Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Kabelbaum hat geschrieben:
AbRiNgOi hat geschrieben: ...
Aus welcher Studie hast du das? Oder ist das Deine Meinung?
https://www.youtube.com/watch?v=di9BhavZ0jg
Ach der... Hans-Werner Sinn... der im Mai gesagt hat, dass jeder Diesel besser ist als ein Elektrofahrzeug.. Da hat der sich voll verbrannt und ist schon zurück gerudert.

Aber dieses Thema ist unter den Randbedingungen dass nur Deutschland die Klimaziele einhält wirklich sehr wahrscheinlich. Nur kann das jedes Land sagen, und dann passiert gar nix. Dieses Thema hatten wir schon sehr oft.

Daher sagt er ja, wir brauchen einen Weltweiten Emissionshandel. Mit dieser Aussage hat er Recht. Ob das aber die einzige Lösung ist wage ich zu bezweifeln.

Aber zum Thema EV wäre es doof, wenn die deutschen am Ende des Tages auf ihren Fahrzeugen sitzen bleiben nur weil das EV schon besser und billiger geworden ist. Wer am Klimawandel in seiner Wirtschaft gewinnen will muss daran arbeiten. Am Ende des Tages gewinnen wir nur wenn wir als Europäer Produkte auf den Markt bringen die ohne Erdöl auskommen und besser und billiger sind. Das gilt nicht nur für PKW, sondern auch für LKW und natürlich Kraftwerke. Schaffen wir das nicht, geht es ja schon innerhalb Deutschland nicht eine Umstellung aus wirtschaftlicher Sicht um zu stemmen. Wenn es aber besser und billiger ist, dann gilt das ja auch für alle anderen Länder. Und keiner wird das bessere und billigere liegen lassen.

Ob also in Madrid ein Emissionshandel verbindlich abgeschlossen wird und dann auch eingehalten wird, ist das Eine, das andere ist Produkte zu entwickeln die besser und billiger sind als die welche mit Erdöl betrieben werden.

Wenn dann Amerika nicht umsteigt, sind die selber Schuld. Bei niedrigem Erdölpreis aber sind die vom Import abhängig, weil die eigene Produktion schon zu teuer ist, das aber werden die zu verhindern wissen.

Und: diese angesprochenen Erdölquellen mit 3-4€ pro Barrel, das sind die, welche einfach sprudeln, wo gibt es die noch, das könnte uns Herr Sinn auch mal verraten...
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Karlsson hat geschrieben: Eher wie sinnvoll 5g ist und warum zur Hölle es zum autonomen Fahren gebraucht werden soll. Ich halte das für Unsinn und sehe vorerst auch keine autonomen Fahrzeuge.
Das liegt allerdings an den Politikern, die keinerlei reflektives Denken zeigen, weil die Materie denen so fern ist, sind halt meist Rechtanwälte und Steuerberater. Sie spiegeln nur die Denke der Fachabteilungen der Ministerien und jene der Industrie wider.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

E-Mobil-Foo
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... und die plötzliche Angst vor der Verbrenner-Lobby spiegelt sich in dem weichgespülten Bericht "Nationale Plattform Zukunft der Mobilität" für den Verkehrsminister wider - "Kaffeeklatsch der ausgesuchten Lobby-Experten" die niemanden weh tun ... der Eiertanz geht weiter.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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AbRiNgOi hat geschrieben:

Und: diese angesprochenen Erdölquellen mit 3-4€ pro Barrel, das sind die, welche einfach sprudeln, wo gibt es die noch, das könnte uns Herr Sinn auch mal verraten...
Ich verrate es Dir!
In Speyer hatte vor etwa 5 Jahren eine Bohrung einen Druck von 50 bar.
Zur Info: In Speyer wurde vor etwa 10 oder 15 Jahren durch Zufall eine Ölquelle gefunden. Man wollte Erdwärme nutzen und ist auf eine der größten Ölvorkommen in Deutschland gestoßen. Das Öl liegt in 3 km Tiefe und ist in Sandstein eingelagert. Eine der Bohrungen die zur Erforschung der Lagerstätte gemacht wurden hatte einen Öldruck von 50 bar. Der erfahrene Projektleiter sagte, dass er sowas nur aus saudi-Arabien kennt.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Wiese hat geschrieben: In Speyer hatte vor etwa 5 Jahren eine Bohrung einen Druck von 50 bar.
Sehr schön. Aber es geht um das Thema das Amerika dann billigere SUV fahren kann... Das bezweifle ich. Weil die haben ihre Förderungen so stark ausgelutscht dass es jetzt sehr teuer wird... Dann och die Tiefsee Bohrungen...
Wenn wirklich nur mehr die 50Bar Ölfelder übrig bleiben, sind wir doch ein großes Stück weiter :)
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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SRAM hat geschrieben: Förderkosten:

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Gruß SRAM
Das sind einmal Zahlen... Danke!.

