E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt
AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Elektrivirus
read
Alex1 hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben: Wie definierst Du überholen?
China hat sich doch erst zum weltgrößten Emittenten entwickelt.
Aber nicht pro Kopf. Und das ist das Wesentliche. Dass man einem Staat vorwirft, er habe viele Einwohner, ist Kinderkram.
Ach, jetzt verstehe ich, es geht gar nicht um die absolute Menge, sondern nur um die Menge pro Kopf.... na dann hat DE ja eine einfache Alternative zu allem Angefangenen: Verbot der Konzeptiva, und ne hohe "Babyprämie" dann sinkt der pro Kopfverbrauch schnell, und dann ist er ja nicht mehr schlimm.

So langsam wird's heller im Keller, danke für die Erleuchtung. Ich blöder Depp, ich dachte doch tatsächlich die ganze Zeit, es ginge um soundsoviele Mrd Tonnen CO2, die emittiert werden, wie dumm von mir, es geht um die kg pro Kopf! Natürlich, wie konnte mir das nur nicht klar sein. Natürlich, dann ist der absolute Ausstoß Chinas obwohl größer als der von DE gar nicht schlimm, die können ruhig noch paar Mio Tonnen draufpacken, verteilt sich ja auf ein Milliardenvolk, das stört das Klima dann auch nicht die Bohne.
Anzeige

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

USER_AVATAR
  • Alex1
  • Beiträge: 13874
  • Registriert: Sa 28. Dez 2013, 16:59
  • Wohnort: Unterfranken
  • Hat sich bedankt: 879 Mal
  • Danke erhalten: 197 Mal
read
Natürlich geht es um die Emissionen pro Kopf! Um was denn sonst?

Willst Du Deine zu hohen Emissionen etwa dadurch rechtfertigen, dass es mehr Chinesen als Deutsche gibt?

DAS ist genau Neokolonialismus. Wobei das bei China nicht mehr ganz passt, sondern eher bei Afrika.
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

USER_AVATAR
  • AbRiNgOi
  • Beiträge: 7584
  • Registriert: Do 27. Jun 2013, 17:43
  • Wohnort: Guntramsdorf (bei Wien)
  • Hat sich bedankt: 260 Mal
  • Danke erhalten: 983 Mal
read
Aussterben ist in der Tat eine Lösung, finde ich aber auch nicht so human. Ist eine einfache Rechnung, wer die Auswirkung des Menschen gemachten Klimawandels senken will braucht nur die Menschheit an sich dezimieren. So einfach kann es sein.

Da hat China mit der Ein Kind Politik schon einiges gemacht, ob das aber der Überalterung und der Auswirkung auf die Wirtschaft positiv auswirkt sei mal dahin gestellt.

Das was der pro Kopf Verbrauch dar stellen soll ist einzig und alleine, dass es Sinnfrei ist mit den Finger auf China zu zeigen, oder aber auch die Ausrede, wer arm ist wird immer mehr ausstoßen als die Reichen, weil die sich die Technik nicht leisten können. All das wird durch den pro Kopf Verbrauch widerlegt.

Das alle Bemühungen am Ende des Tages nicht zum Erfolg führen, wenn es keine Globale Einigung bei dem Thema gibt, ja da muss man Dir zustimmen. Nur dass Deutschland auf einem vorbildlichen Weg wäre ist halt leider Blödsinn.

Um China mach ich mir weniger Sorgen, die haben das Problem im Fokus und legen gerade ein Kehrtwende hin, die aber wie alle Veränderungen nicht gleich Sichtbar werden. Das was an China stört ist, dass die verdammt viel Geld haben (warum auch immer), also nicht jeder Einzelne sondern deren Wirtschaft, und dieses Geld wird ohne Regeln der Regierung eingesetzt und so finanziert China weiterhin auf der Welt viele Kohlekraftwerke die diese im eigenen Land nicht mehr bauen dürfen.

Die neuerliche Kehrtwende in Amerika ist auch mit großer Sorge zu betrachten, finde ich persönlich schlimmer als China. Weil dort ist es nicht nur die schiere Größe sondern auch die Multiplikation mit dem pro Kopf Verbrauch.

Nur wenn Mitteleuropa die Hände in den Schoß legt, werden genau die dann auch mit dem Finger zeigen und sagen, na wenn die nicht mach ich erst mal gar nichts. Viele Länder haben schon bewiesen, dass man den pro Kopf Verbrauch von fossilen Brennstoffen drastisch senken kann, ohne die Wirtschaft zu zerstören. Und genau darum geht es. Umso mehr Länder das zeigen, umso eher werden die Ängste genommen, das die Wirtschaft streben muss wenn man das umsetzt. Und da ist es egal mit wie vielen Köpfen sich die Zahl multipliziert, es geht darum zu zeigen wie die gesunde Wirtschaft ohne Verlust der Marktführerschaft diesen Umschwung schafft.

