Wer hat Reichweitenangst?

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Wer hat schon mal Reichweitenangst erlebt?

Hatte ich noch nie
35%
33
Hatte ich bisher nur einmal (war aber selbstverschuldet)
23%
22
Hatte ich bisher nur einmal, ich konnte aber nichts dafür
7%
7
Hatte ich bisher schon ein paar mal (war aber selbstverschuldet)
12%
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Hatte ich bisher schon ein paar mal, ich konnte aber nichts dafür
9%
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Habe ich zwar selten aber regelmäßig
9%
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Habe ich regelmäßig
Keine Stimmen
0
Habe ich ständig
5%
5
Insgesamt abgegebene Stimmen: 94

Re: Wer hat Reichweitenangst?

Kellergeist2
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Als Tesla-Fahrer traue ich mich fast nicht, hier etwas zu schreiben, da mein Fahrzeug über viel Reichweite und ein vorbildliches Schnellladenetz verfügt.
Da ich mich aber in aller Regel weit weg vom nächsten Supercharger bewege, kenne ich das Problem mit den unzuverlässigen öffentlichen Ladesäulen.
- Wo ist die nächste Ladesäule?
- Brauche ich eine Karte/App, um sie freizuschalten? Wenn ja: Welche?
- Mit welcher Karte werde ich dort abgezockt und mit welcher lade ich am günstigsten?

Ist man dann an der Ladesäule angekommen, steht man vor den nächsten Eventualitäten:
- Ist die Ladesäule durch einen Verbrenner bzw. einem ladenden BEV belegt? Wenn ja: Wie lange noch?
- Funktioniert die Ladesäule? Lässt sie sich auch wirklich mit der Karte/App freischalten?
- Lädt die Ladesäule zuverlässig bis zum gewünschten SoC oder bricht sie gerne mal zwischendurch ab?

Es kann ja immer mal vorkommen, dass selbst die zuverlässigste Technik einen schlechten Tag hat und einfach mal den Dienst verweigert.
Wenn es wenigstens - wie schon an der kleinsten Tankestelle üblich - mehr als einen Ladepunkt gäbe, könnte man ja einfach die Säule nebenan benutzen.
Leider ist das immer noch die Ausnahme. Öffentliche Ladesäulen sind Einzelgänger und keine Rudeltiere.
Für die dann nächstgelegene Ladesäule muss man erstmal noch genug Reserve haben, um dann evtl. 15 km in die völlig falsche Richtung fahren zu müssen.

Hier zeigt sich der wahre Vorteil eines "vorbildlichen" Schnellladenetzwerks wie z. B. dem Tesla Supercharger-Netzwerk:
- Alle SuC sind bereits im Navi bekannt und werden während der Navigation berücksichtigt.
- Man benötigt weder Karte noch App. Einfach Stecker rein und los geht es. Abrechnung erfolgt über die in MyTesla hinterlegte Kreditkarte.
- Falls mal die ein oder andere Säule belegt oder defekt sein sollte, stehen direkt nebenan noch mindestens drei weitere Säulen, in der Regel sogar 7 oder noch mehr.
Gruß, Kellergeist2
Tesla Model S 85
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Re: Wer hat Reichweitenangst?

hardy/ampera
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Da Tesla Schnellladenetz ist echt gut, daher würde für mich nur ein Tesla in Frage kommen. Auf die öffentliche Ladesäulen kann man sich nicht verlassen.
In den Sommermonaten an den Ostseebäder waren im letzten Jahr die Ladesäulen am Wochenende oft belegt.
Ampera von 03/15 bis 05/19. Tesla M3 seit 06/19

Re: Wer hat Reichweitenangst?

zoppotrump
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Ich habe keine Reichweitenangst, aber Ladeangst: Funktioniert die Ladesäule, nimmt sie meine Karte, funktioniert das roaming, ist der Platz auch nicht blockiert, etc.?

