Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Angemessene Reaktion im electrive.net Newsletter:

ps: Sie fragen sich vielleicht, warum wir die neueste „Studie“ des Ifo-Instituts, wonach E-Autos das Klima um 11 bis 28 Prozent mehr belasten als vergleichbare Diesel, hier nicht verlinken. Nun: Was Hans-Werner Sinn und Co. dort „errechnet“ haben wollen, macht keinen Sinn! Deshalb wird’s von uns nicht verbreitet und wir machen stattdessen Osterpause!

Im übrigen kann man zu dieser Studie nur sagen: 100 Lungenfachärzten gefällt das! :P
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Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

hachriti
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humpataa hat geschrieben: Hier der Link zur gesamten Studie, die wohl gemeint ist:

http://www.hanswernersinn.de/dcs/sd-201 ... -04-25.pdf

Kann die Lektüre nur empfehlen. Ich finde es sehr positiv, dass sich die Herren nicht nur mit einer Sache sondern eher der Gesamtproblematik Strom / Umwelt / CO2 / Politik auseinandersetzen. Ich möchte niemandem Illusionen nehmen, aber wenn man es so nüchtern betrachtet, macht der Fahrer eines Elektroautos nichts besser als andere, insbesondere nicht wenn es die "Umwelt" betrifft.

Die Lösung der Problematik sind meines Erachtens "ganz einfach" zwei Dinge:
- wir brauchen dringend Akkus, die schnell laden, eine große Kapazität haben, mit wenig Aufwand herzustellen und auch noch leicht sind (Kinderspiel)
- es braucht Massenspeicher für Strom, um nicht nutzbare Spitzen von Wind & Sonne speichern zu können, insbesondere weil der Anteil beider in nächster Zeit steigen wird (also quasi Pumpspeicherwerke nur ohne Pumpspeicherwerke)

Elektroautofahren macht trotzdem Spaß.
Ich habe sie gelesen der Herr nimmt leider den NEFZ vom Mercedes von 4,5 l und nicht einen wert von 7 l welcher von der Autozeitung ermittelt wurde und einen NEFZ vom TESLA Model 3 den es gar nicht gibt, weiters nimmt er die alte schwedische Studie für die Akkuherstellung auch falsch verwendet gem. den Autoren dieser Studie.


Der Herr schreibt wirklich Schrott

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Aber was ist der Hintergrund dieses Herrn Sinn? Hat er von alledem was er schreibt überhaupt Ahnung oder faßt er nur irgendwo Gehörtes zusammen und verquickt es mit seiner eigenen neoliberalen Sichtweise auf unser aller Welt. Auch dieser Herr Sinn hält sich nur in seiner Blase auf und schafft es nicht mehr über den Tellerrand zu schauen.

Vor einigen Jahren verfaßte das ifo-Institut mehrere Studien zur europäischen Freihandelspolitik. In der zivilgesellschaftlichen Diskussion kam dann heraus daß die Annahmen und Zahlen falsch waren, willkürlich angenommen wurden und große Aspekte einfach weggelassen wurden. Das ging so weit, daß sogar der Auftraggeber, die europäische Kommission, von den Werten aus der Studie Abstand nahm und diese aus ihrer Kommunikation komplett verbannte. Soviel zum Thema das Ifo-Institut hätteiin Bezug auf die eMobilität eine wissenschaftliche Studie hervorgebracht. Maximal ist das eine wirtschaftliche Studie mit bestimmten Intentionen. Und diese Intentionen muß man kennen.
humpataa hat geschrieben: Hier der Link zur gesamten Studie, die wohl gemeint ist:

http://www.hanswernersinn.de/dcs/sd-201 ... -04-25.pdf

Kann die Lektüre nur empfehlen. Ich finde es sehr positiv, dass sich die Herren nicht nur mit einer Sache sondern eher der Gesamtproblematik Strom / Umwelt / CO2 / Politik auseinandersetzen. Ich möchte niemandem Illusionen nehmen, aber wenn man es so nüchtern betrachtet, macht der Fahrer eines Elektroautos nichts besser als andere, insbesondere nicht wenn es die "Umwelt" betrifft.

