuft.
Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb wir in diesen Fall nur die Balance zwischen Vorderrad und Hinterräder verändert um das Driften zu ermöglichen. Aber auf der gleichen Achse elektrisch antreiben und mechanisch bremsen ist nicht vorgesehen. Conti hat das beim Zoe auch so umgesetzt.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 100.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

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SRAM hat geschrieben: Mal eine Frage an die e-mobil Erfahrenen: da ich mehrere Fahrzeuge habe, bremse ich die nach längerer Standzeit noch in unserer Wohnstrasse frei, indem ich im ersten Gang fahrend mit rechts auf Gas links sanft bremse. Merkt man sehr gut, wie der Biss bei gleichem Pedaldruck mit der Wegstrecke zunimmt.

Geht das beim Stromer auch, oder beginnt die Steuerung zu spinnen, wenn man auf beiden Pedalen steht ?

Gruß SRAM
Muss man bei Oldtimern die Bremsen frei bremsen? Ich bin wohl nicht alt genug um sowas zu wissen.
Liebe Grüsse
Snuups

Tesla Model S P85 12/13 - CT Bestellt

Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

Helfried
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AbRiNgOi hat geschrieben:Aber auf der gleichen Achse elektrisch antreiben und mechanisch bremsen ist nicht vorgesehen.
Der Ioniq kann das aber schon, antreiben und mechanisch bremsen gleichzeitig.

Re: Ist starkes Rekuperieren wirklich wichtig?

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Beim PHEV geht Freibremsen (theoretisch) mit geladenem Akku, da die Reku dann wegfällt, den BEV lädt man ja eigentlich nicht auf 100%.
Praktisch geht's beim unserem GTE nicht, weil die hinteren Scheiben nach 3 Jahren und 50 TKM derart verrostet sind, dass nichts mehr zu machen ist, ähnliches Problem auch beim e-Golf.
Ich bin mit dem GTE trotzdem durch den TÜV gekommen, war aber mehr Dusel wie sonstwas.

Beim Losfahren höre ich das Schleifen der Scheibe am Bremsbelag, was bei einem ansonsten leisen Auto nervt.

Eigentlich muss die Fahrzeugsoftware dafür sorgen, dass das Auto gar nicht erst mit nassen Scheiben abgestellt wird, ist ja bei der Homeadresse kein unlösbares Problem und kann man unabhängig davon auch so durch gelegentliches, automatisches Anlegen der Beläge erreichen.

VW löst es beim ID.3 durch Trommeln hinten :roll: , darüber wurde ja reichlich diskutiert und kann man geteilter Meinung sein.
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