Wer hat Reichweitenangst?

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Wer hat schon mal Reichweitenangst erlebt?

Hatte ich noch nie
35%
33
Hatte ich bisher nur einmal (war aber selbstverschuldet)
23%
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Hatte ich bisher nur einmal, ich konnte aber nichts dafür
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Hatte ich bisher schon ein paar mal (war aber selbstverschuldet)
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Hatte ich bisher schon ein paar mal, ich konnte aber nichts dafür
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Habe ich zwar selten aber regelmäßig
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Habe ich regelmäßig
Keine Stimmen
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Habe ich ständig
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Re: Wer hat Reichweitenangst?

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  • Thorvald
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Bei meiner Suche nach einem geeigneten Gefährt kamen viele Argumente zusammen und eines war definitiv die Reichweite. Wenn ich zu einem meiner Kinder fahre möchte ich nicht für die etwas mehr als 300 km stehen bleiben müssen, um zu "tanken". Damit fielen alleine schon aus dem Grunde einige Fahrzeuge aus.
Letztlich fiel der Zuschlag auf ein Twike 5 - in dem Fall mit einer Reichweite von über 500 km und einer Reisegeschwindigkeit von mindestens 130 km/h - eventuell bis 190 km/h. Nur bei allen Vorteilen, die dieses Gefährt bietet: man muss es sich auch leisten können (und wollen). Dafür aber sind die Vorteile gegenüber allen anderen Fahrzeugen nach meinen wesentlichen Kriterien um Längen mehr erfüllt wie bei anderen Modellen. Die wenigen Kröten schlucke ich dafür dann gerne.
Die wichtigste Bildung ist die Herzensbildung!
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Re: Wer hat Reichweitenangst?

Kallados
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Jeder hat eigene Prioritäten, von daher alles gut. Ich finde zB. die Reichweite nicht unbedingt wichtig. Eher die Ladeinfrastruktur und schnelle laden. Auch tolle 1000km Batterie muss irgendwann mal geladen werden und da habe ich kein Lust Stunden lang auf dem Rasthof hocken. Dazu natürlich die alle Schwächen die große Batterie mit sich zieht.

Lieber kleiner, aber schön stabil und schnell was die Ladekurve angeht.

Sobald uns die nahe Zukunft sogar größere Batterien ohne „groß Schwächen“ liefert- bin sofort dabei


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Re: Wer hat Reichweitenangst?

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Kallados hat geschrieben: Auch tolle 1000km Batterie muss irgendwann mal geladen werden und da habe ich kein Lust Stunden lang auf dem Rasthof hocken.

Naja, wer wegen einer Ladung stundenlang auf dem Rasthof sitzt, muss schon irgendwas falsch gemacht haben - eigentlich lässt sich das doch meist so arrangieren, dass man mit vollen Akkus losfährt und dann, wenn die Reichweite nicht ganz reicht, nochmal so viel zwischenlädt, wie man zum Ziel braucht - dann die 1000km-Akkus nochmal ganz voll zu laden ist ja wohl Quatsch, das ist Dieselfahrer-typisch, immer vollzutanken, beim E-Antrieb macht man das eigentlich nicht so, sondern lädt zwischendurch das Notwendige und dann am Ziel voll, derweil man dort seine sonstigen Sachen erledigt. Da gilt eben auch, dass man den Einsatz von Energie durch ein Einsatz von Intelligenz ersparen kann.

Das ist halt so etwas, was die meisten Verbrenner-Auto-Fahrer nicht so ganz kapieren, dass sie die lange Ladezeit ja nicht an der Tankstelle bzw. Ladesäule verbringen müssen, sondern dass sie umgekehrt ihr E-Auto in der Zeit laden, wo sie es eh nicht nutzen, sondern es halt herumsteht - im Normalfall über 20 Stunden täglich.

Und die wirklich längeren Strecken über 200km sollte man doch, wenn möglich, eh mit den großen E-Fahrzeugen der DB zurücklegen ;-) - ein E-Auto mit über 200km Reichweite macht wirtschaftlich, aber auch umweltmäßig wenig Sinn, denn die großen Akkus, die solche Reichweiten ermöglichen, sind von der Produktion her sehr aufwendig und daher relativ teuer, und die Gesamt-Reichweite, die die ermöglichen ("Lebensdauer"), ist für einen Normal-Fahrer kaum erreichbar, man packt sich also einen teuren Akku ein, den man nie wirklich voll ausnutzen kann. 90 % aller PKW fahren nicht mehr als 100km am Tag - da sollte man seine Akku-Reichweite schon entsprechend wählen und nicht nach der ein- oder zweimal im Jahr angetretenen weiteren Strecke - für die kann man sich ggf. auch mal einen super-komfortablen Verbrenner mieten oder CarSharen.