Die Lösung der Problematik sind meines Erachtens "ganz einfach" zwei Dinge:
- wir brauchen dringend Akkus, die schnell laden, eine große Kapazität haben, mit wenig Aufwand herzustellen und auch noch leicht sind (Kinderspiel)
- es braucht Massenspeicher für Strom, um nicht nutzbare Spitzen von Wind & Sonne speichern zu können, insbesondere weil der Anteil beider in nächster Zeit steigen wird (also quasi Pumpspeicherwerke nur ohne Pumpspeicherwerke)

Elektroautofahren macht trotzdem Spaß.
Ja - da wird keiner hier im Forum widersprechen - es muß etwas geschehen um eMobilität zu einem allgemeinen Durchbruch in Deutschland zu verhelfen! Aber wieso sprichst Du den eAutofahrern ab es besser zu machen? Es ist nunmal so daß akustisch ein eAuto die Umwelt schont - da brauchst Du nur meine Nachbarn fragen. Der Vergleich zum Diesel-Fiesta 2 Autos vorher ist in Zahlen vermutlich gar nicht auszudrücken. Auch der schwarze Fleck an der Wand hinter meinem Stellplatz spricht Bände! Ferner habe ich - selbst nach der "schlechtesten" Studie den CO²-Verbrauch für die Herstellung des kleinen Akku meiner Zoe schon längst wieder herein gefahren.

Insofern laß ich mir von Herrn Sinn oder anderen Unkenrufern nichts einreden! Ganz einfach ist es nämlich JETZT SCHON mit eAutos was für die Umwelt zu tun - wenn man möchte. Wer nicht möchte macht Studien oder verbreitet diese...

Grüazi MaXx

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Hey MaXx,

ganz meine Meinung - die Studie blendet ein wenig aus, dass sich die ganze Technologie in heftigster Entwicklung befindet und sich dahingehend in kürzester Zeit viel getan hat und demnächst auch noch tun wird. Wie man es auch rechnet, es bleibt unumstritten, dass die Akkuherstellung (zumindest heute!) mit einem abartig hohem Energiebedarf verbunden ist, der die Elektromobilität insgesamt belastet. Man könnte dieser negativen Bilanz (vielleicht auch politisch?) ordentlich Wind aus den Segeln nehmen, wenn man die Akkuherstellung in Deutschland / Europa mit ausschließlich regenerativen Mitteln fördert oder gar verpflichtet.

Dass die Elektrofahrzeuge neben der CO2-Emission eine ganze Reihe andere Vorteile hat, steht in diesem konkreten Fall nicht zur Diskussion. Auch die schlauesten Köpfe tappen aber gern mal in die Whataboutism-Falle. :-)

Grüße!
--

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Die Studie weist, wie die meisten, den immer wieder gleichen Fehler auf.
Zitat aus der Studie:
"Wir beginnen mit dem Dieselmotor, weil er die
Vergleichsbasis zur Beurteilung der Werte für den
batteriebetriebenen Elektromotor darstellt.
Der Dieselmotor des 220 d von Mercedes (OM 654) verbraucht im NEF-Zyklus 4,5 Liter Treibstoff pro 100 km
und stößt dabei nach Herstellerangaben 11,7 kg CO2 ,also 117 Gramm pro Kilometer aus. Es kommen in der Vorkette der Dieselerzeugung vom Bohrloch bis zur Zapfsäule allerdings für die Förderung, für den
Transport und für die Raffinerie nach den Angaben der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (2014a) noch 21% hinzu.
3 Das impliziert für sich genommen, dass der C 220 d von
Mercedes mit 141 Gramm pro Kilometer zu veranschlagen ist."
1. Werden hier Werte nach NEFZ und Herstellerangaben verwendet.
Über Verbrauchsangaben nach NEFZ braucht man nicht mehr zu diskutieren, das die nicht stimmen weiß eigentlich jeder.

2. Ein Punkt den ich in allen Studien wirklich vermisse, den ECHTEN REALEN Ausstoß dokumentiert niemand auch WLTP nicht.
Stichwörter hier Thermofenster und Warmlaufphase.
Ø fährt jeder Deutscher pro Tag etwas über 40 km. Nicht eine Strecke, sondern auf dem Tag verteilt.
Gehen wir davon aus das 1/3 erheblich mehr fahren, fahren 2/3 erheblich weniger. D.H. das die meisten Fahrzeuge Strecken fahren in dem sie nicht die Betriebstemperatur erreichen, d.h. das eine effektive Abgasreinigung garnicht stattfindet, sondern der Abgasaustoß um das 70 zig fache höher liegt auf diesen Strecken.
Zum Thermofenster, dieses liegt im Temperaturbereich bei der Umgebungstemperatur zwischen 17 und 33 Grad, d.h. das bei Außentemperaturen außerhalb dieses Bereiches die Abgasreinigung nicht optimal arbeiten kann.
Bei einer morgentlichen Durchschnittstemperatur von 8,5 Grad in Deutschland, arbeiten die Abgasysteme an den meisten Tagen überhaupt nicht.
Schon allein aus diesen Gründen ist das Ergebnis der Studie FALSCH!

