E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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Ich habe mit Fernbussen verglichen. Der ist nicht elektrisch.
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Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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AbRiNgOi hat geschrieben: ab 2 Personen ist da das BEV am Nachhaltigsten gegenüber Fernbus und Eisenbahn.
Kann man so nicht sagen, wenn die Entscheidung Karre oder Bus/Bahn individuell getroffen wird. Denn dem Bus ist es egal, ob 2 oder 20 Personen drin sitzen, der Dieselverbrauch ist praktisch gleich. Für den Zug gilt: hier ist es egal, ob 20 oder 200 Personen mitfahren, der Energievebrauch ist praktisch unverändert (hier z.B. pro Person 0,08t auf 800t Gesamtgewicht also 0,01% mehr nur beim Rollreibungsanteil). Nur bei der Entscheidung die Karre zu nehmen, entsteht garantiert ein zusätzlicher Energieverbrauch.

Wenn dann z.B. wie beim Deutschlandticket feststeht, dass das Bus/Bahnangebot mangels Finanzierungsmöglichkeiten nicht ausgeweitet werden kann, entsteht bei verstärkter Bus/Bahnnutzung nichteinmal global gesehen ein höherer Energieaufwand.
*325ppm. Seit 1Gs mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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So billig kann man das nicht sehen, auch wen der Ressourcen Verbrauch der Bahn und des Busses Sprungstellen haben, legt die Auslastung das Angebot fest. Umso mehr Fahrgäste desto mehr Züge. Nur weil man selber nicht der Auslöser für die Inbetriebnahme des nächsten Zuges ist, ist man aber ein Teil davon.

Mich bitte nicht falsch verstehen, jeder Fahrgast der für eine höhere Frequenz sorgt ist wichtig, aber es ist trotzdem kein Transport für 0 Emissionen, sondern je nach Auslastung ein Teil des Ganzen.

Wer alleine im Auto sitzt der verbraucht egal welcher Antrieb mehr als dieses Mittel im Zug. Das Elektrofahrzeug alleine genutzt ist eben schlecht. Egal wie man es dreht und wendet. Wer die Karre aber auffüllt kann bei den Emissionen mit dem Zug zumindest mithalten.

Weil wenn man Deine Argumentation weiter führen würde, dann wäre das Flugzeug auch 0 Emissionen, weil es ja laut Fahrplan auch ohne mich fliegt.
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Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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Ich kenne tatsächlich Menschen, die ihr Fliegen damit rechtfertigen, dass das Flugzeug ja sowieso flöge und wenn man selbst dort nicht mitflöge, dann irgendein anderer, weil die Flüge immer ausgebucht sind. Also mache es keinen Unterschied fürs Klima.

Als ich entgegnete, dass dann ja jeder klimaneutral fliegt, wer verursacht dann die Emissionen? Da waren natürlich die Fluggesellschaften die Bösen, denn die bieten die Flüge ja an.

Der Mensch erfindet sich eben tausend Ausreden, um sich das eigene Verhalten schönzureden.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

Odanez
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Das ist auch so wie mit den Flugobst vom anderen Ende der Welt: Die liegen ja eh im Supermarkt rum, kauft man sie nicht, vergammeln sie eh. Wenn sie aber keiner kaufen würde, dann würde der Import dieser Produkte wegfallen, weil es für den Laden sonst ein Verlustgeschäft wäre. Soweit denkt man dann aber nicht.
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Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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Ich möchte gerne in einem Europa leben, wo es Angebote gibt die ich verantwortungsvoll nutzen kann. Wäre die Fluggesellschaft alleine dafür verantwortlich nur durch das Angebot der Verursacher der Emissionen zu sein, und jeder der in seiner Freiheit alles ohne Verantwortung nutzen kann, dann müsste man das Angebot verbieten.
Da ich aber nicht sehr viel von Verboten halte, ist für mich der bessere Weg, jeden einzelnen für seine Entscheidungen in die Verantwortung zu ziehen. Es sollte doch jedem frei sein, wie er sein CO2 Kontingent pro Jahr verwendet, es soll die Freiheit geben, über drei Jahre fast ohne CO2 Fußabdruck zu leben um dann einmal nach Amerika zu fliegen. Das ist mindestens so gut wie der Elektromobilist mit 20.000km/ Jahr.

Aber sich mit Steaks jeden Tag voll zu stopfen, Diesel SUV 40.000km / Jahr zum Spaß zu verfahren, die Heizung auf 24 Grad mit Heizöl zu halten um im Winter mit T-Shirt und Barfuß auf 200m² zu wohnen, jedes Jahr ein neues Handy, 20 fach mit Klamotten ausgestattet, 2 Wochen Thermenaufenthalt im Jahr und dann noch alle Jahre nach Amerika zu Fliegen ist eben zu viel.

