Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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  • Wiese
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Ex60Ahi3 hat geschrieben: Vielen Dank für eure Sichtweisen.

Ich persönlich präferiere für einen Kauf die Hersteller, welche ausschließlich Elektrofahrzeuge im Sortiment haben.
Na dann viel Spaß bei der bescheidenen Auswahl.
Glauben tu ich Dir das nicht. Ein Auto muss einen bestimmten Zweck erfüllen. Wer kauft schon was, das nicht zu seinen Vorstellungen oder seinem Budget passt?
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:
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Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Nachdem ein Elektroautohersteller ihre Credits auch an Verbrennerhersteller verkaufen, "fördert" man mit dem Kauf bei einem reinen Elektrohersteller auch wiederum indirekt Verbrenner bei einem anderen Konzern.

Ich wähle mein Auto allerdings nach anderen Kriterien aus, aber jeder wie er mag...

Der Preis muss noch ein ganzes Stück runter und daher ist etwas "Fremdmotivation" durchaus noch nötig

https://insideevs.com/news/444542/evs-4 ... -make-ice/
(Artikel über Kostenvergleich Verbrennerproduktion vs Elektro)
08/2019 Outlander PHEV PLUS: (ca >95% der km und 99,5% der Fahrten elektrisch, überwiegend PV geladen - für Kurzstrecken, Berg- und Anhängerfahrten)
05!/2021 VW ID.3 Pro Business: als Firmenwagen bestellt - für Kurz und Mittelstrecken

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

Meinereiner
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Ich bin da entschieden dagegen, weil das an Fundamentalismus grenzt, was die Leute abschreckt.

Fanatische Klimaschützer schaden der Umwelt durch ihren Fundamentalismus mehr als Peter Altmaier, weil sich wegen deren permanenten Verzichtspredigten die Leute vom Themenkomplex Klimaschutz abwenden. Siehe diveres Gegenbewegungen und Wahlergebnisse. Ich behaupte, dass dass diese Diskussion die Umstellung auf E-Autos mehr behindert, als alle andern Probleme zusammen.
Jeder denkt nur: E=Auto=Klimaschutz=Verzicht, das hat zumindest in meinem Bekanntenkreis bis heute effektiv verhindert, dass sich die Leute die Autos überhaupt ansehen wollen.

Dazu sind die Leute Gewohnheitstiere. Wenn jemand sein Leben lang einen VW gefahren hat und den VW-Händler gut kennt, für den senkt es die Einstiegshürde gewaltig, dass der Händler jetzt auch schöne E-Autos im Angebot hat.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

murghchanay
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Schon seltsam, da gibt VW so viel für Marketing aus, stellt Citigo und E Up ein,.gibt für den Enyaq nur winzige Produktionskapazitäten ein und kauft dann lieber die Credits von MG. Also doch nicht so entschieden für die E Mobilität wie in der VW Werbung immer so schön dargestellt. Peugeot schafft die Co2 Marke selbst mit geringen Mengen an E Autos.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

Meinereiner
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Schon seltsam, da gibt VW so viel für Marketing aus, stellt Citigo und E Up ein,.gibt für den Enyaq nur winzige Produktionskapazitäten ein und kauft dann lieber die Credits von MG. Also doch nicht so entschieden für die E Mobilität wie in der VW Werbung immer so schön dargestellt. Peugeot schafft die Co2 Marke selbst mit geringen Mengen an E Autos.
VW ist wirklich schlimm. Ich wollte Herbst 2019 ein E-Auto kaufen, bei einem VW-Händler bei dem ich seit vielen Jahren Kunde bin. Idealerweise den ID3, aber einen E-Golf hätte ich auch genommen.
Der Verkäufer hat erst einmal pauschal behauptet "Wir haben gar keine E-Autos". Ich hab sie ihm aufgezählt, er hat das dann in seinem Computer nachgesehen. Dann wollte man mir ein Angebot für einen E-Golf zukommen lassen. Er hat auch gesagt "Ab wann sie den ID.3 vorbestellen können, kann ich ihnen im März sagen". Das Angebot kam nie, auch nicht auf mehfache Nachfrage. Dazu wurde außerdem behauptet, sie könnten das E-Auto auch nicht reparieren, sie müssten das Einschicken.

Aber immer noch besser als der Citroen-Händler. Die haben mich angehen, als hätte ich nach Tierfutter verlangt.

Für mich als E-Auto-Käufer ist das aber kein Grund, VW oder Citroen "aus Prinzip" zu boykottieren. Als Kunde weiß ich doch ungefähr, was ich für ein E-Auto will, und wenn die keins haben, dann bin ich halt woanders. Inzwischen gibt es genug Modelle von verschiedensten Herstellern.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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  • Spüli
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Moin!
Der Druck muss groß sein, wenn man sieht was alles so bei den Herstellern passiert.
VW hat gerade die Marke Bugatti verkauft, dazu die CO2 Credits von MG gekauft. Der Betriebsrat fordert jetzt auch für den Standort Wolfsburg eine Elektro-Strategie. Die Verbrenner alleine reichen wohl nicht mehr um den Laden am Laufen zu halten.
Die PSA-Gruppe wird mit Fiat/Chrysler zusammen gehen. Alleine kommen die Marken wohl nicht mehr klar.
Mercedes will das Smart-Werk verkaufen und dessen Produktion nach China verlagern, die S-Klasse bekommt eine neue Produktionshalle. Was wohl mit der alten Halle passiert? Um BMW mache ich mir auch etwas Sorgen. Man hört so wenig, außer dem Ruf der CSU nach einer Kaufprämie. Das kann auch kein gutes Zeichen sein.