Hinzu kommt noch folgendes:

Zitat aus der Studie:
"In einer Metastudie, die eine Vielzahl von anderen wissenschaftlichen Arbeiten zusammenfasst, schätzen
Romare und Dahllöf (2017), dass pro kWh Batteriekapazität zwischen 145 kg und 195 kg an CO2
-Äquivalenten ausgestoßen werden"
Studien in den Schätzungen vorkommen kann man als nicht Wissenschaftlich bezeichnen.
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Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

electic going
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In dem Artikel steht doch, dass bei 15000km im Jahr die Werte schlechter seien. Nun fahren viele Dieselfahrer doch erheblich mehr. Und schon aus den eigenen Argumenten schließt sich, dass mit mehr Jahresfahrleistung diese Zahlen kippen. Also die übliche Statistik, die nur den gewünschten Teil betrachtet.

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Mir fehlt in solchen Studien fast immer die Zukunftsaussicht. Oft wird mit Zahlen aus der Vergangenheit gerechnet und für die Zukunft als gegeben angenommen.

Das der Strommix in den nächsten 10 Jahren deutlich unter dem heutigen CO² liegen wird, wird oft ebenso vernachlässigt, wie die weitere Reduzierung Energieaufwände bei der Akkuherstellung je kWh. Auch die Lebensdauer im zweiten Akkuleben wird oft unbeachtet gelassen. Die Rückgewinnung der Rohstoffe aus Altakkus ebenso.

Stattdessen wird da von Entsorgungsproblemen geredet und so weiter.

Hatte neulich auch ein Gespräch, wo behauptet wurde, dass mein Auto angeblich erst nach 80.000km sauberer wäre. Ich habe geantwortet, dass ich doppelt so lange Garantie habe und damit war die Diskussion beendet :)

Also egal wie man es dreht und wendet. E-Autos sind sauberer und werden es in Zukunft noch mehr sein. Zu dem werden die Altakkus als Netzspeicher die EE weiter vorantreiben und immer mehr fossile Grundlastkraftwerke überflüssig machen. Und jede Studie, die das nicht erkennt und berücksichtigt ist unseriös. Egal wie angesehen die Wissenschaftler sind.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

Erli
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Hab ich das in dem Text überlesen, oder wird bei der Studie kritisiert, dass man ja ach so viel Energie aus EE mehr benötigt für die vielen Elektroautos aber gleichzeitig vernachlässigt, dass man für die Wasserstoffproduktion 3mal so viel benötigen würde? Denn auch die macht ja nur Sinn aus EE...
BMW i3s 120Ah mineralgrau, angetrieben von der Sonne (zumindest wenn sie tags zuvor geschienen hat...;-) )

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Ich erzeuge mit meiner 27 kWp Solaranlage mehr als 30 MW /Jahr Solarstrom und fahre so 20 K Kilometer /Jahr also ich Speise weit mehr ins Netz als ich verbrauche und somit immer Öko. Der Herr UnSinn soll sich mal eine h in einer Garage bei laufendem Dieselmotor oder bei eingeschaltetem E Motor aufhalten , mal sehen ob er danach noch zu irgendeiner Aussage fähig sein wird.
i 3 BEV 3/15 66600 km Solarorange,11,9 kWh ;3/2019 i3s BEV 120 Ah Imperialblau >50.000 km,Juicebooster 2 , FZM Pedelec 32kmh , Photovoltaikanlage 27 kWp 30000 kWh Ertrag/Jahr seit 2012 , Daimler E 300 d e Hybrid 2021

Re: Sauberautos oder Dreckschleudern? Tagesspiegel zur Ökobilanz

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Lindum Thalia hat geschrieben: Der Herr UnSinn soll sich mal eine h in einer Garage bei laufendem Dieselmotor oder bei eingeschaltetem E Motor aufhalten
Vielleicht hat er das schon ;)
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
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