Re: Wer hat Reichweitenangst?

electic going
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Wo habt ihr mehr Ladesäulenangst: an einer kostenlosen oder einer mit Zahlung?

Re: Wer hat Reichweitenangst?

GolfE
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Echte Reichweitenangst hatte ich noch nie, bin aber im Winter schon das ein oder andere Mal etwas langsamer gefahren um noch genügend Reserve zur nächsten Ladesäule oder nach Hause zu haben. Bei den jetzigen Temperaturen und Strassenverhältnissen passt die Reichweitenanzeige aber prima.

Ladesäulenangst hatte ich letztes Jahr eher an zahlungspflichtigen Ladesäulen, da das Roaming noch nicht so gut war wie heute. Von ca. 50 besuchten Säulen hat aber lediglich eine wirklich nicht funktioniert - und das auf der Jungfernfahrt von Wolfsburg nach Hause (700 km). Alle anderen liessen sich mit einer meiner Karten freischalten.

Inzwischen habe ich aber an kostenlosen Ladesäulen Bedenken, da immer mehr E-Mobilisten die kostenlosen Säulen aufsuchen um ein paar Euro zu sparen. Da kommen oft Fahrzeuge mit 50% Ladung an und blockieren die Säule für Fahrzeuge die aufgrund niedrigerem Ladestatus dringender laden müssten um weiter zu kommen. In der Regel haben die E-Fahrer-Kollegen auch eine Lademöglichkeit zu Hause, laden dort nur aufgrund der Kostenersparnis. Einige Fahrer haben nach einem kurzen Gespräch (ohne Bitte meinerseits) ihre Ladung für mich abgebrochen, da sie ja den Strom nicht benötigten und ich z.B. mit 10% Restkapazität nicht wirklich zum nächsten Schnelllader weiterfahren konnte. Natürlich nutze ich auch gerne kostenlose Ladesäulen, plane diese aber aber inzwischen bei weiteren Stecken und vor allem zur Feierabendzeit nicht mehr ein - da ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch dass noch jemand länger an der Säule rumbummelt und den Akku auf 100% mit entsprechend geringer Leistung lädt.

Meine Favoriten sind bisher die Säulen von Ionity und Fastned (naja, bis zur Preisanpassung) und bevorzuge die Rastplätze mit mehreren Säulen, falls doch mal eine nicht funktioniert.

Re: Wer hat Reichweitenangst?

zoppotrump
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electic going hat geschrieben: Wo habt ihr mehr Ladesäulenangst: an einer kostenlosen oder einer mit Zahlung?
An einer mit Zahlung, da dort viel mehr Faktoren rein spielen, die das Laden scheitern lassen könnten. Speziell via roaming.

Re: Wer hat Reichweitenangst?

Odanez
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bei mir war es auch die Abholtour unseres Autos - erste Fahrt und dann gleich Angst (hatte ja noch keine E-Auto Erfahrung bis dahin) - war eigentlich auch daher selbstverschuldet. Das lag daran, dass es an dem Tag -10°C hatte, das Autohaus den zwar voll geladen hat, der aber draußen stand und der Akku durchgefroren war. Ich wusste damals noch nicht wie sehr ein kalter Akku Reichweitenverlust verursacht, und auf die Reichweitenanzeige am Bordcomputer konnte man sich dann auch nicht verlassen. Denn laut dem hätte es immer locker bis zur nächsten Ladesäule geklappt, aber die km schmolzen nur so dahin... Naja es war letzendlich knapp aber es hat geklappt - bin die letzten Kilometer mit LKW-Geschwindigkeit dahin geschlichen, und kam dann mit unter 5% an der Ladesäule an.

