E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Odanez
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Celestar hat geschrieben: Ich sehe das nicht wirklich so. Bei einem Auto steht of die Frage im Raum, ob die Anschaffung notwendig ist (es gibt Alternativen, oder vielleicht ist das zu ersetzende Fahrzeug gar nicht so schlecht). Bei einer Unterkunft ist das wirklich anders. Und bei den Auswahlkriterien ist der CO2-Ausstoß beim Bau wahrscheinlich, und zurecht, bei den meisten Menschen irgendwo Punkt Nummer 359.

Celestar
Bei den meisten Menschen ist der CO2-Ausstoß beim Kauf eines Autos auch irgendwo Punkt Nummer 359. Aber: Erst wenn der CO2-Ausstoß bei der Herstellung aller Rohstoffe, die für ein Haus benötigt werden auch wirklich vernachlässigbar sind, kann man auch sagen, dass dies zurecht ist. Dies muss mir mal aber jemand vorrechnen. Es kommt auch sehr stark auf die verwendeten Materialien an. Ein Holzhaus dürfte da einiges besser dastehen. Auch beim Haus steht die Frage ob der Bau notwendig ist, oder ist die vorhandene Wohnung gar nicht so schlecht... Sorry da wo du einen großen Unterschied siehst, sehe ich eher deutliche Parallelen.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Ilchi
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Bezug auf den CO2 Anteil der Bahnstrecke München Berlin

Klingt viel, rechnen wir mal nach: Bei 100 kg CO2 für OneWay München Berlin im Auto wären das 2 Mio Fahrten. Gehen wir weiter davon aus, dass im Auto im Mittel 2 Personen fahren. Dann wären 4 Mio Bahnfahrten notwendig, unter der natürlich sehr vereinfachten und falschen Annahme, dass die Bahn nur mit Ökostrom mit 0 kg CO2 /kWh fährt.
Das ist ziemlich genau die Jahresfahrtenanzahl. Will heißen: Das Projekt bzw der Betoneinbau haben sich nach einem Jahr schon gerechnet, alleine durch die Einsparung von Benzin.
Kona seit 04/2019, ca. 35 Tkm/a, 99 % Heimladung, 85 % aus eigenem PV-Strom
Ioniq von 04/2017 bis 05/2019, ca. 30 Tkm/a

Die Mobilitätswende darf nicht an der Installation von Steckdosen scheitern: https://www.yourcharge.eu, Laden in Großgaragen

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Interessant mit dem Beton... gegenüber der Wohnung haben wir im ersten Jahr schon deutlich mehr als das Fundament wieder drin :D
Die PV kompensiert dann pro Jahr auch über 18 Kubik Beton.
Hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht.
Ist da schon berücksichtigt, dass Beton im Laufe seines Lebens CO2 aufnimmt?
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Ilchi
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Karlsson hat geschrieben:Interessant mit dem Beton... gegenüber der Wohnung haben wir im ersten Jahr schon deutlich mehr als das Fundament wieder drin :D
Die PV kompensiert dann pro Jahr auch über 18 Kubik Beton.
Hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht.
Ist da schon berücksichtigt, dass Beton im Laufe seines Lebens CO2 aufnimmt?
Klugscheiß: Dein Fundament nimmt kein CO2 mehr auf, das kommt da nicht hin. Carbonatisierung braucht belüftete Flächen, die nicht zu trocken und nicht zu nass sind.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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klar nimmt das betonfundament co2 auf,einfach in gasbuddel abfüllen und mit einbetonieren :mrgreen:
Ich habe heute bei meinem zuständigen Ordnungsamt,den Bauantrag für eine fossile Tankstelle abgegeben,er wurde prompt abgelehnt,also wurde es wieder eine Solartankstelle Ausbaustufe19,5kWp BYD-Box7.7 https://www.aktion-eigenstrom.net

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Kabelbaum
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Angenommen, im Miet-"Plattenbau" könnte man, sagen wir mal 20% ökologischer wohnen als im eigenen Haus auf dem Land.

Ist hier irgendjemand ernsthaft der Meinung, das das ein Grund sein sollte, sein muss, in einen Plattenbau zu ziehen?
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Ilchi hat geschrieben: Klugscheiß: Dein Fundament nimmt kein CO2 mehr auf, das kommt da nicht hin.
Die Betonteile haben viiiiiel Fläche, das wird schon :)
Kabelbaum hat geschrieben: Angenommen, im Miet-"Plattenbau" könnte man, sagen wir mal 20% ökologischer wohnen als im eigenen Haus auf dem Land.
Ist hier irgendjemand ernsthaft der Meinung, das das ein Grund sein sollte, sein muss, in einen Plattenbau zu ziehen?
Ne, gewiss nicht. Aber ne stylische Wohnung in der Stadt in halbwegs guter Lage - duchaus gern. Es wird aber schwer wenn es noch familien- oder altengerecht sein soll und Geld haben schadet auch nicht.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Karlsson hat geschrieben:
Celestar hat geschrieben: Nachdem im Land nicht gewünscht wird, dass sich Leute ein Vermögen aufbauen, müssen viele eine Wohnung mieten.
Weiß jetzt nicht, was das damit zu tun haben soll, dass er meint, man müsste in der Großstadt mieten. Warum soll man da nicht kaufen?
Ich hab auch nach Wohnungen geschaut, aber alles Essig.
In der Großstadt wäre auch ein Reihenhaus ok gewesen. Aber war über Jahre nichts.
Das ist ein Mißverständnis. Mir ist es völlig egal ob jeman IN der Stadt mietet oder sich eine Wohnung oder ein Haus kauft. Mir geht es nur darum das die Wohnung so dicht wie möglich am Arbeitplatz, Versorgung, öffentliche Infrastruktur, Kultur etc. ist so das möglichst viele Wege OHNE Auto erledigt werden können.