Das Problem ist doch nicht, dass man sich das Emissionsarme Leben nicht leisten kann, sondern dass wir uns unser exquisites Leben Emissionsarm nicht mehr leisten können. Die alleinerziehende Mutter an der Supermarktkasse die sich keinen BEV leisten kann ist nicht das Thema, die kommt mit ihrem Kontingent super aus. BEV nur für die Reichen? Klar, aber genau die sind es die auf Nachhaltigkeit schauen müssen. Entweder sich einschränken oder sich die Emissionsarmut mit viel Geld bezahlen.

Es geht hier so selten darum, sich das Leben Emissionsarm nicht leisten zu können, sondern dass man sich sein gewohntes exquisites Leben Emissionsarm nicht leisten kann. Sonst würde das Thema Flugzeuge hier gar nicht vorkommen.
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Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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Auslastung und die Ungewissheit wieviele Transportaufgaben an der Strecke liegen, verhageln hier auf dem Land jede Bilanz. Mal nur 3 zahlende Gäste für 20km…mal 55 wenn 2 Schulklassen unterwegs sind. City und Land sind so unterschiedlich in den Anforderungen. Viele Fahrten wären mit eTaxi besser bedient. 60 min werden eingesammelt und zu einem Knotenbus gebracht und der Fährt dann zu einem Zug oder Kreisstadt.
Das Londontaxi ist ein Meilenstein und würde schon heute auch als reines BEV funktionieren, wenn mehr Mumm bei den Entscheidern da wär. Die Aufgabe der Dienstleistung wird über jede Nutzung von EE gestellt. Im Nachbargebiet eines Modelprojekt mit 2 Londonetaxis gibts nichtmal ne Ladesäule. Warum? Das Londontaxi mit Sprit ist Unsinn. An Bahnhöfen gehört ein Halt von 10 min zur Pflichtladepause. Sowas mit „bis zu 18 min“ Technik in einen Kleinbus (15 Plätze) fehlt Komplett auf dieser Erde. Moia kommt am nächsten. Für Pakete kommen ein paar Cargo Kandidaten. Und Berlin entdeckt die Wasserstrassen zur Entlastung …Pilot
https://www.tagesspiegel.de/berlin/das- ... 20221.html

Warum nicht schon vor 30 Jahren? „Es hat sich nicht gelohnt“ Haltung vernichtet unsere Lebensgrundlage. Die Einstellung „Jetzt“ und am Besten gestern kostet sehr viel Energie. Ein Paketschliessfach kann sehr viele unnötige Wege ersetzten.
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Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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Was mir auch aufgefallen ist. Im Urlaub sind viele wahre Ökoweltmeister….Ferienwohnung mit EE am Bauernhof…Ebikes…lokale Speisen…Anreise „Zug“ in Slowmotion. Aber an den 330 Tagen des Alltags wird die „Sau“ rausgelassen. Vollgas Pendler…Hetze zum Sport…Einkauf…
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Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

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Blue shadow hat geschrieben: Vollgas Pendler
Jeder sollte selber die Freiheit haben, sein Kontingent an CO2 ein zu setzen, egal wie, und ohne dass jemand mit dem Finger nach dir zeigt.
Es sind halt immer die, die das Geld haben, welche ihr Kontingent regelmäßig überschreiten, das sollte in das Bewusstsein der Leute, nicht der Finger auf das eine oder andere Verhalten.
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Blue shadow hat geschrieben: Was mir auch aufgefallen ist. Im Urlaub sind viele wahre Ökoweltmeister….Ferienwohnung mit EE am Bauernhof…Ebikes…lokale Speisen…Anreise „Zug“ in Slowmotion.
Sehe ich überwiegend umgekehrt. Mit dem Flugzeug in den Süden, wegen der Hitze müssen Hotels, Restaurants und Shopping Malls natürlich klimatisiert sein. Gegessen wird hauptsächlich Fleisch, die vielen Reste (ob Buffet oder à la carte) werden weggeschmissen. Dann beheizte Außenpools, Bootsausflüge, 200-km-Fahrten mit dem Mietwagen in die nächste etwas schönere Stadt oder zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten. Im Winter in die eisig kalten Berge mit elektrisch beheizter Ferienwohnung, großzügigen Pool- und Sauna-Landschaften, Skiliften und Schneekanonen.

Der CO2-Fußabdruck der Deutschen im Urlaub dürfte im Mittel deutlich höher sein als der im Alltag.
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