Der Umschwung zum Elektroantrieb ist jetzt insbesondere durch die Förderung in vollem Gänge, in Kürze werden wir >10% Marktanteil sehen. Eigentlich sollte das reichen um die CO2 Strafen zu umgehen. Aber man hat wohl etwas gepennt und kann die Nachfrage kaum bedienen. Dazu hat nicht jeder Konzern etwas für die nächsten Jahre im Köcher bzw. man sieht wie man von gewissen Zulieferern wie zum Beispiel LG abhängig geworden ist.
Gruß Ingo

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

Naheris
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VW hat Bugatti meines Kenntnisstands noch nicht verkauft, sondern will es an Rimac verkaufen. Allerdings haben sie auch Anteile an Rimac, womit das dann doch irgendwie kein kompletter verkauf ist.

Und bei der Elektrostrategie von Wolfsburg geht es nicht darum, dass es da jetzt schon Probleme gäbe, sondern um die Sicherung der Zukunft. Zwar sind Osterloh und Komplizen natürlich komplett gegen die Elektromobilität und machen die runter wo es geht, aber sie scheinen wohl doch irgendwie zu fürchten, dass all der Widerstand doch nicht hilft.

BMW ist dieses Jahr übrigens erst einmal sicher, dank hervorragender PHEV-Verkäufe. Die Frage ist halt nur, ob der Markt nicht schnell genug auf BEV umschwenkt und sie dann kalt erwischt da stehen. Die Lieferzeit des iX3 lag am Freitag bereits bei Juli bis August 2021. Wenn der Markt weiter so dramatisch wächst steht BMW ohne BEV da. Dann gehen Marktanteile an die Premium-Marken flöten, die liefern können. Und das wäre mal vor allem Audi mit dann vier Fahrzeugen nächstes Jahr (e-Tron, e-Tron SB, e-Tron GT und den e-Tron Q4 oder wie der heißen soll), und Mercedes mit mindestens drei - und die vor allem in den anderen Segmenten (EQA, EQC und EQV), so dass sich die beiden Hauptmitbewerber von BMW perfekt ergänzen. Dagegen steht dann BMW mit... einem lieferbaren i3. Natürlich kommen sie dann nach, aber erst einmal werden sie ein paar Käufer verlieren bzw. nicht bekommen.
Heute: e-Tron 55 / Gestern: Leaf ZE1+, I-Pace, Kona, eGolf Mk-2, Model S AP1, Passat GTE Mk-1 / Morgen: ID.4, Übermorgen: Taycan.
Antike: V60, V60, XC60, LS, A6 / Geschenke: A2, Lupo 3L, Golf Mk-2.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Aus meiner Sicht haben alle "Alten" der Autoindustrie schlechte Karten für ein Überleben, wenn dann nur mit dramatischen Arbeitsplatzabbau. Dank sinnlosen Kurzarbeitergeld ein langsamerer Tod. Aber wie man es auch sieht. Eine moderner Mensch, eine moderner Gesellschaft benötigt nicht soviel Menschen wie aktuell vorhanden sind die in Arbeit stecken. Freiwillig ab 50 in Rente, weg von 40Stunden. Weg von zuhohen Löhnen, weg von "unseren"Ansprüchen nach immer mehr.... da hängen zwar ebenso viele Arbeitsplätze aber schneller umstellen auf Zukunft sonst werden wir schneller untergehen.

Den Fakt ist! Das jetzt gepamperte, unterstützen mit immer mehr Geld drucken, retten dies und das, geht noch 2-3Jahre höchstens Gut und dann fliegt uns alles um die Ohren. Denn Geld ohne Gegenwert ist der Teufel Allem. Die jüngere Geschichte sollte uns eigentlich lehren das 1939 sich nicht wiederholt.
I3 120Ah fluid-black bis Juli25 next blue-ridge-mountain forever

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Ich glaube dein Arbeitgeber hat nichts dagegen, wenn du für die Hälfte arbeitest......

.....aber verlange das bitte nicht von Anderen.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

Meinereiner
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Aus meiner Sicht haben alle "Alten" der Autoindustrie schlechte Karten für ein Überleben, wenn dann nur mit dramatischen Arbeitsplatzabbau.
Bin leider auch pessimistisch.

Die wichtigsten Probleme aus meiner Sicht:
Es gibt keinerlei konkurrenzfähige Batterietechnologie hierzulande. Bei uns wird an Holzbatterien *1) geforscht, statt dass endlich Anstrengungen unternommen werden, die Lücke bei Lithiumzellen zu schließen. Da ist der Bürger mitschuld: Weil es ist ja der tolle Wasserstoff, und Lithium ist ja so böse. Wasserstoff ist die Zukunft. Die Umstellung auf die E-Mobilität passiert aber jetzt und in den nächsten Jahren, und sie wird auf Lithium basieren.
Das heißt, einen Großteil der Wertschöpfung und die Schlüsseltechnologie für die E-Mobilität ist und bleibt bei asiatischen Konzernen, und wird es die nächten Jahre bleiben.

Das Zweite ist dei Langstreckenfähigkeit:
Das Beste am schnellsten ladende E-Auto der Welt ist wertlos, wenn die Schnelladeinfrastruktur schlecht ist. Und die ist in vielerlei Hinsicht sehr schlecht. Tesla hat (zusätzlich!!!) die zuverlässigen und günstigen Supercharger, unsere Firmen haben lediglich Ionity und Konsorten.
Man kann sich das schönreden, und viele tun das, aber ich halte das für dumm.

Hoffentlich bekommt man die Kurve noch, aber momentan unternimmt niemand ernsthaft etwas, um diese Dinge zu beheben. Die Automanager träumen immer noch vom Plug-in Hybriden oder Dieseln, statt die Zukunft anzugehen.

*1)
https://www.heise.de/news/Batterie-aus- ... 45963.html
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