Ich bin jetzt seit 13 Jahren mit dem TWIKE unterwegs, und da ich mit 50 - 60 km Reichweite angefangen hatte und nach 5 Jahren auf 80 - 90 (LIon)-km upgegradet habe, ist mir die Reichweitenangst durchaus vertraut; das ist schon manchmal sehr knapp, obwohl ich mich hier durchaus nur im regionalen Bereich bewege. Beim TWIKE hat man allerdings den Vorteil, dass es problemlos Schuko-Stecker-tauglich ist, sodass man gerne auch mal in einem Lokal stoppen und fragen kann, ob man's für die Dauer des Essens oder des Getränks einstöpseln darf - das ist meist kein Problem, zumal bei so einem "goldischen Huddelschen".

Bodo TW783

Re: Wer hat Reichweitenangst?

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Kallados hat geschrieben: Auch tolle 1000km Batterie muss irgendwann mal geladen werden und da habe ich kein Lust Stunden lang auf dem Rasthof hocken.

Naja, wer wegen einer Ladung stundenlang auf dem Rasthof sitzt, muss schon irgendwas falsch gemacht haben - eigentlich lässt sich das doch meist so arrangieren, dass man mit vollen Akkus losfährt und dann, wenn die Reichweite nicht ganz reicht, nochmal so viel zwischenlädt, wie man zum Ziel braucht - dann die 1000km-Akkus nochmal ganz voll zu laden ist ja wohl Quatsch, das ist Dieselfahrer-typisch, immer vollzutanken, beim E-Antrieb macht man das eigentlich nicht so, sondern lädt zwischendurch das Notwendige und dann am Ziel voll, derweil man dort seine sonstigen Sachen erledigt. Da gilt eben auch, dass man den Einsatz von Energie durch ein Einsatz von Intelligenz ersparen kann.

Das ist halt so etwas, was die meisten Verbrenner-Auto-Fahrer nicht so ganz kapieren, dass sie die lange Ladezeit ja nicht an der Tankstelle bzw. Ladesäule verbringen müssen, sondern dass sie umgekehrt ihr E-Auto in der Zeit laden, wo sie es eh nicht nutzen, sondern es halt herumsteht - im Normalfall über 20 Stunden täglich.

Und die wirklich längeren Strecken über 200km sollte man doch, wenn möglich, eh mit den großen E-Fahrzeugen der DB zurücklegen ;-) - ein E-Auto mit über 200km Reichweite macht wirtschaftlich, aber auch umweltmäßig wenig Sinn, denn die großen Akkus, die solche Reichweiten ermöglichen, sind von der Produktion her sehr aufwendig und daher relativ teuer, und die Gesamt-Reichweite, die die ermöglichen ("Lebensdauer"), ist für einen Normal-Fahrer kaum erreichbar, man packt sich also einen teuren Akku ein, den man nie wirklich voll ausnutzen kann. 90 % aller PKW fahren nicht mehr als 100km am Tag - da sollte man seine Akku-Reichweite schon entsprechend wählen und nicht nach der ein- oder zweimal im Jahr angetretenen weiteren Strecke - für die kann man sich ggf. auch mal einen super-komfortablen Verbrenner mieten oder CarSharen.

Ich bin jetzt seit 13 Jahren mit dem TWIKE unterwegs, und da ich mit 50 - 60 km Reichweite angefangen hatte und nach 5 Jahren auf 80 - 90 (LIon)-km upgegradet habe, ist mir die Reichweitenangst durchaus vertraut; das ist schon manchmal sehr knapp, obwohl ich mich hier durchaus nur im regionalen Bereich bewege. Beim TWIKE hat man allerdings den Vorteil, dass es problemlos Schuko-Stecker-tauglich ist, sodass man gerne auch mal in einem Lokal stoppen und fragen kann, ob man's für die Dauer des Essens oder des Getränks einstöpseln darf - das ist meist kein Problem, zumal bei so einem "goldischen Huddelschen".

Bodo TW783

Re: Wer hat Reichweitenangst?