Es ist halt dann am Ende des Tages doch wieder jedes Land anders. Jedes Land hat andere Möglichkeiten (Wasservorkommnisse, Windverhältnisse, Geothermie, Solar, Ackerland, Wüsten, Gezeiten... sodass die Lösung nicht 1:1 kopiert werden kann. Und da kommt es auf jedes einzelne Land an, die Möglichkeiten auf zu zeigen, sodass es dann immer mehr Lösungen gibt, damit etwas weiter geht.

Fingerpointing finde ich an der Stelle sehr unpassend. Vor allem auf ein Land das gerade bei Elektromobilität gerade dabei ist die eigene Wirtschaft zu überholen. Weil wenn eine Technologie besser und billiger ist, wird diese neue Technologie gekauft. Egal ob es dann die Deutschen oder die Chinesen umgesetzt haben. Ganz unabhängig davon ob die Deutsch Automobilindustrie glaubt dass die Elektromobilität durchsetzen wird oder nicht.
Wie China da seinen Strom erzeugt ist von dieser Machtübernahme in der Automobilindustrie mal vollständig unabhängig.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 100.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

nr.21
  • Beiträge: 1354
  • Registriert: Sa 3. Dez 2016, 19:55
  • Hat sich bedankt: 43 Mal
  • Danke erhalten: 180 Mal
read
Karlsson hat geschrieben: Wie definierst Du überholen?
China hat sich doch erst zum weltgrößten Emittenten entwickelt.
Überholen, einige Beispiele: vor etlichen Jahren schon sind die motorisierten Zweiräder nur noch elektrisch unterwegs, zumindest in den Städten.
In Shenzhen ist der gesamte öffentliche Nahverkehr incl. Taxen elektrisch, andere Städte sind auf dem gleichen Weg. Es wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.
Auch der Zubau von Wind- und Sonnenenergie ist der höchste weltweit.
Weltgrößter Emittent: keine Kunst bei 1,4 Milliarden Einwohnern. Gäbe es so viele Deutsche, wären wir mit Abstand der Spitzenreiter.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Celestar
  • Beiträge: 151
  • Registriert: Mi 22. Aug 2018, 16:14
  • Hat sich bedankt: 2 Mal
  • Danke erhalten: 34 Mal
read
Odanez hat geschrieben: schau mal in das von mir verlinkte Video ab Minute 55 an. Da steht wir brauchen 67.000 onshore Windanlagen a 3MW. Das benötigt dann ca 2% der Landfläche. Dann offshore 10.000 a 8MW, und dann 400GW PV, davon die Häfte auf Hausdächern. Das auf Freiflächen wird ca 1000km² benötigen. Zum Vergleich, es existieren gerade 182.000km² landwirtschaftliche Flächen.

Und dieses Szenario wäre der notwendige Energiebedarf, wenn wir KOMPLETT aus fossilen Kraftstoffen aussteigen wollen. Das bedeutet 100% fossil-freie Mobilität, Heizungen, und selbstverständlich Stromerzeugung.
Hast du dir mal Gedanken über die 'Deployment-Rate' gemacht? Was kann der Markt pro Jahr liefern? Wieviel Neodym bauen wir pro Jahr ab für die Generatoren? Wie viele Gasturbinen können GE, RR und Alstom liefern?

@Karlsson:
Nochmal langsam: Erst ist Power-to-X das Allheilmittel für Saisonspeicher, die dann ganz Deutschland mittels Gasturbinen mit Strom versorgen, und dann ist Power-To-X auf einmal Mist, wenn man das Verfahren benutzt, um die gleichen Gasturbinen an einem Flugzeug zu betreiben? Ich kann nicht folgen.

Außerdem, wenn wir eine Klimadiskussion führen, finde ich es dreist, ein Land, das in der Stromproduktion fast 90% weniger CO2 emittiert als wir, als 'anders schlecht' zu bezeichnen. Die sind uns, was das angeht, weit voraus.

Celestar

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

USER_AVATAR
read
Einfach mal ein paar Diagramme:

Überraschung:

Bild


Aber:

Bild


China by Source:

Bild


China %-tual und absolut Power:

Bild



Gruß SRAM
________________________________________________
Schwarzwald gegen Wind: https://www.youtube.com/watch?v=7jEQii_9yWw
Bild

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Odanez
  • Beiträge: 4087
  • Registriert: So 5. Mär 2017, 10:14
  • Hat sich bedankt: 108 Mal
  • Danke erhalten: 436 Mal
read
Celestar hat geschrieben:
Odanez hat geschrieben: schau mal in das von mir verlinkte Video ab Minute 55 an. Da steht wir brauchen 67.000 onshore Windanlagen a 3MW. Das benötigt dann ca 2% der Landfläche. Dann offshore 10.000 a 8MW, und dann 400GW PV, davon die Häfte auf Hausdächern. Das auf Freiflächen wird ca 1000km² benötigen. Zum Vergleich, es existieren gerade 182.000km² landwirtschaftliche Flächen.

