E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Kabelbaum
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Nichtraucher hat geschrieben:
Da hat weder Porsche noch deren Kunden mitbekommen, dass sich die E-Mobilität nicht durchsetzen wird.
Es ist weniger der Umweltgedanke(E-Mobilität), die den Tycan für den Porschefahrer so interessant macht, sondern ausschließlich seine außergewöhnlichen Fahrleistungen. Und wer sich so ein Fahrzeug kauft, hat sicher auch noch einen 911 und/oder Panamera in der Garage.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Meinereiner
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Es ist weniger der Umweltgedanke(E-Mobilität), die den Tycan für den Porschefahrer so interessant macht, sondern ausschließlich seine außergewöhnlichen Fahrleistungen. Und wer sich so ein Fahrzeug kauft, hat sicher auch noch einen 911 und/oder Panamera in der Garage.
Und das ist falsch? Warum?
Ich persönlich bin mir sogar zu 100% sicher, dass genau der Antrieb dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen wird, nicht die Umweltbilanz. Wer schon mal eines gefahren ist, dem ist das auch klar.

Nach einiger Zeit in einem modernen E-Auto fühlt sich jeder Verbrenner (Hybride teils ausgenommen) wie ein veraltetes Relikt aus dem zweiten Weltkrieg an.

Das Reichweiten und Ladethema wird halt immer vorgeschoben, aber das ist erstens technisch gelöst (Tesla) und zweitens wird die Relevanz maßlos übertrieben.

Ehrlich gesagt interessiert die Umwelt die Masse der Autokäufer nicht die Bohne. Ich vermute sogar das sich das Umweltargument nachteilig auf die Verkäufe auswirkt. Im Hinterkopf wird Umwelt immer mit Verzicht und Verlust von Lebensstandard in Verbindung gebracht. Was beim E-Auto nicht zutrifft.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Kabelbaum
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Ich wollte damit nur andeuten, das es Porsche (und deren Kunden) ziemlich egal ist, ob E-Mobility sich durchsetzt oder nicht, Hauptsache die Fahrleistungen stimmen.
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Die würden auch einen Kohle- oder Atom-Antrieb einsetzen, wenn das noch mehr der eh schon gewaltigen Performance dient (technische Machbarkeit vorausgesetzt). ;)
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Jupp78
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Karlsson hat geschrieben: Ah, wusste nicht, dass das ein Link ist. Schönes Auto, E-Klasse mag ich (vorzugsweise als Kombi). Ich finde die Kombination mit dem Diesel auch nicht schlecht, vorausgesetzt man hat regelmäßig die Strecken, um ihn freizubrennen und nicht regelmäßig kurzen Kaltlauf im Alltag.
Hoffe sowas gibt es auch in den nächsten Jahren mal als BEV.
Ich habe zwar auch viele "Kurzstrecken" (die sind allerdings nicht so kurz, dass der alte Diesel es nicht geschafft hat sich freizubrennen), aber dieser Diesel sieht keine Kurzstrecken mehr. Die werden einfach voll elektrisch zurück gelegt.
Ich persönlich finde den Diesel im PHEV auch wesentlich sinnvoller, als einen Benziner. Denn das was der Diesel wirklich gut kann (Langstrecke), kann der E-Antrieb schlecht und auf der Kurzstrecke ist es umgedreht. Ergänzt sich wirklich gut.
Und ja, es wird das in den nächsten Jahren als BEV geben. Für nächstes Jahr ist der EQS angekündigt mit 700km Reichweite und 350kW Möglichkeit nachzuladen (also in 3-4 Minuten 100km Reichweite nachgeschoben) und 2022 soll das dann etwas abgespeckt (nur 600km Reichweite) im EQE geben. Vernünftig bezahlbar wird sich da aber wohl noch ein paar Jahre hinziehen.
AbRiNgOi hat geschrieben: Ein Verbrenner wird immer CO2 ausstoßen, das steht in dessen Gene. Der Strom kann Klimaneutral produziert und transportiert werden.
Warum?
Der Sprit kann schließlich auch klimaneutral synthetisch hergestellt werden und das nicht einmal zu unmenschlichen Preisen. Bei gleicher Steuerlast wie beim Strom kostet das runde 2€/Liter. Das sind bei meinem Diesel 10€/100km, wenn ich rein mit dem Diesel fahre. Am Schnelllader ist es genauso teuer. Dann doch lieber synthetischer klimaneutraler Sprit.

Aber zugegeben, es wird schwer für den Stromer. Ich habe heute zum ersten mal seit März 2016 wieder für unter 1€/Liter getankt. Jemand der Hausstrom normal bezahlen muss, ist teurer mit Strom unterwegs als mit Diesel. So kann und wird das nichts werden.
Meinereiner hat geschrieben: Ehrlich gesagt interessiert die Umwelt die Masse der Autokäufer nicht die Bohne. Ich vermute sogar das sich das Umweltargument nachteilig auf die Verkäufe auswirkt. Im Hinterkopf wird Umwelt immer mit Verzicht und Verlust von Lebensstandard in Verbindung gebracht. Was beim E-Auto nicht zutrifft.
Nein, ich würde nicht sagen, dass die Masse der Autokäufer das nicht interessiert. Aber der eigene Geldbeutel steht bei der Masse klar über der Umwelt.
Und wer doch häufiger Langstrecken fährt merkt schnell, das Nachladen kostet Zeit und Zeit ist in der Tat für die meisten Lebensqualität.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Odanez
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Ja, theoretisch kann man auch aus Wasser und Strom aus 100% EE Wasserstoff oder Erdgas herstellen, und das dann im Verbrennerauto verbrennen. Der Unterschied ist wie weit welches von breiter Umsetzung ist, wenn es um die Masse geht stoßen beide an ihre Grenzen, sowie CO2 freier Strom als auch CO2 freies E-Fuel, jedoch sind wir deutlich näher daran und es ist viel einfacher heute schon CO2 freien Strom zu bekommen als CO2 freies E-Fuel. Da wird sich in beiden Richtungen noch viel tun aber die Nase vorne hat eindeutig der Strom.

