Geschlecht und E-Autos

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Re: Geschlecht und E-Autos

Nachbars Lumpi
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Warum muss immer alles gleich gemacht werden? Die einen interessieren sich für die anderen nicht. Die einen kaufen, die anderen nicht.
Es ist wie mit allem anderen. Was eine Person macht/ mag/ sich dafür interessiert , macht/ mag / interessiert eine andere Person nicht.
Beim Thema Auto vertrauen Frauen zu großer Mehrheit dem Urteil ihres Mannes, Freunds, männliche Meinung im Freundeskreis, Autoverkäufer. Bei technischen Gegenständen ist das oft so. So kommt die große prozentuale Differenz zustande. Wenn Frauen elektrisch fahren gehören sie zu kleinen Gruppe, die nicht auf diese Ratschläge hört oder einen Partner hat, der elektrisch fährt und rin zweites Auto benötigt wird.
Dagegen kann jeder was machen, wenn man einfach ein offenes Gespräch führt und nicht den Allwissenden raus hängen lässt.
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Re: Geschlecht und E-Autos

mela
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Blueskin hat geschrieben:

Ansonsten wird da nach der Arbeit und am Wochenende eher noch herumgefahren was das Zeug hält. Gerne auch mal spontan 100-200km zu einer Freundin/Party/Sonstwas und wieder zurück. (Da ist dann "öko" wieder egal).
Das geht locker und ohne den geringsten zusätzlichen Aufwand(!) mit jedem noch so kleinen Verbrenner. Zur Not halt noch für 5 Minuten an eine Tankstelle, wo man (bzw frau) sicher sein kann, dass das Tanken klappt und auch das Bezahlen mit Karte oder Geld. (Nur seeeehr selten streikt da mal der Kartenleser, Karte etc..Aber selbst dafür gibt es Lösungen und man kann wie geplant weiterfahren).

Das alles gilt natürlich auch für uns Männer.
Aber bei Männern ist nach meinen Erfahrungen die Bereitschaft etwas größer, sich in technische Problematiken "einzufuchsen" ; bei Frauen dagegen eher der Wunsch, sich mit selbigen gar nicht erst zu befassen!
Das sieht man auch gut bei Smartphones. Das wird einfach nur "benutzt" und wenn es dadurch zu Problemen kommt, wird nach einem "Kerl" gesucht, der diese behebt. (Mein Lieblingssatz "Meine ganzen Bilder sind weg! Kannst Du die wieder drauf bekommen?)

[...]

Anmerkung: Meine Meinung und Schilderung resultiert aus MEINEN Erfahrungen in UNSEREM Freundes- und Bekanntenkreis.
Dem Beitrag kann ich leider nichtmal widersprechen, nachdem explizit dabei steht das alles gilt auch für Männer. Bei uns zum Beispiel ist es so, dass der Mann gerne jederzeit in sein Auto springen möchte und irgendwo hin fahren, egal welche Zeit, egal welche Entfernung. Wenn die Freunde rufen dann springt er, weil die machen ja das gleiche für ihn. Deswegen fährt er Hybrid und ich elektrisch. Er kann auch nicht langsam fahren, das macht ihn wahnsinnig und zum groß planen hat er auch keine Lust. Tanken fährt er wenn er gerade Lust hat, nicht wenn die Preise günstig sind oder bei der günstigsten Tanke. Auch wenn man ja ungefähr weiß, welche Tanken wann die Preise verändern - kümmert ihn nicht. Mein Papa fährt manchmal extra tanken wenn die Preise günstig sind, obwohl die extra Fahrt dahin teurer kommt als die Einsparung.
Meine Gegenthese: Männer können das mit dem aufs Geld achten nicht so gut. Die fahren einfach eher öfter zum Laden als die Kilometer einzusparen und auf den Verbrauch zu gucken. Ich fahre eher lieber langsam und schau, dass ich mit meinem Akku die ganze Strecke schaffe als rauszufahren und an den Schnelllader. Mein Freund würde sich lieber auf der gleichen Strecke zweimal zehn Minuten anhängen. Okay, er ist dann immer noch schneller.

