E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

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Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

motoqtreiber
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Ich hatte den Audi etron ein paar Jahre draußen. Habe eher darauf Rücksicht genommen, dass er kalt (mehrere Tage stehen bei Minus Graden) nicht schnell geladen wird. Einige empfehlen, im Winter gleich zuladen, sobald man kommt. Ich meide aber die Spitzenzeiten morgens und abends, um möglichst wenig Kohlestrom in den Akku zu schieben. Hab dann schwach ab 0:00 Uhr bis um 6:00 Uhr geladen. Ganz selten mal zur Abfahrt vorgeheizt. Keine Auswirkung auf Lebensdauer und max Reichweite des Akkus (die situative max. Reichweite geht natürlich 30% runter bei unter Null)!
Ciao,
motoqtreiber

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Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

Kabelbaum
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Wenn E-Auto fahren nur mit Garage technisch sinnvoll wäre, so hätte ich mir ganz bestimmt kein E-Auto gekauft bzw. wäre das E-Auto grundsätzlich völlig ungeeignet als Alternative zum Verbrenner.
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Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

Kellergeist2
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motoqtreiber hat geschrieben: Einige empfehlen, im Winter gleich zuladen, sobald man kommt.
Was soll das bringen?
Wenn ich im Winter nach Hause komme, dann ist der Akku doch noch warm und benötigt keine zusätzliche (Ab-)Wärme von den Ladegeräten.
Lade ich aber im Winter morgens kurz vor Abfahrt auf den gewünschten SoC, dann heizt die Abwärme des Ladegerätes sowie das BMS den Akku etwas vor, so dass mir bei Abfahrt mehr Rekuperation zur Verfügung steht, als wenn ich mit kaltem Akku losfahren würde.
Durch die bessere Rekuperation brauche ich an Kreuzungen, Einmündungen, Kreisverkehren weniger elektrische Energie in Wärmeenergie ("bremsen") umwandeln.
Und dem Akku dürfte es wohl auch gut tun, wenn er wenigstens etwas vorgeheizt wurde, bevor er arbeiten muss.

Wenn es meinem Auto beim Laden (viel) zu kalt/heiß ist, dann schaltet das BMS erstmal die Akku-Heizung/-Kühlung auf höchste Stufe ein und fängt erst ein paar Minuten später ganz langsam mit dem Laden an.
Wenn es meinem Auto beim Start (viel) zu kalt ist, dann reduziert es die maximale Leistungsabgabe und -aufnahme (Rekuperation).
Ich kann also jederzeit voll auf das Pedal treten, das BMS sorgt schon dafür, dass der Akku nicht überstrapaziert wird.
Deshalb schrieb ich ja auch: Es ist die Aufgabe des BMS, den Akku vor Schäden zu schützen.
Gruß, Kellergeist2
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Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

Helfried
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Kabelbaum hat geschrieben: Und dem Akku dürfte es wohl auch gut tun, wenn er wenigstens etwas vorgeheizt wurde, bevor er arbeiten muss.
Für den Akku ist aber das kalte Laden anstrengender als das kalte Fahren. Deshalb sollte man eher nach dem Fahren laden als in morgendlicher Kälte.
Außerdem wärmt das langsame Laden zu Hause den Akku kaum, außer der Wagen hat eine unwirtschaftliche Akkuheizung.

Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

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Ich denke nicht, dass es ein Problem ist. Zwar ist die kalendarische Alterung bei höheren Temperaturen stärker als bei niedrigen, aber hier kann man entgegenwirken, dass man das Auto nur mit nicht zu hohem Ladestand abstellt. Also im Hochsommer möglichst unter 60%, wenn das Auto länger steht, und dann im Alltag nur auf 80% laden, am besten so, dass 80% erst kurz vor Abfahrt erreicht sind.

Sehr schlecht ist es aber, bei hohen Temperaturen das Auto lange vollgeladen stehen zu lassen.

Winter ist zumindest bei uns im Rheinland kein Thema. Wer es oft lange Zeit kalt hat, sollte in Winter auch etwas aufpassen. Hier geht es aber weniger um Schädigung des Akkus als um den Komfort, wenn das BMS die Ladegeschwindigkeit einschränkt, um Schäden zu verhindern.

Da kommt es dann aber auch auf das Auto an.
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Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

Kabelbaum
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Helfried hat geschrieben:
Kabelbaum hat geschrieben: Und dem Akku dürfte es wohl auch gut tun, wenn er wenigstens etwas vorgeheizt wurde, bevor er arbeiten muss.
Kabelbaum hat das nicht geschrieben: ;)
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Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

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electic going hat geschrieben: Gibt dazu nette Block Videos bei YouTube und von Tesla Björn ein Versuch nach einer norwegischen Nacht und Akku unter -10°. Tesla lädt dann nicht mehr und heizt. Er hat statt dessen ein paar Mal von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Hat schneller erwärmt als die Akkuheizung.
Geniale Strategie für schnelle Degradation. Kalte Zelle = schnelle Degradation bei hohen Strömen. Sie führen unter anderem zu ungleichmäßiger Erwärmung der einzelnen Zelle und zu unterschiedlicher Erwärmung der Zellen in einem Pack. Das wiederrum führt zu schnellerer und ungleichmäßigerer Alterung.

Es ist auch nicht so, dass generell Batteriezellen 45°C mögen. Die entnehmbare Kapazität ist bei 45°C oder noch höheren Temperaturen größer als bei 25°C. Gleichzeitig bedeutet höhere Temperatur aber auch schnellere Alterung. Die meisten Hersteller versuchen, die Zellen möglichst unter 40°C zu halten. Meine zweite Zoe lud gar nicht mehr bei 45°C Zelltemperatur. Und der Ampera-E fängt schon bei unter 30°C an zu kühlen.

Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

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Hohe Temperatur ist gut bei schneller Ladung. Daher heizt das Model 3 am Supercharger v3 oder HPC die Batterie auch auf über 50°C. Nach der Ladung wird aber auch schnell wieder auf 30°C abgekühlt.
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Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

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Vielleicht bei Teslas NCA-Zellen, aber nicht den von fast allen anderen verwendeten NMC-Zellen. Oder denkst du, außer Tesla wären alle zu blöd und halten die Temperaturen deshalb deutlichst unter 50°C?

Ob das für Tesla-Zellen gut ist, darf angesichts der katastrophalen Historie mit S und X Batterien auch angezweifelt werden. Mit hoher Temperatur sinkt erstmal der Innenwiderstand. Vielleicht braucht Tesla einfach 50°C, um überhaupt die werbewirksamen Spitzenladeraten zu erreichen.

Re: E-Auto ohne Garage: wie schädlich ist das für die Batterie?

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Katastrophale Historie?
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