Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

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Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

Celestar
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Franzosenschrauber hat geschrieben: Hallo,

ich bin neu in dem Forum und auch in der Elektroszene.
Welcome :)

Franzosenschrauber hat geschrieben: 1. Ich werde das Elektroauto zu 80% im Kurzstreckenbetrieb nutzen und nur selten längere Touren fahren. Der größte Teil davon wird gerade mal ca. 150km sein, die wohl ohne Zwischenstop drin sein müssen. Aber es wird auch mal vorkommen, dass eine weitere Tour ansteht. Wie funktioniert es dann, wenn man unterwegs laden muss. Die Hersteller sagen, 80% in einer halben Stunde. Wieviele Ladesäulen sind da an den Raststätten und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eine freie zu erwischen bzw. was macht man, wenn die belegt ist und die nächste zu weit weg ist? Wieviel verschieden Laderäumen gibt es, oder kann ich an jeder Säule von jedem Anbieter laden?
Mit Ionity+Fastned kommst du heute fast überall hin, zumindest in Mitteleuropa. Bist jetzt habe ich noch keine Strecke gefunden, bei der ich ein Problem mit der Verfügbarkeit habe, wobei ich Strecken > 300km nur etwa 1 bis 2 mal im Jahr fahre. Anfangs war ich vielleicht noch etwas nervös, inzwischen gar nicht mehr. Einmal im Jahr, wenn es mal auf längeren Strecken schnell gehen muss, miete ich einen Diesel oder einen Tesla.
Franzosenschrauber hat geschrieben: 2. Wie erfolgt die Abrechnung bzw. Bezahlung und was kostet eine "Tankfüllung"? Sind die Preise unterschiedlich, speziell an den Schnellladesäulen an der Autobahn, wo ja auch der Sprit immer teurer ist als normal?
Hängt massiv vom Anbieter und der Ladekarte ab. Stand heute (ist morgen vielleicht anders): Ionity 8 Eur pro Vorgang, Fastned ohne Grundgebühr 59ct/kWh, mit Grundgebühr 35ct/kWh. Meine Stadtwerke sind bei 38ct/kWh. Ich habe Stadtwerke München + ChargeNow als Ladekarten. Plus die Ionity und Fastned Apps. Sehr nervig aber man gewöhnt sich dran. Hätte lieber einen Bargeldslot und einen Kreditkartenleser.

Franzosenschrauber hat geschrieben: 3. Wie zufrieden seid ihr mit der Zuverlässigkeit der Autos? Hattet ihr schon grössere Probleme oder könnt ihr die bedenkenlos empfehlen?
Nach 30.000km und ohne Werkstattbesuch kann ich da nicht viel sagen. Aufgrund der wesentlich geringer Systemkomplexität aber wahrscheinlich besser als Verbrenner, mit denen ich ganz selten zufrieden war.

Franzosenschrauber hat geschrieben: 4. Wenn ihr zu Hause über Nacht lässt, habt ihr euch einen speziell abgesicherten Anschluss , ggflsein, tarkstrom oder sogar Wallbox installiert oder reicht eine normale gut abgesicherte Steckdose? Woher weis ich, ob mein Hausanschluss ausreichend für die Stromaufnahme ist? Und kann man beim Stromanbieter einen speziellen Tarif buchen bzw. einen zusätzlichen Zähler?
Wallbox ist komfortabler, aber ich habe (noch) keine. Wenn ich nicht am AC-Lader in der Stadt lade (90% der Zeit), dann zu Hause über Schuko. Hätte auch noch einen 16A CEE Anschluß aber kein passendes kabel. Mein i3s in mittlerer Ladestärke zieht nicht mehr Strom als ein Wasserkocher (8A glaube ich) und die Steckdose ist mit 25A gesichert.
Franzosenschrauber hat geschrieben: 5. Gibt es APP's, die eine Reiseplanung incl. Verbrauch des Stromes einplanen können um gezielt Ladesäulen anzufahren oder wie macht ihr das?
Abetterrouterplanner ist mein Kadidat der Stunde.

Hoffentlich hilft das etwas weiter.

Celestar
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Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

Franzosenschrauber
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Hey, danke erstmal für die vielen informativen Antworten. Es zeigt mir, dass (speziell für mich) noch etwas Klärungsbedarf besteht.

@ Rita: Der Berlingo ist zwar bei PSA als rein elektrische Variante verfügbar, ABER ausschließlich als Kastenwagen.