Aber mal im Ernst: Es sieht mir auch so aus, als ob Frauen die technischen Sachen nicht so interessieren würden. Aber wir haben es in der Hinsicht echt schwieriger. Wenn ich irgendwas in Laden kaufen will (oder auch ein Auto) nehm ich einen Mann mit, einfach weil man als Frau bei technischen Dingen gleich nicht ernst genommen wird. Ein Mann kann um Beratung bitten und wird mit Details zugeschmissen, weil er kann ja nicht alles vorher wissen. Wenn ich ne Frage habe bekomme ich eine total andere Antwort weil die Mühe das technisch zu erklären muss man sich echt nicht machen. Ich muss mich also vorher selber informiert haben damit ich solche Fragen stellen kann, die mir die gewünschte Antwort bringen. Oder ich habe dann gleich keine Fragen mehr. Wenn sich nie jemand die Mühe machen will, die technischen Basics rauszuhauen, wie soll man dann jemals in irgendeine Materie einsteigen? Wir müssen uns immer erstmal beweisen, müssen immer erst deutlich machen dass wir durchaus mitreden können bevor man uns in einem Gespräch ernst nimmt. Oder man fängt so weit unten bei den Basics an, dass das Interesse an der Erklärung dann schnell wieder verflogen ist. "Das ist das Stromkabel, das eine Ende davon gehört in die Steckdose, das andere ins Gerät". Es gibt auch dumme Männer da draussen. Wir erzählen es nur nicht so laut rum wenn unsere Männer dumm sind wie Männer gerne über dumme Frauen lästern. Ein dummer Mann ist auch keine Trophäe.
Ich will jetzt kein Gegenklischee aufmachen, ich hatte auch schon einen sehr tollen Verkäufer der mir ein genau passendes Motorrad verkauft hat und der Mann an der Conrad-Theke gibt mir die Teile die ich haben will. Der Mann im Media-Markt stellt auch Männern lieber dreimal die gleiche Frage um sicherzugehen, dass es auch so passt und das nicht falsch verstanden wurde.

Andererseits erklärt mir ein Mann im vollster Überzeugung dass mein Auto ja monatlich eine Elektro-Gebühr kostet. Ach so? Ah, er meint die Batteriemiete. Nein hab ich nicht. Sicher? Ganz sicher.
Das nervt total wenn Männer meinen dass sie im Gespräch jeden Scheiß raushauen können weil wir es entweder ja eh auch nicht besser wissen können oder uns nicht widersprechen trauen. Ich weiß tatsächlich ziemlich genau, was mein Auto so kann. Außer die PS, die hab ich nur so ungefähr im Kopf weil die kümmern mich nicht so. Ich hab halt nicht dauernd das Bedürfnis, mich in allem zu vergleichen. Deswegen hat mein Smartphone auch nur genau die Funktionen die ich brauche und nicht gleich von allem das Beste. Ich schau da auch auf dem Preis, nicht nur auf die Specs. Oh, und auf die Farbe - da muss man aber fair sein, mein Freund schaut auch auf die Farbe, ein rosanes würde nie in Frage kommen.

Wenn man so durch die Stadt fährt sieht man finde ich schon auch viele Frauen in den Elektroautos, wir reden halt nicht so laut darüber. Vielleicht kaufen wir sie auch nicht selber weil wir da den Mann hinschicken. Vielleicht laden wir sie auch nicht so gerne weil es dunkel und kalt ist (das stört mich zB nicht, wenn es für mich günstiger ist, öffentlich zu laden dann laufe ich lieber die zehn Minuten). Vielleicht ist es auch weil ein kleiner Benziner die Hälfte kostet und ich für den Mehrpreis sehr viel Benzin kaufen kann und für die Ökobilanz fahre ich dann lieber mit der S-Bahn. Das alles heißt nicht, dass wir prinzipiell kein Interesse haben, eher im Gegenteil. Männer schreien viel lauter dass diese Autos ja nicht weit und schnell fahren können und - ja, die haben auch keinen geilen Sound.