Also wenn der Ölpreis unter 26$/Barrel fällt zahlt sich die Hälfte der Förderungen nicht mehr aus.. Das nur der Sand in Amerika ein Problem mit Preisen unter 83$ hat ist zwar erschreckend, aber unter 50 kann der nicht mehr fallen ohne dass die Produktion stark nach unten geht. So viel dazu lieber Herr Hans-Werner Sinn.

Der hat einmal im Ifo Institut gearbeitet, jeder schreibt hin "ehemaliger..." und alle glauben den Schwachsinn den er von sich gibt. Sehr traurig wie unser Welt funktioniert.....
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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AbRiNgOi hat geschrieben: Wenn wirklich nur mehr die 50Bar Ölfelder übrig bleiben, sind wir doch ein großes Stück weiter :)
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... klar, das weiß ich doch ... Sollte ja nur der Auflockerung dienen ;)

Ich sehe es auch als großes Problem, dass immer noch neue Ölfelder erschlossen werden, und je höher die Preise werden, desto schlimmer wird die Natur ausgebeutet, weil sich auch teure Förderung unter schwierigen Bedingungen lohnt. Ein Verfall des Ölpreises würde der Natur wahrscheinlich mehr bringen als höhere Preise. Ölsandgewinnung, Fracking und Öl aus der Tiefsee oder aus dem Polarkreis sind dann einfach zu teuer. Im Prinzip, so denke ich, hat ein Preisverfall UND ein starker Preisanstieg die Selben positiven Auswirkungen. Leider verändern sich die Preise aber seit vielen Jahren kaum, und das hat zur Folge dass sich nichts ändert.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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AbRiNgOi hat geschrieben:
SRAM hat geschrieben: Förderkosten:

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Gruß SRAM
Das sind einmal Zahlen... Danke!.

Also wenn der Ölpreis unter 26$/Barrel fällt zahlt sich die Hälfte der Förderungen nicht mehr aus.. Das nur der Sand in Amerika ein Problem mit Preisen unter 83$ hat ist zwar erschreckend, aber unter 50 kann der nicht mehr fallen ohne dass die Produktion stark nach unten geht. So viel dazu lieber Herr Hans-Werner Sinn.

Der hat einmal im Ifo Institut gearbeitet, jeder schreibt hin "ehemaliger..." und alle glauben den Schwachsinn den er von sich gibt. Sehr traurig wie unser Welt funktioniert.....
Das ist falsch: siehe Beschriftung des Diagramms. Die 26 ist der Durchschnitt der in Förderung befindlichen Quellen.
Da können auch welche drunter sein (wie z.B. Ölsande), deren Erschließung teurer war, deren laufende Förderkosten
nach Erstellung aber den angezeigten Bereich des grauen Feldes nicht übersteigen (sunken money effekt).

Solange der Preis also nicht unter 40 fällt, ist die laufende Förderung in keiner Weise eingeschränkt.

Gruß SRAM
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Wiese hat geschrieben:
AbRiNgOi hat geschrieben: Wenn wirklich nur mehr die 50Bar Ölfelder übrig bleiben, sind wir doch ein großes Stück weiter :)
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... klar, das weiß ich doch ... Sollte ja nur der Auflockerung dienen ;)

Ich sehe es auch als großes Problem, dass immer noch neue Ölfelder erschlossen werden, und je höher die Preise werden, desto schlimmer wird die Natur ausgebeutet, weil sich auch teure Förderung unter schwierigen Bedingungen lohnt. Ein Verfall des Ölpreises würde der Natur wahrscheinlich mehr bringen als höhere Preise. Ölsandgewinnung, Fracking und Öl aus der Tiefsee oder aus dem Polarkreis sind dann einfach zu teuer. Im Prinzip, so denke ich, hat ein Preisverfall UND ein starker Preisanstieg die Selben positiven Auswirkungen. Leider verändern sich die Preise aber seit vielen Jahren kaum, und das hat zur Folge dass sich nichts ändert.
Ich hatte auch früher gedacht, das Öl müsse billiger werden. Heute weiß ich es besser.

Die Regenerativen müssen noch viel massiver gefördert werden, damit sie den Fossilen wirklich das Wasser abgraben können.
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

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