@ Köln/Bonner: Von der EU vorgeschriebene Preise sollen angemessen sein! Das hört sich einen "Gummiband-Gesetz" an. Also alles Auslegungssache und frei entscheidbar bzw. nicht nachvollziehbar.

@ Joe-Hotzi: Habe ich vielleicht nicht genau beschrieben, aber ich habe schon Familie und deswegen wäre praktischer weiße ein Kombi ideal. Ein SUV (Peugeot 2008, DS7)will ich nicht und ein Kleinwagen (Peugeot 208, DS Crossback) leider zu klein. Es stimmt schon, dass hauptsächlich meine Frau oder ich das Auto für den Weg zur Arbeit (oneway 20km) nutzen werden. Aber wir haben auch noch Verwandtschaft in Berlin und im Harz. Dann würde speziell die Berliner Strecke (150km) schon öfter gefahren werden. In den Harz (knapp 300km) maximal einmal pro Jahr, aber halt immer mit Kind und Kegel, also Gepäck.

So nun noch ein paar neue Fragen:

1. Ladekarten: Sind das dann Prepaid-Karten oder, ähnlich einer EC-Karte, Katen die die Bezahlung per Lastschrift vom Konto zulassen?

2. Wohnen welche von euch im nördlichen Brandenburg? Könnte man sich dann mal zum Informationsaustausch treffen?

3. Tesla: Lt. Vorgabe vom Staat darf das Auto nicht mehr als 60000€ kosten um die 4000€ zu bekommen. Der Typ 3, den ich mir mal pauschal zusammengestellt habe, liegt knapp darüber. Heißt das, er kriegt keine Förderung? Außerdem ist die doch zeitlich, bzw. Volumen technisch begrenzt. Also wie lange denkt ihr wird es die noch geben bzw. was kommt danach? Denn irgendwas muss der Staat ja machen um seine hoch gesteckten Ziele einzuhalten und ich sehe das so, dass sie dem Bürger dafür einen attraktiven Anreiz geben müssen. Norwegen glaube unterstütze in diesem Zusammenhang sein Bürger weitaus besser, und zwar mit steuerlichen Entlastungen und z.T. auch kostenlosen "Tanken".

Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

Ecano
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Franzosenschrauber hat geschrieben: Hey, danke erstmal für die vielen informativen Antworten. Es zeigt mir, dass (speziell für mich) noch etwas Klärungsbedarf besteht.

3. Tesla: Lt. Vorgabe vom Staat darf das Auto nicht mehr als 60000€ kosten um die 4000€ zu bekommen. Der Typ 3, den ich mir mal pauschal zusammengestellt habe, liegt knapp darüber. Heißt das, er kriegt keine Förderung? Außerdem ist die doch zeitlich, bzw. Volumen technisch begrenzt. Also wie lange denkt ihr wird es die noch geben bzw. was kommt danach? Denn irgendwas muss der Staat ja machen um seine hoch gesteckten Ziele einzuhalten und ich sehe das so, dass sie dem Bürger dafür einen attraktiven Anreiz geben müssen. Norwegen glaube unterstütze in diesem Zusammenhang sein Bürger weitaus besser, und zwar mit steuerlichen Entlastungen und z.T. auch kostenlosen "Tanken".
Die Förderung gibt es für alle Modellvarianten, wenn dessen Einstiegspreis unter den 60.000€ liegt. Das M3 liegt darunter. Du kannst dann natürlich Zubehör mitbestellen und bekommst die Förderung trotzdem. Die Prämie wurde ja bereits verlängert und soll auch noch weiter verlängert werden. Ab 2021 soll der staatliche Anteil auf 4000€ (netto) aufgestockt werden, das soll aber nur für günstigere Modelle gelten.

Beim Tesla musst du schauen, ob die 2000€ Herstelleranteil nicht bereits eingerechnet sind. Ansonsten würde ich mir beim Tesla noch Gedanken zum Service und zur Werkstatt machen.
Smart ED 44, bestellt am 18.1.2018, erhalten 19.10.2018
e-up! "UNITED", bestellt am 27.8.2020, erhalten am ??

Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

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Joe-Hotzi hat geschrieben: .......@fiedje: SuC steht für Tesla "SuperCharger" und hat mit SUC recht wenig gemein.
Tesla ist derzeit die beste, aber eben auch (noch) recht teure Art der E-Mobilität, da man nicht nur auf das Tesla-abgestimmte Ladenetz, sondern auch auf alle sonstigen Ladepunkte zugreifen kann.
AC-Drehstromladung ist beiTesla Standard, hohe DC-Schnell-Ladeleistungen bei Langstrecke und gestaffelte Akkugrößen ebenfalls. Bei anderen Anbietern ist dies entweder nicht, oder nur gegen Aufpreis verfügbar. Eine eigene Ladeinfrastruktur unterhält nur Tesla.
Muss man nun auch alle firmenspezifische Abkürzungen kennen? Warum schreibt man dann nicht TeslaSuC?
?
Mit freundlichem Gruß Fiedje
ZOE Limited R110 41kWh

Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

Rita
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Franzosenschrauber hat geschrieben: Hey, danke erstmal für die vielen informativen Antworten. Es zeigt mir, dass (speziell für mich) noch etwas Klärungsbedarf besteht.

@ Rita: Der Berlingo ist zwar bei PSA als rein elektrische Variante verfügbar, ABER ausschließlich als Kastenwagen.
in Frankreich gibt's den schon länger als 5 Sitzer.... hierzulande erst demnächst...
https://ecomento.de/2017/03/22/ab-mai-c ... dachkombi/

deshalb hatte ich auf französische Gebrauchtplattformen hingewiesen

Rita

mal kurz für Dich gesucht...

https://www.autosphere.fr/fiche/auto-oc ... id=1&pid=2

Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

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Franzosenschrauber hat geschrieben: @ Köln/Bonner: Von der EU vorgeschriebene Preise sollen angemessen sein! Das hört sich einen "Gummiband-Gesetz" an. Also alles Auslegungssache und frei entscheidbar bzw. nicht nachvollziehbar.
Das ist eine Richtlinie und kein Gesetz. Richtlinien werden in nationalen Gesetzen umgesetzt. Es ging Dir aber doch eigentlich darum, dass man überall ohne lokale Karte laden kann, und das kann man zumindest theoretisch (abgesehen von älteren Bestandssäulen, für die aufgrund des Bestandsschutzes kein solcher Zwang auferlegt werden kann). Ob das letztlich zu einem Preis geht, den Du "fair" findest, ist eine andere Sache.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

Afaik
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Franzosenschrauber hat geschrieben: 1. Ladekarten: Sind das dann Prepaid-Karten oder, ähnlich einer EC-Karte, Katen die die Bezahlung per Lastschrift vom Konto zulassen?

Die Ladekarten sind im Grunde "Kundenkarten", bei denen dann in der zugehörigen App (oder Webseite) im Kundenkonto z.B. Bankeinzug oder Kreditkarte hinterlegt werden. Über diese wird dann z.B. einmal im Monat abgerechnet, sofern Kosten aufgelaufen sind.

Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

schnaeutz
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Die von Köln Bonner zitierte Richtlinie kannte ich noch nicht. Interessant ist auch, dass dort in Art. 4 Abs. 12 folgendes steht:

"Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass es nach den rechtlichen Rahmenbedingungen möglich ist, dass der Vertrag über die Stromversorgung für einen Ladepunkt mit einem anderen Versorgungsunternehmen als demjenigen geschlossen werden kann, der den Haushalt oder die Betriebsstätte mit Strom beliefert, in dem bzw. der sich dieser Ladepunkt befin­det." Ein Gruß an Versorger, die nur eigene Stromkunden an ihren Säulen laden lassen, natürlich mit Ausnahme der vom Verordnungsgeber erzwungenen Ladung nach telefonischer Anmeldung ( z. B. Münster). In der Einleitung der Richtlinie sind auch noch interessante Details, wie z. B. die Forderung, an Pendler-Parkplätzen ausreichende Lademöglichkeiten zu installieren (Abs. 23). Auch Bauherrn sollen angehalten werden, Lademöglichkeiten zu bauen.

Die Richtlinie ist seit 2014 in Kraft. Sie umzusetzen, wäre Zeit genug gewesen.

Re: Viele Fragen zum Umstieg auf Elektro

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Ich verstehe den zitierten Satz anders. Wenn ich einen Ladepunkt betreibe (privat oder im Betrieb), dann muss ich für den Strom, der an diesen Ladepunkt geliefert wird, nicht den gleichen Stromanbieter nehmen wie für den Rest des Haushalts/Betriebsstätte.
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