Re: Geschlecht und E-Autos

Elektroautomieter
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LeakMunde hat geschrieben: Das hast du ja auch so geschrieben. Gerade wenn es auch stimmt, unterstützt es die These, dass eine Stichprobe von an Ladesäulen Ladenden nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit der Elektroauto Fahrenden ist.
Das ist unabhähnig vom Geschlecht so, dass es "den" Elektroautfahrenden im Bezug zur öffentlichen Ladeinfrastruktur nicht geben kann, da es sicherlich sehr viele gibt, die das E-Auto als Zweitwagen nutzen und damit zum Beispiel ihre tägliche Pendelstrecke fahren, um dann nur zu Hause zu laden. Gleiches gilt für Menschen, die Ladestationen als Angsträume betrachten und Vermeidungsstrategien unternehmen, um nicht dort sein zu müssen. Den Anteil festzustellen wird schwer, da er halt gerade nicht an den Ladestationen anzutreffen ist.
Ich brauche Eure Hilfe. Bitte an dieser Umfrage für meine Bachelorarbeit teilnehmen.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48
Danke :)

Re: Geschlecht und E-Autos

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Ich hab seit 1,5 Jahren einen i3 als Zweitauto. Meine Frau fährt 3 Touring.
Am Anfang war sie sehr skeptisch wegen der Reichweite. Inzwischen nimmt sie ihn täglich für alle Kurzstrecken aber nur wenn ich ihr vorher gesagt habe das genug Strom im Akku ist. An eine Ladesäule selbst wenn Kostenlos am Ziel will sie nicht fahren. Es ist ihr nicht zu kompliziert oder sowas. Sie ist Ingenieurin kennt sich mit Technik also aus. Es geht einzig und allein um die Angst die Säule könnte nicht gehen besetzt sein oder irgendjemand könnte sie anpflaumen.
Das ist sehr schade. Die Reichweiten Angst konnte ich ihr auf Kurzstrecke nehmen aber sobald die Strecke über die Reichweite geht besteht sie darauf das wir auch wenn ich dabei bin den Diesel nehmen.
Seit gestern haben wir nen EQC zur Probefahrt. Sie ist begeistert. Aber auch sehr skeptisch angesichts des hohen Preises und der trotzdem vorhandenen Kompromisse hinsichtlich Reichweite.

Re: Geschlecht und E-Autos

R2-D2
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Kellergeist2 hat geschrieben: .
Warum haben dann so wenige Frauen ein E-Auto im Vergleich zu den Männern?
Möglicherweise liegt es daran, dass in den Haushalten der Mann das "teurere" Fahrzeug fährt und der "Zweitwagen" erst zu einem späteren Zeitpunkt dran ist.

Und bevor hier jetzt jemand kommt und "das ist doch völliger Quatsch, den du da schreibst" brüllt:
Es handelt sich um meine Wahrnehmung, meine Einschätzung und meine Meinung.
Sie muss nicht mit der Mehrheit aller Frauen, Männer, Haushalte übereinstimmen.
Ja das ist auch meine Wahrnehmung. Ich habe da einen Kumpel dessen Wagen die Frau nur unter "Aufsicht" fahren darf. Kaum ist ein neuer gekauft ist der "alte" Wagen dann Zweitwagen und aus dem Blickfeld des Mannes verschwunden.
Wir selber praktizieren schon immer, wer weiter pendelt bekommt das sparsamere Auto, aktuell meine Frau den Leaf. Ich selber fahre eher mit der Bahn deshalb ist mir das auch nicht so wichtig mit welchen Auto ich bis zum Bhf. fahre.
Meine Frau möchte den Leaf nicht mehr hergeben und ich denke auch der nächste wird wieder ein BEV werden.
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