Einmal ist es auch passiert, das würde ich nicht als Reichweitenangst bezeichnen, aber es war eine nervige Situation: e-On Ladesäule defekt - Backupladesäule, auch e-On, auch defekt. Hmm was nun. Suchte dann den nächsten Typ2-Lader im nächsten Ort (war zum Glück Nürnberg, da gibt es einiges) - aber standen dort dann dort 45min bis wir genug hatten. Seitdem habe ich meine Ladestrategie geändert. Bei unzuverlässigen Ladesäulen immer zwei Schnelllader-Backups die erreichbar sind.
Verkauft: 2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 81%, 86.000km
Für den Übergang: 2004 Skoda Octavia Kombi 1.6
Bestellt: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Wer hat Reichweitenangst?

Kellergeist2
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Bei unserem E-Stammtisch hatte einer ein besonders pikantes Problem erfahren dürfen, als er sein neues E-Auto aus dem Süden abgeholt hatte:
Er hatte sich im Vorfeld gut vorbereitet und alle Ladesäulen auf der Strecke (inkl. "Plan B" und "Plan C") herausgesucht.
Die passenden Ladekarten hatte er schon, da er vorher schon ein kleineres Elektroauto fuhr.
Im westlichen Ruhrgebiet stellte er dann fest, dass sich die Ladesäule nicht freischalten lies, also auf zur nächsten Ladesäule.
Aber auch die lies sich nicht freischalten.
Ein Anruf bei der Hotline ergab, dass in der gesamten Region der Backbone ausgefallen war, und sämtliche Ladesäulen keine Verbindung zum Server haben.

Fazit:
Es sollte für die Ladesäulenbetreiber verpflichtend sein, dass die Ladesäulen automatisch in den Messemodus schalten, wenn sie keine Verbindung zum Abrechnungssystem aufbauen können.
Erstens hätten die Betreiber dann ein "gesteigertes Interesse" an der Wiederherstellung der Serververbindung,
zweitens würde kein E-Autofahrer an der Ladesäule stranden.
Gruß, Kellergeist2
Tesla Model S 85

Re: Wer hat Reichweitenangst?

Odanez
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Kellergeist2 hat geschrieben: Fazit:
Es sollte für die Ladesäulenbetreiber verpflichtend sein, dass die Ladesäulen automatisch in den Messemodus schalten, wenn sie keine Verbindung zum Abrechnungssystem aufbauen können.
Erstens hätten die Betreiber dann ein "gesteigertes Interesse" an der Wiederherstellung der Serververbindung,
zweitens würde kein E-Autofahrer an der Ladesäule stranden.
Auf jeden Fall, und deshalb sollte auch aus heutiger Sicht die Backupsäule bestenfalls von einem anderen Anbieter sein. Das ist aber auch schwer, da oft zwei Raststätten auf gegenüberliegenden Seiten auch den gleichen Ladesäulenbetreiber haben -vorausgesetzt man kann ohne großen Umweg die Autobahnseite wechseln.
Verkauft: 2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 81%, 86.000km
Für den Übergang: 2004 Skoda Octavia Kombi 1.6
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Re: Wer hat Reichweitenangst?

Kallados
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Diese Planung mit A, B, C bis G habe ich schon vielmals gelesen und man muss dafür wirklich schon begeistert sein Für mich eher nix. Wir sind am überlegen ob im Juni etwa 3-4K KM Italien fahren und mit der Planung habe ich etwa nach eine Stunde gleich aufgehört. Das könnte auch ewig dauern und das war ich erst bei „A“.

Die Ladesäulen (LS) sind doch vorhanden. Natürlich wird es immer besser sein, aber sooo schlimm das man auf der Autobahn stehen bleibt?

Ich glaube wir planen rein nur A und mehr nicht. Einfach ohne Zeitdruck und gemütlich los zu fahren und auf Restreichweite achten. Man muss ja nicht bis 5% fahren, das können sich wirklich jetzt nur Tesla Fahrer leisten, sonst niemand. Wenn ich aber sage ich mal mit 20% an LS anfahren und klappt nicht- dann fahre auf nächste die mir gerade Navi oder App zeigt. Keine große Planung.

Im schlimmsten Fall werde ja auch mit Typ 2 irgendwo auf der Seite zufrieden sein um paar km laden und zum nächsten DC zu kommen.


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