Und Du bestätigst ja gerade meine Hauptaussage: Wer aufs Land zieht wird dazu nicht "gezwungen" sondern tut es weil er z. B. Eigentum erwerben will aber ihm die Preise in der Stadt zu teuer sind.

Das ist aber nun mal kein ZWANG sondern einfach eine Entscheidung. Dir steht es völlig frei bei ungünstigen Bedingungen auf den Erwerb von Eigentum zu verzichten und Dein ganzes Leben in einer vielleicht überteuerten Mietwohnung die auch noch kleiner ist als gewünscht/benötigt zu bleiben.

Wenn ich A will muss ich B machen ist nun mal per Definition kein Zwang! Man hat immer die Wahl. Wer immer so argumentiert das ihn die "Umstände" zu irgendwas "Zwängen" will nur nicht die Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen.
Zuletzt geändert von Ambi Valent am Fr 8. Nov 2019, 09:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Kabelbaum hat geschrieben: Angenommen, im Miet-"Plattenbau" könnte man, sagen wir mal 20% ökologischer wohnen als im eigenen Haus auf dem Land.

Ist hier irgendjemand ernsthaft der Meinung, das das ein Grund sein sollte, sein muss, in einen Plattenbau zu ziehen?
Natürlich sind gut gedämmte Mietwohungen in größeren Häusern einem kleinen Einfamielenhaus prinzipiell ökologisch überlegen. Da müssen wir nicht drüber reden! Ein kleines Haus hat unvermeidbar ein viel schlechteter Verhältnis von Volumen zur Oberfläche über den die Wärmeenergie entfleucht. Installationen wie Heizung kann auch effizienter gebaut werden je größer die Einheit ist.

Aber die Frage ist nicht ob das ein Grund sein sollte für jemanden ob er auf ein eigenes Haus verzichtet und lieber in einer Mietwohung wohnt. Das kann und soll schon jeder selber entscheiden.

WAS aber definitiv richtig wäre wenn der "Staat" (also wir alle) die ökologisch bessere Variante bevorzugt im Vergleich zur Schlechteren. Also KEIN Bauhindergeld für EFHs, Keine sonstiogen Subventionierungen für EFHs, stattdessen nur noch Eigentum an Mietwohungen in der Stadt unterstützen, CO2 Steuern auf Baumaterialen, wie z. B. Beton, Pendlerpauschale komplett streichen usw. usw.

Er sollte stattdessten lieber den Mietwohnungbau in den Städten erleichtern, unterstützen, die Qualität dort erhöhen so das WENIGER Menschen in ihrer persönlichen Vor-Nachteile rechnung am Ende aufs Land ziehen. Den ÖPNV, Fahrradverkehr in der Stadt verbessern. Das Leben in der Stadt ist nun mal für alle unterm Strich ökologischer als das verteilte leben im Dorf und Arbeiten in der Stadt. Auch mit dem E-Auto bleibt das so.

Warum kann ich das so entspannt sagen? Weil ich ein EFH IN der Großstadt habe, ein eigenes Auto (bald zwei) auf dem Grundstück und den Arbeitsplatz, Schulen, Versorgung etc. in Fahrradreichweite. Und ich habe dafür auch noch Subventionen für gepammperte Mittelschichtler wie mich bekommen die ich natürlich mitgenommen habe.

Ändert nichts daran das ich das ganze System dabei für falsch halte und es abschaffen würde. Auch vor meinem Hausbau habe ich das für falsch gehalten. Aber solange die Spielregeln sind wie sie sind werde ich danach spielen und wenn mir der Staat den Hausbau leichter macht anstatt mit dem Geld lieber einen Mietwohnungblock zu bauen dann finde ich das grundsätzlich Mist aber nehme das Geld trotzdem.

Die Moral dabei: Wenn ich will das sich Spielregeln für alle ändern dann muss ich nicht persönlich als Vorreiter schon danach spielen wenn noch die alten Regeln gelten. Dadurch werden meine Forderungen auch kein Stück weniger glaubwürdig.

Das selbe bei der CO2 Steuer. Bin ich absolut dafür und auch gerne schon mit einen hohem Wert anfangen. Solange das aber nicht so ist halte ich z. B,. persönliche "Kompensationszahlungen" für Blödsinn.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Celestar
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Am besten gleich vom Staat zugewiesene Jobs, Wohnungen (die alle identisch sind) um am besten ökologische Einheitskleidung. </sarcasm>

Celestar
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