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Puh... den Hinweis mit „über 200 km die Bahn nutzen“ muss ich mal sacken lassen. Das ist keine Pauschalaussage für alle Lebenslagen.

Ich hatte nach 12 Monaten und 16.000 km am Sonntag das erste Mal Reichweitenangst. Der allego-Triple und der Ioniq wollten nicht miteinander. Es war glücklicherweise noch genug Rest da für den Trip zum 45 km entfernten nächsten DC-Lader. Aber Familie wurde schon unruhig, 220 km von zu Hause entfernt mit 70 km Rest am späten Sonntag Nachmittag...
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Re: Wer hat Reichweitenangst?

Elmi79
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Kallados hat geschrieben: Jeder hat eigene Prioritäten, von daher alles gut. Ich finde zB. die Reichweite nicht unbedingt wichtig. Eher die Ladeinfrastruktur und schnelle laden. Auch tolle 1000km Batterie muss irgendwann mal geladen werden und da habe ich kein Lust Stunden lang auf dem Rasthof hocken.
Auf 1000 km musst du sowieso mindestens drei Pausen machen - und was hindert dich, diese zwei Pausen auch gleich zum Laden zu verwenden? Du musst den Akku ja nicht leer fahren nur um ihm dann stumpf beim Laden zuzugucken...

Re: Wer hat Reichweitenangst?

E-Mädel
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BodoLectric hat geschrieben: ...
Und die wirklich längeren Strecken über 200km sollte man doch, wenn möglich, eh mit den großen E-Fahrzeugen der DB zurücklegen ;-)
...
Da bin aber ganz und gar nicht deiner Meinung. Ich fahre 8-10x im Jahr vom Kreis Nagold nach Amsterdam meine Eltern besuchen. Das Bahnticket würde mich zwischen 200 und 320,- Euro pro Person kosten. Wenn meine beiden Mädels mitfahren bin ich mindestens über 600,- Euro los. Unterwegs bin ich dann ca. 9 Stunden, muß 4-5x umsteigen, 2x davon ca. 30 Min. warten. Mit dem Ioniq ist dies in der gleichen Zeit zu schaffen, kostet mich keine 20 Euro, bin unabhängig, kann heimfahren wann ich will und muß mich nicht mit vollen und verspäteten Zügen rumärgern. Sicherlich gibt es auch andere Verbindungen die schneller und ohne umsteigen zu erledigen sind, aber einfach zu behaupten ab 200km bitte die Bahn nehmen ... na ja, viel Spaß.

Re: Wer hat Reichweitenangst?

E-Mädel
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Elmi79 hat geschrieben: Auf 1000 km musst du sowieso mindestens drei Pausen machen - und was hindert dich, diese zwei Pausen auch gleich zum Laden zu verwenden? Du musst den Akku ja nicht leer fahren nur um ihm dann stumpf beim Laden zuzugucken...
So denkt aber (noch) der Deutsche. Ist wie mit seinem dem Smartphone oder seinem Foto. Ist der Akku leer, Akku laden bis er voll ist. EV fahren ist nur was für "Mitdenker". Wir bekommen doch jeden Tag unsere Gehirnwäsche zu diesem Thema in den Medien zu hören.

Und das ist auch gut so. Je weniger EVs unterwegs sind umso größer sind mein Chancen auf eine freie Ladesäule, in Deutschland, oder?

Re: Wer hat Reichweitenangst?

Elmi79
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E-Mädel hat geschrieben: Wenn meine beiden Mädels mitfahren bin ich mindestens über 600,- Euro los.
Ganz klar: die Bahn ist zu teuer (und zu unzuverlässig)! So richtig, wie ich die Aussage finde, so problematisch sind genau diese zwei Punkte. Naja, hierzulande subventionieren wir lieber das umweltschädliche Kerosin und halten dafür die um Welten klimafreundlichere Bahn künstlich teuer. Klingt irgendwie so, als wären wir alle suizidal...

Re: Wer hat Reichweitenangst?

Michael_Ohl
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Hab auch gerade mal nachgesehen Durchschnittlicher Bahnpreis Hamburg Heidelberg 82€ / Nase. Hin und zurück 328€ für zwei Personen. Kosten mit meinem Firmenwagen 74€ die meine eigene Firma bezahlt und damit für mich etwa 30€ weniger Einkommen bedeuten. Bei 5 Fahrten im Jahr habe ich fast schon die Kosten für ein Auto raus.

mfG
Michael
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