Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

motion
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Um es mal deutlich zu sagen. Weil ich (irrtümlicherweiße) als E-Gegner wahrgenommen werde, ich stimmte dem Artikel nicht zu.
Schon der Titel ist falsch. Es geht "nur" um Co2, aber E-Autos stoßen zumindest lokal keine Abgase aus und das ist einer der großen Vorteile.
Wenn auch zurecht drauf hingewiesen wird, das Kohlekraftwerke Dreckschleudern sind, welche schädlicher als Autoabgase sind.

Die Aussage des Artikels ist genauso unsinnig wie zu behaupten, dass der Strom für die elektrische Verkehrswende nicht da wäre und das Akkus auf der Müllkippe nach deren Lebensdauer landen.

Dennoch kann man ein E-Auto nicht mit 0 Gramm Co2 rechnen, wie es oft gemacht wird. Das ist genauso falsch. Man muss dem Strommix angeben, der Kohlekraftwerke beinhaltet. Der Fairnis halber sollte auch die Verursachung von Co2 von fossilen Kraftstoffen angegeben werden, welche mit der Förderung, der Verarbeitung und es Transports verursacht werden (Well-To-Wheel). Dafür sollte aber auch die Akku-Produktion mit berücksichtigt werden.

Meine Haltung war immer, das man E-Mobilität fokusieren muss. Und ich möchte auch, dass der Anteil bedeutend wächst, vor allem in der Stadt. Auch weil ich E-Autos mag. Nur, allein darauf zu setzen halte ich für einen großen Fehler, ich habe dies oft genug sachlich begründet.
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Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

nr.21
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Wer wollte denn, dass die E-Autos mit Null CO2 angerechnet werden ?
Unsere lieben Autohersteller, die der Herr Sinn hier so vehement-dement verteidigt
Zuletzt geändert von nr.21 am Di 23. Apr 2019, 00:15, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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motion hat geschrieben:Wenn auch zurecht drauf hingewiesen wird, das Kohlekraftwerke Dreckschleudern sind, welche schädlicher als Autoabgase sind.
Ja, aber selten in der Innenstadt auf Nasenhöhe ... und mit Blick auf das CO2 sind sie eben nur ein Teil des Energiemixes, wodurch das E-Auto in der Bilanz eben doch besser dasteht.
Die Aussage des Artikels ist genauso unsinnig wie zu behaupten, dass der Strom für die elektrische Verkehrswende nicht da wäre und das Akkus auf der Müllkippe nach deren Lebensdauer landen.
Jo.
Dennoch kann man ein E-Auto nicht mit 0 Gramm Co2 rechnen, wie es oft gemacht wird. Das ist genauso falsch. Man muss dem Strommix angeben, der Kohlekraftwerke beinhaltet. Der Fairnis halber sollte auch die Verursachung von Co2 von fossilen Kraftstoffen angegeben werden, welche mit der Förderung, der Verarbeitung und es Transports verursacht werden (Well-To-Wheel). Dafür sollte aber auch die Akku-Produktion mit berücksichtigt werden.
Völlig korrekt, die komplette Produktionskette ist immer ebenfalls mit einzubeziehen. Das geht dann über "Well-To-Wheel" aber schon etwas hinaus, das ist die (einzig korrekte!) Betrachtungsweise "from cradle to grave", also die gesamte CO2-Last über den Lebenszyklus.
Meine Haltung war immer, das man E-Mobilität fokusieren muss. [...] Nur, allein darauf zu setzen halte ich für einen großen Fehler, ich habe dies oft genug sachlich begründet.
Kurz- und ganz langfristig kannst Du Recht haben - mittelfristig sehe ich keine Alternative.

Kurzfristig: ist ein Elektroantrieb noch nicht für jede Mobilitätsanwendung sinnvoll einsetzbar (theoretisch aber für sehr viele; es fehlt das Angebot).

Langfristig: müssen wir uns für auch ganz andere technische Neuentwicklungen natürlich offen halten (wir wären mit der Muffe gepiekt, täten wir dies nicht).

Mittelfristig aber wird die Elektromobilität vielseitiger werden und die langfristigen Entwicklungen naturgemäß noch fehlen.

Daher ist das alles kein Grund, jetzt kein Elektroauto zu kaufen (soweit es das für die eigenen Ansprüche passende gibt).

Gründe, nicht zu kaufen, sind:
- das mangelnde Angebot (hier mauern die Hersteller)
- die immer noch mangelhafte Ladeinfrastruktur (da fehlt es vor allem an passenden Rahmenbedingungen von Seiten der Politik (die meint, für die Hersteller protektionistisch aktiv sein zu müssen und dadurch deren Situation letztlich verschlechtert!)
- der prohibitiv hohe Anschaffungspreis (auch wenn die Gesamtkosten über die Lebensdauer dem zum Trotz dennoch oft schon vergleichbar oder sogar günstiger sind).

Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

Twobeerz
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Ich denke folgende Punkte fassen es treffend zusammen... Bild

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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:danke: :-D
Sowas gleich früh am Morgen, da kommt man doch gut in den Tag!
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

electic going
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Es gibt aber weitaus mehr Gründe statt nur 20:
https://www.heise.de/forum/p-31777067/

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

Odanez
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Hätte nicht gedacht, dass hier jemand sogar die ifo in Schutz nimmt, ich lach mich platt, aber einfach mal selber die Studie ansehen und man sieht warum die auf so einen Quatsch kommen, erstens, weil die davon ausgehen, dass ein Auto erst dann gleich ist, wenn die Reichweite gleich ist, also muss das E-Auto 1000km Reichweite haben, und dann geht man von einem so großen Akku aus (150kWh oder mehr). Dann vergleicht man eine elektrische Sportskanone mit einem lahmen Mittelklasse Diesel, und dann nimmt man noch utopische Verbräuche an (4,4l gegenüber 6,2l real) - ja nee und dann wer kann denn da noch den Werner Sinn ernst nehmen? Außer die Dinosaurier, die verzweifelt versuchen jeden Fortschritt schlecht zu reden, und nur einen Prof suchen, der das bestätigt, diesen dann unreflektiert nachplappern.
Verkauft: 2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 81%, 86.000km
Für den Übergang: 2004 Skoda Octavia Kombi 1.6
Bestellt: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Odanez hat geschrieben:Hätte nicht gedacht, dass hier jemand sogar die ifo in Schutz nimmt,
Wer denn? Hab' ich was übersehen?
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Der Spiegel hat sich der Studie jetzt auch mal angenommen und eigentlich recht gut auf den Punkt gebracht mit welchen "Stellschrauben" das Team um Herrn Sinn das E-Auto schlecht gerechnet hat:
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/e-a ... 63622.html

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Wir sollten davon ausgehen, dass in der EU 2050 kein fossiles CO2 freigesetzt werden darf. Da sind es noch 30 Jahre dahin.
Also muss jedes Jahr der Verbrauch von Benzin, Diesel (Heizöl) aber auch Erdgas incl. LNG entsprechend reduziert werden. Das geht nur mit einer CO2 Steuer, der Emissionhandel mit Zertifikaten wurde von unseren Regierenden von Anfang an systematisch unterlaufen. Dabei ging es um tausende von Arbeitsplätzen, nebenbei hat Sie aber > 80.000 Arbeisplätz in D in der Solarindustrie vernichtet und dafür gesorgt das > 1 Mio Arbeitsplätze in der Solarindustrie in China entstanden sind.



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