Was ich damit sagen will: Wenn man heute sein E-Auto mit nahezu CO2-neutralen Strom laden will, dann kann man das auch, im indirektesten Wege aber z.B. über einen echten Ökostromanbieter. Will man das mit seinem Benzinauto heute machen, ist das noch fast komplett unmöglich.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Jupp78 hat geschrieben: Ich persönlich finde den Diesel im PHEV auch wesentlich sinnvoller, als einen Benziner. Denn das was der Diesel wirklich gut kann (Langstrecke), kann der E-Antrieb schlecht und auf der Kurzstrecke ist es umgedreht. Ergänzt sich wirklich gut.
Ja... allerdings muss der E-Antrieb dann wirklich für die täglichen Strecken passend sein. Wenn der Diesel täglich auf den letzten 2 Kilometern noch anspringt, wird der Filter schnell zu sein. Sofern die E-Reichweite passt und man genug Kilometer auf Langstrecke zurücklegt, finde ich das auch richtig charmant. Wobei wir beide damit hier bei den Dieselhassern wahrscheinlich recht einsam dastehen.
Jupp78 hat geschrieben: Der Sprit kann schließlich auch klimaneutral synthetisch hergestellt werden und das nicht einmal zu unmenschlichen Preisen. Bei gleicher Steuerlast wie beim Strom kostet das runde 2€/Liter.
Sicher? Ich würde vermuten, dass man mindestens 20kWh braucht, um einen Liter synthetischen Diesel herzustellen (wäre 50% Wirkungsgrad. Und der ist heute wahrscheinlich noch nicht reell). Man kommt dann auf 80-120kWh/100km im Verbrenner, das ist > Faktor 5 gegenüber dem BEV.
Da wir noch gigantisch viel Strom brauchen, um auch die Stahlindustrie, die Chemie und diverse andere mit H2 vom Öl weg zu kriegen, sehe ich nicht, wo so viel Strom herkommen soll. Die Heizungen werden ja auch langfristig von den Fossilien wegkommen müssen und dann Strom brauchen.
Da sind Verbrenner eigentlich kaum tragbar. Außer da, wo es nicht anders geht - Luftfahrt und wohl auch Schifffahrt.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Jupp78
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Ja, da bin ich bei dir, dass das nicht die Regel sein sollte mit den letzte 2-8km den Diesel zu nutzen. Wobei schnell voll gemacht auch relativ ist. Normalerweise ist alle 300-500km im Kurzstreckenbetrieb eine Regeneration angesagt. Die muss man erst mal mit diesen weniger Kilometern zusammenbringen.

Der Charme von systhetischen Kraftstoffen besteht u.a. darin, dass diese durchaus woanders als in D hergestellt werden können. Z.B. in Norwegen, die gar nicht wissen wohin mit all dem Wasserkraftstrom, welcher auch bei weitem dort nicht ausgebaut ist. Da kostet der EE-Strom weniger als 5 Cent/kWh. Bei Großanlagen kann man wohl so mit 60-70% Wirkungsgrad rechnen, Versuchsanlagen liegen schon über 50%.
Da landet man eben so bei ca. 1,50€/l vor Steuern mit allem drum und dran. Aber wenn die Brühe aus dem Boden nur 50 Cent kostet, dann ist das Modell schwierig zu etablieren. Wobei ich für einen kleinen Teil dem durchaus eine Chance einräumen würde. Ich z.B. würde es zahlen ... ist bei 2,5l/100km ja auch kein echter Kostenfaktor.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

roberto
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Trotzdem ist es günstiger und umweltfreundilcher mit Strom zu fahren. Man muß sich nur von der absurden Vorstellung befreien, dass man Energie nur durch Verbrennen gewinnen kann...

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

nr.21
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Die Norweger fahren ja auch deshalb so gern mit Strom, weil es praktisch nix kostet - außer bei Ionity natürlich.
Im Übrigen haben leider die Wasserkraftwerke dort vielerorts die Landschaft verschandelt und den Naturhaushalt beeinträchtigt. Unbegrenzt läasst sich das so nicht weitertreiben. Zumindest wird Europa seinen Bedarf an synthetischen Kraftsoffen nicht mit EE aus Norwegen decken können.
Besser ist es, hierzulande haut man sich 30 Quadratmeter PV aufs Dach, und schon fährt man klimaneutral mit dem BEV.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Odanez
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@Jupp78 Das Argument synthetischen Kraftstoff in einem Land wo der EE-Strom fast nix kostet ist nachvollziehbar, das heißt aber auch gleichzeitig, dass dieser Strom direkt fürs Laden der Autos auch dementsprechend günstig ist. Und Stromleitungen zwischen Norwegen und Deutschland gibt es auch, also können wir hier auch direkt vor Ort billigen norwegischen Strom beziehen. Zahlen natürlich mehr, schon klar. Das heißt also, dass der Transportweg des Stroms diesen verteuert, genau so wie der Transportweg von Kraftstoffen, der deutlich aufwendiger ist als Strom zu transportieren, diesen auch teurer macht. Aber: Die Verteuerung von Sprit durch seinen Transport ist fast vernachlässigbar. Irgendwas an den ganzen Kosten ist kräftig in Schieflage ;)
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