Und dieses Szenario wäre der notwendige Energiebedarf, wenn wir KOMPLETT aus fossilen Kraftstoffen aussteigen wollen. Das bedeutet 100% fossil-freie Mobilität, Heizungen, und selbstverständlich Stromerzeugung.
Hast du dir mal Gedanken über die 'Deployment-Rate' gemacht? Was kann der Markt pro Jahr liefern? Wieviel Neodym bauen wir pro Jahr ab für die Generatoren? Wie viele Gasturbinen können GE, RR und Alstom liefern?
Du gehst bei deinen Fragen wohl davon aus, dass es nicht machbar ist? Was ist wenn doch? Ich kenne mich damit nicht aus, kann es nicht kommentieren. Aber da kann man auch aus dem Ausland zukaufen, wir werden es nicht schaffen alles selbst zu fertigen, das ist klar. Aber: Wir haben bereits 30.000 Onshore Anlagen und fast 1500 Offshore. Der Zubaubedarf scheint ja jetzt nicht so extrem zu sein, dass das nicht machbar ist. Aber wenn so ein Ziel verfolgt werden soll, fossil-freie Energieerzeugung, dann muss man halt das ganze etwas anpacken, und dort riesen Kohle investieren wo wir es brauchen. Stell dir mal vor wieviele Jobs das erzeugen wird. Nehmen wir mal an wir wollen das in 20 Jahren erreichen. Dann ist das gar nicht mal so viel pro Monat.

Und Kernkraft, echt jetzt, lass den Dreck, das ist ein Kapitel aus der Vergangenheit, das beendet werden soll. Diese potentiellen Massenvernichtungswaffen sollten in keinem zukünftigen Energiekonzept mehr rein. Wer diese Reaktoren verharmlost ist einfach nur blind.
Verkauft: 2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 81%, 86.000km
Für den Übergang: 2004 Skoda Octavia Kombi 1.6
Bestellt: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Naheris
read
i3lady hat geschrieben: Ausländer gleich behandeln ist ja der witz! die kommen vielleicht noch drauf hier ihre pension zu kassieren, etc. gehts noch? jeder münchner der vielleicht nach stuttgart übersiedelt, klagt dort seine rechte aus münche ein, weil sonst diskriminiert?warum klagt niemand die ladebetreiber wegen unterschiedlicher preise? fühl mich diskriminiert, weil ionity festpreis hat, aber andere nicht
Du scheinst das Problem nicht zu verstehen. Dein Beispiel zeigt das. Es geht nicht darum, dass ein Münchner in Stuttgart seine Münchner Regeln einklagen kann. Es geht darum, dass ein Münchner in Stuttgart die Stuttgarter Regeln einklagen kann.

Dein Beispiel mit den Ladepreisen hinkt auch insofern, dass jeder bei Ionity Festpreise zahlt. Da wird niemand diskriminiert. Eine regionale Diskriminierung wäre nur, wenn ein Münchner an Ionity in Stuttgart mehr zahlen muss für die Ladung als ein Stuttgarter. Es wäre keine Diskriminierung, wenn die Preise für Ionity an verschiedenen Orten unterschiedlich sind, aber für alle.

Insofern geht es eben nicht darum, dass ein Deutscher in Österreich Deutsches Recht einklagen kann. Es geht nicht darum, dass ein Deutscher in Österreich nach dem Deutschen Bußgeldkatalog behandelt wird und IG-L ignorieren kann, weil es den in Deutschland nicht gibt. Es geht darum, dass ein Deutscher in Österreich genauso behandelt wird (oder besser) als ein Österreicher. Solange es also keine Möglichkeit für einen Deutschen gibt mit einem BEVim IG-L schneller zu fahren das diskriminierend.

Du kannst "Deutscher" im oberen Beispiel auch mit einem Bürger aus einem beliebigen anderen EU-Land ersetzen.
Heute: e-Tron 55 / Gestern: Leaf ZE1+, I-Pace, Kona, eGolf Mk-2, Model S AP1, Passat GTE Mk-1 / Morgen: ?
Antike: V60, V60, XC60, LS, A6 / Geschenke: A2, Lupo 3L, Golf Mk-2.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

USER_AVATAR
  • Alex1
  • Beiträge: 13874
  • Registriert: Sa 28. Dez 2013, 16:59
  • Wohnort: Unterfranken
  • Hat sich bedankt: 879 Mal
  • Danke erhalten: 197 Mal
read
Diagramme von Ölproduzenten produziert, sicher DIE Wahrheit. BP gehört zu den größten Klimatrollen. Klar gefällt das Klimatroll Sram.
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

nr.21
  • Beiträge: 1354
  • Registriert: Sa 3. Dez 2016, 19:55
  • Hat sich bedankt: 43 Mal
  • Danke erhalten: 180 Mal
read
SRAM hat geschrieben: Einfach mal ein paar Diagramme:

Überraschung:

Bild

Keine Überraschung, wenn man schaut, wo dieses Diagramm herkommt:
https://www.eike-klima-energie.eu/2018/ ... missionen/

keine Quelle, welcher ich irgendein Vertrauen schenken kann..

https://www.sueddeutsche.de/wissen/klim ... her-1.6518
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Allgemeine Themen“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag